Beiträge von k_19

    Ist die Verweigerung eines Aufhebungsvertrages bei Aussicht auf eine unbefristete Stelle wirklich durchsetzbar? Wenn die SL dies verweigert, würde ich mich an die zuständige Bezirksregierung wenden / den Personalrat / die neue SL...

    Wird das wirklich in anderen BL (als NRW) so gehandhabt? Das wäre ja schon skandalös, wenn man Leuten einen Aufhebungsvertrag verweigert, um eine unbefristete Stelle zu erhalten und gar Schadensersatz androht... da es doch der gleiche Arbeitgeber bzw. Dienstherr ist, fände ich das noch verwirrender.

    ... oder kann man sich erst gar nicht bewerben / erhält die Stelle erst gar nicht in Niedersachsen, wenn man noch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt befristet angestellt ist?

    Du kannst ohne Probleme jederzeit eine unbefristete Stelle antreten, wenn du zzt. eine befristete Stelle hast. Bitte deine SL um einen Aufhebungsvertrag. Es ist alles andere als unüblich, dass Vertretungslehrkräfte nur mit wenigen Tagen Ankündigung "verschwinden". Unschön für die betreffenden Schulen, aber so ist das System nunmal.

    Bei einer Verbeamtung wäre m.W. ein Aufhebungsvertrag nicht zwingend erforderlich; ich würde aber trotzdem diesen Weg gehen.

    Einfach "Bezirksregierung X Teilzeitantrag" googeln und du findest das passende Formular. Normalerweise muss der Antrag 6 Monate vorher gestellt werden. Die TZ ließe sich im Regelfall also erst zum nächsten Halbjahr beantragen.

    Hier findet man übrigens einen Rechner dazu:

    https://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/be…beamte-nrw-2023

    verheiratet: 152,68€

    + 1 Kind, Mietstufe 1: 132,94€

    = 285,62€

    verheiratet: 152,68€

    + 2 Kinder, Mietstufe 1: 493,43€

    = 646,11€

    verheiratet: 152,68€

    + 3 Kinder, Mietstufe 1: 1323,18€

    = 1475,86€

    verheiratet: 152,68€

    + 3 Kinder, Mietstufe 7: 2192,26€

    = 2344,94€


    Allein für das 3. Kind gibt es 830€ im Monat. Jedes weitere Kind gibt auch etwa 800€ im Monat zusätzlich.

    Ich sehe folgende Probleme:

    1) Es ist mir unverständlich, wieso man ab dem 3. Kind so horrende Summen zahlt. Es wäre sinnvoller und fairer, für jedes Kind die gleiche Summe auszubezahlen oder evtl. geringfügig höhere ab Kind x.

    Der Grund für diesen Unsinn ist offensichtlich: Es gibt nicht so viele Familien mit 3 oder mehr Kindern und es ist deutlich billiger für den Dienstherrn, der alles probiert, um die Gerichtsurteile zur amtsangemessenen Besoldung möglichst kostengünstig zu "lösen". Letztendlich gibt es aber keine Alternative zur Anhebung der Besoldungen der Beamten. Das wird sich noch über Jahre (Jahrzehnte?) ziehen, bis die Gerichte irgendwann "Schluss" sagen...

    2) Die Mietzuschläge gibt es nur für Familien. Auch, wenn ich eh nicht profitieren würde, finde ich das ein Unding. Wenn man soetwas einführt, dann muss man die Zuschläge auch an kinderlose Beamte auszahlen.

    Ich habe auch keine Bestätigungen erhalten.

    Ich habe den Widerspruch 2021 und 2022 als Einwurfeinschreiben verschickt. Die Schreiben habe ich vorab eingescannt; die Sendungsnummern für beide Schreiben habe ich ebenfalls noch. Vllt. muss ich das Ganze ja doch mal nachweisen können...

    Da gab es nach meinen Infos eine Kostendämpfungspauschale, ab der erst ein Anteil übernommen wurde.

    Genaueres kann man ergoogeln. Hatte mich nie interessiert, da ich unter 200€/ Jahr lag.

    Mittlerweile hat sodass anscheinend geändert. Muss da mal recherchieren.

    In NRW wurde sie ab dem 1.1.22 abgeschafft. Das Ganze war wohl eine der "Maßnahmen" aufgrund der Urteile zur amtangemessenen Alimentation.

    Dadurch gibt's natürlich viel mehr Anträge bei der Beihilfe und die Bearbeitungszeiten sind dementsprechend... mindestens 3 Wochen dauert es bei mir zzt. immer, manchmal auch 4 oder 5 Wochen.

