Beiträge von Zauberwald

    Ich frage mich ja immer, was für ein scheussliches Zuhause die Leute haben müssen, die in jeden Ferien fluchtartig und mit akuter Dringlichkeit das Weite suchen. Das bezieht sich jetzt ausdrücklich nicht hier auf den Thread, aber mit welcher Vehemenz im Kollegen- und Bekanntenkreis für die Notwendigkeit des Wegfahrens auch in Pandemiezeiten argumentiert wurde und wird, amüsiert mich ja ein wenig 😊

    Mit gepacktem Wohnmobil morgens auf den Lehrerparkplatz fahren und kaum die Stunden des letzten Schultages ausharren können, ja, das tun manche (ich nicht, aber manche).:sofa:

    Also Zauberwald desto mehr Du mit den Unterschied zwischen einem Beinbruch und einer Depression erklärst, desto mehr verfestigt sich mein Eindruck, dass die Depression bei Die sehr vorurteilsbelastet ist.

    Echt? Du kennst mich doch überhaupt nicht. Ich finde es nicht schlimm, Depressionen oder andere psych. Erkrankungen zu haben, wenn du das meinst. Hatte selbst schon eine sehr schlechte Zeit und ein Burnout, weswegen ich in einer Therapie war. Krankschreibung, allerdings nur 5 Wochen, anschließend Wiedereingliederung und eine Phase, in der ich nur noch mein altes Leben zurück haben wollte. Hat 2 Jahre gedauert, bis ich wieder "normal" war. Und ausgerechnet meine sonst so unfähige Schulleiterin hat mich dabei maßgeblich unterstützt.

    Man kann so etwas nicht in so einem thread feststellen und bei jemandem diagnostizieren, den man noch nie gesehen hat. Damit geht man nicht leichtfertig um.

    Überhaupt sind alle Spekulationen hier wild. Er soll sich beraten lassen, in mehrfacher Hinsicht meinetwegen.

    Und warum würdest Du Dich verletzt fühlen, wenn es Dir jemand aufgrund Deiner Schilderungen und Deiner Symptome unterstellt? Gegenprobe: Warum würdest Du Dich nicht verletzt fühlen, wenn bei Dir jemand aus den gleichen Gründen körperliche Beschwerden vermutet?

    Psychische Erkrankungen sieht man nicht. Ihr könnt sie nicht jemandem andichten. Schon gar nicht auf die Ferne. Eine Grippe, einen Beinbruch irgendwelche anderen körperlichen Beschwerden kann man leichter (auch als Laie) feststellen.

    By the way: Lehrer sind einfach Krimmelpicker.

    Hier ist eine Kollegin, die offenbar schwer verzweifelt ist.

    Es ist ein Mann. Und ich sehe auch nicht die psychischen Probleme. Woran lest ihr das ab? Mich würde diese Vermutung mehr verletzen, als die Moralkeule.

    Verzweiflung und nicht weiter wissen schon, (würde wohl den meisten so gehen in der Situation) aber alles andere ist doch nur Spekulation.

    Hätte vielleicht noch jemand einen Geheimtipp zum Mieten eines Resthofes bzw. Bauernhauses in ruhiger, abgelegener Lage parat?

    Ja, frisch renoviert, teuer (1000€), sehr abgelegen, ganz anderes Bundesland (Saarland).

    Erschwerend kommt hinzu, dass meine 89jährige Patentante den ganzen Tag aus dem Fenster schaut und beobachtet, was in diesem ihrem alten Elternhaus vor sich geht. Oder drumherum. Es ist immerhin eine Straße dazwischen. Und eingebrochen wird bestimmt auch nicht.

    Im Ernst, meine Schwester sucht einen solventen Mieter. Aber sie hat was gegen Hunde. :(

    Heute war es viel besser. Wir haben zuerst mein Seiltraining gemacht und anschließend noch Fußball gespielt. Sie haben sich auch ziemlich dabei angestrengt, weil ich von Ersterem Noten mache (ich weiß, böse, aber sie fragen ja danach...bei "Gibt das eine Note?" gibt es dann halt eine).

    Die Betreffende selbst schrieb in ihrem Eingangsbeitrag, dass sie sich wochenlang hat krankschreiben lassen, OHNE SELBST KRANK zu sein.


    Auch mehrere Antworten später war von einer Erkrankung ihrerseits noch keine Rede. Dieses Thema kam überhaupt erst durch einen anderen Beitrag hier auf.

    Ja, genau. Anfangs ging es doch nur um die Mutter. Und dass man sich hat krankschreiben lassen, um sich um diese zu kümmern. Dass das nicht anders ging, weil sie so weit weg ist. SL und Hausarzt hatten dazu geraten und ich/wir wollten nur anmerken, dass das nicht so problemlos ist, wie angenommen. Der Hausarzt meinte ja schließlich, er könne diese Krankschreibung auf 3 Jahre ausdehnen.

    Von einer eigenen Erkrankung schrieb der Fragesteller bis dahin zumindest kein Wort.

