Nicht wegen dem Pforzheimer Fall, sondern allgemein:)
Beiträge von German
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In Pforzheim gibt es durch EINE Schülerin an DREI Schulen Quarantänemaßnahme. Soviel zur Kohortenbildung.
Grund ist ein zusammengelegter Oberstufenkurs.
Morgen gibt es wohl ein Treffen zwischen der Kanzlerin und den Kultusministern (Quelle: News4teachers)
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Wir bekommen ab sofort keine Corona Zahlen mehr am Wochenende. Gut so. Das Thema verliert zunehmend an Bedeutung.
Also bei uns gewinnt das Thema gerade an Bedeutung. Die Fallzahlen steigen und vor allem unterrichtstechnisch ist es eine Riesenherausforderung mit derzeit zehn Risikolehrern (Tendenz steigend), die von zuhause aus unterrichten, die anderen Lehrer vor Ort, welche die anwesenden Schüler ohne Abstand und Maske unterrichten und die (derzeit 43, Tendenz steigend) Risikoschüler, die per Fernunterricht zuhause unterrichtet werden müssen.
Ich empfinde das als Riesenherausforderung, die ziemlich sicher das ganze Schuljahr lang erhalten bleibt. In fast jeder Klasse fehlen Lehrer und/oder Schüler!!!
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Es gibt im neuen Schuljahr eben nicht nur gesund oder krank, sondern auch vorsichtshalber zuhause.
Wir schätzen, dass bei uns pro Klasse 1-2 Schüler im kompletten Schuljahr vorsichtshalber zuhause bleiben. Das ist in Baden-Württemberg ohne Attest erlaubt. Die Schüler müssen dann von zuhause eigenständig mitlernen und werden über den Klassenlehrer versorgt.
Dann gibt es je nach Jahreszeit noch weitere Schüler, die mit leichten Symptomen vorsichtshalber zuhause bleiben. Mit denen verfährt man dann ebenso.
Auch bei Lehrern gibt es nun diese Zwischenstufe. Wenn ein Lehrer krank ist, bleibt er zuhause und muss auch nichts arbeiten. Wenn er vorsichtshalber zuhause bleibt, muss er Fernunterricht anbieten. Und diese Zahl wird eben auch schwanken. Wir gehen von zehn (von 100) Lehrern aus, die das komplette Schuljahr (wegen Vorerkrankung) vorsichtshalber zuhause bleiben. Der Rest je nach Jahreszeit (wegen Erkältungssymptomen).
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Wir rätseln gerade, wie wir das Abstandsproblem im Lehrerzimmer lösen. Klassenzimmer zu zusätzlichen Lehrerzimmern umgestalten? Wir haben aber schon jetzt ein Raumproblem.
Tatsache ist, dass der Abstand zwischen Erwachsenen in BaWÜ auch im neuen Schuljahr bleibt und ja geplant ist, dass wieder alle Klassen, also auch alle Lehrer kommen. Mit den wenige Stunden im Notbetrieb hat das noch geklappt, für die Abstandseinhaltung im Lehrerzimmer könnten wir aber nur jeden dritten Platz belegen. (fast wie im Kino) Das ist nun die Konsequenz der Lehrerzimmer, in denen jeder nur einen winzigen Platz hat.
Was hat sich eure Schule überlegt? Wir sind gerade echt überfragt. Vielleicht habt ihr einen Tipp auf den wir als Schulleitung in der Planungsphase gerade nicht kommen.
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Ja, bei uns (und auch bei meinem Sohn an einer ganz anderen Schule) gehen unter Einhaltung der Abstandsregeln nur acht Schüler in ein Klassenzimmer (zwei Räume mit 12 Schülern bilden die Ausnahme) Schule ist (auch bei meinem Kind) alle drei Wochen für jeweils vier Stunden am Tag.
In Baden-Württemberg steht in einer der letzten Verordnungen etwas vom Schwerpunkt auf die Kernkompetenzen im nächsten Schuljahr. Man könnte daher in Nebenfächern Stunden (und Themen) einsparen. In Geschichte und Ethik (meine Fächer) könnte ich mir das auch vorstellen.
