Mir hat der Beruf oft viel Spaß gemacht und oft hatte ich auch tolle Schüler, aber ich finde, dass ich zu wenig Zeit für meine eigene Familie hatte. Meine Kinder mussten schon früh "groß" sein - Helikoptermama zu sein ging bei mir nicht. Beispielsweise mussten sie schon in der ersten oder zweiten Klasse, wenn sie erst zur 2. Stunde hatten, alleine aus dem Haus und zur Schule gehen, weil niemand mehr da und auch ich schon weg war. Ich stellte den Wecker und wenn der klingelte, mussten sie Jacke und Ranzen anziehen, Tür zuziehen und ab in die Schule. Betreuung vor dem Unterricht gab es noch nicht. Einmal zog meine damals Siebenjährige die Tür zu und der Ranzen samt Schlüssel war noch im Haus. Sie musste ohne alles in die Schule. Zum Glück hat niemand das Jugendamt verständigt. Jetzt denke ich manchmal, ob das okay war, aber es ging oft nicht anders. Großeltern Fehlanzeige. Zu weit weg.
Beiträge von Zauberwald
-
-
Kurze Frage: Wenn man von einem Besuch bei Verwandten aus einem "Risikogebiet" in Deutschland zurückkommt, muss man dann einen Coronatest machen, bevor man in die Schule geht?
-
In einem thread, der jetzt geschlossen wurde, schrieb ich, dass ich nicht nochmals Lehrerin werden würde. Jemand fragte mich warum und da ich da nicht mehr antworten kann, dachte ich, dass es vllt. andere auch interessiert.
Hier meine Antwort: Ich habe es nicht geschafft, dass meine work-life-balance stimmt. Der Lehrerberuf bestimmt zu sehr mein Leben. Ich kann nicht abschalten und oft merken die Adressaten gar nicht, dass man so viel gibt. Es ist ein undankbarer Job. Selten loben einen mal Eltern oder bedanken sich, hintenrum meckern können aber viele. Es geht so viel Energie drauf. Und in letzter Zeit verstehe ich die älteren Kollegen sehr, die in den letzten Arbeitsjahren nicht mehr so viel Motivation hatten. Das Arbeitspensum wird von der Allgemeinheit unterschätzt. Man gilt als faul und bequem, was überhaupt nicht stimmt.
"Beim Lockdown hatten sie aber viel frei"....stimmt z. B. in meinem Fall in keinster Weise. Nach 40 anstrengenden Berufsjahren kommst du in meinem Fall auf 2500€ Pension, davon geht die PKV ab. Und auch nur, wenn du 40 Jahre durchgängig Vollzeit gearbeitet hast. Kommt immer auf die persönliche Situation an, ob das viel oder wenig ist, Aber sooo viel wie immer getan wird, ist es auch nicht. Ja, ich weiß, dass es anderen schlechter geht.
Alles in allem denke ich, dass in den ganzen Jahren zu viel Kraft draufgeht, körperlich und psychisch - mehr als in vielen anderen Berufen.
-
Na, ja ich hab Schiss, dass ich die dann erst darauf aufmerksam mache und möglicherweise schlafende Hunde wecken.
Wie soll ich denn beim Arzt anrufen?
Soll ich den fragen: Sind Sie jetzt sauer, weil ich zeitgleich bei einem anderen Psychiater war?
Dein Leben ist nicht vorbei, wenn du kein verbeamteter Lehrer wirst. Ich würde es nicht nochmals werden wollen. Nicht Lehrerin und die Verbeamtung nimmt dir die Freizügigkeit in großem Maß. Es gibt sooo viel Schönes auf der Welt. Mach dein Glück nicht davon abhängig. Was jetzt natürlich nicht heißen soll, dass du es nicht wirst. Aber es gibt auch anderes, wenn du meinst, dass dein Lebensglück davon abhängt.
-
Die Krankenkassen zahlen durchaus dafür, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Zwei völlig unterschiedliche Behandlungen bei zwei Fachärzten gleicher Fachrichtung kann ich mir hingegen nicht vorstellen. Da muss man ja stutzig werden.
Ich war vor ein paar Monaten bei 2 verschiedenen HNO Ärzten mit ganz unterschiedlichen Diagnosen. Weder die Krankenkasse noch die Beihilfestelle hat da gemeckert.
-
Nein, ganz normale Herzwaffeln. Rezept folgt.
Bestimmt lecker. Schade, die Kinder haben mein normales Waffeleisen geschrottet

