Beiträge von Zauberwald

    Bei uns an der Schule gehen diverse, sonstige oder auch nur mehr Platz bedürfende in die Behindertentoilette, die mittlerweile aber nur noch große Toilette heißt. Das Behindertenschild wurde durch ein anderes ersetzt. Ging ganz einfach und löst viele Probleme.

    In Dänemark habe ich einige Toiletten nebeneinander gesehen, da war auf jeder Tür ein Bild mit einer Frau UND mit einem Mann. Wir haben es so gedeutet, dass jedes Geschlecht egal welche Toilette benutzen darf und fanden es entspannt.

    Früher hätte man das Sommergrippe genannt, jetzt ist es halt Corona.

    Es gibt Familienmitglieder mit Vorerkrankungen und wir wollen uns verantwortungsvoll verhalten. Mein Onkel ist schon durch eine familiäre Coronaeinschleppung gestorben...aber ich wollte jetzt nicht wieder diese unsägliche Diskussion starten. Du bist jung und gesund, dir wird Corona vmtl. nicht so leicht etwas anhaben, aber es gibt auch andere.

    Nochmals zur Ausgangsfrage: Wer hat das mit der Kamera denn angeordnet? Was sagen die Kolleginnen, die auch in der Klasse unterrichten, was die Schulleitung?

    Ehrlich gesagt, würde ich auch keine Kamera im Unterricht wollen, bei Corona war es eine andere Situation. Andere Eltern kommen womöglich auch auf die Idee, wenn ihr Kind krank ist.

    Mein Sohn kann seine Vorlesungen zwar immer noch online verfolgen, aber ich finde, das ist eine andere Situation als in der Schule, wo man immer in Aktion mit den Kindern ist.

    Für die Schülerin müsste es so etwas wie Schule für Kranke o. ä. geben. Da gibt es besondere Regelungen, hängt aber natürlich wieder vom Bundesland ab.

    Ich habe eine Schülerin, die wurde aufgrund einer starken Autoimmunerkrankung fast 1,5 Jahre zu Hause unterrichtet. Vielleicht geht das in dem Fall ja auch. Sie braucht auch sowieso Hilfe und Unterstützung, damit sich das verbessert.

    Ich habe in den letzten Jahren fast in jedem Schuljahr eine Integrationskraft im Unterricht gehabt und habe im nächsten Schuljahr auch wieder eine. Es waren bisher 4 verschiedene SuS, die aus unterschiedlichen Gründen Unterstützung brauch(t)en. Es werden auch jedesmal gemeinsam mit dem Jugendamt, das die Helfer bezahlt, Ziele festgelegt, was sich beim Kind verbessern soll und was die Aufgaben der Integrationshelfer sind. Ich finde es wichtig, diesen auf Augenhöhe zu begegnen, sie einzubeziehen, besprechen, was man vorhat und wie sie unterstützen können. Dass jemand den Unterricht mitschreibt, habe ich noch nicht erlebt, höchstens, welche Auffälligkeiten es bei dem Kind gab.

    Bei uns war es so, dass wir bei einem positiven Fall den SL auf dem Handy angerufen haben. Er hat persönlich alle positiven Kinder vor dem Klassenzimmer (da mussten sie sitzen und warten) abgeholt, die Eltern informiert und sie in seinem Büro solange betreut, bis sie abgeholt wurden. Hat manchmal etwas länger gedauert, bis man jemanden erreicht hatte, manchmal waren es auch die Großeltern, aber uns Lehrkräfte hat es sehr entlastet. Wir dürfen Kinder vor regulärem Unterrichtsende nicht einfach allein nach Hause schicken, ohne dass die Eltern davon wissen und einverstanden sind, kranke Kinder schon gar nicht.

    Ich weiss nicht, woran ihr so denkt. Deutschland ist in gewissen Dinge einfach nur hysterisch, "atombombensicher" ist wahrscheinlich nirgendwo sonst überhaupt ein Kriterium.

    Schreib doch bitte in einem Schweizer Lehrkräfteforum. Das ist sicher sooo viel besser und du kannst tüchtig über uns dumme Deutsche ablästern. Warum schreibst du eigentlich hier? Dich betrifft doch unser System gar nicht. Warum ist das für dich hier wichtig oder interessant? Nur zum Stänkern?

