Beiträge von Ichbindannmalweg

    Ich weiß, mein "danke" ist unpopulär. ich frage mich, wieso Schwangere nicht einfach eine Maske aufsetzen können und jeweils nach 45 oder 90 oder sonstwas Minuten eine 5-minütige Atempause machen können, oder warum sie nicht im Schulamt oder sonst wo eingesetzt werden können. Homeoffice.

    Alle Schwangeren an meiner Schule lassen sich krankschreiben, oft auf Anraten der SL sogar, aus allgemeinen Gefährdungsgründen. Corona hat damit gar nichts zu tun.

    Ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich hätte nie im Leben schwanger mit Maske unterrichten können. In den ersten Wochen ja, aber deutlich vor dem Mutterschutz war selbst das Sitzen in Wartezimmer mit Maske eine echte Qual. Und ich gehöre zu denen, die ohne Schwangerschaft das Tragen einer Maske in keinster Weise als störend empfinden.

    Was mich aber wirklich irritiert ist das Verhalten Schwangerer in ihrer Freizeit: gestern noch gesehen, Veranstaltung mit vielen Schwangeren in einer vollen Halle, keine trug Maske (außer mir). Wer so sorglos in der Freizeit ist, braucht ein Schulgebäude auch nicht meiden.

    Hier im ländlichen Raum kommen in den letzten Wochen ständig Immobilien in den Verkauf, und zwar ausschließlich junge Häuser. Manche sogar um 300.000, also so an der Grenze des zur Zeit machbaren für zwei gute Gehälter. Aber auch teure Objekte. Jetzt kommt die Zeit derer, die Geld liegen haben und bislang kein passendes Objekt gefunden haben… wer das nicht hat, kann bald weder mieten noch kaufen. Freie Mietwohnungen gibt es hier so gut wie gar nicht.

    Vom abgelehnten Angebot der Post darf der öffentliche Dienst nur träumen… auch 24 Monate Laufzeit wären toll, waren es doch zuletzt 32. Ich versuche anderen immer auf die Problematik eines einzelnen schlechten Abschlusses zu erklären, indem ich darauf hinweise, dass man so bestenfalls rund 10-12 Erhöhungen im ganzen Berufsleben hat. Das erscheint vielen nämlich viel häufiger. Die Unwissenheit und die Weigerung, sich überhaupt mit dem Thema auseinander zu setzen, sind erschreckend.

    Es ist ja eigentlich alles gesagt. Zu der Ausflugsgestaltung, die sicherlich nie für alle passend ist, würde mir noch einfallen, dass man im Vorfeld mir betroffenen Personen spricht. Ich hatte hatte einen Rollifahrer in der Klasse, auf den selbstverständlich immer Rücksicht genommen wurde bei der Planung. Da gab es selbst mit Siebtklässlern keine Diskussion über einen Ausflug in den Kletterpark. War allen klar, so wie es hier offenbar allen Kollegen klar war, dass sehrratlos zwei von drei Punkten nicht mitmachen kann. Die Lösung hätte für mich daher in einem Gespräch gelegen, in dem man erstmal sagt, dass man das als Problem erkannt hat. Eine Bowlingrunde kann auch am Tisch sehr nett sein und vielleicht wäre das gar kein Problem gewesen, wenn das Gefühl des Ausgeschlossenseins durch ein Gespräch im Vorfeld gar nicht aufgekommen wäre. So wie eine gute Schulleitung, die die Kollegen auch erst freundlich fragt, ob sie sich vorstellen könnten die eine oder andere Aufgabe zu übernehmen. Verhindert zuverlässig den Widerstand gegen eine Anweisung etwas zu tun 😉

    Ich würde mich auf jeden Fall jeden Tag darüber freuen, dass die jungen wilden die Besen schwingen wollen und ein bisschen Mitleid mit ihnen haben angesichts der Lage im Schulsystem. Und vielleicht gab es ja auch bei den jetzt alten Besen mal solche Bestrebungen, alles neu und besser zu machen. Zurücklehnen und so ruhig wie möglich bis zum Hafen schippern. Wenn früher aufhören, dann nur über Modelle der Altersteilzeit.

