Wie immer auch der Vergleich mit anderen Berufen: Wir haben Ärztemangel. Bitte auch Bachelorabsolventen in verwandten Fächern als Assistenzärzte. Die Justiz hat auch Personalmangel: Warum keine Bachelorabsolventen als Richter?
Wie immer sind diese Vergleich ungeeignet, vor allem der mit dem Richter. Das sind hoch spezialisierte Berufe. Lehrer dagegen sind Generalisten. Sie haben Fachwissen in zwei, drei vier Fächern, didaktisches Wissen und Kompetenzen, pädagogisches Wissen und Kompetenzen, ein Grundwissen in Psychologie, Schulrecht und und und. Es ist viel wahrscheinlicher, dass jemand mit seinem Studienhintergrund eine große Schnittmenge mit solchem Lehrerwissen hat, die dann in zwei, drei, vier Jahren berufsbegleitender Ausbildung und Learning by doing ausgebaut werden kann, als das bei einem Richter der Fall ist, der mit den aktuellen Rechtsnormen und der Rechtsprechung in seinem Staat bis in Details vertraut ist. Oder bei Neurochirurgen. Oder bei Luft-und-Raumfahrtingenieuren.
Damit ist keine Abwertung des Lehrerseins verbunden. Genausogut könnte man einen Richter, Neurochirurgen oder Luft- und Raumfahrtingenieur einen Fachidioten nennen, weil er eben nur eine Sache kann/kennt, die aber bis ins Detail.
Und mit den Mikätzchen hat all das wirklich gar nichts zu tun. Die haben in den 60er (?) Jahren nach einer „Ausbildung“ unterrichtet, die einige Monate umfasste. Voraussetzung war - Achtung - das Abitur.