Beiträge von Ichbindannmalweg

    Motiviert auch durch die Diskussion hier war ich nach fast 4 Wochen mit grippalem Infekt und Magen Darm im Anschluss wieder laufen. Und was soll ich sagen? Ich hatte das Schlimmste erwartet. Aber trotz Regen und Wind liefen meine Beine heute wie von selbst. Das Gefühl, als würde ich gar nicht laufen, sondern allenfalls spazieren gehen, quasi gar keine Anstrengung. 4,5km und es wäre locker mehr drin, aber mein Verstand sagt nein. Morgen und übermorgen Pause wegen Terminen, ich hoffe Freitag läuft es genau so gut.

    Übrigens interessant, wie unterschiedlich die Erfahrungen mit Sport bei Depressionen sind. Meine eigene Erfahrung damit war, dass Sport fast gar nicht möglich war, anfangs war mir selbst die Teetasse zu schwer. Aber ja, Sport war für mich definitiv auch therapeutisch enorm wichtig, allerdings die Leistung so drastisch eingeschränkt, dass an ein Training für Wettkämpfe egal wie schnell und weit überhaupt nicht zu denken war.

    Kapa


    Recht hast du. Man wird halt nicht jünger … aber als Läufer habe ich immer noch einen gewissen Stolz. Ich möchte mich erst mit anderen messen, wenn ich nicht einsam am Ende der Ergebisnisliste laufe. Ich mag kleine Veranstaltungen, da läuft hinten keiner mehr.

    Auch gesundheitlich finde ich 10km an der berühmten Kotzgrenze bedenklich, wenn die Fitness so gerade ausreicht um 10km laufen zu können. Da warte ich lieber, bis ich mir ein gutes Fundament erarbeitet habe. Das mache ich gerne über viele und langsame Kilometer.

    Wenn ich krank bin oder beide Kinder zuhause habe, bin ich ehrlich gesagt froh, den Alltag zu schaffen, Sportübungen im Haus gehen da völlig über Kräfte. Bewegung habe ich durchaus, mein Polar bescheinigt mir an Sportfreunden Tagen meist über 20.000 Schritte… vielleicht kann ich deshalb auch aus dem Stand schnell wieder laufen.

    Volle Zustimmung. Ich wäre froh, wenn ich die 10 km in irgendeiner Zeit schaffen würde.

    und Kathie

    Habe deinen Beitrag übersehen, sorry.

    Ja, ihr habt beide recht, ich bin total froh, dass ich nach wenigen Wochen laufen wieder 10km laufen kann. Das ist ein Privileg, welches nicht mehr viele haben, die in der W45 laufen….

    Ich laufe gerne und sei es noch so langsam steht die Gegend, das ist mir inzwischen echt egal. Was ich mir aber nicht geben muss, sind Wettkämpfe in dem Tempo. Für manche mag das ein schönes Gefühl sein, mit anderen zusammen so eine Strecke zu laufen. Bei kleineren Läufen ist man über 1h auf 10km jedoch alleine auf weiter Flur.
    Wenn man mal auf dem Treppchen stand, dann fühlt sich das andere Ende der Ergebnisliste halt nicht so gut an. Dann laufe ich lieber alleine und wann und wo ich Zeit und Lust habe.

    Ich würde mir für meinen autistischen Schüler sehr wünschen, dass es in der weiterführenden Schule mit der Inklusion klappt. Ich finde, jeder "Fall" ist anders und man sollte das als Eltern gut abwägen. Kognitiv hat mein Schüler z.B. ja überhaupt keine Defizite, ich weiß aber nicht, ob z.B. im Gymnasium auf seine "Spinnereien" eingegangen werden kann (er bereitet täglich Matherätsel für die Klasse vor), ob Zeit für so besondere Kinder da ist und wie pubertäre Mitschüler dann alles so finden, wenn jemand anders ist.

    In so einem Fall würde ich mal stark davon ausgehen, dass das auf den Gymnasium klappt. Also bei uns wäre das kein Thema.

