Beiträge von Zauberwald


    Oder die Hexen verschleppen dich.
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    Von solchen gruseligen Hexen wurden meine 3 Kinder alle auf einmal geraubt, als wir hier erst 6 Wochen wohnten und nichtsahnend auf einen Fasendumzug gingen. Mein Sohn war erst 6 Wochen alt und wurde mitsamt Kinderwagen von so angetrunkenen Hexen auf einen Wagen geschleppt und mitgenommen, meine beiden kleinen Töchter jeweils woanders hin. Wir fanden diese Aktion überhaupt nicht witzig uns sind da erst 15 Jahre später wieder mal hingegangen...

    Anekdotische Evidenz: Als Studentin hatte ich einen Kumpel, dessen Vater ein arbeitsloser Schneider war. 3 Kinder, Baföghöchstsatz, Hartz 4. Der gute Schneider arbeitete nebenher schwarz und konnte seine Kinder auch noch unterstützen. Kumpel sparte sein gesamtes Bafög und konnte nach dem Studium alles auf einmal zurückzahlen, so dass ihm die Hälfte erlassen wurde.

    Warum es schlechter sein soll, das Abi mit Nachhilfe zu schaffen, als ohne, habe ich nie verstanden.

    Dass es schlechter ist, habe ich nicht gesagt. Es ist bequemer, wenn Eltern genug Geld haben, einem diese zu finanzieren. Wenn man weiß, dass das nicht geht und es ganz allein schafft, obwohl das sehr anstrengend ist, macht es einen umso stolzer. Bei mir hieß es immer: Entweder du schaffst das allein oder gar nicht. Aus. Ende.

    Ich ahne es...

    Und dann heißt es von denen, die das Zeugnis sehen: "Naja, ist ja nur so mittelgut in Mathe / Deutsch / Sachkunde ..."

    Wenn aber nicht nur das mündliche blabla, sondern auch so etwas wie Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit, Organisation, Hausaufgaben mitgezählt hätten (wie bei uns in der Unterrichtsnote), hätte ich bessere Karten gehabt. Bin aber stolz, dass ich nur einmal in 13 Jahren irgendwie zu Hause unterstützt werden musste oder wurde (meine Eltern hatten nicht so das Bedürfnis irgendwas abzufragen oder so; das eine Mal war Mengenlehre in Kl. 5, da gab es extra Elternkurse dafür ^^) und habe ganz allein ein ehrliches nachhilfefreies Abi geschafft.

    Ich bin in 99% der Fälle bei dir, aber das 1% wo die SoMi ein Problem ist, ist sie ein heftiges Problem. Ich hasse nichts an meinem Beruf mehr als über SoMi-Noten zu sprechen. Da würde ich lieber massiv mehr Tests korrigieren.

    Ich war in der Grundschule sehr still, habe nur geantwortet, wenn ich aufgefordert wurde und dann wusste ich die Lösung. Schriftlich hatte ich fast nur Einsen. Wie sah mein Zeugnis aus?

    Digitalisierung und digitales Lernen in der Schule sind aber nicht das gleiche wie das Daddeln am Handy. Das eine schadet, das andere (kann helfen) hilft.

    Ich denke nicht, dass die Digitalisierung in den Schulen gemeint ist, sondern das private Vergnügen bringende Daddeln der Schülern. Zumindest meine Vierer prahlen damit, was sie so alles spielen den ganzen Tag, manche können aber kaum lesen. Sie geben sich sogar gefährlicherweise älter aus als sie sind, um mit irgendwem zu Chatten.

    M.E. geht da viel Zeit kapuut, in der man Sinnvolleres tun könnte, bzw. sind unsere Grundschüler mit den ganzen youtubefilmchen, die man sich ohne Altersbeschränkung reinziehen kann, heillos überfordert. Zumindest wäre ich nicht gerne dabei, wenn sie das erste Mal Sex haben und denken, so macht man das also.

    Das ist doch gut, wenn es gut läuft und die Stadtteilschulen nicht als Restrampe gelten. Hier ist es so, dass die eine GMS einen Superruf hat, von meiner Klasse gingen mal über 90% eines Jahrgangs dorthin und von der anderen Gemeinschaftsschule sagt man, dass das Konzept und das Lehrerteam prima seien, aber viele Schüler seien so schwierig, dass einige Eltern ihr Kind z.B. in irgendeine Privatschule packen, um es aus dem Umfeld rauszuholen. Schule 1 kann fast nie alle Schüler aufnehmen, die sich anmelden wollen und richtet sich v.a. nach Einzugsgebiet.

    Wenn sie dann das Adventskalendertürchen aufmachen dürfen, ist das alles plötzlich kein Problem mehr ;)

    In Hamburg sind die Stadtteilschulen/Gesamtschulen tatsächlich ordentlich ausgestattet und vergleichsweise gut angesehen. Auch viele bildungsorientierte Eltern schicken ihre Kinder dorthin. Die gegenwärtige Schulstruktur wird von einer breiten politischen Mehrheit getragen.