    Eine Bekannte unterrichtet Schüler in Maßnahmen, ein Tag Theorie, ein Tag Praxis in ihrem Fach. Für sie ist es selbstverständlich, dass sich die Anzahl ihrer Teilzeitstunden danach bemisst, wie viel sie für Vorbereitung, Stunden und Orgakram benötigt. Sie hat einen Platz im Büro und dort wird gearbeitet. Nicht zuhause. Also auch für Lehrer ein Büro, Ausstattung und feste Arbeitszeiten und das Problem ist gelöst … dann ist es halt so wie überall, es gibt Kollegen die mehr Stunden schaffen und welche die weniger schaffen. Das geht nicht? Ach, das würde Geld kosten und noch mehr Stellen benötigen. Schade aber auch. Dann habt weiter und noch eine zusätzliche Yogastunde ins Deputat…

    Ich war ein einziges Mal in meinem Leben „betrunken“ ( ab wann ist man das?) und fand, dass mir der Zustand nicht gefällt. Ich bin auch eher Typ heiße Schokolade als Glühwein. Ich mag Alkohol einfach nicht. Ausnahmen sind Tiramisu (ohne Amaretto nicht so toll), ein Schuss Rotwein in der Bratensoße oder so. Alles andere brauche ich nicht. Und ich brauchte noch nie Freunde, die das nicht akzeptieren. Schützenfeste und Co brauche ich auch nicht… Wir haben im Freundeskreis viele Lehrer und die meisten trinken lieber alkoholfrei. Gibt also durchaus solche Leute. Jedoch eher eine Minderheit, gebe ich zu.

    Auch wenn jetzt die Verhandlung ÖD ist, wenn alles läuft wie immer, dann ist unser Ergebnis das gleiche, jedoch mit einem minimalen Abschlag. Aber die überbezahlten faulen Säcke haben es auch nicht besser verdient, vor allem nicht, nachdem die Lehrer wegen Corona zwei Jahre bei voller Bezahlung zuhause saßen…

    Mein Blick in die Glaskugel:

    Z.B. ÖD fordert 10,5 % und mindestens 500 Euro auf 12 Monate. Es gibt 9,5 % in drei Schritten auf 32 Monate und. 200 Euro Sockel um den Abstand zum Bürgergeld zu wahren.

    Und noch eine Einmahlzahlung.

    Also bekommt der TV L 9 % auf 36 Monate in drei Schritten und auch den Sockelbetrag (der ab A13 wohl irrelevant ist) und auch eine Einmalzahlung.

    Jedes Alter hat seine eigenen Probleme… Ich bin selbst wenige Tage nach meinem 26. Geburtstag gestartet und war in einem Hauptseminar mit vielen Quereinsteigern bis Mitte 50. Ich habe auch noch jahrelang Referendare ausgebildet die älter waren als ich. Hat nie eine Rolle gespielt.

    Familienplanung würde ich mit 25 noch ein paar Monate nach hinten schieben, aber nicht mit 35 (als Frau). Ein Kind passt nie perfekt 😅

    Eine optische Abgrenzung von Oberstufenschülern lässt sich beim Trend zur Jogginghose sicher schnell herstellen.

    Stimmt, ich habe das sehr aus Perspektive von NRW betrachtet. Ich habe keinen Überblick über alle Bundesländer, aber es soll welche geben, die unterschiedliche Deputate für Anteile von SEK 1 oder 2 am Gymnasium haben (oder auch für unterschiedliche Fächergruppen). Und ja, einen Biokurs mit 30 Schülern, darunter 25 Klausurschreiber betrachte ich natürlich auch als Korrekturgruppe. Und eine meist unangenehme vermutlich auch, weil da alle Schüler drin sitzen, die Biologie als das kleinste Übel betrachten 😅 Am typischen Korrekturfachlehrer D/M/E hängt in NRW aber auch eigentlich immer noch die Klassenleitung und ein ganz anderer „Beobachtungsdruck“, denn diese Fächer stehen einfach mehr im Fokus des Interesses. Da bringt einen das Streichen von Unterrichtsvorbereitung auch irgendwann in andere Schwierigkeiten …

    Wie viele Kollegen werden die Arbeitszeiten korrekt erfassen, wenn es doch für eine Beförderung notwendig ist, besonders effizient die Arbeit zu verrichten, damit die Zusatzaufgaben auch geleistet werden können? Welcher Doppelkorrekturfachlehrer kann dann überhaupt noch befördert werden?

    Wenig hilfreich finde ich auch den Tipp, dass man ja die Korrekturen mal schieben kann. In der nächsten Wochen liegt dann ja der nächste Stapel dort… und wenn man krank war, kann man ja gerne 100% Arbeitszeit für die Zeit rechnen, dann liegt der Stapel aber immer noch dort. Und der nächste kommt direkt oben drauf.

