Beiträge von Zauberwald

    Unter anderem dafür gibt es ja das Referendariat, um da alle einigermaßen auf den gleichen Stand zu bringen. Außerdem sind wir ja alle erwachsene Menschen, die mal ein Buch zur Hand nehmen können, wenn ihnen ein wichtiger Didaktiktrend entgangen ist.

    Genau, man ist nie fertig. Man lernt bis zum Schluss neue Dinge. Sonst würde ich noch mit der Matrize... :rotwerd:

    An meiner Schule wurde es vor 20 Jahren in Mathe und Deutsch auch so gehandhabt. Inzwischen ist es ziemlich aufgeweicht. Der Nachteil der genau parallelen Proben war, dass man immer ungefähr gleich weit sein musste, wenige Variationsmöglichkeiten hatte und u. U. lange bei der Herausgabe warten musste. Außerdem musste die Korrektur immer abgesprochen werden. Der Zeitaufwand war relativ groß. Man kann auch unmöglich in den Klassen den Stoff gleich behandeln.

    Ich habe allerdings bei gleichen Proben eher das Gegenteil erlebt: Gerade da gab es mehr Eltern, die verglichen: Korrektur, Anspruch, was man vorher dazu gemacht hatte, Erklärungen, gegebene Zeit usw. Gerade im Übertrittsjahr wurde es besonders schlimm, da werden so oder so diskutierbare vermeintliche "Schwachstellen" gesucht.

    Seitdem wir nur manchmal parallel geschrieben haben - also wenn es sich ergab - oder nur mit einer Kollegin und nur ein paar Aufgaben gleich waren, weil wir uns nach dem Stoff richteten, hatten wir gar keine Probleme mehr mit Elternprotesten bezüglich anderer Klassen.
    Bei unterschiedlichen Proben muss aber mehr darauf geschaut werden, dass es keine zu großen Niveauunterschiede gibt. Das ist in Bayern an Grundschulen Aufgabe der Schulleitung.

    Ich wette, dass in den weiterführenden Schulen nicht mehr so viel verglichen wird und habe den Eindruck, dass Eltern sich in der Grundschule viel mehr einmischen.

    Verstehe ich nicht ganz, du meinst " Solange keine Entschuldigung vorliegt,..."

    Als ich vor 5 Jahren an diese Schule kam, war es schon so und daran wird nix geändert. Hat vmtl. mit der Grundschulempfehlung zu tun, die ja gar nicht mehr verbindlich war, aber da gibt es ja jetzt Neuerungen. Übrigens habe ich aus heißer Quelle gehört, dass die Rückkehr zu G9 nicht zu bedeuten hat, dass es einfacher wird für die SuS, wie vllt. viele denken. Es soll wieder mehr Wissen vermittelt werden.

    Es gibt keine Regelung. Du siehst doch schon beim Ausgangsbeitrag, wie genau Eltern in der Grundschule im Bilde sind, was die Parallelklasse macht und alles vergleichen. Das ist bei uns reiner Selbstschutz. Gleiche Arbeit, gleiche Bewertung.

    Ich glaube, wir haben uns darüber schon einmal ausgetauscht?

    Ich glaube immer noch nicht, dass man dich dazu zwingen oder dir das vorschreiben kann.

    Das ist reiner Schutz vor den Eltern, die alles vergleichen und man kann sich leichter rechtfertigen mit den Worten: Wir haben das gemeinsam besprochen. ;)

    Liegt v.a. an unserem akademisch geprägten Einzugsgebiet. Am Starnberger See vor 27 Jahren hatte ich die gleiche Vorgabe. Es hieß: "Sie müssen sich absichern", weiß ich noch genau. Nur ja keine andere Arbeit - in Bayern heißt es Probe - schreiben.

    Wie willst du denn Noten auf einen Ordner geben?
    Auf Vollständigkeit? Schöne Handschrift?
    AF 0 ??

    Anscheinend ist das notwendig, weil es sonst überhaupt keine Unterlagen gibt. Wenn er gesagt hat, dass ein Ordner zu führen ist und es gibt keinen, ist das mit 0 Punkten zu bewerten. Was die Mutter meint, ist egal.

    In BaWü kann man auch im Schulrecht nachlesen, dass bei Schülern, die zu oft fehlen, ich sage mal so 6 Wochen im Halbjahr, von der Schulleitung eine ärztliche Attestpflicht verlangt werden kann. Ich hatte das mal bei einer Drittklässlerin. Die hatte im ersten Halbjahr schon 6 oder 8 Wochen gefehlt, die Eltern haben sie entschuldigt, aber ich durfte dann in Absprache mit der SL bei weiteren Krankentagen ein ärztliches Attest verlangen ab dem ersten Krankheitstag. Liegt auch im Ermessen/Ansage der SL. Ich habe es mit meiner SL besprochen und den Eltern so mitgeteilt. Somit gab es einen weiteren Fall der wunderbaren Genesung. Steht leider nicht mehr in der Bibel. Das Kind hat in den nächsten 1,5 Jahren kaum noch gefehlt.

    Finde ich eben nicht so gut, da ja der Unterricht auch verschieden ist und so gar nicht auf die Schüler eingegangen wird, bzw. nicht auf die individuellen Kompetenzen der Kinder. (Die Frage ist natürlich nach wie vor umstritten, inwiefern diese Proben wirklich kompetenzorientiert sind und wiedergeben was das Kind kann)

    Uns wurde nahe gelegt von gleichen Proben abzusehen und das nicht zu machen, da die Proben an die Klasse angepasst werden müssen. Das macht an sich auch mehr Sinn, vor allem - wie gesagt - wegen des Unterrichts, den die Kinder bekommen haben.

    Da kann man aber jetzt streiten, was gerechter ist. Es gibt bestimmt Eltern, die behaupten, dass die eine Arbeit schwieriger war als die andere. Nach eurem Verständnis dürfte es auch keine zentralen Abiprüfungen geben, sondern jeder Lehrer müsste eine an seinen Kurs abgestimmte Prüfung schreiben. Vera, Kompass, alles komplett falsch gedacht????

    Eine Probe sollte auch nicht für alle Klassen (jahrgangsübergreifend) angewendet werden,

    eine Probe sollte "für die Klasse" erstellt werden, wie man so schön sagt "aus dem Unterricht entstehen".

    Da ist es selbsterklärend positiv, wenn der Notenschlüssel auch angepasst werden kann,

    wie gesagt, solange dies in einem vertretbaren Rahmen passiert.

    Wir müssen aber die gleichen Tests schreiben. Ist in meiner Schule so vorgeschrieben.

    Denn die Nachbarin ist in der Parallelklasse und schreibt bei einer anderen Mathelehrerin mit selber Prozentzahl umgerechnet eine 2. Wo ist denn da die Vergleichbarkeit gegeben? Das kann doch auch nicht sein...

    Hat sie denn genau die gleiche Arbeit geschrieben? Dann hast du Recht.

    Wir schreiben mit den Parallelklassen immer die gleichen Arbeiten und sprechen uns bei der Bewertung genau ab.

    Den Unterricht sprechen wir auch ab.

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