Und kirchliche Träger betreiben ja nicht nur Gymnasien, sondern auch andere Schulformen, wie du schon selbst schreibst. Der Punkt ist doch, dass es dort teilweise besser gelingt, ansprechende Profile für unterschiedliches Klientel und seine Interessen zu schaffen, während woanders alles in einen Topf geschmissen wird und so hinzunehmen ist.
Das ist doch bei staatlichen Schulen genauso. Wir werfen auch nicht alles in einen Topf. Bei uns gibt es noch Realschulen, Werkrealschulen (Hauptschule mit Möglichkeit des MSA) und Gemeinschaftsschulen, die hier recht beliebt sind. Einige Eltern, deren Kinder Gymnasialempfehlung haben, wählen hier bewusst Gemeinschaftsschulen, weil ihnen das Konzept gefällt. Die Kinder sind oft auch dafür, weil es da keine Hausaufgaben gibt. Es sind Ganztagsschulen, was der arbeitenden Bevölkerung entgegenkommt.
Meiner Meinung nach sind Kinder, die eine sichere Gymnasialempfehlung haben doch nicht automatisch Musterschüler und alle anderen sind auch nicht Abschaum und machen nur Arbeit und Mühe. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es tatsächlich so eine Schule gibt mit lauter klugen gehorsamen Musterkindern. Wie langweilig. Aber wenn da tatsächlich alle rausgeworfen werden, die nicht ins Schema passen, dann halte ich das schon für bedenklich.