Beiträge von Zauberwald



    Edit: Einem Kind, das einen Notenschutz hat, eine erfreuliche Note zurückhaltend zu gewichten, halte ich für grob gegen den Sinn und Zweck der Norm.

    Das heißt, bei guten Noten gilt der Notenschutz nicht, bei schlechten schon? Ihre Note ist aber nicht so viel wert wie die der anderen. Und sie gibt so wunderbar unschön damit an. Sonst wäre mir das wurscht.

    Um es kurz zu machen, ich finde es ungerecht. Die Kinder, die Eltern haben, die noch so kleine Gebrechen diagnostizieren lassen, werden immer bevorzugt behandelt. Geht schon beim reservierten Sitzplatz vorne Mitte los.

    Hier ist aus meiner Sicht eher zu überlegen, ob die tatsächliche Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs nicht doch versehentlich die Anforderung deutlich herabgesetzt hat.

    Die beiden anderen LRS-Kinder, die die gleiche Ausgestaltung hatten, hatten beide eine 4 (anstatt wie sonst eine 6).

    Ein Kind mit Nachteilsausgleich (LRS) hat nun bei mir das beste Diktat geschrieben. Es hat das Diktat als Schleichdiktat geschrieben, den anderen wurde es diktiert.... Bei der Hamburger Schreibprobe waren einige Kinder schlechter, die keinen Nachteilsausgleich haben. Die Diagnose wurde privat von einer Psychologin erstellt und die Eltern beharren auf ihrem Recht und der Empfehlung der Psychologin. Wenn ich richtig damit umgehe, wird die Rechtschreibnote nur zurückhaltend gewertet und ihre 1-2 ist nicht viel wert. Sehe ich das richtig? In den anderen Deutschbereichen ist sie eher 2 oder 2-3.

    Wir werden uns in der Schule demnächst im Kollegium damit auf meine Anfrage hin auch auseinandersetzen.

    Das heißt, die ganzen privat gestellten Diagnosen können auch nach hinten losgehen.

    Ich habe alle Berichte vorliegen mit Zertifikat und Empfehlungen. Bei meinen anderen LRS-Kindern sind die Ergebnisse viel schlechter.

    Ich freue mich rückwirkend, dass ich als Mutter nie in einer Elternwhatsappgruppe in der Klasse meiner Kinder sein musste :P:D:victory:

    Habe gestern einen Post gelesen, da meinte jemand, schlimmer sei nur die whatsappgruppe von 18 Lehrerinnen gewesen, die den Junggesellinnenabschied einer Kollegin planten....:lach:

    Wenn die Sachen alle schon ausgeschöpft sind, vielleicht findet man ältere Schüler, die mit den Kleinen gehen? Oder vielleicht Erwachsene (z.B. von der Freiwilligenagentur), die in den kritischen Stellen mitgehen wie Schulweghelfer? Könnte die Polizei im Rahmen der Schulwegüberwachung hier etwas tun?

    Ich finde ja, dass die Eltern der Übeltäter diese begleiten müssten, anstatt schon wieder so viele andere gute Seelen damit beauftragen zu müssen.

    Die Eltern der Opfer!

    Bei uns haben Eltern einen Schüler angezeigt, der ihren Sohn angegriffen hatte auf dem Schulweg.

    Wenn man den Eindruck hat, dass die Eltern nichts davon wissen, würde ich da vermutlich Bescheid sagen.

    Das war auch unser 1. Weg. Aber momentan habe ich den Eindruck, dass wir als Schule irgendwie machtlos sind im Bezug auf manche Schüler. Sehr unbefriedigend. Immer gibt es einen "Weg", den man einhalten muss und nix richtiges passiert. Aber andere haben auch Rechte. Eltern sollten sich doch darauf verlassen können, dass ihre Kinder unbeschadet nach Hause laufen können. Kein Wunder, dass es so viele Heli-Eltern gibt.

    Ich kann die Schule durchaus verstehen. Wir haben es inzwischen auch regelmäßig, dass Eltern ihre eigenen Experten mitbringen, die dann utopische Vorstellungen (der Eltern) haben. Daher kann ich verstehen, dass man sich erstmal selbst ein Bild vom Kind machen möchte.

    Das "Selbst" scheint in diesem Fall die Schulleitung zu sein, die vermutlich (wie immer) das Kind nur vom Hörensagen kennt. Mindestens mit der Klassenlehrerin sollte doch das Gespräch mit dem Fachpersonal geführt werden dürfen.

