Beiträge von Zauberwald

    In dem Moment, in dem die Schwangerschaft der Schulleitung mitgeteilt wurde, ist doch von dieser die sog. Gefährungsbeurteilung gemeinsam mit Dir zu erstellen. Hier werden die "zumutbaren" Aufgaben festgelegt. Ein ganz normaler Vorgang.

    Frage mich, wie die SL eine Gefährdung beurteilen kann/soll. Ist sie medizinisch ausgebildet? Diesen Schuh würde ich mir nicht anziehen wollen und eine Kollegin mit dieser Vorgeschichte nach Hause schicken.

    Äußerungen, die ich nicht mag, lasse ich mir erklären. Bei mir in der Klasse war neulich alles "ehrenlos." Ich schreibe Hausaufgaben an und da ist das plötzlich ehrenlos. Also muss derjenige erklären, was das jetzt bedeuten soll. Dummes Gesicht. Genauso wurde das Wort "Mutter" neulich inflatiös und völlig unpassend verwendet. Musste mir auch jedes mal übersetzt werden. Konnte bloß keiner. Ich habe mir auch schon erklären lassen, was genau ein Hurensohn oder andere Wörter bedeuten. Meine Schülys passen inzwischen genau auf, was sie bei mir sagen. Bin vllt. böse, aber nee meine Nerven sind schon recht dünn geworden und manche Dinge lasse ich mir nicht mehr gefallen. Den Umgangston bestimme immer noch nicht. Wer nörgelt oder stöhnt muss das übersetzen in eine anständige Sprache, die ich verstehe.

    Und nein, ich bin überhaupt nicht streng, die SuS mögen mich.

    *Meld* Ich! Ich weiß es. Allerdings verlasse ich mich nicht darauf, wenn jemand von rechts aus der Spielstraße kommt, und gehe eher davon aus, dass die Person denkt, sie hätte Vorfahrt.

    Ich bin in der Regel als Radfahrer unterwegs und mir fällt mittlerweile bei vielen Verkehrsteilnehmern, egal ob Auto, Fahrrad oder Fußgänger auf, dass sich so viele nicht an die Regeln halten und andere gefährden. Fußgänger, die einfach über die Straße laufen, ohne vorher einmal zu schauen. Autofahrer, die mich im Kreisverkehr (es gibt keine eigene Spur für Fahrräder) überholen und an der nächsten Ausfahrt beim Abbiegen schneiden, während ich weiter im Kreisverkehr fahren möchte. Radfahrer ohne Licht, auf dem Gehweg in die falsche Richtung. Kürzlich sprach ich einen Schüler an, der ohne Licht bei Dunkelheit nach mir an der Schule ankam, auf sein fehlendes Licht an. Das hätte er in seiner Tasche. Auf meine entsetzte Nachfrage fiel ihm auch nur noch ein "Weiß nicht." ein. :hammer:

    Mir kommen auf dem Gehweg regelmäßig Gymnasiasten, Fünftklässler, die letztes Jahr bei uns die Radfahrprüfung gemacht haben, morgens, meist ohne Licht, entgegen und fahren einen fast um. Wenn ich sage, dass sie auf der Straße und so...., meinen sie, die Eltern würden es nicht erlauben, da da zu viele Busse und Elterntaxis unterwegs seien...Manche fahren auch schnell einfach auf die Straße und ich rufe: "Umdrehen, Handzeichen... ", ach ja...Am Ende bin ich noch Schuld...

    Ohne Beleuchtung... *mir die Haare rauf*

    Manche haben auch den Eindruck, die Radfahrprüfung sei Schule und habe ja mit dem sonstigen Leben nichts zu tun.

    Wenn ich dann sage: "AB JETZT ist das IMMER so, denn jetzt WISST ihr es und macht es einfach nie wieder anders!", werde ich teils groß angeschaut. :D

    Bin mal gespannt, was hängenbleibt. Theoretisch wissen sie, dass sie sich niemals an einem 7,5-Tonner vorbei quetschen sollen.

    Ich habe zu meinen gesagt: Hausaufgabe: Hinter Mama oder Papa auf dem Rad durch den Ort zu Netto fahren, dabei den Kreisverkehr nehmen, dort ein - und ausfahren, zur Schule, da einbiegen und wieder nach Hause.

