Um dich etwas zu entlasten kitekat24 :
Ich habe den Umgang mit Gefahrstoffen in der Schule erst im Chemie-Ref gelernt. Selbst noch so viele organische Reaktionsmechanismen aus dem Studium bereiten einen nicht auf den Chemieunterricht in der Schule vor. An der Uni Freiburg gab es Anleitung zu Experimentalunterricht als Pflicht-Praktikum - es war ein kühler Tropfen auf den heißen Stein der schulischen Realität.
Ohne Chemie Ref würde ich mich absolut nicht in der Lage sehen, Experimentalunterricht zu betreiben. Und ich frage selbst jetzt bei komplizierteren Versuchen bei den erfahreneren Kollegen nach. Mein Sicherheitsbeauftragter für die gesamte Schule ist grundständig ausgebildeter Chemielehrer. Sammlungsleiter sind bei mir an der Schule sowieso nie fachfremd.
Ich finde es absolut in Ordnung, zu remonstrieren und zunächst nur Theorie-Unterricht zu halten oder halt Experimente ohne Gefahrstoffe. Wie du die Qualifikation nachholen kannst, weiß ich allerdings nicht.
Nachtrag: Bei SuS mit impulsivem Verhalten, die da sogar etwas diagnostiziert bekommen haben und Förderschwerpunkte haben, würde ich eh keine Schülerversuche mit Brennern oder Wasserkochern machen. Wir haben am Gymnasium auch (selten) 8. Klassen, bei denen wir den Brenner nicht zum Einsatz bringen. Im Nawi Unterricht für Kl 5 u 6 gibt es immer malwieder Klassen, bei denen es bei Teelichter-Versuchen bleibt, einfach, damit man nicht allzusehr in diesen Stunden schwitzen muss als Lehrkraft.