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Bei uns geht es weiter mit 30 Schülern in einer Klasse ohne Maske und ohne Abstand. Wegen des nahenden Herbstes/Winters bei geschlossenem Fenster und garantiert Schnupfnasen in der Klasse (Viele Schüler werden mit Erkältungssymptomen kommen, um nichts zu verpassen). Das macht mir einfach Angst.
Dass man das Leben nicht einstellen kann, ist mir auch klar, aber warum nicht zumindest kleinere Klassen (vielleicht 16 Schüler, derzeit haben wir höchstens 8, das wäre doch ein Kompromiss)
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Das Leben muss halt weitergehen - ob es irgendwann ein Heilmittel geben wird oder nicht.
Tschuldigung! Ich habe erst hinterher den Ironiesatz gelesen.
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Das Leben muss halt weitergehen - ob es irgendwann ein Heilmittel geben wird oder nicht.
Sorry! Du hast garantiert noch keinen an Corona verloren, ich schon. Da finde ich diesen Satz nicht wirklich passend.
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Dazu ist der AG und Dienstherr aber nicht verpflichtet. Kann er machen aus Freundlichkeit, aber die Angehörigen zu schützen ist Aufgabe derer AG und dann uns und nicht unseres AG.
Im Beamtenrecht ist der Dienstherr gehalten, im Rahmen des Dienst- und Treueverhältnisses für das Wohl des Beamten und seiner Familie zu sorgen (§ 78 BBG). Dazu zählt wahrscheinlich nicht die Schwiegermutter, aber sicherlich Frau und Kind, für die ja auch Beihilfe gewährt wird.
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Dann erwartet ja auch niemand, vor allem nicht die Vollzeitleute nur einen Tag 4h zu arbeiten. Einen Anspruch auf Freistellung wegen Risikogruppen im Haushalt gibt es nunmal nicht.
Wenn sich im eigenen Haushalt Risikopatienten befinden, müssten diese Kollegen, bzw. Schüler freigestellt werden. Sonst gäbe es keinen Schutz der Risikogruppen.
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Meine SL hat die Hände nicht im Schoß, aber auch gerade Ferien.
Die neuen Aufsichtspläne für Abi und Fachabi wurden von den Verantwortlichen erstellt und verschickt.
Stundenplan gibt es keinen neuen, auf welcher Basis auch?! Bis die Schriftlichen Abiprüfungen durch sind hätten wir eh kaum Räume, wegen der vielen Kleingruppen.
Aufsichtspläne??? Ihr wisst also schon, wer überhaupt Aufsicht führen darf? (Risikogruppen) Welcher Schüler an der Prüfung teilnimmt? (wieder Risikogruppen) Wieviel Räume ihr braucht, um den Abstand einzuhalten, bzw. dass höchstens fünf Schüler im Raum sind, was gerade in Baden-Württemberg für alle Veranstaltungen innerhalb gilt? Soweit sind wir tatsächlich noch nicht.
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Wisst ihr eigentlich, was eure Schulleitungen so machen?
Wartet man da ab, bis eine offizielle Ansage kommt und plant dann?
Oder wird "hinter den Kulissen" schon an Stunden- und Raumplänen gebastelt?
Zum Großteil kann man sich ja schon denken, wie es kommen soll - Schulen wieder auf, aber nicht mit voller Kapazität, sondern mit geteilten Klassen.
Ich hab das Gefühl, meine Schulleitung versiebt es mal wieder, weil sie grade die Hände in den Schoß legt und sich erst Gedanken macht, wenn es wirklich los geht und dann wird's halt ein undurchdachter Schnellschuss.
(Bin gespannt, ob die Frage im Thread unter geht, weil noch mit Infektionszahlen und Hin- und Hergebashe um sich geschlagen wird...)
Wir haben eine Videokonferenzplattform eingerichtet und warten auf Mittwoch.
