Beiträge von Zauberwald

    TOP 2 folgt sogleich:

    Als Lehrer ist man - zumindest im Rahmen des Unterrichts - komplett fremdbestimnt. Nicht inhaltliche Erfordernisse oder spezifische Bedürfnisse der SuS besimmen die Arbeitsabläufe, sondern IMMER ist es das Stundenklingeln, das die Arbeitsphasen vorgibt und taktet.

    Das ist eine Form der Entfremdung, die es so starr ansonsten nur in großen Industriebetrieben gibt.

    Diese unnatürliche Taktung torpediert nicht nur Lern- und Arbeitsabläufe, sie macht auch die so wichtige kommunikative Interaktion mit den KuK fast unmöglich. Die strikte Einteilung des Unterrichts in 45-Minuten-Einheiten versklavt Lehrer und Schüler gleichermaßen!

    Man kann doch sehr offen arbeiten. Offener Anfang, gemeinsamer Stuhlkreis, besprechen des Tages, gemeinsame Lernzeit, freies Arbeiten an den Themen (differenziert mit individueller Hilfe) usw. Mit vielen Fachlehrern in der Klasse ist es schwieriger, aber da kann man sich je nach Tag darauf einstellen und entsprechend/anders planen. Es gibt auch Tage, an denen man die einzige Lehrkraft in der Klasse ist. Wenn die Klasse gut eingeführt ist, läuft der Vormittag notfalls fast ohne dich. Eine Schulklingel habe ich in BaWü noch nie gehört und da arbeite ich jetzt immerhin schon 18 Jahre. Die weiterführenden Schulen haben hier immer Doppelstunden, damit die Fachlehrer auch freier bei den Methoden sind.

    Gestern habe ich bei 4teachers einen thread von 2005 gelesen. Da wird seitenweise beklagt, wie heterogen die Kinder doch geworden sind, wie umfangreicher die Aufgaben der Lehrkräfte geworden sind, wie schwierig der Umgang mit den Eltern, wie hoch die Arbeitsbelastung und wie man sich am besten in die Frühpensionierung flüchten könnte. Ich musste innerlich schmunzeln und hab noch mal nachgeschaut, ob das wirklich von 2005 oder doch von 2023 ist. Früher war alles besser? Wohl auch nicht.

    Wie weiter oben schon geschrieben steht: die Referendare sind fertig und bewerben sich auf Stellen, die dann nach den Sommerferien (zum neuen Schuljahr) beginnen. So unfair sich das anhört, so realistisch und nachvollziehbar ist das.

    Meine neue Kollegin hat sich im März oder April bei uns beworben, da standen noch Prüfungen für sie an (vielleicht war es auch früher). Die Stellenzusage hat sie uns im Mai oder Juni gegeben, das kann ich nicht so genau sagen. Womöglich sogar früher. Jedenfalls wissen wir seit Wochen, dass sie zu uns kommt Auch sie ist jetzt arbeitslos, sie war auch schon auf der letzten Konferenz und arbeitet bereits mit den Parallelkolleginnen zusammen: Materiallisten erstellen und verschicken, Elternabend vorbereiten, Klassenzimmer einrichten usw.

    Zumindest in NRW brauchst du für die Einstellung ein (neues) polizeiliches Führungszeugnis.

    Die Ausschreibungen und Zusagen für das kommende Schuljahr waren im Juni ... ich weiß, dass aktuell noch nicht alle angehenden Lehrer ihr neues Führungszeugnis vorliegen haben.

    Das ist jetzt nur ein Beispiel, warum das Einstellen an gewissen Fristen gebunden ist.

    Im Artikel ist übrigens noch ein weiterer Fehler.

    Die angehenden Lehrkräfte müssten zur Konferenz - heißt es dort. Die Aussage ist mit Sicherheit auch für BW falsch. Solange du noch nicht als Lehrer eingestellt bist, gehst du zu keiner Konferenz. Du darfst es gar nicht. (u.a. versicherungstechnische Gründe. Bei Vertretungskräften auch arbeitsrechtliche Gründe.)

    Sie war auf der Konferenz. Ich war mal ein Schuljahr abgeordnet und ging schon ab Mai doert auf Konferenzen, obwohl ich noch an meiner alten Schule war. Ich ging sozusagen auf 2 Schulen auf Konferenzen.

    Wie weiter oben schon geschrieben steht: die Referendare sind fertig und bewerben sich auf Stellen, die dann nach den Sommerferien (zum neuen Schuljahr) beginnen. So unfair sich das anhört, so realistisch und nachvollziehbar ist das.

    Sie haben aber die Stellen schon. Meine Tochter hat sich Anfang des Jahres schulscharf beworben und hatte die neue Stelle schon Monate vor Schuljahresende.

