Beiträge von BaldPension

    Der Betrag ist nicht interessant. Was halt nicht passieren sollte ist, dass der Erbe die komplette Erbschaft verkaufen muss, ein Haus ist eben nicht teilbar, um vom Erlös die Steuern bezahlen zu können.

    Und was linksaufgeladene Lebenstheoretiker auch nicht sehen wollen, ist, dass man in ein Haus, das man erbt, erstmal eine ganze Tüte voll Teuronen reinstecken muss, um es instandzusetzen und auf die eigenen Wohnbedürfnisse zurechtzuschneidern. So eben mal100.000 € sind da weg wie nichts. Mal abgesehen vom Handwerkermangel.8)

    Spannend ist auch, dass die Kritik an dem Freibetrag hier u.a. von der "Leistungsfraktion" kommt. Da frage ich mich, inwiefern Erben eine Leistung ist. Und: Erben steht der Leistungsbereitschaft doch total im Weg. Die Erben haben dann ja gar keinen Anreiz mehr, zu arbeiten. Vielleicht sollten wir Erbschaften Bürgergeld nennen, wenn der Begriff wieder frei ist ^^

    Ich finde, diese Diskussion ist ein guter Hinweis darauf, wessen Wohlstand gesichert werden soll, wenn von der "Sicherung des Wohlstands" gesprochen wird: Menschen mit mindestens einem Vermögen des vierfachen des Medianvermögens.

    Neiddebatte!8)

    Für 400.000€ sind hier auf dem Dorf im Westen NRWs die letzten Bruchbuden, sorry, "Handwerkerträume" gelistet. Der Betrag gehört angehoben auf einen modernen, inflations- und marktbereinigten Preis.

    Bei uns, kleinstädtisches bis ländliches Umfeld, kommt man auf etwas über 700.000 Teuronen, wenn man zeitgemäß baut. Dazu in den Folgejahren eine ganze Tüte voll Betriebskosten. Wollen aber die linksinspirierten Lebenstheoretiker nicht hören.8)

    Wieviel Geld gibt es?8)

    Stimmt, "Und nun?" ist natürlich inhaltlich richtig etwas entgegengesetzt 8)

    Das Buch ist von 2001, nicht von jetzt. Diese Zusammenhänge sind also schon lange bekannt. Es erklärt, warum auch ohne reale Bedrohung Menschen trotzdem Angst vor sozialer und ökonomischer Zurücksetzung haben, was wir hier im Forum unter Beamt*innen sehen wie auch schon unter AfD-Wähler*innen, die ökonomisch mehr Angst haben, zu verlieren, als wirklich verloren zu haben. Es erklärt, weshalb Rechte diese Ängste schüren und für sich nutzen. Seit über 20 Jahren bekannt und benannt. Es geht nicht um Leistung, sondern um Rechte, die vor derm Hintergrund dieser Ängste anschlussfähige Erzählungen gefunden haben, andere Menschen abzuwerten, um sich aufzuwerten - Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderungen, Sozialhilfeempfänger*innen und alles auch im Kontext Schule hier diskutiert. Ich hatte ja mehrere Berichte verlinkt, in denen bewiesen wurde, dass die Angst vor der Ausnutzung unseres Sozialhifesystems größer ist als die tatsächliche Ausnutzung oder gar der wirtschaftliche Schaden. Da passt das Zitat einfach sehr gut.

    Du kennst das Leben nur aus Büchern?8)

    "Der Zusammenhang zwischen Leistungs- und Rassismusdiskurs wird auch bei den rechtsextremen Jugendlichen sehr deutlich. Sie identifizieren sich, so die Ergebnisse einer Reihe von Studien (Held et al. 1991, 1996, Heitmeyer 1989 und Heitmeyer et al. 1992), forciert mit herrschenden Werten wie Z. B. mit den »deutschen Wirtschaftsinteressen«. Wir finden bei den rechten Jugendlichen ein instrumentelles Nutzendenken, nachdem jeder in erster Linie danach beurteilt wird, ob er einem nützt oder schadet. Das gilt für EinwanderInnen und Flüchtlinge, aber auch für Behinderte und Sozialhilfeempfänger. Dieter Hoffmeister und Oliver Sill (1993) nennen diesen Einstellungskomplex »Leistungsvergötterung« und »Kriegspfadmentalität«. Ständig werden Neid und Ausbeutungsängste thematisiert mit dem Dauerthema: Wo kann ich was kriegen, denn schließlich gibt uns ja auch keiner was. Auch in der zusammenfassenden Auswertung der Untersuchung zu ostdeutschen Jugendlichen (Friedrich und Förster 1997) zeigt sich ein sehr signifikanter Zusammenhang zwischen Leistung und Rechtsextremismus. Rechte Jugendliche sind in ihren Lebenszielen viel stärker materiell, egozentrisch und pragmatisch als diejenigen, die sich selbst als links einstufen. Diese Befunde stimmen auch mit internationalen Untersuchungen überein, in denen festgestellt wird, dass vor allem diejenigen zu rassistischen Einstellungen neigen, die eine »jungle weltanschauung« haben, wie John Duckitt es nennt, in der jeder sich durchschlagen muss, geprägvon Misstrauen, Zynismus und allgemeiner Negativität. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich selbst ökonomisch oder sozial in einer tatsächlich besonders bedrohlichen Situation befindet. Die wahrgenommene oder besser behauptete Bedrohung hat weniger mit der eigenen Lebenslage als mit der Interpretation der gesellschaftlichen Verhältnisse zu tun. Dabei steht nicht so sehr das ökonomische Eigeninteresse im Vordergrund, sondern ob man glaubt, dass die eigene Gruppe zurückgesetzt wird."

