Ich empfehle die Lektüre dieses Textes, der mir doch irgendwo ein bisschen aus der Seele spricht.
Kompetenzorientierung als Indiz pädagogischer Orientierungslosigkeit : Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. (bildung-wissen.eu)
Toller Aufsatz von Herrn Ladenthin, den ich selbst während meiner Studienzeit gehört habe. Wir alle tun gut daran, den vollkommen aufgeblasenen und inflationär gebrauchten Kompetenzbegriff kritisch zu hinterfragen. Es sollte in der Schule darum gehen, ganzheitliche Bildung zu erlangen und keine technokratisierte "Frankenstein-Bildung" nach dem Baukastenprinzip.
Zum Thema: Besonders im Fach Geschichte beobachte ich die Entwicklung des Sprachniveaus mit größter Sorge. Selbst Textquellen einfachen Niveaus (oder gar Schulbuchtexte) werden von den Schülern immer weniger verstanden und durchdrungen. Trotzdem - und da bin ich sehr froh! - habe ich durch die Aufrechterhaltung des Anspruchs der Authentizität der Quellen ein fachlich sehr starkes Gegenargument, die Quellen durch Verfälschung sprachlich zu vereinfachen.
Im Fach Latein sieht es ganz düster aus, da hier der Umgang mit der deutschen Sprache schon erprobt sein sollte und wenig Zeit ist, um dort Aufbauarbeit zu leisten. Was wiederum viele Stützräder nötig macht...