Beiträge von German

    Das machen wir schon seit Anfang des Schuljahres (wie auch letzten Herbst). Viele SuS haben bereits Leihgeräte - in Form von Tablets und Laptops - erhalten und wir üben mit allen Klassen die Nutzung von "Moodle" und "BigBlueButton". Für die nds. BBSn ist ja sowieso vorgesehen, dass mind. 15% des Jahresunterrichts als Distanzunterricht durchgeführt werden soll; daher sind seit letzter Woche die ersten Klassen wochenweise im D.U.

    Wir haben seit Beginn des Schuljahres Fernunterricht, da immer wieder Klassen in Quarantäne sind.

    Das ist eine verzerrte Wahrnehmung. Insbesondere Nymphikus führt hier seit Beginn der Pandemie Weltuntergangsszenarien an, die so schlicht nicht der Realtität entsprachen und entsprechen. Jetzt werden rückblickend einzelne Zitate von vor über einem Jahr herausgegriffen, um behaupten zu können "Hey, ich hatte schon immer Recht", während andere völlig übertriebene Aussagen unter den Tisch gekehrt werden.

    Nur mal am Beispiel: Einer der ersten Beiträge von @Nymphikus stellte bereits im Frühjahr 2020 Schulen als die eindeutigen Pandemietreiber dar, was bis dahin so aber schlicht nicht zu halten war. Dass jetzt (!) die Inzidenzen unter Minderjährigen höher sind als in der Gesamtbevölkerung ist gerade kein Indiz dafür, damals bereits Recht gehabt zu haben, sondern hängt schlicht mit den verschiedenen Impfquoten in den Altersgruppen zusammen.

    Hier im Thread fielen damals auch Forderungen kompletter Lockdowns im Stil von China mit noch deutlich massiveren Eingriffen in die Grundrechte, als die Zahlen noch extrem niedrig waren. Aufgrund der nichtisolierten Lage von Deutschland hätte das aber auch nicht dafür gesorgt, Infektionen langfristig zu verhindern. Dafür wäre unsere Gesellschaft eine deutlich andere als sie es heute noch ist. Ich bin sehr froh, dass unsere Politik - insbesondere im vergangenen Jahr - da mit kühlem Kopf vorgegangen ist, anstatt sich von solchen Forderungen leiten zu lassen.

    Meine ganz persönliche Erfahrung: Schulen sind Pandemietreiber. Wir hatten in allen Wellen Klassen, in denen sich der Reihe nach Schüler infiziert haben, die keine privaten Kontakte hatten. In unserer Stadt gab es aber leider schon immer viele Fälle.

    Meine Schulrechtsunterlagen sind zugegebenermaßen 25 Jahre alt (Ba-Wü).

    Wir mussten damals lernen, dass man krankgeschrieben nicht in die Schule darf. Vielleicht hat sich die Rechtslage ja geändert.

    Bin halt ein alter Mann:(

    Danke für die Antworten bisher!

    ich hab mich nichtmal mit Korrekturen übernommen, als ich krank war (in meinen Nebenfächern hatte ich noch nix geschrieben) , sondern vertretungsmaterial erstellen war für mich irgendwie genauso viel Arbeit wie Unterricht vorbereiten. Besonders in Chemie war es heftig - ich hab da kein Buch oder ABs, die die SuS selbstständig bearbeiten könnten. Also hab ich Buchtexte digital kopiert, selbst Lösungen geschrieben, sehr einfache ARbeitsauftröge verfasst … aber es wäre schneller vorbereitet gewesen, wenn ich einfach meinen Stiefel mit den SUS im Unterricht hätte machen können. Ich fürchte, in meinen NaWis hab ich das Vertretungsmaterial auch in Zukunft nicht mal eben so parat.

    Wart ihr schonmal krank geschrieben und habt kein Vertretungsmaterial bereit gestellt? Also rein gar nix?

    Hä?

    Das ist immer so. Wenn ich krank bin, versuche ich, so schnell wie möglich gesund zu werden.

    Und in dieser Zeit NICHT an die Schule zu denken.

    eindeutig d, wenn du trotz Krankheit unfit korrigierst, wird es womöglich noch zum Bumerang, weil du Fehler machst

    und sich die Schüler/Eltern beschweren. Wenn ich krank zuhause bin, fällt mir das Korrigieren schwer.

    Deshalb habe ich Mitte November schon meine Klassenarbeiten geschrieben, weil ich jederzeit krank werden kann und Puffer für Schülernachschreibearbeiten vorhanden ist. Die Note kann sich durch andere Leistungsnachweise natürlich auch danach noch ändern.

    Quarantäne als Kontaktperson ist meiner Ansicht nach ein Sonderfall. Da kann man vom Homeoffice aus arbeiten.

    Mir fällt auch auf, dass eifrige Kollegen, die es sicher gut mit den Schülern meinen, andere, die sich auskurieren wollen indirekt unter Druck setzen, indem sie digital an Konferenzen teilnehmen oder gar Materialien hochladen oder zur Schúle mailen.

    Grundsätzlich gilt: krank ist krank!

    Wir melden auch die privat ausgeplauderten dem Gesundheitsamt, wenn es aktuelle Schüler sind. Sonst hätten wir auch viel weniger Fälle. Die Schüler, die mit Erkältungssymptomen zum Glück zu Hause bleiben werden ja logischerweise alle nicht in der Schule getestet, waren aber die Tage zuvor in der Schule.

