Beiträge von RosaLaune

    und "you is" ist dann die "du"-Form?

    Es gibt in den westgermanischen Sprachen eine Einheitsflexion in den Verben im Plural. Der hochdeutsche Sprachraum ist da die Ausnahme, wir haben zwei Endungen (wir, sie machen und ihr macht). Im Niederdeutschen (west: wi makt, ji makt, se makt; ost: wi maken, ji maken, se maken), im Niederländischen (wij doen, jullie doen, zij doen, ist allerdings jüngeren Ursprungs) und im Englischen (we make, you make, they make) ist dieser Einheitsplural aber heute gegeben, während im Singular die einzelnen Personen noch unterschiedlich konjugiert werden.

    Im Englischen hatte thou daher auch eine eigene Flexionsendung, nämlich, wie auch im Standarddeutschen heute, -st.

    Momentan ist alles einfach nur ernüchternd.

    Den Grünen gönne ich deren Absturz. Wer Klimapolitik den Wählern so madig macht, indem er zeigt, wie man es nicht machen sollte, der schadet uns allen immens. Ständig vom Moral Highground aus sagen, wie man etwas gefälligst zu tun hat (auch hier im Forum jetzt zu sehen...), was alles undemokratisch ist und wie gemein alle zu einem sind. Nö, damit kriegt man meine Stimme nicht.

    Die FDP nervt mit ihrer Blockadehaltung in der Regierung und damit, dass sie die Schuldenbremse so heiligt, dass wir bald massiv Schulden machen müssen. Da ist gar kein Weitblick. Gleichzeitig verteufelt man alle progressiven Positionen, die man selber 2021 im Bundestagswahlprogramm hatte und kritisiert diese jetzt. Ja, dann klärt doch erstmal, wofür ihr eigentlich stehen wollt. Trotzdem konnten die Liberalen ihr Ergebnis in etwa halten. Das gönne ich ihnen aber auch nur, weil ich Marie-Agnes Strack-Zimmermanns Haltung zu Russland sehr schätze. Ich teile nicht alles, aber immerhin zeigt sie eine bewusste Haltung.

    Die SPD spinnt. Mit Katharina der Großen, Matroschkapuppen und Manuela Schwesig als größte lebende Sozialdemokratin werben, während Russland einen Angriffskrieg in der Ukraine führt. Wer hat denn da den Knall nicht gehört? Dann ein Kanzler, der auf jedem Wahlplakat ist, sich aber zu nichts irgendwie meldet, monatelange eine Position vertritt, nur um sie dann abrupt zu ändern, die Ukraine dadurch zwar am Leben erhält, aber immer weiter verkrüppeln lässt. Darauf komme ich nicht klar. Die SPD hat einen Wahlkampf geführt und führt sich auf, als würde sie direkt von Einiges Russland gesteuert.

    Für die AfD gilt, was auch für Trump gilt. Der sagte auch einst, er könne auf der Fifth Avenue jemanden erschießen und wird gewählt. Da verkaufen vermeintliche Patrioten uns an Russland und China und kriegen fast 16 %. Das ist zwar besser als die 20~22 %, die anfangs des Jahres zu befürchten gewesen waren, aber was für ein Trost kann das schon sein? Immerhin ist die AfD jetzt in Europa recht isoliert.

    Ich wusste nicht, wen ich bei dieser Europawahl wählen sollte. Grüne wie 2019 – geht nicht. SPD wie bei der Bundestagswahl 2021 – geht nicht. FDP? Nein. Ich habe mich dann für Volt entschieden (und nein, damit habe ich nicht CDU gewählt, wie hier von jemandem erklärt wurde) und mich über deren 3 Sitze gefreut. Aber was ich nächstes Jahr machen soll? Vielleicht ist Nichtwählen doch angesagt, dann muss ich diesen Ausblick immerhin nicht mittragen.

