Beiträge von Zauberwald

    Und sie sieht vor, dass Eltern mit 3 oder mehr schulpflichtigen Kindern weniger bezahlen.

    Hat die Schule viele dieser Familien, reicht am Ende das Geld nicht für die Neuanschaffung des Lehrwerkes.

    Bei 3 Kindern würde ich das Buch selbst kaufen. Wenn ich da jedesmal 40 % zahlen muss o.ä., habe es jetzt nicht genau im Kopf, lohnt sich die Anschaffung.

    Das mit der eigenen Haltung kann ich nur unterstreichen. Wenn ich selbst ein Lied ätzend finde, kann ich es nicht gut rüberbringen. Also nehme ich was anderes.

    Ich habe diesen Unmut eigentlich noch nicht so gemerkt. Wir haben gerade mit den Minimusikern eine Schul-CD aufgenommen und meine 3er haben noch mit ganzem Herzen "Der Papagei ein Vogel ist..." gesungen. Die anderen sangen solche Lieder wie von treasure genannt. "Schule ist mehr" dann mit der ganzen Schule... am Ende der CD.

    Zur Verabschiedung der 4er singen diese traditionell ganz am Schluss im Abschiedskreis "Alte Schule, altes Haus",...geflennt wir dabei wie eh und je. Aber wenn es nicht gesungen wird, fehlt etwas und so bleiben wir dabei. Die 4er wissen das schon, dass es auf sie zukommt. Diesen Winter habe ich mit den Vierern "We´re walking in the air" von Howard Blake gesungen. Zuerst wollten sie nicht, aber ich habe sie angeschoben, denn ich wusste, wie schön sie das hinbekommen werden. <3 Haben sie auch. Zur Belohnung dürfen sich die 4er oft ein Lied aussuchen, das sie dann mitsingen, z.B. Komet oder Dorfkinder oder sonst was. In der letzten Musikstunde organisieren sie eine Hitparade, also sie notieren eine Reihenfolge, in der wir ihre Lieder anhören und mitsingen (digitale Tafel).

    Gespart wurde an Unterrichtsvorbereitung, Vorbereitung für Exkursion, Elterngespräch? Ja, ich arbeite auch nur 1804 Stunden pro Jahr. Über Wochenzeit redet hier niemand.

    Quittengelee behauptet immer wieder, dass Schulen in Baden-Württemberg gut ausgestattet seien. Vielleicht kennt sie ein paar? Ich kenne drei in Leipzig und noch ein paar in der Nähe, alle waren besser ausgestattet als meine. Manche Gemeinden haben halt mehr Geld, manche weniger.

    Also wir haben auch kein Geld. Die Deutschbücher in Klasse 3 haben Risse und Wasserschäden. Eigentlich sollte dieser Jahrgang neue bekommen, aber wir mussten die geplante Neuanschaffung wieder streichen. In diesem Schuljahr waren die Bücher schon eine Zumutung. Viele wurden schon in 7 oder 8 Schuljahren verwendet.

    Ich wurde auch einmal um meine Unterschrift gebeten (seltsamerweise ging die andere Seite davon aus, dass ich selbstverständlich unterschreibe). Die Unterschrift ist immer nur mit Adresse gültig, dass haben deine Nachbarn korrekt gemacht.

    Ich habe erwidert, "oh, Sie wollen statt dem Windpark lieber ein Atomkraftwerk an diesem Ort? Oder (nachdenklich schauen) Sie verzichten ganz auf Strom?' Dann war Ruhe.

    Ich glaube, ich bin die Einzige in der Nachbarschaft, die noch nicht unterschrieben hat.

    Die haben alle Angst, dass ihre Häuser weniger wert sind. Zuerst denkt jeder nur an sich selbst. Nicht an die Umwelt oder so....

