Ich finde auch, dass es immer schwieriger wird. Mal eben 6 Kinder oder mehr mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Eltern, die hier seit Jahren leben und kein Wort Deutsch können... Dann hat man sich die Arbeit gemacht mit einem Dolmetscher und die Eltern kommen einfach nicht. Sie hatten einen Arzttermin oder was auch immer...
Was der Staat an Geld verbrennt für Eltern und Kinder, die kaum gesellschaftsfähig sind, ist beeindruckend.
Die normalen Kinder bleiben immer mehr auf der Strecke. Förderung von Begabungen und Talenten? Als ob. Die Länder wollen doch, dass man bloß alles tut, was irgendwie möglich ist, um Kinder zu "retten". Von oben wird einem eingebläut, dass nur Maßnahme X, aber nicht die härtere Maßnahme Y eine Option sei, wenn es dann bis zur Teilkonferenz kommt.
Wenn es zu Straftaten gegen mich kommt, werde ich Anzeige erstatten, da insbesondere im Bereich der Sekundarstufe I die Schule ein zahnloser Tiger ist - wehrlos und auf dem Bauch liegend. Da muss es ja schon zu einem Mordkomplott kommen, damit einer der Schule verwiesen wird. In der Sekundarstufe II und im beruflichen Zweig wird es wohl etwas einfacher sein, denke ich?
Und es kommen immer neue hinzu. Ständig müssen wir neue Kinder aufnehmen - die dann auch in Klassen landen, die weitestgehend funktionierten. Und dann kommt mal plötzlich eine Kanone und alles geht den Bach runter.
Die Dissozialen sind für mich die unheimlichsten. Kein Mitgefühl, kein Zugang, nichts. Sanktionen sind egal. Alles ist egal. Noten sind egal. Sitzenbleiben ist egal. Alles ist wirkungslos. Geld verschwindet in den Klassen - jegliches Vertrauen in die Klassengemeinschaft ist ganz schnell dahin. Und in der Sek I können wir hier viel zu wenig machen. Und wir müssen es ja auch erstmal nachweisen!