Beiträge von Zauberwald

    Die Berufsschullehrer hier wirken insgesamt ziemlich entspannt. In der GS ist es nicht so. Du musst auch in der GS mehr Stunden unterrichten und wirst je nach Bundesland schlechter bezahlt. In der GS hast du viel mehr mit schwierigen Eltern zu tun. Die Grundschulempfehlung baut Druck und evtl. schlechte Stimmung auf.

    Das ist auch alles Typsache. Mir gefällt es trotz allem in der GS und ich kann mir nicht vorstellen, in der Berufsschule zu arbeiten. Ein Freund meines Sohnes hat eine Elektrikerlehre gemacht und musste trotz Abitur die Berufsschule machen. Er sagte, das Niveau sei teilweise Klasse 8 gewesen und in solchen Fächern wie z.B. Religion war er wohl der Einzige, der sich am Unterricht beteiligt hat. Aber wie gesagt, anekdotisch. Wie es in echt aussieht, merkst du bei Praktika.

    Ein Freund, den ich seit der Kindheit habe, hat sich eine kleine Werkstatt gekauft. Er restauriert ausschließlich VWs. Hat gerade 4 alte Buse dastehen (60er, 70er Jahre) und mehrere Käfer. Den ältesten Käfer hat er, seit er 17 ist, da war ich 19, seine Schwester, meine beste Freundin, 18. Wir durften fahren und er noch nicht. :P Baujahr 1964, also das Auto. Es gibt es immer noch.

    Da fast alle meine Nachbarn bei Daimler arbeiten und die ganze Straße voller teuerster Leasingfahrzeuge steht, ist es mein Traum, irgendwann in näherer Ferne einen alten VWBus mit großem Peacezeichen drauf neben meinen Beetle zu stellen. So als Kontrastprogramm.

    Jedenfalls arbeitet mein alter Freund nur noch 12 Stunden die Woche, restauriert VWs und vermietet Wohnungen. Hätte aber noch fast 10 Jahre bis zur Rente. Maschinenbauer, kein Lehrer.

    Wollte nur sagen, Autos restaurieren kann einen beschäftigen, allerdings wird auch das Daniel nicht gefallen.

    Ich verstehe nicht, warum so viele reagieren wie ein Arschloch. Gibt's dafür einen Grund? Vielleicht ist die Anfrage von einem Troll, darauf hat in den ersten Beiträgen aber nichts hingedeutet.

    Wenn einer sagt "ich fühle mich oft einsam", sagt ihr ihm dann auch "such dir Freunde, du Opfer?"

    Ach komm, sind doch alle sehr geduldig. Vielleicht ist es einfach das falsche Forum hier.

    Ich hatte auch noch nie Langeweile in den Ferien, zum Gegenteil, es bleibt zu wenig Zeit für alles, was ich vorhabe.

    Ich reise z. B. sehr gerne allein, ich komme dann viel eher mit anderen ins Gespräch, kann das machen und so lange wie ich will, muss keine Kompromisse eingehen.

    Ich reise auch gerne alleine. :) So lernt man schneller Leute kennen unterwegs. Wenn man das möchte. Oft möchte ich das gar nicht.

    Hier auch. Hängt viel vom Familienzuschlag ab. Den Angestellte übrigens nicht bekommen.

    Das System ist einfach ungerecht. Meine Kollegin, die Vollzeit arbeitet und 4 Kinder hat, hat sich aus dem Beamtenstatus entlassen lassen und auf die Waldorfschule gewechselt. Die Kinderzuschläge sind wie in NRW, sie hat also allein schon 2000€ weniger nur wegen wegfallender Kinderzuschläge und dann noch zusätzlich weniger an Gehalt. Aber es war ihre Entscheidung, sie wollte es so.

    Das hört sich in der Theorie alles super gut an. Wie mache ich das nun konkret? Nehmen wir mal an, dass ich eine erste Klasse habe und die Mehrheit der Kinder große Lernprobleme. An ein Unterricht nach Lehrplan ist nicht zu denken. Förderschule Lernen gibt es natürlich nicht mehr und eine Klasse wiederholen bringt oft auch nur kurzfristige Besserung. Ein Förderbedarf Lernen ist bei den meisten Kindern auch nicht angebracht. Diese Kinder haben oft kein Problem mit dem Lernen oder der Intelligenz. Ihnen fehlt das häusliche Umfeld, Förderung und sprachliche Defizite. Also was mache ich?

    Gleiches Szenario natürlich an IGSen oder Hauptschulen.

    Ein Sitzenbleiben in Klasse 1 gibt es ja nicht, also hier zumindest nicht, sondern erklären, dass die Kinder für die Eingangsstufe eben 3 Jahre brauchen und nicht 2. Im Endeffekt ist es Wiederholung der ersten Klasse, nur heißt es nicht so. Ein Ignorieren führt nur zu weiteren Defiziten. Vielleicht bewirkt das auch im Elternhaus mehr, als wenn alles nach außen hin in Ordnung ist und seinen Gang geht.

