Beiträge von WalterEucken

    Ja, gibt es, entsprechenden Bedarf vorausgesetzt, sost gibt es keine solchen Zertifikatslehrgänge. In der Sek.I darfst du aber so manches - entsprechende Bereitschaft dich einzuarbeiten vorausgesetzt- dann auch fachfremd unterrichten (Ethik wird z.B. so abgedeckt).

    Wenn dein Herz nicht unbedingt an der Sek.II hängt, ist es ganz bestimmt eine gute Idee, dieses Angebot für den Seiteineinstieg in die Sek.I direkt zum Ref schon zu nutzen, um frühzeitig eine Planstelle zu erhalten. Ob der PH-Master in Mathe am Ende für die Sek.II anerkannt werden würde - fraglich, insofern ist es gut, wenn du das mit RP und den Seminaren klärst, ehe du dich auf etwas einlässt, dass gar nicht zum erwünschten Ziel führt für dich. Hör nochmal gut in die hinein, was die Schulart anbelangt. Oberstufenunterricht ist defintiv toll, spannend und interessant, weil man natürlich fachlich in anderen Bereichen landen kann mit den SuS, diese auch in anderen Entwicklungsstufen erleben und begleiten darf. Ich habe das insofern immer genossen, mit Oberstüfenschülern zu arbeiten. Die Arbeit an Sek.I-Schulen ist aber nicht weniger spannend, interessant und begeisternd, auch wenn die Herausforderungen manchmal mehr im Pädagogischen liegen, als im Fachlichen. Für mich besteht die wahre Kunst an der Sek.I darin eine so gute und konsequente Klassenführung zu leisten, dass ich am Ende mit meinen fitten, interessierten Realschülern alle großen und kleinen "E´s" erreichen kann, die diesen möglich sind, umgekehrt aber auch meinen großen und kleinen G´s und M´s gerecht zu werden. Wenn das etwas ist, für das du dich begeistern könntest, ohne den Oberstufenunterricht zu sehr zu vermissen, dann wärst du bestimmt eine Bereicherung für die Sek.I. Fachlich fitte Lehrkräfte (und das Uni-Studium IST, wie ich aus eigener Erfahrung weiß die "stabilere" fachliche Basis im Lehramts in BW) können wir auf jeden Fall immer brauchen. :)

    Prinzipiell ist für mich die Aussicht auf Festanstellung wichtiger als die Möglichkeit eine Oberstufe zu unterrichten. Deswegen bin ich der Sek 1 nicht abgeneigt. Später würde ich mir wünschen bei Schulentwicklung und vor allem BOGY bzw. eher BOSek1 (Berufsorientierung) mitzuarbeiten. Das dürfte auch an der Sek 1 möglich sein, oder?


    Was wäre jetzt die sinnvollere Option?

    Jetzt ins Ref und evtl. später Erweiterungsfach nachschieben oder gleich Erweiterungsstudium hinterher und danach Ref?

    Tendenziell würde ich jetzt dieses Seiteneinstiegsangebot wahrnehmen. Wer weiß, ob es das in 2 Jahren noch gibt.


    Falls ich jetzt ins Ref gehe: Müsste ich dann nach dem Erweiterungsstudium nochmal irgendeine Lehrprobe o.ä ablegen?

    Geht es um eine kleine Fakultas an der Universität im Fachbereich Mathe oder um ein Mathestudium für Sek.I-Lehramt an einer PH? Letzteres würde dir für eine Bewerbung am Gymnasium keine direkten Vorteile bringen, weil du damit vermutlich (durch die Kooperationen einzelner PHs mit Unis muss ich das so zurückhaltend formulieren, weil es da Zwischenformen geben kann) im Ref nicht in Mathe für gymnasiales Lehramt ausgebildet werden würdest, ergo keine Lehrerlaubnis für Mathe erwerben würdest. Das solltest du aber unbedingt noch einmal abklären (Studienberatung bzw. ein Lehrerseminar für gymnasiales Lehramt anschreiben und nachfragen). Ersteres gab es früher häufiger meines Wissens, ist mir insofern nicht völlig fremd (dazu hat man üblicherweise zusätzlich zu seinen zwei Hauptfächern ein drittes Fach als Nebenfach studiert und damit dann lediglich die kleine Fakultas erworben). Mit einer regulären kleinen Fakultas für gymnasiales Lehramt im Fach Mathe hättest du dann natürlich wieder Einstellungsvorteile für das Einstellungsverfahren an Gymnasien, denn dort ist Mathe Mangelfach. - Du merkst vielleicht, dass du etwas klarer schreiben musst, wovon du sprichst, weil es vermeintlich nur um Äpfel geht, tatsächlich aber um Boskop, Elstar, Golden Delicious, Red Cox, Alkmene und Co. ;)

    Bei uns nennt sich das Leistungsziffer: 1.Staatsexamen x 20 + 2.Staatsexamen x 20 = Leistungsziffer (Alternativ: Bachelor x 10 + Master x 10+ 2.Staatsexamen/wie-auch-immer-das-im-neuen-System-dann-heißt x 20 = Leistungsziffer). Zusatzqualifikationen kann man angeben (+nachweisen), um bevorzugt eingeladen zu werden.


