Beiträge von Zauberwald

    Ohne mich damit jetzt näher auszukennen, da kinderfrei: Die Kinderwunsch-Behandlung ist doch eine ärztliche Behandlung oder? Also kannst du einfach eine ärztliche Bescheinigung vorlegen, dass du zu dieser und jener Zeit eben einen Arzt aufgesucht hast. In BaWü darf man außerdem fünf Tage am Stück ohne die Vorlage einer AU fehlen. Lass dir bitte nichts erzählen von wegen, man müsste um Freistellung bitten für einen absehbaren Arzttermin. Sobald die Termine feststehen, gibst du sie weiter und fertig.

    Genau. Ich würde nicht den genauen medizinischen Grund darlegen. Das musst du nicht und das setzt dich nur unnötig unter Druck. Du hast Arzttermine, bekommst dafür eine ärztliche Bescheinigung und fertig.

    Bei meinem 3. Kind habe ich der Verwandtschaft (weiter entfernt wohnend) erst kurz vor Geburtstermin von der Schwangerschaft erzählt. Ich hatte immer viele Probleme gehabt bei den vorigen Schwangerschaften mit meinen Töchtern und auch mehrere Fehlgeburten und hätte mir nur wieder anhören müssen, wieso, weshalb, warum ich das wieder auf mich nehme. Alles lief besser als zuvor und ich musste mich nicht dauernd wegen irgendwas rechtfertigen.

    Bei uns müssen Teilzeitanträge für das Schuljahr 2023/24 jetzt im Januar spätestens abgegeben werden (am besten schon vor den Weihnachtsferien abgegeben worden sein). Wir können jährlich ändern, aber mit langem Vorlauf. Wir können auch nicht 6 - 12 Monate nehmen. Das gilt schon für ein ganzes Schuljahr.

    In Baden-Württemberg offenbar nicht. In Lörrach-Stetten kommt immer noch die grimmige Durchsage mit dem Verweis auf die Maskenpflicht. Ich fahre 2 x die Woche "rüber", meistens denke ich dran, eine Maske aufzuziehen. Letztens hatte ich es einfach vergessen und wurde das erste mal überhaupt in der S-Bahn kontrolliert. Den Mitarbeiter der Deutschen Bahn hat es überhaupt nicht interessiert, dass ich keine Maske aufhatte. Just in diesem Augenblick fingen aber die zwei Menschen mir gegenüber an sich zu wundern, die hatten eine auf. Die waren auf dem Weg in die Schweiz und es war ihnen gar nicht klar, dass sie ennet der Grenze gar keine Maske tragen müssten.

    Silvester waren wir in Deutschland bei Bekannten. Das erste, was wir beim Eintreffen dort hörten ... die Tochter habe Corona, bzw. naja eigentlich sei sie gar nicht (mehr) krank, sie habe einen positiven Schnelltest und naja, sie käme deswegen jetzt nicht zum Essen runter. Das ist für uns komplett Absurdistan. Mir fällt dazu schon gar nichts mehr ein, ich kommentiere das überhaupt nicht mehr. Den Tag drauf ging ich zur Apotheke, da hing ein Schild an der Tür, man möge bitte FFP2-Maske tragen. OK, mache ich. Im ICE nach Frankfurt war die sowieso Pflicht, ich hatte also eine in der Tasche. Absurdistan.

    Zwischen den Jahren waren wir Schneeschuhwandern, im Engadin, mit einem deutschen Bergführer (der Herr Bach mit dem Loch in der Schneedecke über dem Gebirgsbach ...). Ich weiss gar nicht wie wir auf Corona kamen, das passiert eigentlich nur, wenn zu viele Deutsche anwesend sind. Auf jeden Fall erzählte er, er habe letztes Jahr auf einer Tour einen Gast gehabt, der unterwegs leider krank geworden sei und sich so ein Schnelltest-Stäbchen in die Nase geschoben habe. Ein Deutscher eben. Der Test war dann positiv, dann hätten sich pflichtbewusst alle mal so ein Stäbchen in die Nase geschoben, der eine Deutsche hatte ganz viele von denen dabei. Dabei habe sich herausgestellt, dass alle anwesenden Schweizer gar nicht gewusst hätten, wie das denn nun ginge mit diesem Stäbchen, das hätten sie noch nie selbst gemacht.