    Das Prozedere ist in Frankreich viel "zeremonieller", aber auch ritualisierter, transparenter und durchaus "sicherer".
    Ich mag den "offizielleren" Ablauf mehr, wo man wirklich ein kleines Parcours abläuft (Stimmzettel, "Umkleidekabine" zum Wählen (die Stimmzettellösung ist aber in Deutschland viiiiiel besser gelöst (ökologisch, ökonomisch), in Frankreich kreuzt man nichts an, sondern jede Partei hat einen Zettel und man packt einen einzelnen Zettel in den Umschlag), dann wird im Wahlregister überprüft, dass man drin ist (4 Augen-Prinzip!), der Name wird laut gesagt, man geht zum nächsten, UNTERSCHREIBT das Wahlregister nach Vorzeige des Persos (zumindest, wenn ich nicht in meinem Dorf gewählt habe), geht zum nächsten, wirft ostentativ den Umschlag ein, der Mensch an der Urne "öffnet" die Falte, der Umschlag fällt ein (man sieht es, denn die Urne ist TANSPARENT!), der Mensch sagt laut und deutlich "a voté" (hat gewählt) und voilà, fertig...

    Ich finde das sehr passend für Frankreich. Zu Deutschland passt so ein Brimborium aber eher nicht.

    Aber mal was ganz anderes. Wie schnell können Franzosen bitte Neuwahlen durchführen? 30.06., das ist in 3 Wochen!

    Du kannst beides schreiben.

    Infinitive haben sowohl Merkmale der Verben als auch der Substantive (wenn man eine ordentliche Wortartsystematik aufstellen wollte, dann würde man sie am besten als eigene Wortart führen). Üblicherweise betrachten wir Infinitive als eine Verbform, es sei denn, sie treten in einem Kontext auf, wo eindeutig von einem Substantiv auszugehen ist, also dann, wenn sie eine Determinante oder ein Attribut regieren oder von einer Präposition regiert werden (wobei dieser Fall noch mal andere Probleme hervorruft).

    (1) Das Lesen fällt ihm schwer.

    (2) Sie übt schnelles Lesen.

    (3) Von Lesen hat er keine Ahnung.

    Bei Verbergänzungen (wie sie bei den Verben lieben oder lernen beispielsweise möglich sind) ohne zu sind sowohl eine verbale als auch eine nominale Interpretation des Infinitivs schlüssig und daher die Groß- oder Kleinschreibung freigestellt. Bei Modalverben muss der Infinitiv dagegen immer verbal gelesen werden, hier kann der Infinitiv aber auch nicht wie ein Substantiv ergänzt werden.

    (4) Unser Kind lernt lesen / Lesen.

    (5) Unser Kind muss lesen. --> *Unser Kind muss schnelles Lesen

    Rein vom System ausgehend würde ich die Großschreibung des Infinitivs empfehlen, diese wird allerdings oft als falsch empfunden. Es kommt also auch darauf an, welchen Eindruck du machen möchtest.

    Ich habe jetzt auch nicht geprüft, ob die Arbeitsplätze wirklich den Anforderungen des Arbeitsschutzes genügen. Aber zumindest wurde uns das so verkauft. Nur besteht bei uns kaum Bedarf dafür. Allenfalls wenn mal nachmittags noch etwas ansteht, ist der Raum genutzt (oder die Kollegen sind dann da, wenn ich es nicht bin).

    Wir haben in unserer Abteilung einen Lehrerarbeitsraum mit 6 arbeitsschutzkonformen Arbeitsplätzen. Ob die anderen Abteilungen das auch haben, kann ich nicht sagen, ich weiß aber, dass die Refis auch einen Arbeitsraum haben. Es ist mir aber auch noch nicht untergekommen, dass dort mehr als 2 Leute arbeiteten (wir haben aber auch so gut wie keine Springstunden, unsere Stundenplaner sehen es als Angriff auf ihre Ehre, wenn Stundenpläne Lücken aufweisen).

    Die Statistik nimmt keine Prüfungen ab, die Statistik unterrichtet nicht. Sie korrigiert auch nicht. Irgendwann versteht man das auch in Bezirksregierungen und Ministerien.

    Mein Zustandsbericht mag bei Dir an der Schule nicht oder nur in Ansätzen zutreffen. Noch nicht.

    Du nimmst ja selber bereits die Mangelverwaltung wahr. Das geht auch alles noch irgendwie, aber irgendwann eben nicht mehr. Bei uns sind wir inzwischen am Kipppunkt angelangt.

    Einen großen Wurf zur Verbesserung der Situation an den Schulen sehe ich nicht.