    OT: Das eigene Haus (gut gedämmt) mit genug Dachfläche + PV + Elektroauto sind aktuell eindeutig von Vorteil. Großer Gemüsegarten wird auch wertvoller.

    Ich glaube auch nicht, dass es wesentliche Erhöhungen geben wird. Und ja, ich ärgere mich immer wieder über Kollegen, die nicht mal wissen, dass es Tarifverhandlungen gibt und vermutlich auch denken, die Höhe ihres Gehalts fällt vom Himmel. Jedenfalls tendieren sie dazu, es himmlisch (sehr hoch) zu finden.

    Mein Blick in die Glaskugel:

    Man nehme das Ergebnis des TV ÖD ( der ungefähr 1/2 Forderung bei 2,5facher Laufzeit sein wird) und ziehe 0,3% ab und verlängere um 4 Monate Laufzeit. Das wird also ungefähr 2x 2,5% auf 36 Monate, dazu eine oder zwei Einmalzahlungen. Dazu ein Sockelbetrag, der Lehrern in der Regel nichts bringt.

    Wenn man bedenkt, dass es in einem Arbeitsleben mit eine begrenzte Anzahl von Tarifverhandlungen gibt ( so 10-15 bei den immer länger werdenden Laufzeiten), dann steht man fest, dass jedes Ergebnis wichtig ist. Vor allem wenn man irgendwann in der Endstufe ist, Kinder aus dem Haus, dann kommt nicht mehr viel dazu…

    Mögliche Maßnahmen: 1. vermehrt darauf achten, zur Arbeit kein Geld mitzubringen. Ein Beamter einer Behörde sagte mir mal: was mein Arbeitgeber mir nicht zur Verfügung stellt, das brauche ich nicht. 2. Stundenlohn optimieren (=keine unbezahlten Überstunden. Auch wenn es schwer fällt)

    Klar ist: einen Wohlstandsverlust werden wir alle hinnehmen müssen. Auch unser Leben auf Kosten anderer wird so nicht weiter gehen können. Ich befürchte auch, dass die aktuelle Situation nur wenige zu mehr Nachhaltigkeit erzieht.

    Ich hatte mal eine hörbehindertes Mädchen ab Klasse 5 in Englisch. Sie hatte eine FM Anlage mit Mikrofonen sowie ein Kochlea Implantat und war zudem noch 9 Jahre alt. Die Hilfe der Inklusionsfachkraft bestand darin, dass sie mir hundert Seiten Papier zum Lesen gab und den Auftrag, ich müsste den Nachteilsausgleich formulieren. Nach einem halben Jahr stellte sie fest, dass in Englisch wohl die Laute anders sind als im Deutschen. Im Unterricht war sie bei mir nie dabei, glaubte aber immer, man hätte gerade eine Stunde Zeit zum reden, wenn man über den Flur lief.

    Zum Glück konnte ich sagen, dass aufgrund der großen Kompetenz des Kindes überhaupt kein Unterschied zu den hörenden Schülern bestand, sie war sogar mit die beste. Auch im Hörverstehen. Ich habe mich von Anfang an mit den Eltern dahingehend verständigt, dass sie Klassenarbeiten ganz normal mitschreibt, und sollte auffallen, dass sie einen Nachteil hat, dann schauen wir noch mal. Immer volle Punktzahl im Bereich Hörverstehen haben das nie nötig gemacht.

    Die Eltern haben sich sehr bemüht, noch mehr Mikrofone bei der Krankenkasse zu beantragen, da ein Großteil der Unterrichtszeit dafür draufging, die Mikrofone von einem Ende des Klassenzimmers zum anderen zu reichen. Einerseits sorgt die Mikrofone für eine unglaubliche Ruhe im Unterricht, andererseits verzögerten sie die Beiträge, die im Englisch Unterricht der Klasse fünf nun mal sehr viele sind. Die Schule hat es ermöglicht, dass die Klasse zwei Räume mit Durchgang bekommt, damit zum Beispiel bei Gruppenarbeit für sie mehr Ruhe möglich war. Die Zusammenarbeit mit den Eltern war immer prima, es gab aber auch wenig Probleme und die Schule war immer sehr bemüht.

    Rolli Fahrer hatten wir schon einige, die größten Probleme machte wahrscheinlich der alte Aufzug. Auch da habe ich nur unendlich bemühte und nette Eltern erlebt.