    Naja, die Beleuchtung musst du ja auch inzwischen nicht mehr dran haben, Halterungen für Stecklichter reichen, wenn es hell genug ist.
    Aber wir hatten neulich die Polizisten, die nicht begriffen haben, dass mein Sohn einen Dynamo hat und gesagt haben, das Licht leuchtet nicht (klar, wenn man das Rad nicht dreht nachdem man den Dynamo angeklickt hat) :autsch:

    Hier im Ort gibt es 4 Schulen und Kindergärten. Viele Schulbusse fahren, da ist morgens vor der 1. Stunde die Hölle los. Wenn da unbeleuchtete Radler unterwegs sind, dann ist es für die gefährlich. Es kam sogar eine ältere Dame in die Schule, die sich wegen der unbeleuchtetem Radfahrerinnen gesorgt hat. So haben wir es erst erfahren.

    Kann ich mitsingen...seit Wochen (!) mache ich mit meiner Vier Verkehrserziehung, bei vielen Regeln antwortet die Klasse mittlerweile im Chor und ich erkläre ihnen, warum ich sie damit "nerve"...weil der Verkehr gefährlich ist...haben alle abgenickt und strengen sich an. In der Schule. Und draußen? Gestern fuhr ich (Rad) zur Schule, schießt vor mir einer meiner Klasse quer zwischen den Autos raus, ohne Helm und ohne Gucken... das ging gerade noch gut.

    Er fuhr dann den Rest der Strecke blass und klein vor mir her, denn wäre ich ein Auto gewesen, wäre es das vielleicht gewesen.

    Allerdings sind die Autos nicht besser. Wie oft werde ich total bedrängt, genötigt und "nicht für voll genommen" (ist doch noch Platz???) - oder es fährt jemand im gerade noch annehmbaren Abstand an mir vorbei, vergisst aber, dass er nen Wohnwagen dran hängen hat! Da hilft dann nur noch ein Sprung zur Seite.

    Wie bei so vielem würde ich mir einfach mehr Achtsamkeit und Respekt für andere wünschen. Es wäre SO vieles besser.

    Meine haben gerade die Radfahrprüfung gemacht und kamen am nächsten Morgen ( ist hier Tradition) mit dem Rad zur Schule. Leider viele ohne Beleuchtung. Und dass der normale Straßenverkehr etwas anderes ist als der Verkehrsübungsplatz bin ich auch die ganze Zeit am Predigen.

    Wir haben einen Drucker im Lehrezimmer, den kann jeder aus dem Netzwerk heraus verwenden. Also kann ich vom Sitzplatz im Lehrezimmer, was ausdrucken und es mir aus dem Drucker nehmen bevor ich das Zimmer verlasse. In den meisten Klassenräume gibt es aber auch einen solchen Drucker, daher naja ob das so wichtig ist. Und ich verwende ca. 10 mal die Drucker pro Halbjahr. Schon ein bisschen zu viel Druckmöglichkeiten bei uns :D

    Bei kleineren Kindern wird halt noch mehr gedruckt.

    Aber es kommen neue Aufgaben auf uns zu: Wegen der ganzen Krisen derzeit sollen Lehrkräfte zu mentalen Ersthelfern ausgebildet werden.

    Ja, hier muss man auch oft Druckerpatronen suchen und einsetzen, Papier aus dem Gerät entfernen, da Stau, manchmal geht nicht einmal schwarzweiß kopieren. Verbindung des PCS mit Drucker mal wieder Fehlanzeige usw.

    Wie geschrieben: In BW und nicht nur da gibt es schon länger Fachlehrer, die ihren Job in der Regel gut erfüllen und oftmals nicht studiert haben. Ob die Quereinstiegsvariante den selben Ausbildungsgrad ermöglicht, ist dann wiederum eine andere Frage.

    Geht's auch ne Nummer kleiner?

    In der Grundschule unterrichten diese Sport und Kunst und haben vorher die komplette Erzieherausbildung gemacht, die 5 Jahre geht und danach noch die Weiterbildung. Wie lange die dauert, müsste ich googeln. In der Hauptschule unterrichten die Fachlehrer noch Werken, Kochen und Textilarbeit. In den Förderschulen gibt es auch Fachlehrer ohne Studium. Sie haben aber auch eine entsprechende Ausbildung und arbeiten mit einer studierten Sonderpädagogin zusammen. Jedenfalls hat die Ausbildung nichts mit Meister und 4 Wochen Praktikum zu tun.

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