    Aber was soll ein Autist mit einem IQ unter 70 auf der Regelschule? Anders und auf den Stand eines Kleinkindes… der muss ganz andere Sachen lernen.

    Gymshark kennt gar keine GE-Schüler, denke ich, entsprechend fallen die Mutmaßungen aus, anders möchte ich die Äußerungen nicht erklärt wissen.

    Ja, diese brauchen andere Lernbedingungen, die anderen auch.
    Die einen wünschen sich Separation, die anderen Integration, aber bessere Bedingungen benötigen alle, egal an welchen Standort sie dann beschult werden.

    Wünschen sich „die anderen“ wirklich immer Integration? Wenn ich selbst immer wieder, jeden Tag, erleben würde, dass alle anderen so viel mehr können als ich, würde mich das tieftraurig machen.

    Ich habe ein behindertes Kind, für dieses wünsche ich mir in der Schule auf keinen Fall Inklusion. Da könnte man besser einen Hund in eine Gymnasialklasse integrieren…

    Und die Lehrer, die den Trend nicht mitmachen, werden regelrecht gemobbt und als schlechte Lehrer und schülerfeindlich diffamiert…. Und nein, ich bin nicht selbst betroffen, habe das nur mehrfach beobachtet.

    Dabei müssten Beamte sich doch mal klar machen, dass sie hier ihre hoheitliche Aufgabe haben …


    Mag aber auch daran liegen, dass es schon eine Generation von Lehrern gibt, die selbst den Stoff der 5. Klasse nicht sicher beherrscht. Auch mehrfach beobachtet bei Referendaren. Und nein, man muss mit alles wissen, aber jeder Englischlehrer sollte zum Beispiel eine Frage grammatisch korrekt bilden können, zumindest schriftlich.

    Also die ständigen Krankheiten finden bei mir mit 28 an… ist man da schon alt? Jetzt bin ich schon Mitte 40 und es hat sich nichts geändert…


    Die einzigen Änderungen mit Corona: ich bin auch im Sommer krank, das ist mir früher nie passiert. Die Verläufe sind auch irgendwie anders. Heftiger, kürzer und oft mit Gliederschmerzen, bin dann fast bewegungsunfähig.

    Dann melde ich mich in meinem eigenen Thread auch mal wieder …

    Ich hatte einen wirklich guten Sommer, bin wieder angefangen zu laufen sobald meine Nase im Mai selbige Tätigkeit aufgeben hatte. Hochgearbeitet bis auf 1,5h laufen, mit Kinderwagen. Bitte fragt nicht nach der Pace… einen guten 6er Schnitt habe ich nur bei 400m Intervallen auf der Bahn geschafft. Aber gut, es lief. Bis die Sommerpause des Kindergartens kam, zwei Kinder können nicht mit zum Laufen. Drei Wochen Pause. Gut, gerade wirst hochgekämpft auf 7km, da kam der erste Infekt, an den sich nahtlos an diesem Wochenende eine heftige Magen Darm Infektion angereiht hat. So was habe ich noch nie erlebt. Und die Kinder sind leider so gar nicht schlapp dabei.

    Wenn das so weitergeht diesen Winter, kann ich den geplanten Lauf irgendwann um Ostern vergessen… Einen 10er über sagen wir ungefähr 1:05 will ich in keiner Ergebnisliste sehen…


    Seit Corona sitzt meine Nase wochenlang zu. So etwas kannte ich bislang nicht. Habe schon bei meinen Kindern das Nasenspray geklaut um schlafen zu können.

    Seit Corona heißt mir auch immer: seit den Kindern. Egal warum. Es nervt. Ich will nicht mehr von Oktober bis Ostern krank sein. War ich früher auch nicht, erst seit Dienstantritt. Hast sich leider nicht im Laufe der Dienstjahre gebessert, wie so viele behaupten.