    Ich würde mich an deiner Stelle erstmal krankschreiben lassen für eine längere Zeit. Währenddessen könnte man vllt. versuchen mit einem Anwalt eine Versetzung zu erwirken (Fürsorgepflicht des Dienstherrn). Schließlich führen die Verhältnisse an der Schule dann auch zur Krankheit.

    Solange du das Ganze aber aushältst und hingehst, wird man das eher so interpretieren, dass es ja "so schlimm nicht ist". Alle Gespräche mit der SL oder den Vertretern würde ich ohne unabhängige Zeugen nicht wahrnehmen mit Verweis auf das Verhalten und der Angst vor körperlichen Angriffen (so wie du es ja geschildert hast, ist das ja vorher passiert).

    Bei Dienstvergehen bleiben dir die Dienstaufsichtsbeschwerde und bei Straftaten (zusätzl.) Anzeige bei der Polizei.

    ... und mögliche "Lücken" bei der Beihilfe können durch einen Beihilfeergänzungstarif der PKV abgedeckt werden.

    Basis für die zu zahlenden Leistungen ist die Beihilfeverordnung des jeweiligen Landes bzw. des Bundes.

    Nein, das nicht. Aber wenn du bei der Abi-Korrektur Mist baust, z.B. dann kann es sein, dass es eine Schelte gibt. Und zwar von einer übergeordneten Stelle. Was ich an meiner alten Schule auch schon hatte, war, dass durch das Abitur rauskam, dass ein Kollege sich überhaupt gar nicht an den Bildungsplan hält. Die Schüler hatten die Aufgabenformate wie sie im Abitur drankommen, noch nie gesehen und entsprechend schlecht abgeschnitten. Was da los war. Inklusive Fachberater-Besuch, etc... Also der Kollege hatte auf jeden Fall nix zu lachen... Da hab ich ehrlich gesagt, den Kollegen lieber, der das direkt anspricht. Wenn auch "ungeschickt"... Und dann kann ich mich drum bemühen auf eine entsprechende Fortbildung zu gehen.

    Das muss man aber auch erstmal schaffen...

    Sich an Vorgaben zu halten und mit Kollegen abzusprechen, sehe ich nun nicht als Belastung an. Und wenn wir mal ehrlich sind: Selbst dann "droht" dem Kollegen nicht viel. Er behält seinen Job. Es ist nur verdammt unangenehm. Wie schon zuvor von fossi74 erwähnt: Was droht dann erst einem Referendar, der ganz unten in der Nahrungskette steht?

    Es wird immer wieder Situationen geben in denen der Druck hoch ist. Auch wenn man "regulär" als Lehrkraft arbeitet. Eine fertig ausgebildete Lehrkraft wird idR auch nochmal anders "belastet" als eine "ungelernte" Lehrkraft, die "nur" aushilft. WiPäd heißt du bist an einer BBS. Allein die hohe Belastung an Prüfungen. (Es gab schon Jahre, da hatte ich 5 Abschlussklassen, zweimal Abi, einmal BK2, einmal Mittelstufe, einmal KMK-Zertifikat. Das waren über 250 zu korrigierende Klausuren insgesamt... Alles natürlich mit recht zeitnahen Deadlines und Korrekturtage gab's nur fürs Abi... Wenn das kein hoher Druck ist, weiß ich auch nicht.) Außerdem: Dann hast du 25 Stunden pro Woche und nicht 12 wie im Ref. Ich fand die ersten drei Berufsjahre schon ziemlich happig im Vergleich zum Ref.

    Naja, ich kann's schon nachvollziehen. Trotz des Stresses gerade zu Beginn mit voller Stelle würde ich nie wieder ins Ref wollen. Es war die Hölle. Das Problem war für mich nicht der Zeitaufwand oder Korrekturen oder oder oder, sondern eher zwischenmenschlicher Natur. Wenn einzelne ihre Machtposition ausnutzen und man herzlich wenig dagegen tun kann, wird's schwierig. Natürlich weiß ich nicht, wie es bei Flame_90 ist, aber das Argument "später wird's noch viel härter" ist etwas, was wir gar nicht beurteilen können. Das tun wir/tut ihr dann wohl eher basierend auf unseren/euren eigenen Erfahrungen, die man so nicht auf andere übertragen kann.

    Trotzdem würde ich das Ref nicht abbrechen bzw. nur "zur Not". Wenn, dann könnte man es wohl krankheitsbedingt unterbrechen, um so die Möglichkeit zu haben, es später fortzuführen - vorausgesetzt, man ist auch krank. Das war bei uns am Seminar natürlich nicht die Regel, aber das gab es in einigen Fällen. Ob es danach einfacher wird, ist eine andere Frage.

