Beiträge von Zauberwald

    Also ist doch die Konsequenz:
    Eine verbindliche und juristisch nicht anfechtbare Checkliste des jeweiligen Kultusministeriums, was alles bei einer Klassenfahrt zu prüfen ist.

    Ohne das keine Fahrt mehr.

    Plus entsprechender Fragebogen an die Eltern.

    Plus Zusicherung der Kostenübernahme. Am besten eine Stelle, die sich um alle monetären Angelegenheiten kümmert, ohne dass die Lehrkräfte sich darum kümmern müssen.

    Mit Schmerzensgeld ist nicht alles gut, das denkt wohl niemand. Es ist aber auch nicht so, dass man kein Geld braucht, weil man trauert. Zudem kommen außergewöhnliche Kosten auf einen zu, die das Leben zusätzlich extrem erschweren können: Wenn man monatelang krankgeschrieben ist zum Beispiel, private Therapie in Anspruch nimmt, allein die Beerdigung ist teuer. Alles was man zusätzlich zu seinem Ausnahmezustand an Kosten erstattet bekommt ist eine Erleichterung. Geldnot kann zusätzliche Krisen bedeuten.

    Das mag wohl sein, aber für mich hat es immer den Beigeschmack: Dein Kind ist tot, hier hast du Geld. :( Ansonsten verstehe ich schon, was du meinst.

    Naja, man muss nicht in jeder Klasse neue Regeln aufstellen. Dass die Schüler aufmerksam sein sollen und sich an Ermahnungen halten, ist überall so. Erst einmal durchsetzen, dass sie die Klappe halten, wenn du dran bist oder wenn Arbeitszeit ist. Nur weitermachen, wenn sie leise sind. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Einfordern, dass Arbeitsruhe herrscht, dass ansonsten alles zu Hause gearbeitet wird, was so im Unterricht nicht geschafft wird und dass du nichts mehr sagst, ohne dass Ruhe herrscht. In der Grundschule klappt das bei mir, aber ich weiß nicht, wie das bei älteren Schülern ankommt.

    Unsere Kartoffel ist diesmal auch eingegangen. Zuerst ist sie richtig ins Kraut geschossen, die oberen Teile waren super. Allerdings im Klassenzimmer, Winter, ohne Insekten... Jedenfalls haben wir nur eine eingeschrumpelte Mutterknolle übrig und die grünen Teile sind verwelkt.

    Keine einzige Tochterknolle. Ich habe das schon einmal mit einer Klasse gemacht, da hatte jede/r einen eigenen Topf und jeder konnte ernten. Keine Ahnung, woran es lag. Gerade gestern erst das Fiasko ausgebuddelt.

    Oh, am Anfang, in den ersten Jahren, bin ich grandios geschwommen in schwierigen Situationen oder in leichten ;) Ich lerne mit der Zeit dazu. Ich finde, man muss seinen eigenen Stil als LK finden, kumpelhaft, oberlehrerhaft, ... solche Anteile hat man mehr oder weniger, wie es einem halt behagt. Ich fungiere gern als Alleinunterhalterin und spiele gerne Theater, auch als Lehrkraft vor der Klasse. Andre sehen sich anders und finden so ihren Stil.

    Und im Fach Deutsch kannst du am Gym sicher auch deine Nischen finden.

    Ich kenne einige Kollegen, die nach dem Ref erstmal pausiert haben, das steht dir ja danach frei. Dann kannst du dir zumindest ein Jahr geben und dich umschauen (und als xy jobben oder während des Refs was suchen, was du danach ein Jahr machen möchtest) und wenn du dann nix findest, kehrst du halt in den Schoß des Kultusministeriums zurück. Wir haben zB gerade einen fertigen Realschullehrer, der ein halbes Jahr als Schulbegleitung bei uns ist und ab Februar für ein paar Monate nach Irland geht, auch als so'ne Art Schulbegleitung, erst dann will er als Lehrer einsteigen.

    Also zieh das Ding durch und schau dann erstmal.

    Ich finde super, was du schreibst. Ich bin nicht die Alleinunterhalterin, ich bin die, vor der die Kinder keine Angst haben und finde Zugang zu fast jedem Schulkind. Ich nehme sie so wie sie sind und helfe gerne. Eltern und so bräuchte ich gar nicht. Noten auch nicht, aber damit muss man leben. Ich finde immer was, wo ich einzelne Kinder loben kann und dass sie sich freuen, wenn ich da bin, trägt mich durch die ganzen Jahre. Am Anfang habe ich auch sehr mit schwierigen Schülern gekämpft und auch heute komme ich manchmal nicht weiter..

    Das Ref. fand ich sehr stressig, aber dann wurde es besser. Manchmal erwischt man auch eine Parallelkollegin, mit der man super zusammenarbeiten kann und das hilft. Oder das ganze Kollegium hält zusammen und gibt einem Kraft und man geht gerne hin.

    Allerdings kann man es auch doof erwischen, dann halte ich mich zurück und fahre meinen Stiefel. Vieles wird leichter, wenn man etwas Routine gewinnt. Frag mal den Elektrikerlehrling, wie es ihm auf der Baustelle geht.