    Ich hoffe, dass ich noch diese Woche zum Xten Mal nach einer mal mehr oder weniger langen Krankheit wieder mit dem Laufen beginnen kann… mit dem Gefühl dass die Beine wie Kaugummi ab Boden kleben


    Hätte ich jetzt auch im Meckerforum posten können…

    Andere Fälle im Vergleich helfen hier nicht weiter. Ich hatte auch schon Schüler, bei denen ich nicht verstanden habe, wofür die I Kraft da sein soll. Und ich hatte Schüler, die ohne I Kraft nicht zur Schule hätten gehen können. Letztere hatten übrigens mehrere Kräfte, so dass die sich abgewechselt haben.

    In diesem Fall hat das Kind ja auch noch weitere Einschränkungen, wegen denen die Begleitung notwendig wäre. Und es hat eine I Kraft.

    Wir es jetzt aussieht, geht das Kind zur Schule, auch alleine, da es eine Mindestanzahl an Tagen dort gewesen sein muss, um das Aosf Verfahren abzuschließen, ohne das wiederum der Schulwechsel nicht klappt.

    Ich hoffe das mit der Mindestanzahl an Schultagen stimmt…

    Ich kenne es eigentlich nur so, dass Kinder ohne I Kraft nicht in die Schule kommen dürfen, denn da kann keiner die Verantwortung übernehmen. Ich finde es sehr mutig, dass die Schule auf einem Schulbesuch besteht, obwohl das Kind sogar mit einer I Kraft weggelaufen ist…


    Es gibt noch andere Gründe außer den Weglauftendenzen, warum das Kind nicht alleine in die Schule sollte. Die möchte ich hier nicht ausführen.

    Ja, es fand bislang kein Gespräch mit der Klassenlehrkraft statt. Es hat auch keiner gefordert, dass es das erste Gespräch sein soll, zu welchem Experten kommen. Die haben in der Regel weniger spontan Zeit als die anderen Beteiligten.

    zum Thema Schulwechsel: der wird angestrebt. Aber das Aosf Verfahren dauert leider …

    Die Eltern waren von Anfang an skeptisch, ob die Schule die richtige sei, aber die Schulleitung hat ihnen einfach erzählt, es ginge nicht anders. Fast ein Jahr vor der Einschulung….

    Keine Sorge, da soll niemand unangemeldet auftauchen, es wurde angeboten, durch Eltern und Experten selbst. Alles abgelehnt.

    Wenn die Schule kein Problem darin sieht, dass das Kind in der Unterrichtszeit wegläuft und von fremden Leuten zurück zur Schule gebracht wird, dann spricht das nicht gerade für die Schule. Das war schon in der ersten Schulwoche!

    Ganz ehrlich: ich hätte da als Eltern kein Vertrauen, mein Kind hinzuschicken, wenn die Schulbegleitung nicht dabei ist. Würde ich einfach nicht machen, kann die Schule mich mal gern haben und unentschuldigte Fehlstunden aufs Zeugnis drucken.


    Ich möchte jetzt nicht alle Details hier nennen. Kurz gesagt: die Schule, allen voran die Schulleitung, ist auf den Standpunkt, das Kind sei „normal“, solle sich mit so anstellen und sich anpassen. Deswegen wurde die Einleitung des Aosf Verfahrens verweigert und den Eltern erklärt, dass Kind könne nur als Regelkind eingeschult werden. Das Thema ist durch, dass Verfahren läuft (gegen den Willen der Schulleitung.

    Trotz Vorfällen wie Weglaufen besteht die Schulleitung auch auf den Schulbesuch, wenn die I Kraft erkrankt ist und verweist die Eltern auf die Schulpflicht und droht mit „unentschuldigten Fehlstunden“. Ich habe den Eltern gesagt, sie sollen ihr Kind einfach als krank entschuldigen, die unentschuldigten Fehlstunden soll sich die Schule sonstwohin… ihr wisst schon. Sollten die wirklich irgendwo auftauchen, hätte wohl die Schule ein Problem, denn die Eltern haben das ja entschuldigt.

    Also: die Experten sollen der Schule erstmal nur verklickern, dass das Kind wirklich nicht „normal“ ist. Es geht nicht lange nicht darum, welche Maßnahmen umgesetzt werden können.