    Mir ist der Kontext gerade nicht ganz klar, warum das wichtig wäre, aber das macht ja nix. :)

    Es geht um einen Erweiterungsmaster Mathe an der PH Heidelberg. Ich habe die dortige Studienberatung angeschrieben und mir wurde versichert, dass ich zu diesem Master zugelassen werden kann, über die dadurch erworbene Lehrbefähigung konnte mir keine Auskunft erteilt werden.

    Ich schick dann morgen mal eine Mail an das RP und ein Seminar für Lehrerbildung.


    Was ich für mich gerade noch als Option überlegt habe:

    Das aktuelle Angebot zum Seiteneinstieg für das Ref in Sek 1 annehmen und dort die Lehrbefähigung erhalten und nach Abschluss des Refs evtl. nochmal an eine PH gehen und dort einen Erweiterungsmaster in Mathe machen.


    Gibt es sonst noch Möglichkeiten seine Fächer nach dem Ref/Studium zu erweitern z.B Zertifikatslehrgänge o.ä

    So wie es momentan aussieht habe ich einen Erweiterungsmaster Mathe für die Sek 1 im Blick, also Mathe als "kleine Fakultas" für Klasse 5-10. Mathe Sek 1 Studium traue ich mir eher zu als Sek 2, da doch einige knackige Inhalte wegfallen bzw. der Zugang ein anderer ist.

    Das dürfte doch eine sinnvolle Angelegenheit sein, oder?

    Ja, eine Kombi aus zwei schulischen Nebenfächern (sieht man mal von der Kursstufe ab) ist in der Praxis doof und wird noch doofer, wenn man dabei Fächer studiert, die wenig bis gar nicht gesucht werden an der Wunschschulform. Mit GK und WBS wirst du dich eindeutig umsehen müssen und bei der Einstellung maximal flexibel zeigen müssen, was Ortswahl und Schulform anbelangt (Gemeinschaftsschule akzeptieren, akzeptieren, dass du dich in mehrere Fächer fachfremd wirst einarbeiten müssen in der Sek.I, Real- oder Hauptschulangebote annehmen sprich entsprechend bewerben, berufliche Gymnasien mit einbeziehen, Grundschulangebot annehmen, wenn es sonst nix gibt). Mit Mathe hättest du auch in der Sek.II gute Chancen auf ein Stellenangebot (maximale Flexibilität und passende Noten vorausgesetzt), Geschichte bringt für die Sek.II dagegen nix.

    Schau dir einfach mal die Listen durch mit den Angaben zu Mangelfächern (Forensuche alternativ verwenden, da habe ich erst vor einigen Wochen mal die aktuellen Listen in einem Thread zu Fächerkombinationen verlinkt gehabt) in den diversen Schulformen durch, um dir einen realistischen Eindruck zu verschaffen, was wo in BW dringend benötigt wird, was zumindest ein wenig bringt für die Einstellung und was- wie Geschichte- auf der schwarzen Liste steht und definitiv kein Einstellungsgrund ist, weil es völlig überlaufen ist.

    Meinst du mit den "aktuellen Listen" den Bericht des Kultursministeriums? Über die Forensuche habe ich leider nichts gefunden.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe hast du doch einen (fast) fertigen Lehramts-Master mit 2 Fächern für das Gymnasium, möchtest deine Chancen auf ein volles Deputat steigern, wärst bereit 4 Semester einen Erweiterungsmaster dranzuhängen und hättest sogar Interesse an Informatik (oder Mathe)?


    Wieso willst du jetzt den Studiengang wechseln oder denkst über Quereinstieg nach? Ich würde da eindeutig erstmal das Drittfach probieren. Gerade vor Informatik muss man keine Angst haben, der Matheanteil ist dort recht überschaubar (gut möglich, dass ich da etwas voreingenommen bin...mein Umfeld besteht aus Mathe/Physik/Informatik-Leuten) und du hast 10+ Semester Studienerfahrung auf deiner Seite, du wirst ja inzwischen wissen wie man sich in ein Thema reinfuchst wenn es nötig wird.


