Die Eltern haben diverse Experten für das Krankheitsbild an der Hand, auch die Schulpsychologische Beratung, welche gerne ein Gespräch mit der Schule begleiten möchten um dringend notwendige Maßnahmen zu besprechen. Die Schule lehnt das alles ab.
Ich kann mir das alles gar nicht vorstellen. In meiner Klasse habe ich auch ein autistisches Kind und bei den Gesprächen sind viele Personen anwesend. Es geht doch um Zusammenarbeit und das Wohl des Kindes. Anwesend sind Schulleitung, ich als Klassenlehrerin, die Eltern, je nach Thema das Kind, die Schulbegleitung, die Autismusbeauftragte, die Therapeutin und jemand vom Jugendamt. Nur so kann man doch gemeinsame Absprachen treffen.
Dass die Schule das ablehnen kann, kann ich mir gar nicht vorstellen. Wir sind bloß eine ganz normale Grundschule mit mehreren Inklusionskindern. Ich dachte, das wäre überall so?
Worin besteht zum Beispiel der Sinn, das Kind zum Ausflug zu zwingen? Der "runde Tisch" mit allen Beteiligten ist bei uns dafür da, solche Dinge zu klären. Wir gehen offen mit dem Thema um (in Absprache mit den Eltern). Die Schüler wissen, was eine Schulbegleitung ist, warum sie da ist und der Vater hat der Klasse auf sehr kindgemäße Art und Weise erklärt, was Autismus ist. Es ist doch viel einfacher für alle.