    Birgit Rommelspacher: „Anerkennung und Ausgrenzung. Deutschland als multikulturelle Gesellschaft“


    Da musste ich an so manche Diskussion hier denken.

    Und nun?8)

    Ohren auf Durchzug schalten und gut ist! In der Schule schafft es nur mit gesundem Egoismus und gewissem Phlegma heil bis zur Pension.

    Hast Du außerhalb von Schule genügend Interessen und Sozialkontakte?8)

    Vielleicht besser erstmal beibringen Pflichten zu erfüllen und zu arbeiten? In Deutschlands Schulen muss endlich mal wieder gepaukt werden!8)

    Meinst Du nicht?

    Selbst in der Rüstungsindustrie werden in Russland aktuell die Löhne nicht mehr bezahlt, wie dereinst beim Zusammenbruch der UdSSR.

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    Mark Reicher ist ein Kronzeuge? 8)

    Zwei relativ kurze Papiere, sind dir zuviel?

    Naja deine Sache. Trotzdem viel spaß.

    Ich denke, die Schulleiterin hätte dann auch eine feste Struktur für mich schaffen müssen, AG oder so, wenn ich sie richtig verstanden habe. Hieße dann auch verpflichtend bestimmte Anzahl von Stunden ableisten. Irgendwie dann doch gewisse Zwänge.

    So bin ich frei und fungiere "nur" als sporadischer Hilfsmusiklehrer. Finanziell habe ich es nicht nötig.8)

    Einen wunderschönen guten Morgen zusammen!

    Dachte mir gerade nach meinem Sofaschlummer und Capuccinöchen ein paar Zeilen zu schreiben und etwas kundzutun: Es hat sich in den letzten Wochen doch einiges bei mir ereignet und bin meinem Schwur, niemals mehr die Schulstube zu betreten, doch nicht so ganz treu geblieben. Zu weiches Herz und das noch strömende Pädagogenblut in den Adern eines ehemaligen Schulstubenmeisters...

    Was ist geschehen? Ein ehemaliger Musikkollege rief mich an, ob ich nicht als Korrepetitor seinen Chor unterstützen könne. Weihnachten steht vor der Tür. " Aber nur ausnahmsweise!"...Gesagt getan. Erstmal ein großes "Hallo!" im Lehrerzimmer und auch bei einigen Schülern, die mich noch kennen, im Musiksaal. Fanden das cool, dass ich vorbeigeschaut und die Tasten bewegt habe. Es ergab sich auch, dass ich mit einer kleinen Gesangsgruppe geprobt habe, um den Kollegen zu entlasten...

    Die Schulleiterin hat davon Wind bekommen und bat mich um ein Gespräch. Kurzum: Sie wollte mich für ein paar Stunden als "richtigen" Musiklehrer einstellen, weil die Kollegen nicht alles schaffen. Ich habe dankend mit der Begründung abgelehnt, dass ich nicht daran denke, meine Zeit wieder als sozialer Fußabtreter zu verbringen und in der Schulstube Kulturkämpfe ausfechten zu müssen.

    Dann kam die Idee des Freien musikalischen Mitarbeiters: Ich helfe ab und zu als Klavierbegleiter aus, unterstütze meinen Kollegen bei Gesangs- und Instrumentalproben, wenn es nötig ist. Und, das ist wichtig, ich arbeite nur mit Schülergruppen, die vom Sozialverhalten top sind. Alles andere findet bei mir keine Nachsicht und Gnade.

    Bezahlung? Mit der Schulleiterin besprochen, wie das gehen könnte. Ein Wust von Papier wäre vonnöten (Ihr wisst ja, in Deutschland ist ja die Bürokratie immer so oberwichtig. Deshalb hauen ja auch immer mehr Unternehmer ab). Ich habe schon im Geiste den Bürokratenstapel bis zur Decke auftürmen sehen. Dachte mir nur, so einen Sch*** willst Du ja gar nicht. Du willst Musik und Spirit!

    Und wisst Ihr, wie ich mich entschieden habe: Ich mache es ehrenamtlich! Das gibt mir alle Freiheiten und kann es sofort hinklatschen, wenn die Arbeit nicht meinen Vorstellungen entspricht. Die Standards setze ich! Und bis jetzt läuft es klasse. Macht so richtig Spaß, mit Schülern zu arbeiten, die wirklich wollen (!) und sich engagiert einbringen. In der Vorweihnachtszeit gibt es für mich nicht wenig zu tun und Schulfeste/Veranstaltungen sind für das nächste Jahr auch geplant.

    So macht Schule Spaß!8)

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