    Wenn das alles nicht so unwohnlich wäre, würde ich allen hier, auch dir Tom123 , völlig zustimmen. Alles Lehrer bin ich immer eher auf Seiten der Schule, egal mit wem ich rede.

    Vermutlich wurde schon miteinander gesprochen. Wenn ich es richtig verstehe, sieht die Schule keine Notwendigkeit, auf die Besonderheiten einzugehen und daher wünschen sich die Eltern ein Gespräch zusammen mit Fachpersonal.

    Das beschreibt es ganz gut. Die Schule möchte erstmal selbst schauen und meint es läuft doch so toll.

    Die Eltern haben den Eindruck, dass ihnen nicht geglaubt wird. Deshalb hätten sie gerne Fachkräfte dabei, in der Hoffnung, dass man denen glaubt.

    Das Verhalten des Kindes ist eigentlich eher „Standard“, wie hier auch schon andere beschrieben haben.

    Die Eltern wollen nur verhindern, dass sich das wochenlang „wir schauen uns das selbst an“ eine Situation entsteht, in der das Kind gar nicht mehr zur Schule gehen kann.

    Die Schule behält sich so, als würden die einen einen Schulbesuch sabotieren, dabei ist das gegenteilige der Fall. Es wäre eine notwendige Entlastung, dass das Kind zur Schule geht und das ist sehr gewünscht seitens der Eltern.

    Nein, der Satz war überhaupt nicht ironisch gemeint. Es ist ein kurzer, humorvoller Hinweis auf die Tatsache, dass Betreuung nun mal nicht vorhanden ist…


    Ich kann die Kinder ja nicht in den Schrank sperren, nur weil hier einigen das Niveau meiner Ausführungen nicht passt. Die Fragestellung war klar, die üblichen Experten haben wie immer kompetent geantwortet und keine Nebenkriegsschauplätze aufgemacht.

    Du möchtest etwas vom Forum.

    Du hast aber gerade keine Zeit zu schreiben, da du mit der Betreuung beschäftigt bist.

    Deine Antwort ist dann: Du kannst ja vorbeikommen und meine Kinder betreuen.

    Ich meine, dass hier eine Forum. Ein Austausch zwischen Lehrkräften untereinander. Ich verstehe, dass du persönlich involviert bist, aber letztlich ist dieses keine Dienstleistung. Daher fand ich das deine Antwort nicht wirklich zum Sinn des Forums passt.



    Sorry, aber vom Leben mit behinderten Kindern hast du nicht viel Ahnung. Eine Betreuung finden? Wenn man die nicht in der Familie hat, dann ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Unsere einzige Betreuung ist vor einer Woche übrigens verstorben.


    Ich habe weder heute, noch morgen, noch in zwei Wochen eine Betreuung für mein Kind. ICH bin die Betreuung. Und ja, es gibt einen Vater, aber der hat aktuell wichtigere Dinge zu tun als mir Ruhe zum Schreiben hier zu verfassen. Und wenn ich Zeit ohne Kinder habe, dann brauche ich die ebenfalls für andere Dinge. Duschen zum Beispiel. Oder einen Arzttermin wahrnehmen. Oder mich mit der Beihilfe rumschlagen, die mal wieder Dinge abgelehnt hat, auf die unser Kind einen Rechtsanspruch hat.

    Stell es dir einfach vor wie mit einem Neugeborenen. Nur als Dauerzustand. Und das Kind kann viel mehr Blödsinn machen.

    Da kann ich manches wirklich nur noch mit Humor nehmen, sonst werde ich den wichtigen Aufgaben nicht mehr gerecht.


    Ich betrachte das Forum auch nicht als Dienstleistung. Sonst würde ich mich mit Sicherheit nicht über Jahre hier beteiligen Ich denke wenn eine Fremde Person hier mit dieser Story aufgekreuzt wäre, hätte es wenig sinnvolle Reaktionen gefunden. Zurecht, die Story ist auch unglaublich.

    So… ich Glaube weiter muss ich mich hier nicht rechtfertigen…




    Vielen Dank für alle konstruktiven Beiträge zur Ausgangsfrage 💐

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