    Die Gesamtschule am Ort zieht uns jedes Jahr seeeeehr viele Gymnasialkinder weg. Durch deren Quote haben sie in einigen Klassen vermutlich mehr "vollständige Gym-Empfehlungen" als wir.
    Nicht jede Gesamtschule ist unbeliebt, meine Erfahrungen /anekdotischen Evidenzen durch Umzüge tendieren sogar dazu, dass es nur noch die Minderheit ist.

    So ist es hier auch. In meinem letzten Durchgang hatten die meisten Kinder, die auf die Gemeinschaftsschule gingen, eine Gymnasialempfehlung. Es gibt hier eine Gemeinschaftsschule mit sehr gutem Ruf, die kann sich schon aussuchen, wen sie aufnimmt, bzw. ablehnen, wer keine Geschwister da hat oder etwas weiter weg ist (> 18 km oder so).

    War es damals ja auch. Ich habe damals in Erziehungswissenschaftsveranstaltungen an der Uni zusammen mit einigen Komillitonen fürs Grundschullehramt gesessen. Deren Ansage war immer: "Ich brauche an der Uni in dieser Veranstaltung eine 1,0, weil ich mir mit einer 1,3 gleich einen anderen Job suchen kann."

    So war es 20 Jahre vorher bei mir auch schon. Bis auf vereinzelte Ausnahmen, die aber schon die Lehrproben nicht bestanden, kamen wir trotzdem alle unter. Auch in unbeliebte Gegenden (damals Schwaben in Bayern) gingen wir. Dass jemand nicht antrat, weil er die Gegend scheiße fand, das ist mir nicht begegnet. Viele haben noch schnell geheiratet, aber das reichte nicht immer. Wir waren damals irgendwie seeehr darauf programmiert, möglichst bald die Verbeamtung klar zu machen. Daher gingen alle überall hin. Dass jemand nicht antrat oder etwas anderes machte, daran kann ich mich nicht erinnern. Aber ich habe mein Ref. ja 1990 beendet. Von daher. Boomer und so. Wir haben geschuftet ohne Ende. Von daher könnte ich k......, wenn ich lese, wir sollen einen Rentnersoli o.ä. zahlen. Frage mich, was mit den Geldern getan wurde, die die vielen Boomer erwirtschaftet haben. Dem Land ging es jahrzehntelang richtig gut.

    Also hier, unbeliebte Gegend, wären aber einige Lehrkräfte weg. Wer dann die Stellen besetzen würde oder wie das dann abliefe...

    Es müsste einen zusätzlichen Anreiz geben für unbeliebte Gegenden und nicht so wie es jetzt ist, dass man Stellen antreten muss, weil einem keine andere Wahl bleibt.

    Jetzt würde es mich doch einmal interessieren, wie es Hannah geht und ob sie jemand "ins Beschäftigungsverbot geschickt" hat. Ich finde die Formulierung mit "schicken" immer etwas unpassend. Da stellt man sich eine Person vor, der mit erhobenem Zeigefinger gesagt wird: "So, und du gehst jetzt mal lieber nach Hause." ^^ Empfindet ihr das nicht so?

    Ich habe auch sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht....

    Oft habe ich den Eindruck, dass es den Schulbegleitungen langweilig ist und dass sie gerne aktiver wären. Vielleicht kommt es daher zu den als übergriffig empfundenen Verhaltensweisen.


    Wie jemand schon schrieb: die vermeintlichen Vorteile sind nicht nur auf unserer Seite. Dem Land gefällt die Situation, darauf zu spekulieren, dass genug Leute sich fangen lassen. Nur kippt gerade die Situation auch, wo genug Menschen sagen: "Nö, nicht in diesen Arbeitsbedingungen".

    Ich wohne in einer sehr schönen ländlichen Gegend im Schwarzwald, aber die jungen Lehrer, die nicht von hier kommen und alleinstehend sind, wollen da nicht hin. Ich kenne etliche Lehrkräfte an verschiedenen Schulformen, die täglich 80 km einfach pendeln und hoffen, dass sie, nach den 5 Jahren, die sie bleiben müssen, endlich versetzt werden. Dieser 5Jahreszwang sagt ja schon alles. Wenn alle Lehrkräfte angestellt sind, können sie sich doch einfach woanders hin bewerben. Dann wird auch München leer sein, weil die Oberfranken endlich zurück dürfen.

    Sind es alles Angriffe? Oder (irgendwann so angefangene) gegenseitige Schlägereien, die auch in die Statistik eingehen?

    Meine Vermutung:
    - Frauen werden oft angegriffen, WEIL sie Frauen sind.
    - Männer werden eher aus anderen Gründen angegriffen.

    So sehe ich es auch. Die Schlägereien unter Männern, um Meinungsverschiedenheiten zu lösen gehen bestimmt auch in die Statistik ein, während Angriffe auf Frauen durch Männer doch meist einseitig initiert sind.

    Vermutlich bin ich überrascht, weil ich nur Angriffe im Hinblick auf Raub oder Vergewaltigung gesehen habe. Aber vermutlich werden die ganzen Kloppereien unter Männern mitgezählt. Sieht man ja schon auf dem Schulhof. Die Jungs prügeln sich viel mehr als die Mädchen. Die tragen Streitigkeiten eher mit Worten aus.

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