    Been there, done that - es ist ändert nichts. Ich möchte nicht sagen, dass es dem Schulträger egal ist, aber andere Sachen scheinen wichtiger zu sein bzw. sind gerade bei Kommunen die Ressourcen auch tatsächlich in den meisten Fällen total beschränkt. In meiner Heimatstadt haben wir eine kommunale Haushaltssicherung, in der Kommune meiner Schule eine Haushaltssperre.

    Bis zu einem gewissen Grad ist das glaube ich ein Trugschluss, zu denken, wenn die Probleme mal öffentlich würde , würde sich etwas verändern. Oder sagen wir nicht schon seit einem Jahrzehnt und mehr, dass z.B. die Schulgebäude marode und die Toiletten oft eine Zumutung sind?

    Das heißt aber nicht, dass irgendwer privates Geld ausgeben müsse.

    Unsere Schülertoiletten sollten vor 18 Jahren saniert werden.... Weil wir zu wenig Räume haben, müssen wir aus 3 Parallelklassen nun 2 machen. Von den Zahlen her machbar. Von den Schülern her eine Zumutung, da anscheinend alle schwierig sind und man nicht weiß, wie man die nun zusammensetzen soll, damit es möglichst wenig Desaster gibt.

    Ja, ein derart kleiner Betrag sollte sich durch das Schulbudget decken lassen, da muss man nicht diskutieren oder gar einzelne Lehrerinnen nötigen.

    Genau, das Problem ist ja, dass sich diese kleinen Beträge häufen.

    Bei uns wird vorhandenes Material auf alle Klassen aufgeteilt (natürlich nicht privates Material). Bei einer neuen Klasse und zuwenig Geld haben dann halt alle gleichmäßig weniger.

    Genau. Ich würde mir die Sachen jedes mal bei der Parallelklasse ausleihen bis es jeden genug nervt und irgendwas passiert. Kann ja nicht sein, dass genau eine Klasse benachteiligt wird.

    Bei uns klingeln gerade Nachbarn, dass man gegen den geplanten Windpark unterschreiben soll, der aber in 4km Entfernung geplant ist. Kann ich doch selbst entscheiden, muss niemand klingeln, weder Zeugen Jehovas, noch sonst jemand braucht mich an der Haustür zu bekehren und dann soll man noch Adressen nennen. Aber E-Autos fahren wollen...

    Hey, ich möchte meinen Master in Grundschullehramt dieses Jahr beenden, interessiere mich allerdings eher für die Sonderpädagogik. Kann man das Referendariat auch im Bereich Sonderpädagogik machen (Schleswig - Holstein)

    Hat jemand Erfahrungen hierzu?

    Danke schonmal😊

    Meine Tochter hat das gemacht, musste aber vorher ein Aufbaustudium machen. Einfach das Ref. In der anderen Schulform geht hier nicht. Aber in anderen Bundesländern ist es vermutlich anders geregelt. Sonderpädagogik hat ja so viele Bereiche, ich halte eine fachliche Ausbildung schon für sehr sinnvoll.

    Ein Kind bleibt ja nicht allein wegen des Lesens in der 1. Klasse sitzen. Meist sind das Zusammenspiel von mehreren Dingen und die Gesamtbetrachtung der Entwicklung ausschlaggebend, wenn eine Wiederholung empfohlen wird. Hier in BaWü müssen die Eltern einverstanden sein, dass das Kind die erste Klasse wiederholt. Es gibt ja keine Noten. Wenn die Eltern nicht einverstanden sind, kommt das Kind in die 2. Klasse und ist vermutlich maßlos überfordert mit allem was da kommt. Beispielsweise sämtliche Einmaleinreihen in Mathe.

    Ich habe auch 3 hohe Bäume im Garten, aber die Kirsche war jetzt wirklich ziemlich ausgeufert, so dass ich einen Baumschneider geholt habe, der eine ziemlich gute Ausrüstung hatte und sich anseilen musste, um die oberen Äste zu schneiden. Ich liebe meine Bäume und habe das ganze Jahr über Vögel zu Gast. Bei den heißen Sommern, die jetzt wohl kommen, finde ich schattige Plätze gut. Die Wiese (Rasen ist es nicht mehr) trocknet auch nicht so aus.