    Es hört sich zwar seltsam an, aber manchmal möchte die Schule auch den Weg des geringsten Widerstands gehen, sieht nix, hört nix und kommt lieber selbst mit allem klar (und versucht, notwendige Schulbegleitungen loszuwerden).



    Ich kann zur rechtlichen Lage in NRW nichts beitragen, frage mich bei der Beschreibung aber, warum kein Förderstatus besteht, obgleich eine Integrationskraft speziell für das Kind bewilligt wurde. Ohne einen solchen offiziellen Status ist zumindest eine zieldifferente Beschulung nicht möglich, was den Spielraum der Schule natürlich massiv einschränkt.

    Im Laufe der Diskussion hier kam ja heraus, dass es sich um ein autistisches Kind handelt. Die Integrationskraft ist vmtl. da zur Alltagsbewältigung. Mein Autist ist z.B. hochbegabt und braucht die zieldifferente Beschulung höchstens "nach oben." Bei mir sind die Unterrichtsinhalte nicht das Problem. Er löst aber gerne die Aufgaben in einem bestimmten Chema. Seit ich den Kindern bei einer Matheaufgabe mal gezeigt habe, wie man sich durch Tabellen Arbeit sparen kann, erledigt er viele Aufgaben, auch in anderen Fächern auf diese Weise. Ich akzeptiere es. Wüsste ich nichts von der Krankheit, würde ich vmtl. unnötig Stress verursachen. In der Tat fällt dieser ruhige Junge nicht gleich auf, aber mit der Zeit dann schon.

    Vermutlich sieht die Schule des Kindes, um das es hier geht, noch nicht alle Facetten. Daher wäre ein Gespräch mit Fachleuten sogar unabdingbar. Immerhin liegt eine Diagnose vor.



    Die Eltern haben diverse Experten für das Krankheitsbild an der Hand, auch die Schulpsychologische Beratung, welche gerne ein Gespräch mit der Schule begleiten möchten um dringend notwendige Maßnahmen zu besprechen. Die Schule lehnt das alles ab.

    Ich kann mir das alles gar nicht vorstellen. In meiner Klasse habe ich auch ein autistisches Kind und bei den Gesprächen sind viele Personen anwesend. Es geht doch um Zusammenarbeit und das Wohl des Kindes. Anwesend sind Schulleitung, ich als Klassenlehrerin, die Eltern, je nach Thema das Kind, die Schulbegleitung, die Autismusbeauftragte, die Therapeutin und jemand vom Jugendamt. Nur so kann man doch gemeinsame Absprachen treffen.

    Dass die Schule das ablehnen kann, kann ich mir gar nicht vorstellen. Wir sind bloß eine ganz normale Grundschule mit mehreren Inklusionskindern. Ich dachte, das wäre überall so?

    Worin besteht zum Beispiel der Sinn, das Kind zum Ausflug zu zwingen? Der "runde Tisch" mit allen Beteiligten ist bei uns dafür da, solche Dinge zu klären. Wir gehen offen mit dem Thema um (in Absprache mit den Eltern). Die Schüler wissen, was eine Schulbegleitung ist, warum sie da ist und der Vater hat der Klasse auf sehr kindgemäße Art und Weise erklärt, was Autismus ist. Es ist doch viel einfacher für alle.

    Stehen nach der Logik von State die Grundschullehrer über den Förderschullehrern ? ? Denn Kinder mit Down-Syndrom rechnen oft nur bis 6 oder 10.

    Seltsamerweise haben diese einen "höheren" Stand. Warum muss man sich ausgerechnet in einem Lehrerforum als Grundschullehrerin immer wieder erklären? Wir studieren nicht primär Mathe, sondern wie man mit unterschiedlichsten Methoden einer heterogenen Schülerschaft Grundlagen in allen Kulturtechniken vermittelt, worauf andere Schulformen aufbauen und die ausschlaggebend sind für den Erfolg des weiteren Schulwegs. Ausserdem leisten wir eine Menge Erziehungsarbeit.

    Finde es langsam nicht mehr erträglich wie man hier als Frau und Grundschullehrerin besonders von state herabgesetzt wird.

    Von einem Lehrer, der nicht engagiert für seine Schüler herüberkommt.

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