    Gerade auf tagesschau.de gesehen

    https://www.tagesschau.de/inland/gesells…itslos-100.html

    Gibts das wirklich? Kann dazu jemand etwas sagen? Für Hessen wäre mir das vollkommen neu und ich dachte eigentlich, dass such in anderen BL Referendare für den kompletten Zeitraum des Refs eingestellt/ernannt werden.

    Ja, meine Tochter war letztes Jahr nach dem Ref. in den Sommerferien arbeitslos, obwohl sie schon eine neue Stelle an einer neuen Schule hatte, seit Monaten. Klasse 1. Sie hat in den Ferien ihr Klassenzimmer eingerichtet usw. Für umsonst und sie ist nicht die Einzige.

    Genauso!

    @all Es geht euch im Wesentlichen überhaupt nichts an. Ich bin im Urlaub gerade mit einer Gruppe mir bis vor 2 Wochen völlig fremder Menschen. Man plaudert über dieses und jenes. Alle wissen, dass meine Freundin zu Hause ist und ich alleine verreise. Niemand hat diesbezüglich irgendwas kommentiert. Es gibt auch nichts zu kommentieren.

    Mir ist in diesem Forum schon mehrfach "untergeschoben" worden, ich hätte irgendwelche Probleme wegen meiner homosexuellen Beziehung. Nein, habe ich nicht und hatte ich noch nie. Stellt einfach mal euer Kopfkino ab, ich weiss selber wirklich bestens, wie mein Leben so ist.

    Wieso soll auch jemand was kommentieren? Ich verreise auch manchmal allein. Kommentiert auch niemand.

    Mein Mann hat sich heute gewundert, dass ich nicht weiß, welche Berufe die Partner meiner Kolleginnen haben. So private Dinge bezüglich der Lebenspartnerinnen interessieren mich wenig bei Kolleginnen. Auch die sexuelle Ausrichtung ist mir wurscht. Ob jemand Kinder hat, interessiert mich dagegen schon, denn ich will wissen, ob diejenigen bezüglich des Stundenplans Vorteile haben und ob es gerecht zugeht diesbezüglich.

    Vor ca 30 Jahren hat sich ein homosexueller guter Freund umständlich im Freundeskreis geoutet und wir waren erleichtert, dass es mal ausgesprochen wurde, denn wir haben das alle sowieso vermutet und uns Sorgen gemacht, ob und dass er es selbst checkt, weil er sehr zurückhaltend und schüchtern war. Wir wollten, dass es ihm gutgeht und ihm zeigen, dass wir kein Problem damit haben, aber niemand hat sich getraut, ihn anzusprechen.

    Als einstiger Hesse muss ich schon zugeben, dass die Pfingst- und Faschingsferien eine tolle Sache sind. Frage mich echt, wie die Kollegen aus anderen Ländern diese teils ultralangen Abschnitte zwischen den einzelnen Ferien schaffen.

    Alles hat aber seine Vor- und Nachteile. Meine Lehrerfreunde aus Hessen haben nächstes Schuljahr durch dreiwöchige Weihnachts- und Osterferien ganz andere Reisemöglichkeiten.

    Die Faschingsferien entstehen durch die Kummulation beweglicher Ferientage. Das könntet ihr nachmachen, wenn ihr wolltet.

    Wir können doch nichts dafür, dass andere Bundesländer keine Pfingstferien haben. Dafür haben wir nur 1 Woche Herbstferien und oft nur 1,5 Wochen Osterferien. Die späten Sommerferien sind nicht toll. Man steht wochenlang in überhitzten Klassenzimmern und wenn wir endlich Ferien bekommen, herbstelt es schon.

    Shorts ziehe ich eh nicht häufig an, eher dreiviertellange Hosen. Kapuzenpullis trage ich hingegen häufiger. Beides sowohl in der Schule als auch in der Freizeit, genau wie viele meiner KuK. Wobei wir wieder bei meinem "Lieblingssatz" wären: Mir ist die Kleidung anderer Menschen völlig egal, solange sie sauber und gepflegt ist (wobei Letzteres ja auch wieder Ansichtssache ist; für mich persönlich gehören auch legere Kleidungsstücke durchaus zur "gepflegten" Kleidung).

    Habe gerade meinen flaschengrünen Kapuzenpulli angezogen, ich mag die Farbe. Hier ist es seit 2 Tagen richtig kalt. Wüsste nicht, warum man damit nicht in die Schule sollte. Bei richtig kurzen Röcken bin ich dagegen vorsichtiger, seitdem mir mal als Junglehrerin ein Schüler ins Bein gebissen hatte.:D:hammer:

Werbung