Beiträge von Zauberwald

    Moin,

    ich bin Beamter auf Lebenszeit und plane, mich aus SH nach Niedersachsen versetzen zu lassen.

    Hier habe ich mich einmal über das Lehrkräftetauschverfahren beworben und zusätzlich auf eine ausgeschriebene Funktionsstelle.

    Mit der Funktionsstelle könnte es tatsächlich klappen, jedoch habe ich gesehen, dass Niedersachsen nur bis zum 45. Lebensjahr verbeamtet. Ich bin bereits ein Jahr drüber (jedoch wie gesagt schon Lebenszeitbeamter in SH)

    Hat schon jemand Erfahrung? Wird man als bestehender Beamter einfach versetzt und die Altersgrenze ist nur für Neuverbeamtungen gedacht? Ich habe dazu nichts finden können. Jedoch müsste es eigentlich häufig zu solch einer Situation kommen, auch in anderen Bundesländern.

    Wahrscheinlich gelten bei der Übernahme von Beamten über das Ländertauschverfahren gesonderte Regelungen. Bei uns müsste man sich beim RP informieren. Wenn du Wehrdienst oder Kindererziehungszeiten hast, kann sich die Altersgrenze auch nach hinten verschieben.

    Die Verbeamtung kannst du mitnehmen, aber nicht unbedingt das, was du verdienst. Habe eine Kollegin, die war als Grundschullehrerin in Bayern auf A13, weil sie einige Zusatzqualifikationen hat (in BY gibt es das wohl) und wurde bei ihrer Versetzung nach BaWü auf A12 heruntergestuft, weil es hier keine Beförderungsämter für GS-Leute gibt, außer SL. Sie war bei der Versetzung etwas älter als 50.

    Wir schreiben oft kombinierte Proben (=Arbeiten) mit Rechtschreib- und Grammatikteil. Die Aufgaben beziehen sich auf den aktuellen und zurückliegenden Unterrichtsstoff.

    Aufgabenformate des Rechtschreibteils sind:

    Lernwörterdiktate, Diktate kleiner Texte, Abschreiben eines vorgebenen Textes (wenn gerade die Abschreibstrategien durchgenommen wurden), aus einem Angebot das richtige Wort ankreuzen bzw. falsche Wörter herausfinden, bestimmte Laute kennzeichnen nach durchgenommenen Strategien, Wörter mit durchgenommenen Symbolen, die die Strategie erkennen lassen, kennzeichnen, Wörter richtig trennen, falsche Trennung erkennen, Lücken, wo bestimmte Buchstaben eingesetzt werden müssen, falsche Wörter in einem Text finden, die Wörter richtig hinschreiben (und die Strategie erklären), Strategien erklären.... Die Aufgabenformate richten sich nach dem, was durch das Sprachbuch und in den Arbeitsmaterialien so eingeübt wurde.

    Wenn das Thema "Wörterbuch" dran ist, müssen in einer gewissen Zeit Wörter von unterschiedlichen Schwierigkeiten im Wörterbuch gefunden werden.

    Hier auch so.

    Also, ich darf sagen, dass mein Kollegium das ist, was mich gerade trägt. Ich gehe gerne ins Lehrerzimmer und treffe gerne auf die anderen. Unsere gemeinsamen Aktionen machen auch Spaß. Wir sind aber nur so 15 Damen unterschiedlichen Alters. Vor nicht allzu langer Zeit war ich an eine Schule abgeordnet, die bis Kl. 10 ging und wir waren so ca. 50 Kollegen. Auch da war das Miteinander gut. Die junge SL kannte ich von früher. Aber vllt. hatte ich da auch zu wenig Einblick.

    Ich habe eine sehr anstrengende Klasse und bin froh, dass ich die anderen habe. Bei uns wird ja niemand befördert, vielleicht nimmt das Neid und Missgunst aus den Segeln.