    Vor den Ferien waren bei uns auch einige irgendwie krank, ja. Woher wisst ihr nur immer so genau, was die haben? Ich wusste das früher nie und ich weiss es auch jetzt nicht. Es fängt meist mit Husten und Schnupfen an, das kann weiss der Kuckuck was ein. Mich interessiert das nur insofern als dass ich dann Nachprüfungen aufsetzen muss. Ich schreibe den betroffenen Jugendlichen dann "gute Besserung" und teile den neuen Termin für die Prüfung mit.

    Es ist aber trotzdem nicht so wie vor einem Jahr. Bin die Woche mit Hunderten von Leuten dicht an dicht im Musical gesessen. Alle ohne Maske. Dass wir in der Schule nicht mehr testen und niemand Maske trägt, vor 1 Jahr war das unvorstellbar. Ich bin zufrieden damit, wie es jetzt ist. Die wenigen Einschränkungen, die es noch gibt, kann ich gut ertragen. Dass man im persönlichen Umfeld Rücksicht nimmt, wenn man einen positiven Schnelltest hat, kann ich auch nachvollziehen. Man will doch niemanden anstecken und fühlt sich selbst unwohl dabei, einfach so anderen gegenüberzutreten.

    Ach, jetzt schreibe ich es doch: bei allem Verständnis für den Frust einer nicht unmittelbaren Umsetzung muss man sich vlt. mal die haushaltsrechtlichen Hintergründe klar machen. Dafür hilft auch ein Blick in die Artikel 65ff der Nds. Verfassung.

    Unsere neue Regierung ist seit Oktober 2022 im Amt, das Haushaltsgesetz für den Doppelhaushalt 2022/2023 wurde bereits im Dezember 2021 und damit 10 Monate vor Antritt der neuen Regierung beschlossen. Der mit heißer Nadel gestrickte Nachtragshaushalt von November 2022 hingegen darf überhaupt nur für unvorhergesehene und unabweisbare Bedarfe beschlossen werden, die im ursprünglichen Haushaltsgesetz noch nicht absehbar waren (hier: Energiekrise u.ä.). Es ist haushaltsrechtlich insofern völlig klar, dass eine solch umfassendes Vorhaben wie die Anhebung aller Lehrkräfte auf A13 mit einem Volumen von ca. 189 Millionen Euro p.a. noch nicht im Haushaltsjahr 2023 erfolgen konnte.

    Es betrifft mich zwar nicht, aber es ist klar, dass du Zustimmung von Leuten bekommst, die das nicht betrifft. Dich betrifft es ja auch nicht.

    Drei Wörter für eine Unterhaltung hab ich aber auch schon mal geschafft. Ich halte neben einem Wagen mit einer Panne und frage:
    "Alles klar?"
    Antwort: "Alles klar!"

    Ich: "Alles klar." und fahre weiter.

    Erst danach ist mir aufgefallen, wie minimalistisch der Dialog war ^^.

    So ähnlich läuft es, wenn mein Sohn mit seinen Freunden telefoniert.

    Freund: Hasch Zeit?

    Sohn: Nö.

    Freund: Ciao.

    Der Fastnachtskatalog von Buttinette lag im Briefkasten :) Beim ersten Durchblättern war schon sofort eine Einkaufsliste im Kopf und die Vorfreude auf die Fastnacht da.

    Ich verkleide mich nur beim Schulfasching, aber da macht es mir schon Spaß.

    Es gibt hier auch jemanden, der sich für seine Schüler immer sooo toll kostümiert. Das Schneewittchenkostüm gefällt mir am besten. Es steht ihm ausgezeichnet.;)

    Mit "Moin" den Klassenraum betretend meine ich normalerweise "Ja schönen guten Tag euch allen, ich bin da, ihr holt jetzt bitte schleunigst eure Mathesachen raus, Kasimir nimmt noch seine Mütze ab, Helmut und Elvira werfen ihre Kaugummis raus, packt eure Brote weg, das Activeboard geht schon wieder nicht, wer hat seine Hausaufgaben vergessen? Ruhe jetzt! So!"