    Ein 14jähriger, doppelt geimpft, kam im Homeschooling sehr gut klar.

    Letzte Woche drei Coronafälle in seiner Klasse, die Hälfte der Klasse ist am Freitag gar nicht erschienen. Er bleibt am Montag auch zuhause und testet sich, da er mit einem Coronafall befreundet ist.

    Wie bereits diskutiert halte ich diese Aussage in dieser Absolutheit aus Sicht einer Familie mit Kita-Kindern für lebensfremd. Aber da müssen wir uns wohl damit begnügen, keinen Konsens erreichen zu können.

    Diese Aussage ist aber eben nicht meine Meinung, sondern bei uns vor Ort die derzeit gültigen RECHTSLAGE.

    Wenn, dann ist diese lebensfremd.

    Aber sie ist eben der Pandemie geschuldet.

    Aber wie gesagt, vielleicht haben wir auch viel höhere Fallzahlen als bei euch. Lieber viel Ausfall als komplette Schließung ist die Devise.

    Und die Kollegen mit leichten Symptomen machen alle Fernunterricht, das funktioniert inzwischen wirklich gut, wir haben Schüler ab Klasse 8, die können das.

    Nein, du hast mich zitiert und ich schrieb nicht über Erkältungssymptome. Ich schrieb meinen Kommentar als Reaktion auf "dann muss das Land/die Schulleitung/werauchimmer halt die Personalpolitik überdenken". Da kann in meinem Fall der Kanton sehr lange irgendwas überdenken, es gibt für Physik praktisch keine Lehramtsanwärter und damit auch keine externe Stellvertretung. Meine KuK an der Schule haben alle volle Pensen, wenn die Lektionen vertreten gehen sie eben über 100 %.

    Ok, Zitat war falsch, sorry

    Ich habe mich diesbezüglich zuletzt zugegeben über meine Schulleitung geärgert aber mit ein paar Wochen Abstand muss ich auch sagen, es gibt für meine Fächer schlicht keine externe Stellvertretung, die man ad hoc organisieren kann. Wir sind in der Physik seit Jahren latent unterbesetzt, es gibt einfach keine Lehramtsanwärter. Ich habe in den bald 8 Jahren, die ich an dieser Schule arbeite, noch nicht einen einzigen Studenten für dieses Fach gesehen. In der Chemie haben wir zwar jedes Jahr jemanden aber auch nur genau eine Person und in der Regel taugen die nichts. Mein letzter Studi hat jetzt einen Teil meiner Notfall-Stellvertretung gemacht aber gelaufen ist da praktisch nichts. Einige Lektionen in anderen Klassen sind einfach ausgefallen weil es keine Vertretung gab. Eine Kollegin hat immer noch 4 Lektionen von mir aber die hat sie halt zusätzlich zu ihrem eigenen Pensum. Die hat an einem Tag die Woche jetzt 9 Lektionen. Mir tut das furchtbar leid aber bei ihr weiss ich wenigstens, dass normaler Unterricht stattfindet. Wenn sie es nicht machen würde... Es gäbe einfach sonst niemanden. Da kann meine Schulleitung nichts dafür und auch nicht der Kanton, es gibt einfach niemanden.

    Dann fällt es aus. Wir haben eine Pandemie!

    Jede Stunde die unter Einhaltung des Infektionsschutzgesetzes und der Hygieneauflagen stattfinden kann, ist gut.

    Wenn diese nicht stattfinden kann, ist dies eine Folge der Pandemiebedongungen. Bei uns fehlen daher Kollegen wochenlang, die früher mit dem Kopf unter dem Arm in die Schule kamen. Das geht halt derzeit nicht.

    Meine Meinung ist derzeit höchste Vorsicht. Bleibt zuhause, war schon letztes Jahr die Botschaft von Frau Merkel. Jetzt heißt es, bleibt mit Symptomen zuhause.

    In der Nachbarschule hat tatsächlich ein Lehrer, der leicht erkältet in die Schule kam, mehrere Kollegen und Schüler angesteckt. Das hat sich herumgesprochen.

    In der derzeitigen Situation, nochmal: in der derzeitigen Situation soll man kein Risiko eingehen.

    Ich unterrichte allerdings auch in einer Stadt, die durch sehr hohe Inzidenzwerte glänzt.

    Heute 526, bei den Schülern fast doppelt so hoch.

    Und mehrere Klassen waren schon komplett in Quarantäne, einige Kollegen auch schon mehrfach.

    Na wenn ich nicht wüsste, dass derzeit eine Pandemie herrscht, würde ich mich wohl kaum bei einem leichten Halskratzen testen.

    Du bist also der Meinung, Lehrkräfte sollten bei einer leichten Erkältungssymptomatik konsequent zu Hause bleiben, richtig? Dann bräuchte man gar keine politische Entscheidung, den Schulbetrieb einzustellen. Das würde sich ganz von selbst ergeben.

    Denn dummerweise haben Familien mit kleinen Kindern ständig Erkältungskrankheiten. Ich habe oft den Eindruck, dass dies verdrängt wird.

    Nochmal: Das ist nicht meine Meinung, sondern eine der Voraussetzungen, das Schule überhaupt stattfinden darf (die anderen sind Maske, vorgeschriebene Lüftungsintervalle etc.)

Werbung