    Jedenfalls würde ich meinen Kinderwunsch nicht von meinem Beruf abhängig machen/bestimmen lassen. Ob man sich eigene Kinder wünscht/bekommt hängt hoffentlich von anderen Faktoren ab als ob man beruflich schon von Kindern "gesättigt" ist. Der Partner/die Partnerin hat auch hoffentlich noch was dazu zu sagen.

    In Bawü sind die Unistädte bei Lehrkräften seht beliebt. Da kommt man kaum unter. In den ländlichen Gegenden herrscht Mangel. Ich kenne einige Lehrer, die 80 km einfach fahren, bei uns im Nordschwarzwald seit 5 Jahren unterrichten und immer wieder Versetzungsanträge nach Karlsruhe, Heidelberg, Freiburg stellen, die ohne Erfolg bleiben. Heirat reicht meist nicht mehr. Wenn man Kinder hat, geht es schneller. Es würde mich wundern, wenn du direkt in Freiburg sofort unterkommen würdest.

    Doch, all das gibt es bei uns, dennoch sind das nicht zwei feste Nachmittage pro Woche. das kann man optimieren, wie ich finde.

    Du bist doch schon ewig Lehrerin, da kann man sich mit Parallelkollegen doch kurz und knapp absprechen. Thema, Sequenz, was kommt in etwa diese Woche dran, wann schreiben wir den Test - und dann kann jeder seine Erfahrung nutzen und seinen Unterricht planen. Ich kenne aber schon auch diese Ratsch-Teams, die eeeewig alles bis ins kleinste Detail besprechen, danach noch gemeinsam kopieren und wirklich stundenlang an der Schule sind. Kann man ja machen, aber wenn einen das stresst, dann kann man es auch ändern und daheim am Computer abends weiterplanen, sich Sachen mailen etc pp.

    Zusatzaufgaben ja, aber auch da gibt es keine festen wöchentlichen Termine. Man spricht sich ab, wann man sich mal trifft, oder kommuniziert online und verteilt Aufgaben... Das kommt ja auch in Wellen, mal ist viel zu tun und mal wenig.

    Mit meiner Kollegin bin ich schnell. Die anderen Planungsgruppen kann ich Null beeinflussen.

    Busaufsicht ist nicht stressig, Pause finde ich anstrengender. Beim Bus hält man ein Pläuschchen mit den wenigen, die überhaupt Bus fahren und die freuen sich. Die Haltestelle wird bei uns auch von mehreren Buslinien angefahren, die Erstklässler haben immer Angst, falsch einzusteigen.

    Ich habe gerade im Netz gesucht, aber nichts Konkretes gefunden. Wo genau steht das formuliert? Ich frage, weil ich von einigen Schulen in Baden weiß, die definitiv keine Aufsichten stellen, selbst dann nicht, wenn die Haltestelle direkt am Schulgelände liegt. Meine eigene Schule hat jedoch keine spezifische Haltestelle, daher spielt das für uns auch keine Rolle.

    Wir haben 2 Busaufsichten täglich, nach der 5. und nach der 6. Stunde. An meiner letzten Schule gab es sogar 3.

    Was mich wundert: Habt ihr nachmittags nie Teamarbeit? Plant ihr keine Schul - oder Stufenprojekte? Schulfeste? Hast du gar keine Zusatzaufgaben? Nicht einmal Schulkonferenz oder so? Elternarbeit ja auch nicht...

    Ich habe 2 feste Nachmittagstermine pro Woche. Einmal DB mit anschließender Projektplanung, einmal treffe ich mich mit meiner Parallelkollegin, um den Unterrichtsstoff und die Klassenarbeiten zu planen. Die müssen wir parallel schreiben.

    Vielleicht liegt es einfach an meiner Schulform, dass ich mich so gestresst fühle. Nächstes Mal wähle ich eine andere. Wenn ich nur mit meinen zukünftigen Gymnasiasten und denen aus der Parallelklasse arbeiten müsste, wäre es auch leichter. Glaube ich.

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