    Flame_90

    Gibt es jdn., an den du dich wenden kannst? Leider braucht man im Ref auch einfach ein wenig Glück, was die Ansprechpartner angeht, die man so hat ...

    Das ist sehr schade zu hören...

    Zum Neuschreiben von Klassenarbeiten: Zumindest in NRW kann die SL die Noten von Klassenarbeiten nicht einfach so ändern / Bewertungsmaßstäbe ändern / Nachschreiben anordnen. Da sind gewisse Hürden. Die Begründung "die Noten sind zu schlecht" reicht da nicht. Ich würde in so einem Fall remonstrieren, außer ich kann die Argumentation der SL nachvollziehen. Vllt. findet man dann auch einen Kompromiss. Aber ganz nach dem Motto "die Noten müssen passen"... dann können wir das Ganze auch gleich sein lassen. Ich habe es mehrfach erlebt, dass Druck ausgeübt wurde wg. der Notengebung. Wenn man sich aber der Rechtslage bewusst ist, kann man darauf auch entsprechend reagieren. Nur weil andere bei allen SuS tolle Noten geben, heißt das nicht, dass ich dieser Philosophie folgen muss.

    Man sieht, dass viele Probleme durch unfähige SL entstehen. Kinder und Jugendliche brauchen halt Grenzen - sei es im Ruhrgebiet oder in Hintertupfingen.

    Nur durch Druck aus dem Kollegium kann überhaupt etwas bewirkt werden. Aber selbst dann kämpft man dann gegen Windmühlen...

    Wie sieht's mit Versetzungsantrag aus? Oder andere Auswege, dort wegzukommen? Es sind ja längst nicht alle Schulen sind so.

    Ich hab den Bot mal gebeten, einen Beitrag für mich zur Diskussion auszuformulieren.

    Zitat von chatGPT

    Ich denke, dass die KI in mancher Hinsicht sehr hilfreich sein kann, aber auch ihre Grenzen hat. Zum Beispiel könnte sie eine gute Unterstützung beim Lernen von Fremdsprachen sein, aber ich denke, dass sie niemals einen menschlichen Lehrer ersetzen kann. Ein Mensch kann individuell auf die Bedürfnisse und Stärken eines Schülers eingehen, während eine KI immer nur standardisierte Antworten liefern kann.

    Ich denke auch, dass es wichtig ist, den Bot als Hilfsmittel und nicht als Quelle anzusehen. Wir sollten unseren Schülern beibringen, dass es wichtig ist, ihre Quellen sorgfältig zu prüfen und nicht blind auf alles zu vertrauen, was sie im Internet finden.

    Insgesamt denke ich, dass die KI eine interessante Ergänzung für unseren Unterricht sein kann, aber wir sollten uns immer bewusst machen, dass sie ihre Grenzen hat und dass der menschliche Faktor immer noch unersetzlich ist.

    Prompt war:

    Folgendes wurde in einem Lehrerforum gepostet. Alle Nutzer sind Lehrer. Du bist der User k_19 und hast dich schon an der Diskussion beteiligt. Formuliere einen passenden Beitrag passend zu dem Thread. Du brauchst dich dabei nicht auf einzelne Nutzer beziehen. Beachte dabei auch den von dir formulierten Beitrag im Thread. Dein Ziel ist es, viel Zustimmung zu erhalten. Orientiere dich an dem Schreibstil der Forennutzer.

    Ich sehe das Ganze als Chance...

    Ich finde den Bot super, um Dinge zusammenzufassen. Man kann ihm auch Textstellen oder Stichpunkte geben, die er dann schick ausformuliert. Auch eignet er sich für kurze Beispieltexte etc. Je "freier", desto fehleranfälliger. Am besten gibt man dem was an die Hand.

    Man kann sich auch Ideen für Unterrichtsstunden geben lassen, was z.T. gar nicht mal schlecht ist.

    Es ist gekommen, um zu bleiben, und ich möchte den Bot für mich zur Arbeitserleichterung nutzen, soweit dies möglich ist. Der "prüfende Blick" wird einem aber nicht erspart bleiben.

    Da zumindest in NRW Hausaufgaben nicht regulär benotet werden dürfen/sollen, da sich nicht nachprüfen lässt, ob sie selber erledigt wurden, sehe ich da nicht unbedingt das Problem.

    Plattenspieler

    Stell dir mal vor, man würde dich zwingen, in einem ganz anderen Tätigkeitsfeld zu arbeiten...