    Die Schaffung eines fünften Abiturfaches und auch die anderen Neuerungen stellen keine Entlastung dar, eher das Gegenteil. Aber darum ging es ja auch nicht. Mehrbelastungen werden, wie immer, schon irgendwie abgefangen, so das Kalkül.

    Ich meinte das auch sarkastisch. Ich hin voll und ganz bei dir.

    Was nützen 5 Abiturfächer, wenn es keinen gibt, der die prüft?

    Bisher gab es ja immer jemanden, der die prüft. Wie viele Prüfungen sind schon ausgefallen, weil es keine Prüfer gab?

    Wir mussten Anfang Mai eine neue Internationale Förderklasse aufmachen. Die Kollegen, die dort unterrichten, haben wir aus anderen IFKs abgezogen. Die haben dort nun deutlich weniger Unterricht bzw. haben nur noch alle zwei Tage Unterricht, weil ein anderer Kollege längerfristig ausfällt. Aber in der Statistik passt es. Also herrscht auch keine Not...

    Das OVG ist der Meinung, dass es für uns zumutbar ist, „die nötigen Arbeitsmittel“ zur Unterrichtsvor- und -nachbereitung mitzubringen? Also im Extremfall Tisch, Stuhl, PC und Drucker? Wäre es auch in Ordnung, wenn wir einen Raum an- oder umbauen, um einen Arbeitsplatz zu haben?

    Oder verstehe ich da etwas falsch?

    Einfach mal machen und schauen wie Personen (Schulleitung, Hausmeister, etc.) reagieren.

    Der gehobene Dienst ist eigentlich die Laufbahngruppe, zu der man eigentlich mit einem abgeschlossenen Fachhochschulstudium oder einem kürzeren Studium (z. B. Bachelor) Zugang erhält. Es gibt da noch eine Vielzahl von anderen Konstellationen, bei denen es noch mal anders ausfallen kann.

    Der höhere Dienst ist nach einem vollen Studium, also heute nach dem Master (oder dem zweiten Staatsexamen für Volljuristen) offen.

    Der gehobene Dienst beginnt bei A9 und endet bei A13. Der höhere Dienst beginnt bei A13 und geht in der Besoldungsordnung A bis A16. Die Besoldungsordnungen B und W gehören aber auch zum höheren Dienst.

    Das kann durchaus der Fall sein ja.

    Auch Hitler agierte ja bis zum Ermächtigungsgesetz im Grundsystem der Weimarer Verfassung.

    Es käme auf den Inhalt des Referendums an. Im Gegensatz zur Weimarer Republik haben wir unveräußerliche Grundgesetzbestandteile wie die Menschenwürde. Und doch würde ich jemanden, der den Spielraum, den Judikative und Exekutive bieten, durch weiträumige legale Änderungen zu erweitern sucht, als rechtsextrem bezeichnen, wenn besagter Spielraum etwa die Unterwanderung der Menschenwürde erleichtern würde.

    Demokratische Regelungen können sich auch selber abschaffen.

    Bei einer Totalrevision des Grundgesetzes nach Art. 146 GG kann auch der Kern der von der Ewigkeitsklausel geschützten Normen geändert werden. Die Menschenwürdegarantie ist davon vielleicht ausgenommen, klar ist das aber nicht.

    Eine vernünftige Formulierung der Rechtmäßigkeit wäre m. E. angebracht.

    So, wie die Formulierung aktuell ist, ist die Logik immer noch „eigentlich strafbar bzw. rechtswidrig, aber …“

    Aber das wirst du nicht verhindern können, wenn du die Tötung eines Ungeborenen bestrafen willst. Und ich denke, die wenigsten würden sagen, dass jemand, der einer schwangeren Frau in den Bauch tritt um das Ungeborene zu töten, nicht dafür bestraft werden soll.

    Das Konstrukt, strafbares Verhalten unter besonderen Umständen zu rechtfertigen oder straffrei zu stellen, ist ja auch nicht so ungewöhnlich. Ein Chirurg begeht jeden Tag Körperverletzungen, die aber eben gerechtfertigt sind. Darüber regt sich auch niemand auf, soweit ich das verfolgen kann.

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