    Ich versteh immer noch nicht, warum du keine (Online-)Strafanzeige aufgegeben hast, Zauberwald.

    Wegen dem Nachbarn, der gestohlenen Bäume oder der dritten Sache, bei der ich anwaltlich vertreten werde und nur weil ich nicht gegen Familie radikal vorgehen will... in gewisser Weise zum Teil Eingeständnisse mache. Also gerade nicht so meine Zeit.

    Mein Sohn, hat ne 1,0 in der Bachelorarbeit bekommen. Er hat es wirklich verdient und hart dafür geschuftet. Bin so stolz darauf, was aus dem kleinen Kerl, der nicht in die Schule wollte und nur Hausaufgaben machen wollte, wenn der Kater daneben saß, geworden ist.

    Er studiert auch noch Informatik, was ihm kein einziger Lehrer, weder in der Grundschule, noch auf dem Gymnasium zugetraut hätte. Mathe war immer schwer für ihn, aber seit Corona und mit der Vorbereitung aufs Abi im Homeschooling hat er das irgendwie doch noch für sich entdeckt. In der Schule hatte er immer zu wenig Zeit. Mir scheint, dass auch die anderen Informatiker so ein bisschen verpeilt sind wie er und dass er da gut reinpasst. Aber vllt. ist das auch nur anekdotische Evidenz.

    Ich habe ein Kind in der Klasse, das ein Schuljahr übersprungen hat, also von Mitte 1 in Mitte 2 und eins, das wiederholt. Beide fühlen sich wohl und schreiben gute Noten. Also, sie passen gut dazu und bei der Wiederholerin hat sich doch einiges verbessert.

    Das ist aber nicht automatisch so. Ich kenne auch einige Kinder, da hat das Wiederholen gar nichts gebracht. Daher sollte man ja bei jedem Kind neu schauen, wie man es einschätzt und dann gemeinsam entscheiden. Auch mit dem Kind.

    Bei uns wird auch individuell entschieden. Man kann nicht so pauschal für alle festlegen, was die Vor - und Nachteile sind. Wir überlegen und besprechen das zuerst im Kollegium sehr genau und beziehen dann die Eltern mit ein. Es geht um das einzelne Kind und nicht um Zahlen.

    Manchmal spielen auch solche Dinge eine Rolle wie: In welche Klasse kommt das Kind, wenn es wiederholt? Wenn da schon von 29 Schülern 10 verhaltensauffällige SuS sitzen, macht es wohl kaum Sinn, da noch ein Kind hineinzupacken, das viel Unterstützung und eine ruhige Lernumgebung braucht. Wenn dagegen der Wechsel in eine kleine ruhige Klasse möglich ist, kann man eher einen Neuanfang wagen.

    Ich habe auch so einen Nachbar. Seit 20 Jahren werkelt er jeden Sonntag mit Maschinchen in seinem Garten und sorgt für Geräusche. Und dieses Jahr hat er den ganzen Karfreitag Steine gesägt, mit der Betonmaschine gemischt und Löcher gegraben. Denn er hat die seine ganze Hecke entfernt und so hohe Steinpaneele gesetzt. Nonstop am Feiertag. Samstag war dann Pause, aber an Ostersonntag hatte man wieder Energie. Wir saßen mit ca 10 Personen beim Osterbrunch, während der Nachbar in unmittelbarer Sichtweise fast alles Grün aus seinem Minigarten entfernen musste, Steine durchsägte..... Als wir ihn baten aufzuhören, weil Feiertag ist, wurde er pampig und meinte, er würde so viel arbeiten und hätte nur sonntags Zeit. Den Rest überlasse ich eurer Fantasie.

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