Beiträge von Ichbindannmalweg

    Ob es alles gar nicht so schlimm ist, dass kann man selbst oft nicht mehr erkennen. Die vielen Zwickmühlen, in denen du steckst, lassen sich schwer lösen. Da ist ein Blick von außen wirklich hilfreich. Es gibt Notfalltermine für Gespräche beim Psychologen, über die 116 117. Und wenn du feststellst, dass eine Therapie notwendig ist, dann sei froh, dass du gesetzlich versichert bist, denn sonst müssten sowohl PKV und Beihilfe erst alles aufwendig genehmigen.

    Dass man Unterricht ausfallen lässt beziehungsweise ersetzt, weil die Lehrer in Prüfungen gebunden sind, ist sicherlich die absolute Ausnahme. Auch, weil die Schüler ja ein Recht auf Unterricht haben und es wenig legale Möglichkeiten gibt. Wenn ich die einzigen drei Kollegen eines Faches für die Abiprüfung brauche, und die gehen den ganzen Tag, dann muss ich die natürlich ausplanen. Aber ganz sicherlich nicht dafür, dass die Lehrer nur einen halben Tag prüfen müssen. Oder am nächsten Tag dafür frei bekommen. Tut mir leid, aber das ist völlig realitätsfern.

    Klar sind mehrere Tage Prüfungen sehr anstrengend, aber das gehört nun mal zum Job. Wird einem nachgewiesen hohen GdB Könntest du vielleicht ein Anspruch drauf haben, dass Prüfungsplan für dich persönlich anders gestaltet werden. Aber als gesunder Kollege schafft man das in der in der Regel, zumal es ja absolute Ausnahmesituation sind.

    Ich meine das jetzt nicht böse: das Gras auf der anderen Seite ist nicht immer so grün, wie es scheint.

    Also, was die Prüfung betrifft, so kenne ich das auch nicht anders. Wir hatten sogar Kollegen, die jedes Jahr 20-30 eigene Prüfungen mündlich und dazu noch 2-3 Klassen Sätze schriftlich hatten. Auch bei den Fremdsprachenprüfungen hat man in ein bis zwei Tagen den ganzen Kurs geprüft, meist im Team mit dem Kollegen gleich zwei Kurse, und das natürlich nicht nur vormittags. Und die Kombination aus eigenem Unterricht und Prüfungen am Nachmittag sind wirklich ganz normal. Dass das anstrengend ist, das ist natürlich völlig klar. Wenn du dann krank bist, dann ist das halt so. Aber Prüfungen können sich ja auch nicht ewig lang hinziehen, da gibt es ja schon enge, organisatorische Rahmen. Häufungen von Abiturprüfungen kann man im Prinzip nur schon bei der Stundenverteilung vermeiden.

    Das ist hier aber schon ein kleiner Unterschied. Du bekommst ein geringeres Gehalt, weil du zurzeit noch eine geringere Qualifikation dafür hast (wenn ich das richtig entnehme). Du machst die gleiche Arbeit, ja. Und, das wollen viele nicht-grundständig ausgebildete Kolleginnen und Kollegen nicht hören, aber im Schnitt nicht mit der gleichen Qualität.

    Das würde ich der individuellen Person so aber nicht sagen, denn auch ein nicht grundständig ausgebildeter Lehrer kann besser sein, als mancher grundständig ausgebildete. Ich weiß, du hast gesagt im Schnitt.

    Wesentlich für die Bezahlung ist aber nicht die Qualität des Unterrichts, sondern die Dauer der Ausbildung. Und wenn man eine Ausbildung hat, die zwei Jahre kürzer ist, dann hat man da ja auch viel Geld gespart. Insofern relativiert sich, der Gehaltsunterschied auch wieder.

    Bezüglich Antrag GdB: Schwerbehindertenvertretung vom Personalrat mit ins Boot holen. Die kennen sich gut aus. Das muss auch gut vorbereitet werden und es wird vermutlich ein Widerspruch notwendig. So einfach kommt man nicht an 50 %.

    Nein, das kann man während der Erkrankung natürlich nicht. Ob diese so viele Tage umfasst, dass tatsächlich die während der Unterrichtszeit entstandenen Überstunden nicht abgebaut werden können, bekommt man am besten raus, wenn man seine Arbeitszeit konsequent erfasst. Dann hat man im Übrigen auch etwas in der Hand, falls eben doch über die unterrichtsfreien Tage hinaus ein Ausgleich benötigt wird.

    Das klingt gut und logisch. Aber was mache ich, wenn meine Arbeitszeit dann schon deutlich überschritten ist? Gehe ich zum Schulleiter und sage: meine Abiklausuren muss jetzt mal jemand anderes korrigieren, meine Arbeitszeit ist überschritten? Überspitzt formuliert.