...also meine eigenen. Vllt. bringt mir ja der Nikolaus eins.Hier fehlen die Weihnachtssmileys.
-
Ich könnte hier jetzt mit einem Rezept für gar himmlische Zimtwaffeln aufwarten, die wir gern sonntags statt Kuchen essen und die durch den Zimt nicht nur einen feinen Geschmack, sondern auch eine ganz eigene, samtige Konsistenz erhalten... aber noch sitze ich "im G'schäft" (noch so ein regionaler Ausdruck) und komme nicht an das altmodisch-analoge Kochbuch ran, wo sie drinstehen. Reiche ich heute abend nach.
Meinst du die Zimtwaffeln im Zimtwaffeleisen, also das Weihnachtsgebäck? Da habe ich doch neulich das Rezept gepostet. Hier, aber ich weiß nicht mehr, wo...
-
Apfel-Zimtkuchen
Zutaten:
250g Margarine oder Butter
250g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
4 Eier
200g gemahlene Haselnüsse
2 Eßl. Zimt
300g Mehl
1 Päckchen Backpulver
2 große Äpfel
Schokoglasur
Ca. 120ml Milch
Zucker und Margarine schaumig rühren, Eier nacheinander zugeben. Äpfel in kleine Stücke schneiden, mit Zimt, Nüssen, Mehl unterheben. Milch dazugeben.
Kuchenform (Kasten oder Marmorkuchen) einfetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Teig einfüllen, bei
175 Grad 1 Stunde backen, aus der Form lösen und auskühlen lassen.
Mit Schokoguss überziehen.
Bon appétit !!!
-
Ich gebe zu - ich dachte erst beim Titel, dass wäre jetzt wieder Frosch-Mobbing.

Kl. Gr. Tigerschnegel
Und ich dachte an was Unanständiges

-
Alles anzeigen
als Lehrer musst du eine ganz andere Stellung annehmen als als Therapeut:
du bist
Löwenbändiger
Erzieher
Vorturner
Spaßbremse
Animateur
Bewerter
Elternkontaktperson
Untergebener
Kollege und
-- nicht zu vergessen---
natürlich auch Wissensvermittler
Das ist alles richtig, aber wer kann das schon vom 1. Tag an perfekt? Man kann auch in den Lehrerberuf noch hineinwachsen. Ein Praktikum mag zwar hilfreich sein, danach sieht man bestimmt etwas klarer, was auf einen zukommt, aber sofort können muss man das alles auch nicht.
Ich finde, dass Liebe zu den Kindern und Jugendlichen, ein großes Herz, eine Portion Fröhlichkeit, Gelassenheit, mäßig Eigenliebe, Fachwissen, Mut, Teamfähigkeit und gute Gesundheit das sind, was einen durch die Jahre trägt.
Bei allen anderen Berufen weiß man vorher auch nicht so genau, wie es sein wird.
-
Wir haben erst Anfang November Herbstferien und ich habe überlegt, für ein paar Tage an die Ostsee zu fahren. Das anvisierte Ziel kann man aber kurzfristig gar nicht stornieren, ohne einen Großteil der Kosten zahlen zu müssen. Das ist mir zu heikel. Oder gibt es da einen Coronasondererlass, wenn Mecklenburg-Vorpommern einen nicht mehr reinlässt?
-
A propos Wortarten. Thema heute: Nomen können in Einzahl und Mehrzahl stehen (Kl.2). Wir sagen verschiedene Beispiele...
Schüler: das Ohr - die Öhre