    Wenn du im kommenden Semester noch eingeschrieben bist (und deine Uni die Fächer anbietet) könntest du doch einfach mal in ein paar Einstiegsmodule im entsprechenden Drittfach gucken - wenns passt direkt mitschreiben und dir anrechnen lassen. Wenn du bislang in Regelstudienzeit bist, dann hättest du, da in BW das Ref erst im Januar anfängt, sogar fast 5 Semester für den Erweiterungsmaster.

    Informatik war eher ein Gedankenspiel. Ich glaube kaum, dass ich das in vier bzw. fünf Semestern hinbekomme. Mein Respekt vor Mathe o.ä ist da schon groß.

    Am liebsten wäre mir Geschichte, da die Nähe zu meinen Fächern da am größten ist, aber ob ich damit meine Einstellungschancen erhöhe?


    Mein größte Sorge ist es, dass ich jetzt nochmal 2 Jahre investiere und dann im Prinzip mit leeren Händen dastehe, da sich meine Einstellungschancen nicht verbessert haben (deswegen die Idee mit Sonderpädagogik, da dort die Chancen gut sein sollen)

    Im Gym. Wirtschaftsstudiengang liegt der Fokus auf der VWL, während bei den Berufsschulen der Fokus auf BWL liegt und VWL ein Zweitfach ist. Ich habe sowohl während des Bachelors, als auch Masters BWL-ECTS gesammelt. Mein Bachelor alleine gibt aber nicht genug ECTS her, um für einen Master zugelassen zu werden. Die ECTS die ich im Master erzielt habe, sind für eine Zulassung zum Master leider irrelevant.

    Deshalb würde ich ins Bachelorstudium zurückgestuft werden und da sind die Hochschulen bei Anerkennung knallhart. Wenn die Beschreibungen in den Modulhandbüchern nicht übereinstimmen wird nichts angerechnet. Eine Veranstaltung an meiner Uni behandelt Inhalte A+B, eine andere C+D. An der anderen Hochschule wird nichts angerechnet, da dort die Veranstaltung mit den Inhalten A+D und B+C gelehrt werden.


    Der Wechsel in ein anderes Bundesland wird noch übler. BW akzeptiert zur Zulassung zum Ref nur die WiPäd-Abschlüsse der eigenen Hochschulen. Abschlüsse aus anderen Bundesländern nur nach Einzelfallprüfung.

    Mh, so wie es aussieht wird es nichts mit Wirtschaftspädagogik. Im Prinzip unterscheiden sich mein Bachelor/Master und der Bachelor/Master WiPäd nur um ca. 60ECTS, aber die Hochschulen erkennen nichts an und ich würde ins 3. Semester Bachelor eingestuft werden :angst: Es wird nicht meine Gesamtleistung aus Bachelor/Master betrachtet, sondern nur der Bachelor alleine. Der reicht alleine nicht für eine Zulassung zum Master WiPäd......leider gibt es auch keinen Aufbaumaster WiPäd. Das wäre eine sinnvolle Idee, um den gymnasialen Wirtschaftslehrern den Übergang zur Berufsschule zu ermöglichen.


    Hat jemand noch eine Idee, wie es bei mir weitergehen könnte?

    Germanistikstudium mit dem Ziel/Überlegung sich an Berufsschulen zu bewerben um vielleicht dann dort "fachfremd" Wirtschaft unterrichten zu können. Beim aktuellen Ausschreibungsverfahren habe ich gesehen, dass einige Berufsschulen Deutschlehrer suchen.


    Aufbaumaster Sonderpädagogik?


    Oder direkt ins Ref mit Wirtschaft und Gemeinschaftskunde?

    Zwischen was man anrechnen könnte und was angerechnet wird ist leider oft ein riesiger Unterschied. Nach einem kurzen Blick in das Modulhandbuch könnten mir, sofern möglich, ca. 90ECTS angerechnet werden können. Ich vermute aber, dass ein Großteil nicht anerkannt wird. Meiner Erfahrung nach akzeptieren die Unis nur ungern fremde Leistungen, selbst wenn sie im gleichen Bundesland erbracht wurden. Aber das wäre eine Option. Da schreibe ich morgen mal eine Mail.

    Du dürftest also Wirtschaft an beruflichen Schulen bzw. am beruflichen Gymnasium unterrichten? (Sorry, ich kenne mich in BW nicht aus. :) )



    Falls ja, dann hast du keine so schlechten Einstellungschancen (zumindest an beruflichen Schulen). BW stellt doch sogar Quereinsteiger mit Wirtschaft ein.