    Bezüglich der Inklusion kann ich sagen, dass bei uns an den staatlichen Gymnasien sehr wenig Kinder "landen." Wenn dann sind das Kinder, denen man ein Abitur zutraut. Beispielsweise hochbegabte Autisten, die aber ohne Lernbegleitung nicht zurecht kommen. Ich weiß von einem Schüler, der von der Förderschule G kam und hier am örtlichen Gymnasium Abitur machte. Eine ehemalige Kollegin war damals seine Lernbegleitung. Ich weiß gar nicht genau, was ihm fehlte, aber er konnte nur mit Hilfe eines Laptops schreiben. Ist ein paar Jahre her.

    Neulich fragte mich mein Nachbar, SL des örtlichen Gymnasiums, warum es diesmal so wenige Anmeldungen gäbe. Wir hatten in diesem Jahrgang kleine Klassen und ein knappes Drittel hat sich auf dem Gymnasium angemeldet. Wir haben auch eine recht gute Kooperation und bekommen ehrliche Rückmeldung von den Kollegen, wie sich unsere alten Viertklässler entwickeln. Beide Seiten sind im Großen und Ganzen zufrieden. Also wir haben in letzter Zeit zumindest keine entsetzen Anrufe erhalten.

    Und kirchliche Träger betreiben ja nicht nur Gymnasien, sondern auch andere Schulformen, wie du schon selbst schreibst. Der Punkt ist doch, dass es dort teilweise besser gelingt, ansprechende Profile für unterschiedliches Klientel und seine Interessen zu schaffen, während woanders alles in einen Topf geschmissen wird und so hinzunehmen ist.

    Das ist doch bei staatlichen Schulen genauso. Wir werfen auch nicht alles in einen Topf. Bei uns gibt es noch Realschulen, Werkrealschulen (Hauptschule mit Möglichkeit des MSA) und Gemeinschaftsschulen, die hier recht beliebt sind. Einige Eltern, deren Kinder Gymnasialempfehlung haben, wählen hier bewusst Gemeinschaftsschulen, weil ihnen das Konzept gefällt. Die Kinder sind oft auch dafür, weil es da keine Hausaufgaben gibt. Es sind Ganztagsschulen, was der arbeitenden Bevölkerung entgegenkommt.

    Meiner Meinung nach sind Kinder, die eine sichere Gymnasialempfehlung haben doch nicht automatisch Musterschüler und alle anderen sind auch nicht Abschaum und machen nur Arbeit und Mühe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es tatsächlich so eine Schule gibt mit lauter klugen gehorsamen Musterkindern. Wie langweilig. Aber wenn da tatsächlich alle rausgeworfen werden, die nicht ins Schema passen, dann halte ich das schon für bedenklich.

    Ganz sicher weiß ich das nicht. Das weiß ich aber sicher:

    Bei der Konfirmation bestätigen getaufte Jugendliche das Glaubensbekenntnis, das Eltern und Paten bei ihrer Kindertaufe stellvertretend für sie abgelegt haben - soweit zumindest die Theorie ;) - und sie werden feierlich gesegnet. Mit dieser Feier ist in der Regel die Zulassung zum Abendmahl verbunden.

    Man kann sich als Erwachsener konfirmieren lassen, wenn man es als Jugendlicher nicht gemacht hat.

    Bei einer Erwachsenentaufe (ab 14 ist man religiös erwachsenen) ist eine Konfirmation theologisch überflüssig, obwohl sie aus seelsorgerlichen Gründen stattfinden kann.

    Bei gefirmten Katholiken wäre eine Konfirmation daher theologisch auch nicht erforderlich.

    Wenn das alles so einfach ist, frage ich mich, warum es dann so kompliziert ist, ökumenisch zu heiraten. Meine Tochter hatte zunächst keinen Pfarrer gefunden, der bereit war, eine ökumenische Eheschließung durchzuführen. Schließlich hat sich dann doch jemand dazu bereit erklärt. Der wollte 3700€ dafür, dann haben wir darauf verzichtet.

    Meiner Tochter wäre es sehr wichtig gewesen und sie war sehr traurig. Meiner Mutter fehlt der Segen Gottes und sie ist sich bis heute nicht sicher, ob das alles so seine Richtigkeit hat. :(

    Die Problematik der Schulempfehlung, des häufig entgegenstehenden Elternwunsches und des abschließenden Losverfahrens unterschreibe ich, das ist einfach nicht nachvollziehbar. Da reicht ein reingemogelter Querschläger, um den Laden langfristig aufzumischen.

    Wir haben in der Grundschule ALLE Kinder. Lasst ihr euch so leicht aufmischen?

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