-
...und dann heiratet man jemanden, der bisher die Rundumversorgung hatte

-
Zauberwald : Ein Freund zog damals kurz im meine Unistadt (in meinen 10m2 hatte ich für ihn leider keinen Platz) und kam nur in einem Verbindungshaus unter - billig und gut gelegen, schrecklich wegen der verpeilten Leute. Aber die sofort einsetzende intensive Wohnungssuche hat nach ein paar Wochen schon Erfolg gehabt. Wäre er so lange die 100km gependelt, hätte das sicher viel länger gedauert.
Stimmt, ich hoffe, dass er durch die Vorkurse schon Leute kennenlernt und vllt. so leichter unterkommt. Coronabedingt ist sowieso alles anders.
-
also ja, schmeißt eure Kinder mit 18 aus dem Haus, es ist zu deren Wohl.. (ich weiß, ich lache selbst :-/ )
Meine Töchter sind bereits ausgezogen, mein Sohn sucht gerade. Alles hat seine Zeit.
-
Wollsocken: Das erste und einige Mal im Gebüsch gelegen bin ich tatsächlich nach der Feier des 1. Staatsexamens. Das wurde bisher nur von einer Whiskeyprobe neulich erreicht, aber nicht im Gebüsch...
-
Dass hier "konservativ" oder "zerrüttet" von Belang ist, halte ich für Quatsch. Es kommt nicht auf die Eltern an. Es ist einfach "gesünder" für die Psyche junger Menschen ab 20 Jahren, wenn sie sich um ihr Leben selbst kümmern. Und keine Wäsche mehr von Mama machen zu lassen, selbst einkaufen und kochen, angewidert auch eklige Dinge wegzuputzen, selbst merken, wann die eigene Wohnung nicht mehr "vorzeigbar" für andere ist, mit anderen Leuten zu wohnen und klarzukommen, ohne ständig Papi und Mami zu fragen (oder fragen zu müssen...). Auch die Verwaltung seiner Finanzen, ob jetzt mit oder ohne Zuschuss, kann man besser lernen, wenn man sieht, was alles Geld kostet.
Es ist eine schlimme Entwicklung, wenn "erwachsene" Menschen Mama und Papa brauchen, um sich z.B. an der Uni beraten zu lassen und einzuschreiben. Und wenn dann noch alles weitere im Elternhaus stattfindet, wird es nicht besser für die Entwicklung zur Selbständigkeit.
Manchmal ist aber die Wohnungssuche nicht so einfach. Mein Sohn sucht derzeit etwas in Tübingen. Bei schlagenden Verbindungen würde er sofort unterkommen, alles andere ist sofort weg oder erheblich weiter als sein bisheriges zu Hause. Seine Uni ist nicht weit weg, aber das Ausziehen sollte er trotzdem nicht verpassen.
-
Deine Aussage überrascht, wo sich doch Tausende von deutschen Senioren gerne von rumänischen Pflegerinnen versorgen lassen und diese dann sogar 24h am Tag in ihr Haus holen.
Das liegt aber wahrscheinlich daran, dass diese nicht so viel kosten.
-
Meine Nichte und mein Neffe vor einiger Zeit zu mir: "Tante Zauberwald, wir wissen jetzt, wo die Kinder herkommen." Ich: "Aha?" Nichte: "Da müssen die Frau und der Mann aneinander reiben. Papa und Mama haben aber zweimal gerieben. Wir sind ja zwei Kinder. " Klingt einleuchtend.
-
Die Studentenzeit war die schönste Zeit meines Lebens. Ich bin 450 km weit weg gezogen, habe von Bafög und Jobs gelebt. Ich habe es genossen, richtig erwachsen zu werden ohne meine Eltern. Und es hat mir soo gut getan. Aus einem verschüchterten Entlein wurde ein fröhlicher, selbstbewussterer Schwan. Sagte jeder, der mich kannte, v.a. die Eltern meiner Freunde. Mein Elternhaus war katholisch streng. Da riss mein Vater die Tür auf, wenn ich mit 19 Besuch von einem Kumpel hatte. Man hatte in die Kirche zu gehen und den Haushalt großenteils zu machen, obwohl meine Mutter Hausfrau war...
Ich habe es genossen, ausgezogen zu sein. Nicht wegen der Partys, da bin ich nicht so der Typ, Kneipe schon eher. Sondern einfach selbstbestimmt mein Leben zu leben, so wie ich wollte. Kommt aber immer auf die Eltern an, manche sind anders als meine.
Werbung