    Ich war zwar nicht erfolgreich, aber hätte trotzdem Tipps, an die man nicht sofort denkt: Soviel Arbeit außerhalb der Schule abgeben wie möglich (zum Beispiel Hausarbeit vergeben), pflegeleichte Wohnung, Hobby als Ausgleich, Partner wahlweise mit Verständnis/ gutem Gehalt/ viel Zeit ( nicht ganz ernst gemeint), lieber BK als Gymnasium (auch Korrekturen, aber weniger Elternarbeit und weniger Druck, dem Lehrplan in jedem Aspekt gerecht geworden zu sein, da sonst sofort ein Anwalt eingeschaltet wird wenn die Note nicht gefällt).

    Das klingt nach einer enormen Belastung... Wie hast du dieses Problem denn für dich gelöst? Man muss ja gefühlt dauerhaft einfach funktionieren und sobald Krankheit oder private Probleme dazukommen, scheint das ja nahezu unmöglich zu sein...

    Das ist genau die richtige Formulierung: immer funktionieren müssen, kein Platz für private Probleme. Ich habe keine Lösung gefunden. Erst Teilzeit, jetzt mit Kind zuhause. Gesundheit nie wirklich wieder bekommen. Aber eines weiß ich: ich schaue nie wieder auf die Kollegen herab, die nach jeder Klausur erstmal zwei Tage krank sind. Die sind nämlich insgesamt weniger krank und haben eine wie ich heute finde für alle Seiten gute Lösung gefunden. Ich glaube jetzt einfach, dass sie wirklich zwei Tage krank waren…

    Ich gehöre zu den Leuten, die auch mehrere Jahre lang dachten, sie würden das mit Vollzeit und D/E auf Dauer schon hinbekommen. Ich habe auch drei Fächer in der Regelstudienzeit von zwei Fächern studiert und nebenbei das Studium finanziert (10-15h Arbeit die Woche). Es fehlt mir also wieder Effizienz noch an Fleiß.

    Ein Punkt, den ich bei der Vielzahl der Korrekturen absolut tödlich erlebt habe, ist Krankheit. Wenn man ca. 40 Stapel im Jahr hat, kann man nur sehr schwer einen Stapel in die nächste Woche schieben, denn dann liegen da schon 2,5 Stapel… Lösungen für das Problem überlasse ich jetzt der Phantasie, ich kann nur sagen was nicht funktioniert: krank im Bett korrigieren. Zumindest nicht dauerhaft. Wenn man also merkt, dass man da in eine Abwärtsspirale gerät, dringend einen Ausweg suchen. Für die meisten Kollegen ist das Teilzeit. Das freut den Dienstherren…

    Ein wenig anders sieht es wohl an Ersatzschulen aus. Die müssen nämlich wirklich aufpassen, dass sie nicht über die 100% kommen, da darüber hinaus nicht refinanziert wird. Die Ersatzschulen sind auch deshalb etwas zögerlich dabei, den möglichen Stellenrahmen auszuschöpfen.

    Zusatzfrage: wenn das Vorstellungsgespräch eine Arbeitsaufnahme ist, dann ist die Krankschreibung doch aufgehoben, wenn man dort hin geht, oder? Danach wieder krank zuhause ginge dann nur mit erneuter Krankschreibung. So wäre es zumindest, wenn ich zum Beispiel für eine wichtige Prüfung in der Schule auflaufe.

    Vielleicht ist mir britisches Understatement schon in Fleisch und Blut übergegangen. Die Formulierung „meilenweit vom Muttersprachler entfernt“ ist sicherlich auch eher ein Ausdruck meiner Mentalität als eine präzise fachliche Einschätzung. Ein sehr guter Uniabschluss inklusive Auslandsstudium machen mich sicherlich nicht zum native speaker. Einen Uniabschluss haben auch Kommilitonen mit gruseligem Englisch bekommen. Wahrscheinlich ist mein Wortschatz sogar größer als der eines durchschnittlichen Briten. Aber ich müsste schon länger im Land leben, wenn ich am Muttersprachler auch nur kratzen wollte. Ist vielleicht auch gar nicht notwendig. Je älter die Schüler sind, desto weniger wichtig fände ich perfekte Sprachkenntnisse. Im Grundschulbereich ist man ja auch sprachliches Vorbild für Muttersprachler.

    Ein Abschluss in Germanistik ist doch auch kein Garant für ein Deutsch auf dem Niveau eines muttersprachlichen Germanisten. An der Uni lernt man doch kaum die Sprache selbst, man verwendet sie doch „nur“. In Englisch waren bei uns damals viele Veranstaltungen auf Deutsch…

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