Planungen mit xxx Unbekannten sind Zeitverschwendung.
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Stimme da zu. Gesundheit und Einhaltung der Hygieneregeln steht über allem.
Ich kann mir auch im momentanen Status (3Wochen ohne Schule) nicht vorstellen, dass SUS angehängt wurden. Es gab ja nur Wiederholungsmaterial und keinen neuen Stoff.
Wie es natürlich aussieht wenn die Schulen zu bleiben würden steht auf einem anderen Blatt. Aber dann muss das restliche Halbjahr ausgesetzt werden und man wird sicher ohne manche Kapiteln oder Units in manchen Fächern auskommen.
Jetzt alles über das Knie zu brechen wäre fatal.
Ich hätte auch ein paar Fragen an diejenigen, die predigen die Schulen schnell zu öffnen (Laschet, Meidinger):
1) Die Demographie eines Kollegiums in Schulen würde zeigen, dass 1/3 der LuL aufgrund des Alters wegbricht. Dazu diejenigen, die Vorerkrankungen haben. Was passiert mit LuL die Kinder mit Erkrankungen haben oder Lebenspartner? Schultern dann 50% des Kollegiums den Unterricht? Was passiert mit SuS, die Vorerkrankungen haben?
2)Gibt es genug Desinfektionsmittel und Spender?
3)Wie sollen SuS denn Abstand halten bei 2m Gängen?
4)Gibt es für alle LuL und SuS Masken?
5)Wer desinfiziert Tische und Stühle sowie Toiletten und wie oft?
6)Wie soll man Abstand im Lehrerzimmer einhalten?
7)wie werden die övps und Schulbusse vorbereitet?
8)Wie werden Räume durchlüftet (keine AC)?9)Wie wird die Hygiene auf den schultoiletten gewährleistet?
10)Sollen Abiturienten 5Std eine Maske tragen? 11)Sind die Gütekriterien in diesem Abi Jahrgang gewährleistet?
12) wer schließt die Klassenräume auf, damit sich keine Traube vor den Räumen bildet?
Ich frage mich, ob sich darüber von den „hohen Tieren“ Gedanken gemacht wird, wie die Realität aussieht.
Wie sehr ihr das? Sehe ich das zu pessimistisch?
Nein, sehr gut zusammengefasst und genau deswegen können wir als Schulleitung noch nicht planen.
Von vier Abteilungsleitern, die die Prüfungen planen, gehören übrigens drei zur Risikogruppe und bei den Kollegen wissen wir es noch gar nicht.
Für mich eine der wichtigsten Fragen: Was passiert mit Schülern, die Vorerkrankte zu hause haben. Die dürften eigentlich nicht in die Schule oder Prüfungen schreiben, werden aber trotzdem kommen, weil Prüfungen sind, mit Folgen für Vorerkrankte in den Familien. Wer will diese Verantwortung übernehmen????
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Trotz sinkender Anstiegszahlen der Infizierten stehen wir angeblich erst am Anfang der Corona-Pandemie, so hieß es vorhin im Radio.
Wenn dies so stimmt, öffnet bestimmt keine Schule in den nächsten Wochen.
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Anja82 Der offizielle Behördenschrieb dazu ging bei uns schon letzte Woche rum... Aus meiner Sicht total lächerlich. Wir wurden sogar dazu angehalten statt Klassenarbeiten alternative Leistungserhebungen durchzuführen... Damit ich auch nachher ganz genau weiß, was die Mama so drauf hat

Oder der Papa!
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In einem Brief an die Schulleitungen aller Schulen in Baden-Württemberg wird selbst bei der gelegentlichen Präsenz in der (verwaisten) Schule über die Osterferien explizit geschrieben, dass man nicht in die Schule muss, wenn man über 60 Jahre alt oder schwanger ist oder bei relevanten Vorerkrankungen wie Immun- oder Atemwegsschwäche. Dies gilt auch für die (not)betreuenden Kollegen.
