Ich stimme grundsätzlich zu, dass man ohne Kinder und gerade am Anfang immer Vollzeit arbeiten sollte, weil das einfach eine gute Grundlage für die Zukunft schafft, sowohl was Erfahrung angeht, als auch Pensionsansprüche, ins Kollegium reinwachsen etc. Allerdings finde ich es auch wichtig, dass das Kollegium darauf achtet, BerufseinsteigerInnen nicht unnötig zu belasten, zB mit Zusatzaufgaben, unbeliebten Klassen etc. Hab nachm Ref für ein Jahr eine Vertretungsstelle mit 18 Stunden gehabt - mehr wäre nicht gegangen, weil ich nichts parallel, nur Oberstufe unterrichtet und auch in zwei Kursen Abitur abgenommen habe. Nach diesem Jahr war ich gut gerüstet für meine Vollzeitstelle mit 7 Korrekturen - nach 5 Jahren war das alles wirklich gut und mit vergleichsweise wenig Aufwand machbar.
Zum Thema Preise verderben: mir ist aufgefallen, dass es gerade KollegInnen mit wenigen Stunden an der Schule sind (ob jetzt Teilzeit oder auch Fachleitung oderso), die in Konferenzen geradezu weltfremde Vorschläge bzgl. der Unterrichtsgestaltung und/oder Schuleentwicklung machen, weil sie sich anscheinend garnicht in nen VZ-unterrichtenden KollegIn hineinversetzen können. Selbst mir fällt es schwer, weil ich wegen Zusatzaufgaben drei Entlastungsstunden habe und somit schon einen entzerrten Alltag.
edit zum Liegenlassen von Korrekturen: ich versuche immer die erste Neugier zu nutzen und schnell zu korrigieren, lasse aber die korrigierten Klausuren immer noch ein wenig liegen. Das hat den Vorteil, dass man dann sich nicht selbst die Preise verdirbt, wenn es mal länger dauern muss.