Wieso kannst du die Frage nicht beantworten? Hast du etwas kein Lehramt studiert?
Beiträge von Zauberwald
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Wieso kannst du die Frage nicht beantworten? Hast du etwas kein Lehramt studiert?
Das ist doch in jedem Bundesland anders geregelt. Ich bin in BaWü und habe regulär studiert (in Bayern), deshalb kann ich dir über den Seiteneinstieg in Sachsen - Anhalt nichts sagen. Aber vllt. andere.
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Wenn ich da an unsere Musiklehrerin denke, wo die Kinder 45 Minuten malen und Musik über den CD Player hören. Oder sich die Eltern über die Englisch Lehrerin lustig machen, weil sie es einfach nicht kann.
Diese Lehrerinnen haben mit Sicherheit andere Fächer studiert. In der Grundschule wird man auch fachfremd eingesetzt und es wird keine Rücksicht darauf genommen, ob man das kann. Bei dem derzeitigen Lehrermangel noch mehr. In deinem Bundesland studiert man für das Grundschullehramt auch nur 2 Fächer, wenn ich es richtig sehe. Das ist in vielen Bundesländern anders. In BY hatte ich damals ein Hauptfach und 3 Didaktikfächer, die waren aus dem musischen, naturwissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereich. Hauptfach war Deutsch oder Mathe. So ist man breiter aufgestellt und die Schulgemeinschaft auch, man kann auch mal den Musikunterricht ablehnen und dafür Kunst und /oder Sport unterrichten.
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Gibt es diese Punkte im Lehramtstudium?
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Ich könnte jetzt im Gegenzug alles Negative über unsere Hort - und Kernzeitenbetreuerinnen auflisten. Soll ich? Dann belege ich einen Crash - Kurs und mache alles besser.
Deine Ausgangsfrage kann ich leider nicht beantworten.
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Didaktik müsste ich mir im großen und ganzen natürlich aneignen. Deswegen war ja auch die Frage zum Crash-Kurs. Aber ja wenn ich die Lehrer bei uns sehe, dann würde ich bestimmt das ein oder andere besser können.
Du unterschätzt das wirklich. Was ist mit dem Fachwissen? Es reicht nicht, das ABC und das Einmaleins zu können. Crash-Kurs???? Uhhh
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Wenn man von außen zuschaut, sieht manches anders aus. Als ich im Referendariat war und im Unterricht meiner Betreuungslehrerin hospitiert habe, fand ich sie ganz schrecklich. Im Laufe der Jahre als Lehrerin habe ich sehr oft an sie gedacht und konnte sie immer besser verstehen. Wenn man selbst in den Schuhen läuft, merkt man, dass manche Schüler/innen einfache gerade Ansagen brauchen, damit sie weiterkommen. Das sieht für Außenstehende vllt. im Moment etwas befremdlich aus, aber die sollen es erst einmal besser machen, bevor sie alles besser wissen oder anderen Inkompetenz unterstellen. Situationen aus dem Zusammenhang gerissen anzuprangern, verschiebt auch zuweilen die Realität.
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Genau, auch, wenn ich es nicht gut finde und wir das innerhalb der Familie gottseidank anders leben (können), ist es häufig noch so, dass Frauen den Beruf nach dem Kriterium "Zeit für die Familie" auswählen und Männer sich hingegen als "Versorger" sehen und bei der Berufswahl eher auf die Verdienstmöglichkeiten schauen. Was das Geschlechtergefälle wie auch die Teilzeitquoten in der Grundschule zumindest teilweise erklären würde...
Es wäre interessant zu vergleichen, ob Lehrerinnen ab A13 aufwärts weniger in Teilzeit gehen oder sich diese eher mit dem Partner teilen.
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Haha, nein, wirklich nicht, ich bin eines der wenigen "Arbeiterkinder" in unserem Beruf und in Teilen meiner Familie gelten Lehrer bis heute wahlweise als schrullige Besserwisser oder faule, überbezahlte Beamte. Aber Beispiele von Menschen, die nicht (!) studiert haben aus meiner "Blase" gibt es ebenfalls: Aussendienstler in der Baubranche, Berufsausbildung nach Abi und 20 Jahre im Job 8-10K/Monat+Dienstwagen; Flugbegleiterin (Pursor) quasi ohne Ausbildung (nur Trainings), knapp über 50 J., 6,5K bei 78 Flugstunden im Monat + erhebliche Überstundenzulagen; Versicherungsmakler, ebenfalls ohne Studium, keine Ahnung was er verdient, aber es ist VIEL mehr als A13; selbständige Heilprakterin ohne Abi mit "Zertifikat" (und vielen Lehrern als Kunden