Deshalb halte ich es immer noch für ausgeschlossen, dass diese Personengruppe sich nach den Osterferien wieder mit Kollegen und Schülern treffen soll. Die Größe dieser (Risiko)Personengruppe ist natürlich von Kollegium zu Kollegium unterschiedlich.
Es geht bei der ganzen Sache - ich zitiere einen Ministerpräsidenten - "um Leben und Tod".
Und das glaube ich inzwischen auch. Vor 2-3 Wochen wäre ich noch auf der Seite der offensiven Kollegen gestanden, die möglichst schnell wieder in Richtung Normalität wollen. Nach meinen Erfahrungen in den letzten 2 Wochen mit Corona-Todesfällen würde ich nun so lange wie möglich den Schulbetrieb aussetzen.
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Wie geschrieben, Asthma oder Bluthochdruck gehören auch dazu, aber da gibt es ja auch verschiedene Schweregrade.
Im Endeffekt muss das ein Arzt entscheiden.
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Ich kann mir eine Öffnung nach den Osterferien überhaupt nicht vorstellen.
Das ist zwar der Blick in die Glaskugel, aber dass die Fallzahlen dann geringer sind als vor der Schulschließung ist unwahrscheinlich.
Und schon vor der allgemeinen Schulschließung waren bei uns einige Schulen geschlossen, da es "positive" Schüler gab.
Selbst wenn Schulen öffnen ist daher die Wahrscheinlichkeit einer baldigen erneuten Schließung sehr hoch. (Wir beispielsweise haben knapp 2000 Schüler und ca.120 Lehrer)
Und viele Schüler und Lehrer wären bei Kontakt wieder 2 Wochen in Quarantäne. Oder auch nicht, denn einzelne Schüler hielten sich damals nicht an die Quarantäne, weil sie (oder deren Eltern) keinen Unterricht/keine Klassenarbeit verpassen wollten. Und das würde diesmal auch nicht klappen, diesmal ginge es ja sogar um Abschlussprüfungen, die man nicht verpassen will.
Und schon würde das Virus wieder munter verteilt werden.
Schüler und Lehrer mit Vorerkrankungen dürften nicht in die Schule, Schüler und Lehrer mit Vorerkrankten im Hausstand ja dann auch nicht, denn diese würden das Virus nach Hause schleppen. Und das ist insgesamt eine hohe Fallzahl. Vorerkrankt heißt nämlich nicht halbtot, Asthma oder Bluthochdruck - diese werden als Beispiele in den Medien genannt - sind Zivilisationskrankheiten, ein Asthma-Spray haben inzwischen viele Schüler.
Die mangelnden Hygienevoraussetzungen in der Schule wurden ja schon genannt.
Ich bin ja auch in BaWü, ich glaube manche in anderen Bundesländern können sich noch nicht vorstellen, was da noch kommt und was hier teilweise schon ist. Und ja, ich kenne erste Corona-Tote, ohne Vorerkrankung bzw. mit einer Diabetes, die eigentlich im Griff war.
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Private Endgeräte sollen wir NICHT nutzen.
Es ist fast unmöglich, im Lehrerzimmer nach der Stunde in der Pause alles in den PC einzugeben (3PCs für 50 Lehrer), also macht man das einmal am Ende des Schultages oder der Schulwoche, das elektronische Tagebuch ist also nie auf dem aktuellen Stand wie das Papiertagebuch.
Zuvor muss man sich alles in seinen eigenen Unterlagen notieren. Es ist also doppelte Buchführung.
Beim letzten Feueralarm konnten viele Kollegen die Anwesenheit der Schüler im freien nicht überprüfen, da es kein Papiertagebuch mit Klassenliste mehr gibt.
Ein Eintrag ins Klassenbuch ("xy wirft mit Papierfliegern") ist meiner Ansicht nach sinnvoller, wenn der Schüler direkt sieht, wie eingetragen wird.Und der größte Scherz für mich: Am Ende des Schuljahres muss zur Archivierung alles ausgedruckt werden.
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