    Ich muss aber schon sagen, dass ich enttäuscht bin, 7 Monate (!!) nach dem Prüfungstag diesen „Wisch“ (Beurteilung) bekommen zu haben. Mehrere Tippfehler, mehrere sachliche Fehler, es werden Dinge behauptet, die ich im Gespräch zum Amt gesagt haben soll, die ich gar nicht gesagt habe, Themen, die angeblich Gegenstand des Gesprächs waren, aber mit keiner Silbe im Gespräch erwähnt wurden. Auch steht nicht die richtige Uhrzeit der stunde dort, die ja 15 Minuten wegen seiner Verspätung später anfangen und enden musste. Und dann hat offensichtlich nicht einmal ein Korrekturlesen stattgefunden. Und dann der genannte Satz zur „ etwas knappen Methodik“, die in der Nachbesprechung mit keinem Wort angesprochen wurde. (Methodisches Kommt im Entwurf auch im Abschnitt „Reduktion und Lernweg“ vor. Das hat er wahrscheinlich gar nicht gelesen)

    Langsam wundert es mich nicht mehr, dass unser Beruf einen so schlechten Ruf hat.

    Sorry, aber ich weiß gar nicht mehr so richtig Bescheid. Du hast doch die Stelle bekommen, oder?

    Dann quäl dich doch nicht weiter und hake die Sache ab. Verbuchung: Lebenserfahrung. Versuche du es dann besser zu machen, als andere.

    :schreck:

    Wie geht's dir heute?

    Danke, Quittengelee, der Nachfrage. Der Abszess, wie Seph richtig das Ding bezeichnet hat, wurde im Laufe des Tages immer schlimmer. Dick, rot, hart und einmal habe ich mich aus Versehen gestoßen, das waren höllische Schmerzen. Nachdem das irgendwie immer lilaner und größer wurde, bin ich in die Notaufnahme des Krankenhauses. Ich wurde auf die entsprechende Station geschickt, es wurde nochmals Ultraschall gemacht und die Ärztin meinte, das sei richtig verkapselt und es würde sich von selbst oder mit der Salbe vmtl. nichts öffnen. Sie hat einen kleinen Eingriff gemacht, also etwas betäubt, kleiner Schnitt, spülen, schmale Trainage gelegt, Verband, Antibiotikum und Termin am Montag. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich noch ins KH gegangen bin. Die Stelle sah immer dicker und übler aus und ich weiß auch gar nicht, wie das mit der Zugsalbe hätte funktionieren sollen. Aber die Behandlung hat doch länger gedauert als ich dachte, also so 20 - 30 Minuten bestimmt.

    Jetzt wird es ja wohl schnell besser, zumindest fühlt es sich schon mal entspannt an.

    Btw. in meinen Klassenraum hüpft immer mal wieder eine Katze. Dann freuen sich die alten Böcke kurz, bis es der Katze zu bunt wird und sie wieder durchs Fenster verschwindet. (Glaube das habe ich schonmal erzählt). Das lockert die Stimmung aber immer ganz auf (eigentlich nie notwendig, aber trotzdem schön).

    Wir haben seit Jahren eine Katze, die immer wieder ins Gebäude reinkommt. Die Kinder der anderen Klassen wollen sie immer automatisch verscheuchen, aber bei mir darf sie auf dem Stuhl schlafen. Kommt immer wieder vor und die Kinder sind dann ganz leise. :aufgepasst: Sie kommt auch manchmal durchs geöffnete Fenster im EG rein, pennt ein bisschen im Unterricht und geht dann wieder. Keine Ahnung, wem sie gehört.

    Ich habe so eine doofe Blase im Körper, die sich mit Eiter füllt, ich sage aber nicht wo. Im Ultraschall sieht man 3-4cm. Da soll ich jetzt Zugsalbe draufmachen, damit es aufgeht. Wenn es nicht klappt, kann ich eine Sepsis bekommen. Aber vorsichtshalber soll ich in 1 Woche wiederkommen. Ist das seriös? ich habe Schmerzen, es brennt und ist heiß .... Wenn das Ding nicht aufgeht, will die Ärztin es aufschneiden. Ich habe was von Antibiotikum gemurmelt, aber die Ärztin meinte nur, dass man das ja dann immer noch.... Also, wenn ich nix mehr schreibe... :sofa: machts gut. <3 :saint:

    Ich leide in der Tat an Depressionen und mache mir oft Selbstvorwürfe. Damit zu leben ist möglich, manchmal nur nicht ganz leicht.

    Kann ich nachvollziehen, aber du solltest diese Sachen nicht so (lange) an dich ranlassen, denn du musst bestimmt noch länger im Job ausharren. Es ist doch eine super Bewertung, sei stolz.

    Das denke ich mir allerdings bei der Lektüre dieses Threads auch. Ich wünsche dir, DennisCicero, dass du bald mit diesem Thema für dich abschließen und deine Energie wieder in wesentlichere Dinge investieren kannst.

    Ich verstehe immer weniger, warum ich dich mal geplongt habe. Ist schon länger her, aber sorry :rotwerd: :zoepfe:

    Ich finde auch, das Schwangere jetzt schneller für längere Zeit aus dem Schuldienst genommen werden, aber ich glaube, das liegt auch daran, dass man vor 20 oder 30 Jahren noch gar nicht so genau auf die Risiken geachtet hat oder Bestimmungen einhalten musste. Vermutlich wusste man manches auch noch nicht.

Werbung