Ich würde vermuten, dass das nicht unbedingt der Fall ist, weil man individuelle Unterschiede beispielsweise nie ausklammern kann (ich reagiere z.B. prinzipiell stark auf Medikamente/Allergene/Krankheitserreger, habe aber ein deutlich schwächeres Immunsystem als mein Vater, der umgekehrt zwar gar keine spürbare Impfreaktion hatte, aber maximal mal 1-2 Tage erkältet ist im Jahr- wenn überhaupt). Ich hätte an dieser Stelle aber sehr gerne jemanden wie Wollsocken zu Rate gezogen. Wer mag als Telefonjoker einspringen? Firelilly ? Anfaengerin ? Andere Biologen, die mehr wissen zum Thema vielleicht?
Ich kann nur sagen, dass es ziemlich genau mit sonstigen Impfungen zusammenpasst oder auch Krankheitsanzeichen bei Infektionen - von denen, die ich kenne, die geimpft wurden und bei Infekten mit Fieber und ähnlichem reagieren, die haben auch mit fiebrigen Erscheinungen zu tun gehabt. Der Körper reagiert dann auf mögliche Eindringlinge auf seine übliche Art.
Viele der Impfreaktionen laufen ohne sichtbare Auswirkungen ab - wer sucht, findet wohl am ehesten noch dickere Lymphknoten, wie auch bei beginnenden Infekten.
Die heftigeren Impfreaktionen hat man ja im Zusammenhang mit dieser Impfung untersucht und es scheint, als wenn bei manchen die Reaktion des Immunsystems aufgrund des Spikeproteins etwas überschießender ist - also dann z.B. mit Fieber und Abgeschlagenheit. Trotzdem sind die Ergebnisse der bisherigen Antikörperverläufe bei Menschen mit wenig oder gar keinen Reaktionen nicht weniger gut.
Bei mir ist es z.B. so, dass ich seltenst eine Impfung merke - wenn eigentlich nur die Einstichstelle - und trotzdem bei Titerüberprüfungen weit oben dabei bin. Wenig sichtbare Impfreaktion - trotzdem guter Schutz.
Die Immunologie ist beeindruckend, die Mechanismen dahinter aber ganz schön kompliziert.