    Im Gymnasium meines Wohn/Schulortes gibt es jetzt einen Coronafall in der 12. Klasse. Die Schule bleibt jetzt 3 Tage geschlossen, online-Unterricht.

    Ich nehme an, da wird erst einmal Zeit gewonnen, denn ich dachte, es bliebe immer nur die Cohorte zu Hause und 3 Tage sind ja gar nix...

    Was meint ihr?

    Zauberwald:

    Wieso das?

    Kann man sich einfach so beurlauben lassen? Ich dachte, es ginge nur wegen Pflege von Kindern und Angehörigen, da braucht man sicher auch Nachweise, dass da jemand pflegebedürftig ist. Hier braucht man sogar ärztliche Berichte über den pflegebedürftigen Angehörigen, wenn man nur etwas Teilzeit arbeiten möchte.

    Google das doch mal für dein Bundesland. Ich denke, das geht auch mal wieder nur mit Vorlauf, Schuljahresbeginn o.ä.

    Verläuft die Widereingliederung im Anschluss daran aber zwingend immer reibungslos oder gäbe es hierbei noch das eine oder andere zu beachten?

    Wenn du dich ohne Bezüge beurlauben lässt, brauchst du ja keine Wiedereingliederung.

    Die Wiedereingliederung bedeutet, dass Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen länger nicht arbeitsfähig waren und dann wieder anfangen, erst einmal weniger Stunden arbeiten müssen, aber das volle Gehalt bekommen. Die Stunden werden immer alle paar Wochen etwas erhöht bis man wieder auf der normalen Stundenzahl ist. Das kann sich über mehrere Monate ziehen, bis man wieder richtig fit ist.

    Man kann sich doch wegen Kindererziehung und ich meine auch wegen Pflege von nahen Angehörigen bis zu 12 Jahre ohne Bezüge beurlauben lassen. Oder nicht? Ich selbst war 2 Jahre beurlaubt ohne Bezüge. Ich habe dann allerdings meine Krankenkasse auf Anwartschaft gestellt, bzw. läuft die evtl. weiter. Eine Wiedereingliederung gibt es nach der Beurlaubung nicht.

    Die Abschläge betragen in SH bei Dienstunfähigkeit, die nicht durch einen Dienstunfall verursacht wurden, maximal 10,4 Prozent.

    Außerdem heißt die Begutachtung nicht zwangsläufig, dass man tatsächlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wird.

    Im Gegenteil, du kannst davon ausgehen, dass die alle Hebel in Bewegung setzen, damit du arbeitest. Wiedereingliederung usw.

    Allerdings kenne ich jemanden, der auch gerade in SH allerdings VORÜBERGEHEND, das hätte ich einfügen müssen, wegen Krankheit in den Ruhestand befördert wurde. Man sollte nicht so leichtsinnig mit Krankschreibungen umgehen wie der Hausarzt, bzw. auch der SL suggerieren, das wollte ich eigentlich vermitteln.

    Wie lange kann man sich je Kalender- bzw. Schuljahr krankschreiben lassen, ohne solcherlei Konsequenzen befürchten zu müssen?

    Und was ist von der Aussage meines Hausarztes zu halten, eine Krankschreibung könne sich auf bis zu 3 Jahre belaufen? Ist das eine überspitzte Aussage?

    So weit ich weiß, muss man spätestens nach 3 Monaten zum Amtsarzt. Der kann dich dann in den vorzeitigen (eventuell vorübergehenden)Ruhestand befördern, wenn eine Genesung nicht abzusehen ist. Die Pension dürfte bei deinem Dienstalter recht mager ausfallen.

    Hört sich jetzt böse an, aber das was dein Hausarzt so lapidar äußert, stimmt so nicht.

    Er geht auf die Realschule+, weiteres Brimborium gibts idR nicht, die Schulbehörde schenkt sich das. Wir hatten den Fall zweimal in den letzten Jahren.

    Das wird wohl so sein. Und am Ende da womöglich ganz ohne Schulabschluss rauskommen, was auch nicht im Sinne des Erfinders ist.

    Sorry an alle übrigens für meinen flapsigen Kommentar mit Uschi Obermair :rotwerd:, aber das war wirklich so und ich konnte im ersten Moment nicht anders.

    Ich habe zwar keine Ahnung von Berufsschule, glaube aber nicht, dass es chilliger ist als in den anderen Schulformen. Anders schon, aber nicht einfacher. Jeder L sucht sich wohl vor dem Studium die Klientel aus, mit der er sich das am ehesten vorstellen kann, denke ich.

    Alle Angehörigen von Lehrern egal welcher Schulart, die ich kenne wundern sich über die Arbeitslast, bzw. wie sehr die Schule den Alltag bestimmt. Sitze schon wieder am Schreibtisch (auch wegen der Schule), gestern waren es auch mehrere Stunden. Klar, könnte ich ein AB aus den 90ern suchen, aber bis ich das finde....Außerdem ist das nicht meine Art. Ich denke gern vieles neu, je nach Schulklasse.

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