    Ich weiß nicht wie das neu euch so läuft. Ich hatte im schulinternen Arbeitszeitmodell regelmäßig eine Arbeitszeit von 120 bis 130 Prozent, da war jede Tätigkeit gelistet, mit sportlichen Korrekturzeiten. Die Realität sah genau so aus. Aber Konsequenzen auf das Deputat hatte es keine, weil es angeblich keine Entlastungsstunden dafür gäbe. Ich hätte wohl nur mit Krankschreibungen etwas erreicht, am besten den ganzen Januar, damit klar ist, dass die Korrekturen nicht gemacht werden können vor den Zeugnissen.

    Ich kann ja schlecht im Mai zur Schulleitung geben und sagen: ich habe meine 1800 Stunden gemacht. Seht zu. Wer krank ist, hat ja auch immer das Problem, dass nur der Unterricht entfällt und ein Teil der Arbeit praktisch nachgearbeitet wird. Ja, so effizient wie möglich, aber irgendwann kommt man mit Optimierung einfach an Grenzen. Bei Teilzeit wird das ganze noch schlimmer, nur dass man eher den finanziellen als den gesundheitlichen Nachteil hat.

    Ich bin Teilzeitkraft (81 %).

    Dann kann man ohne zu rechnen sagen: da dürfte aufgrund der hohen PKV der Unterschied Netto gegen 0 tendieren. Es sei denn du bist in einem der wenigen Bundesländern mit pauschaler Beihilfe. Denn sonst ist die gesetzliche mit

    Arbeitnehmer und Arbeitgeber Beitrag auch keine Alternative…. Und die Tatsache, dass ich nur eine Karte zücken muss und immer weiß, was ich bezahlen beziehungsweise nicht bezahlen muss, wäre mir im Monat auch was wert.

    Auch wenn das jetzt kein wirklicher Trost ist: verbeamtet, dürftest du auch nicht viel mehr Geld haben als jetzt, denn die private Krankenkasse wird dich vermutlich nur mit Risikoaufschlag von 30 % nehmen. Je nach Alter zahlst du dann locker 500 Euro und mehr. Und zwar auch, wenn du mal Teilzeit machen solltest. Das darf man wirklich nicht vergessen! Auch steigen die Stufen im TVL schneller als bei den Beamten, du bist schneller in der Endstufe. Du könntest auch mal versuchen eine Kur zu beantragen, als Beamter geht das nämlich kaum noch (da immer besser als Akuteinweisung in die Klinik), sonst ist das Risiko hoch, auf erheblichen Kosten sitzen zu bleiben….

    Es tritt mir wirklich sehr leid, dass es dir so schlecht geht und als DKFL verstehe ich die Probleme mit den Korrekturen.

    Wenn ich aber lese, dass es dir so schlecht geht, dass du weinen musst, dann gehen bei mir die Alarmglocken an, denn das kenne ich. Auch wenn du sagst, dass du „nicht vor dem Burnout stehst“, klingt das, was du beschreibst, nicht gesund. Ich weiß aus Erfahrung, dass man lange eine Station ertragen und sich immer irgendwie raus retten kann, bis irgend wann nichts mehr geht. Ich würde dir empfehlen, in der Situation Hilfe zu suchen. Zumindest erstmal eine „Auszeit“ von 4 Wochen macht in der Regel auch der Hausarzt. Einfach um mal runter zu kommen und auch zu schauen, wie gut oder schlecht es dir geht.

    Das Weiterleiten der Mail ist eine Schweinerei… .

    Und das weisst du jetzt genau woher?

    Die Anwaltskanzlei, die die Eltern des ertrunkenen Jungen vertritt, geht übrigens davon aus, dass die Aufsicht lückenhaft war:

    https://www.kanzlei-mandic.de/verfahren/fahr…wimmunterricht/

    Woher hast du also gegenteilige Informationen?

    Da heißt es, dass Strafanträge gegen sieben Personen gestellt worden sind. Unter anderem auch gegen die Schwimmbadleitung und die Bademeister. Wenn die Schuldfrage so klar wäre, wäre das wohl auch nicht nötig gewesen.


    Von mir aus können Sie dann noch die zuständige Fachabteilung in der Bezirksregierung (keine passenden Vorgaben erstellt) sowie die Eltern des Kindes anklagen, die es immerhin versäumt haben, ihrem Kind vor Schuleintritt schwimmen beizubringen bzw. beibringen zu lassen. Und am besten noch die Kommune, die kein passendes Schwimmbecken zur Verfügung stellt.

    Ist mir auch mal rausgerutscht. In der S-Bahn hat eine junge Mutter ihr Kind gestillt. Das Baby hat die ganze Zeit den Augenkontakt mit ihr gesucht (machen Babys beim Füttern und ich fand es immer sehr innig), aber sie hat nur auf ihrem smartphone rumgedaddelt und ihr Kind gar nicht beachtet... Sie meinte, das wäre ihre Sache.