) ebenfalls mehr als A13, aber dafür halt auch selbständig, naja. Handwerksmeister im Freundeskreis haben ebenfalls mehr, Gesellen natürlich nicht, aber teilweise nah dran. Dass die Menschen in der Pflege und somit auch Sanitäter massiv unterbezahlt sind, ist keine Frage. Und ich möchte auch nicht tauschen. Bei Ärzten sieht das aber schon wieder anders aus. Ich sage nicht, dass wir Geringverdiener sind. Aber wenn ich von meinem A13 noch die Krankenkasse abziehe komme in in Bereiche, die viele Menschen auch locker ohne Studium erreichen. Ich liebe meinen Job über alles, verstehe aber, wenn es junge Menschen vor der Entscheidung zu einem Studienfach einfach abschreckt. A12 sind auf eine 40-Stundenwoche gerechnet je nach Steuerklasse und abzüglich Krankenkasse unter 20€ netto/Std. Eine Freundin von mir ist Hausfrau und putzt ab und zu, sie nimmt 18€/Std. Also bleibt man lieber nen Tag Teilzeit zu Hause und putzt selbst. Und im Ernst, als Lehrer kauft man sogar die Tackernadeln selbst. Ich gebe den SuS Eis aus, helfe mit Stiften, Heften, Bastelmaterial,... aus, und während viele Firmen es zu Weihnachten oder Urlaubsbeginn mal wertschätzungsmäßig krachen lassen (Stichwort Sommerfest oder Weihnachtsfeier), wird im Lehrerzimmer noch diskutiert, wer den Nudelsalat mitbringt und dass das Wassergeld (!) schon wieder leer ist.Das ist irgendwie so ein Mythos, dass Lehrer gut verdienen. Nach 20 Dienstjahren und mit 3 Kindern vielleicht, da sind die Zuschläge halt echt hoch. Aber als Berufsanfänger ist es einfach nicht mehr attraktiv, wenn man vor der Wahl steht, auch was anderes zu studieren
.Nicht zu vergessen, wie wir derzeit in unklimatisierten Räumen schwitzen, in denen schon in der 1. Stunde die Luft steht, trotz geöffneter Fenster. Und das noch 4einhalb Wochen bis zu den Sommerferien. Wir haben es mit geschlossenen Fenstern versucht, aber dann ist es auch nicht besser und die CO2 Ampel ist nur noch rot.
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Ok, dann antworte ich mal für mich: Ich habe mich damals entschlossen das Lehramt BBS zu studieren, weil ich es interessant fand (und noch immer finde), dass man an beruflichen Schulen die unterschiedlichste SuS-Klientel und verschiedenste Bildungsgänge findet. Zudem gefällt mir die große Verzahnung von Theorie und Praxis in dieser Schulform und ich wollte gerne Jugendliche und junge Erwachsene unterrichten und auf ihrem Weg ins Berufsleben begleiten.
Mit Meister braucht man kein Studium, oder? Ist die Bezahlung dann gleich?
Es gibt ja auch die beruflichen Gymnasien, ist das eine andere Ausbildung? Ich denke, das sind Gymnasiallehrer/innen, oder?
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Und haben deine Kollegen da auch freudig gerufen "Ah wie toll, endlich eine Frau bei uns!", als du ins Kollegium kamst, so wie das an vielen Grundschulen der Fall ist, sobald ein Kollege (ganz egal, wie fähig, Hauptsache Mann) den Raum betritt? Oder haben sie dich halt als Kollegin aufgenommen, ohne einen großen Bohei um dein Geschlecht zu machen?
Es ist mir unklar, wie es in einer emanzipierten Gesellschaft sein kann, dass man Männer, die man noch nicht mal kennt, von denen man rein gar nichts weiß, fast schon jubelnd begrüßt und von vornherein annimmt, dass sie mit schwierigen Klassen gut klarkommen, nur weil sie männlich sind. So viele Vorschusslorbeeren, einzig und allein aufgrund des Geschlechtes.
Und da wundert man sich, dass es dann mehr männliche Konrektoren und Rektoren gibt als weibliche und fühlt sich im schlimmsten Fall wieder als Frau diskriminiert, aber sobald ein Mann kommt, wird der von vielen Frauen eben hofiert wie ein Superheld.
Da muss man sich echt mal überlegen, ob das so sinnvoll ist, oder ob es nicht schlauer wäre, einfach die Leistung als Lehrkraft zu sehen - es gibt gute und weniger gute, ganz egal ob Mann oder Frau.
Zum Teil hast du Recht, aber glaube mir, Frauen lassen sich eine Flasche als Schulleiter nicht gefallen, nur weil er ein Mann ist
- anekdotische Evidenz! Und wir können sooo ablästern über unfähige Kollegen und hofieren nicht alle per se. Wenn wir jemannden mögen, hat er es freilich gut. -
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In Förderschulen ist auch viel Care -Arbeit nötig, da gibt es aber mehr Männer als in der Grundschule. Der Hauptgrund dürften die Bezahlung und das Ansehen sein - verfolgt man die Ansichten mancher Forenteilnehmerinnen hier
, die einem mitunter das Studium absprechen. Wenn es hier schon so ist, warum sollte es woanders besser sein?An meiner jetzigen Grundschule sind sehr viele Akademikereltern und wir haben den Eindruck, dass die Eltern sich immer mehr herausnehmen und uns Kolleginnen nicht mehr so wertschätzen (wie früher, ich kenne das noch). Auf den weiterführenden Schulen werden sie dann plötzlich pflegeleicht und trauen sich kaum noch, sich einzumischen.
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Du oder der Großteil von uns ist wahrscheinlich auch eher im Bildungsbürgertum aufgewachsen und der dazu gehörigen Bubble. Dies trifft auf sehr viele Kinder und Jugendliche nicht zu. Ja, auch heute noch dürfen Jungs nicht weinen und Mädchen sind zu doof für Technik.
Und das können weibliche Lehrkräfte nicht vermitteln, dass Jungs weinen und Mädchen klug sein dürfen???? Bedienst du nicht gerade auch ein Klischee?
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