    Oder so ähnlich.

    À+

    Siehste, so empfinde ich das auch. Dass viel mehr Worte hinter dem Moin stecken. Die Leute hier oben sind eigentlich sehr freundlich und ehrlich, zumindest nicht eingebildet. Glaube ich. Aber es ist hier auch Bullerbü. Vielleicht sind sie etwas wortkarger, aber die die ich noch vom Studium her kenne sind das überhaupt nicht.

    Das ist mir allerdings unklar. Welche weiteren Bedeutungen außer einer Begrüßung hat es denn deiner Meinung nach?

    Du checkst im Hotel ein und der Mann an der Rezeption sagt "Moin!" Sehr freundlich lächelnd natürlich. Ich interpretiere daraus: " Guten Tag, haben Sie ein Zimmer reserviert?"

    Weiter geht es später im Restaurant. Die Bedienung kommt zum Tisch und singt ein sehr freundliches Mooiiiin. Wir geben als Antwort die Bestellung auf. Als sie später in der Nähe ist, geht sie an das Restauranttelefon, das gerade lautet 6nd sagt Moin in den Hörer. Im Kopf formuliere ich die Worte Guten Abend, hier ist das Restaurant ...., was kann ich für sie tun? :D Das alles und noch viel mehr lässt sich durch ein einfaches Moin ausdrücken. Aber immer höchst freundlich und durchaus unterschiedlich betont.

    Naja, vielleicht übertreibe ich auch bisschen^^

    In den weiterführenden Schulen steht meist mehrmals am Tag ein Lehrer - und auch Raumwechsel an. Denke, dass das für die Inklusion auch nicht besonders förderlich ist. In der Grundschule haben wir es da einfacher, weil wir doch in größerem Umfang Bezugspersonen sein können und die Kinder eine meist gleiche gut strukturierte Lernumgebung vorfinden.

    Genauer:

    Ja, alle Schüler lernen denselben Unterrichtsinhalt (steht genau im Bildungsplan)

    Klar, sie schreiben ja auch am Ende eine zentral gestellte Abiturprüfung. Sonst könnte man sich diese schenken.

    Hier ein Auszug aus den Bildungszielen (Gymnasium)

    Bis zum erfolgreich abgelegten Abitur erwerben die Schülerinnen und Schüler verschiedenste Fähigkeiten und Fertigkeiten:

    • Sie werden auf hohem Niveau in mehreren Sprachen, in Natur- und Geisteswissenschaften sowie im musisch-ästhetischen Bereich ausgebildet. Mit dieser Grundlage lassen sich theoretische Erkenntnisse nachvollziehen, komplexe Zusammenhänge kreativ durchdenken, ordnen und verständlich darstellen.
    • Gruppen- und Partnerarbeit, Umgang mit neuen Medien und moderne Präsentationstechniken bereiten die Schülerinnen und Schüler auf das Hochschulstudium oder eine anspruchsvolle Berufsausbildung vor.
    • Schülerinnen und Schüler der Oberstufe erwerben über Grundlagen in den einzelnen Fächern hinaus die Fähigkeit zu fächerübergreifendem und eigenständigem Lernen und eine vertiefte Methoden- und Sozialkompetenz; sie lernen, selbstständig, projektorientiert und interdisziplinär zu urteilen.

    Die sonderpädagogische Arbeit hat doch einen ganz anderen Ansatz. Ist selbstständig nachzulesen auf den jeweiligen bundeslandspezifischen Seiten.

    Dann muss er den "Unterrichtsstoff" ändern, anpassen oder anders aufbereiten, damit die SuS in der Lage sind, ihn zu verstehen. Das ist doch unsere Kernaufgabe als Lehrer?

    Wenn alle das müssen, seid ihr Sonderpädagogen bald überflüssig.

    Wie kann denn z.B. ein Beweis (Mathe) so aufbereitet werden und wozu ist das gut? Die Mathesachen aus der Oberstufe habe ich z.B. nie wieder gebraucht, obwohl ich studiert habe.

    Ehrlich gesagt sehe ich nicht den Sinn dahinter.

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