    Kann man da Abitur machen wie an manchen Gemeinschaftsschulen hier?

    Mir tun ehrlich gesagt, die Realschulen leid. Ich denke mal, dass die nicht mehr das sind, was sie mal waren, bzw. heftig kämpfen und dieser eingeführte Hauptschulzweig ist wohl Selbsthilfe.

    So besonders ist das nicht, denn hier in BW gibt es ebenfalls in 5/6 die sogenannte Orientierungsstufe, an deren Ende beispielsweise auch erst entschieden wird an den Realschulen, wer auf Grundniveau oder mittlerem Niveau weiterbeschult wird. Und nein, Zauberwald , die SuS werden auch hier in BW nicht nur in Klasse 5 abgeschult von den Gymnasien, sondern auch am Ende von 6 oder sogar noch später (vor allem die Pandemiesonderregelungen haben da in den letzten zwei Jahren für viele spät abgeschulte SuS gesorgt, deren Eltern den Gymnasialbesuch um jeden Preis erzwingen wollten).

    Das habe ich auch nicht gesagt, bzw. gemeint. Aber 2 Jahre gewartet wird nicht. Bei meinen Kindern gab es recht schnell am Gymnasium (nach Klasse 5) so viele Kinder weniger, dass es anstatt 6 nur noch 5 Parallelklassen gab. Später gingen dann auch immer welche. Aber ohne Coronaregelungen dauert es keine 2 Jahre, ohne dass was passiert. Das mit der Realschule gibt es erst ein paar Jahre, nämlich dass sie einen Hauptschul - und einen Realschulzweig führt, und trotzdem gehen schnell einige auf die Hauptschule runter, denn in Klasse 5 und 6 wird auf Realschulniveau unterrichtet und manche schaffen es einfach nicht bis Ende Kl. 6.

    Bei meiner Abordnung kürzlich habe ich erlebt, wie schnell in Klasse 5 Werkrealschule (Hauptschule mit Möglichkeit des MSA) aus 17 Mitschülern 27 wurden. Der befreundete Rektor sagte mir, dass Kinder mitten im Schuljahr vom Gymnasium auf die Realschule wechseln, diese dann "anziehen" würden und manche es nicht schaffen. Hier scheint es so zu sein. Ich glaube nicht, dass er das erfunden hat, bzw. wüsste ich nicht, wo die neuen Schüler sonst herkommen. Es kamen dann noch Ukrainer dazu und die Klasse wurde geteilt.

    Ja, die Kinder sind in den beiden Jahren auf dem Gymnasium, und ja, es handelt sich um eine Hamburger Besonderheit: Die Beobachtungsstufe. Theoretisch werden 5. + 6. Klasse als Einheit verstanden, und erst am Ende der 6. Klasse entscheiden, ob es in der 7. auf dem Gymnasium weitergeht.

    Als Eltern könnte man dieses Modell doch so auslegen: Ich kann ja mal probieren, ob mein Kind es nicht doch schafft. Wenn nicht, kann es ja immer noch runter. Wer weiß, was sich in den 2 Jahren noch tut?

    Ja, die Kinder sind in den beiden Jahren auf dem Gymnasium, und ja, es handelt sich um eine Hamburger Besonderheit: Die Beobachtungsstufe. Theoretisch werden 5. + 6. Klasse als Einheit verstanden, und erst am Ende der 6. Klasse entscheiden, ob es in der 7. auf dem Gymnasium weitergeht.

    Seltsam. Ein befreundeter Hauptschulrektor erzählte mir erst kürzlich, dass er meist mit einer kleinen 5. Klasse startet, so 16 oder 17 Schüler und dass dann im Laufe des Schuljahres Kinder von der Realschule zu ihm kommen (die Gymnasialkinder, die abgestuft werden, gehen dann eher auf die Realschule), so dass er dann oft im nächsten Schuljahr die Klasse teilen muss.

    Wo gehen bei euch die Kinder hin, die nicht bleiben?

    Empirisch gesehen liegen Grundschullehrer mit ihren Einschätzungen offenbar derart oft daneben (- in Hamburg z.B. hatten 40% aller abgestuften Kinder eine Gymnasialempfehlung), dass man fast ebenso so gut auch würfeln könnte!

    Wo sind denn die Schüler in Hamburg in Klasse 5 und 6? In der Grundschule oder auf dem Gymnasium? Wenn sie schon 2 Jahre auf dem Gymnasium sind und erst nach Klasse 6 abgestuft wird, wieso sind dann die Grundschulen verantwortlich? Bei uns würde schon viel eher abgestuft und nicht erst nach 2 Jahren.

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