    Würde man meinen dass das geht, ist aber leider nicht so :(. Dafür bräuchte man einen Master of Arts in Wirtschaftspädagogik von den Unis Mannheim, Stuttgart oder Konstanz. Ich habe "leider" einen Master of Education Wirtschaftswissenschaft . Die Wirtschaftspädagogen haben wohl einen stärkeren Fokus auf BWL, während der Master of Education einen stärkeren Fokus auf VWL hat. Ich bin damit trotz wirtschaftswissenschaftlichen Lehramtsstudium aus Sicht des RP kein geeigneter Kandidat für die beruflichen Schulen :daumenrunter:



    Ich weiß mittlerweile, dass meine Kombination murks ist. Deswegen suche ich nach einem Weg, meine Kombination aufzubessern. Dabei stellt sich die Frage was sinnvoll ist UND in 4! Semstern Regelstudienzeit als Erweiterungsmaster realistisch erreichen lässt. Bei Mathe oder Informatik habe ich da mittlerweile meine Zweifel.

    Ich habe Wirtschaft studiert und darf damit in BW sowohl WBS, als auch Leistungskurs Wirtschaft (gibts als Wahlfach in der Oberstufe an allg. Gym und oft als AG) Ich wäre also "richtiger" Wirtschaftslehrer. Witzigerweise wurde das Fach WBS eingeführt, bevor es Absolventen des originären Studiengangs gab, deswegen wird in WBS oft noch fachfremd unterrichtet.


    In BW wurde in diesem Zuge auch die Berufsorientierung in Klasse 10 auf WBS abgewälzt.

    Danke für die bisherigen Infos.


    Wie sieht es aus mit Deutsch? Wäre ein Hauptfach (positiv) und mit WBS/Wirtschaft habe ich ein Fach, dass vermutlich viele andere Deutschlehrer nicht haben. Ist das, realistisch betrachtet, eine Option oder gehe ich da trotz WBS im Bewerberüberfluss unter?

    Informatik könnte bedeuten, dass du die Einzige mit der Fakultas an der Schule bist. Es gibt einfach wenig Informatik-Lehrerinnen, da wird immer noch viel fachfremd unterrichtet. Es könnte sich lohnen, rechtzeitig mit Schulen Kontakt aufzunehmen. Viele werden schon gar keine Informatik-Stelle ausschreiben, weil sie gar nicht mit Bewerberinnen rechnen.


    Ob man Informatik in 4 Semester durchdüdeln kann, weiß ich nicht. Sie ist der Mathematik nicht unverwandt.


    hth

    Aber was und vor allem wie viel unterrichtet man da am allgemeinbildenden Gymnasium? In den Stundentafeln gibt es nur den Aufbaukurs Informatik mit 1 Stunde. Komme ich mit Informatik auf ausreichend Stunden bzw. ein volles Deputat? Oder bedeutet Informatik den Weg an beruflichen Schulen?

    Tag zusammen,


    ich studiere momentan in BW die Kombination Politik (bzw. Gemeinschaftskunde) und Wirtschaft (WBS) fürs Gymnasium. Zu beginn meines Studiums wurde an der Uni für das Wirtschaftsstudium geworben, da damit die Einstellungsaussichten gut seien.

    Mittlerweile war ich im Schulpraxissemester und man hat mich dort mit meiner Kombination nur belächelt. Mittlerweile habe ich auch gecheckt, dass die Chancen damit auf ein volles Deputat zu kommen nahezu ausgeschlossen sind :/. Zu beginn meines Studiums war mir das so nicht bewusst.


    Jetzt stellt sich für mich die Frage, welchen Erweiterungsmaster (120 ECTS) ich machen soll.


    Geschichte wäre naheliegend, wird aber meine Situation vermutlich nicht verbessern, richtig?


    Ich könnte mir noch Informatik vorstellen, aber am allg. Gym. ist dort gemäß Stundentafel auch nur 1 Stunde vorgesehen, so dass ich wieder keine Stunden zusammenbekomme. Immerhin ergäbe sich mit Informatik evtl. die Möglichkeit auf berufliche Schulen zu wechseln. Leider wäre mir das Unterrichten in Wirtschaft dort nicht möglich, da der gymnasiale Abschluss dort nicht anerkannt wird.


    Mathe sollte zwar ein sicheres? Fach sein, aber ich glaube kaum, dass ich das in den vier Semestern schaffe. Eine noch längere Studiendauer würde ich gerne vermeiden.


    Was wäre euer Rat?

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