    Ich stille mein Kind immer noch, wir finden es immer noch ganz innig. Aber: es ist auch oft der einzige Moment, in dem ich das Handy ungestraft benutzen kann, denn sonst gibt es dafür Gemecker, ich muss vorlesen und mitspielen. Und in den ersten Monaten habe ich gefühlt den ganzen Tag und die halbe Nacht gestillt. Diese Zweisamkeit ist unheimlich einsam. Da ist das Handy halt der Kontakt zur Außenwelt. Ich würde mir auch nicht gerne sagen lassen, dass ich das nicht machen soll.

    Ich kann sehr gut schwimmen und gerade deshalb würde ich es meinen Kindern nicht selbst beibringen wollen. Ich kann überhaupt nicht erkennen, wenn eine Bewegung falsch ausgeführt wird und habe auch gar keinen Plan, wie man beginnt. Zu meinen Zeiten startete man mit Brustschwimmen, heute soll das wohl anders sein, da das viel anspruchsvoller ist, als es ausschaut. Das heißt nicht, dass ich mit meinen Kindern nicht schwimmen gehe, aber das Erlernen der Technik möchte ich gerne den Profis überlassen. Meine in sehr jungen Jahren im Verein eingedrillte Technik kommt mir ein Leben lang zugute, dass verlernt man nicht. Hier gibt es Schwimmkurse genug, wenn man sich zeitig drum kümmert und bereit ist, dafür zu bezahlen (ca 12-15 Euro pro Stunde inklusive Eintritt).

    Gibt es das Thermitschweißverfahren noch? Immer wenn wir in der Mittelstufe keinen Bock auf Chemie hatten, haben wir so lange gebettelt, bis unser Lehrer das mit leuchtenden Augen vorgeführt hat. Und er hat Gummibärchen explodieren lassen 😎


    Sorry, das war off topic.

    100 % sicher wird Schwimmen nie sein. Da wären es doch jetzt mal wirklich angebracht, dass sich die Dienstherren um einen rechtssicheren Rahmen bemühen. Ebenso für Ausflüge und Klassenfahrten. Dass alle Kollegen remonstrieren ist leider nicht zu erwarten. Ich befürchte, es ändert sich mal wieder nichts.

    Und wie hast du auf diesen saublöden Spruch der Kollegin reagiert?

    Ich kann mir vorstellen, dass es eben ein „Spruch“ ist und keine detaillierte Wiedergabe der Gefühle dieser Kollegin. Das sagt sich einfach leichter als „ich habe Angst, dass einem Kind in meiner Gegenwart etwas passiert (und ich dafür rechtlich belangt werde).

    Ich bin kein Schwimmlehrer, aber wenn der Schüler wirklich schon nach einer Minute gesehen wurde, wäre das doch schon sehr schnell. Da reichen auch 10 andere Schüler, um die zwei Lehrkräfte so in ihrer Aufmerksamkeit zu binden, dass sie nicht ständig hin und her schauen. Zumal man Menschen unter Wasser je nach Farbe der Badehose auch schlecht sehen kann.

    Was ich mich jedoch Frage: warum geht man mit einer Gruppe von Kindern, die teilweise nicht Schwimmen können, überhaupt in das doch recht tiefe Becken? Mehr als ein oder zwei Nichtschwimmer möchte ich nicht beaufsichtigen in so einer Situation. Als Konsequenz für mich fände ich es richtig, Nichtschwimmer vom Schwimmunterricht auszuschließen und ersatzweise einen anderen Sportkurs besuchen zu lassen. Es ist Sache der Eltern, der zu sorgen, dass ihre Kinder einen Schwimmkurs besuchen. Idealerweise deutlich vor Schulbeginn. Das kann doch die Schule im Klassenverband gar nicht leisten. Sonst müsste es Förderunterricht schwimmen geben. Aber dafür ist bestimmt werden Geld noch Personal da.

    Hier gibt es ja Abstufungen, wie Auswirkungen die PTBS ist. hier bezieht sich das ja nur auf den Arbeitsort, von daher ist laut der Tabelle 0-20 angemessen.

    Woher willst du wissen, ob es nicht noch weitere Auswirkungen gibt? Die muss der TE doch hier nicht breittreten.

    Und selbst wenn es nur um den Arbeitsort geht: Dass sich eine PTBS nur auf den einen Ort bezieht, kann ja möglich sein und ich wünsche dem TE, dass dies wirklich so ist. Aber ohne Ausprobieren wohl kaum zu verifizieren. Therapeuten sind auch keine Hellseher. Es ist doch gar nicht ausgeschlossen, dass ähnliche Situationen im Umgang mit Menschen auch Auslöser sind. Wir wissen hier zurecht nicht, was vorgefallen ist und wie das Privatleben beeinflusst ist.

Werbung