    Lehrer ist doch nicht gleich Lehrer. Das sind doch ganz verschiedene Zweige. Das ist auch offensichtlich, sonst gäbe es nicht verschiedene Studiengänge für die einzelnen Schulformen?

    Und eine Förderschule für geistige Entwicklung... da Leute mit nicht vorhandener Ausbildung hinzuschicken ist den Kindern und Jugendlichen gegenüber nicht gerecht. Vielleicht sogar schon menschenunwürdig? Da könnte man es ja mit einem Anwalt mal probieren. Wenn sowas ein Gericht sieht, wird's ja dann vllt. auch die Presse aufschnappen.

    Und deswegen darf man plakativ sein?

    Ganz so einfach ist es nicht, aber ja, ob 25 oder 30 Kinder da sitzen, macht keinen Unterschied für den Lernerfolg. Es macht aber einen Unterschied für die Arbeit der Lehrkräfte und die sollten auch nicht ganz vergessen werden.

    Wisenschaftlich genug erscheinen? Das schreibt ein*e Kolleg*in mit Universitätsabschluss?

    Mich nervt es, wenn nicht mal unter pädagogischen Fachleuten Interesse daran besteht, Pädagogik als Wissenschaft zu betrachten und ein 'diese Selbstlernerei macht Egoisten' als Diskussionsgrundlage in den Raum zu stellen. Unterricht und sein Erfolg ist sehr individuell, weil er mit Menschen und von Menschen gemacht wird. Er ist aber nicht beliebig.

    Edit: und natürlich hat immer die Grundschule Schuld.

    Es ist im Bereich von Unterricht und Bildung äußerst schwer zu sagen, was wirklich effektiv ist und was nicht, da es sehr viele Faktoren gibt und man nicht einfach Dinge "herausrechnen" kann. Nur, weil jemand einen guten und umfassenden Versuch unternimmt, alle vorhandenen Daten zu vereinen wie bei "Visible Learning" heißt das nicht, dass diese Daten unumstößlich sind bzw. dass sie so interpretiert werden können und dürfen, wie es häufig getan wird.

    Hier ein weiterer interessanter Artikel zum Thema Klassengröße: https://visablelearning.blogspot.com/p/class-size.html

    SuS lernen besser in kleineren Klassen.

    Deine Ad-hominem-Angriffe finde ich unangebracht. Wieso immer "Du"? Bleib doch bei der Sache.

    "Wissenschaftlich genug erscheinen" finde ich für weite Teile der Pädagogik übrigens nicht allzu unangebracht. Es ist löblich, nicht nur "Meinungen", sondern auch Studien heranzuziehen. Wenn aber viele Studien nicht einmal repliziert werden können (Replikationskrise in den social sciences) ist es nunmal alles andere als unwissenschaftlich, Studienergebnisse auch kritisch zu hinterfragen.

    Die Überintepretation einzelner Studienergebnisse ist ein massives Problem und eine der Ursachen dafür, dass im Bereich der Didaktik stets eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird.

    Selbst, wenn es sich nicht "nur" um Observationen handelt, sondern tatsächlich um Studien, bei denen eine Intervention stattfindet, ist es schwer, zuverlässige Schlüsse zu ziehen. Zumindest eine Replikation eben jener Intervention in einem anderen Setting wäre vonnöten, um den Schluss zu ziehen, dass die Intervention sich förderlich auswirkt. Oder eher: eine Hypothese diesbezüglich aufzustellen.

    Es erscheint mir ganz und gar nicht abwegig, zunächst zu überlegen und zu spekulieren, welche Maßnahmen und Schritte sich förderlich auswirken könnten in der jetzigen Situation.

    Die hier zur Debatte stehende These ist, dass einige Veränderungen im Bereich von Schule, Erziehung und Bildung sich nicht positiv, sondern negativ ausgewirkt haben. Ein häufiges Phänomen, wenn man ein System aufgrund persönlicher Überzeugungen vollständig "austauscht" und umkrempelt und dabei schon funktionierende Strukturen gänzlich aufgibt.

    So arbeiten bei uns eher die Gemeinschaftsschulen ab Klasse 5. In den Grundschulen ist das weniger die Regel, es sei denn in jahrgangsgemischten Gruppen. Aber selbst da läuft der Unterricht vllt. mal ein paar Stunden in der Woche so ab. Kolleginnen, die gerne mit dem Wochenplan arbeiten sind bei mir oft die noch älteren als ich, oder die, die jetzt schon pensioniert sind und wie ich es mitbekommen habe, waren das meist nur 1 oder 2 Stunden am Tag. Den Rest des Tages hat man ganz normal Unterricht gemacht.

    Aber ist, wie so oft, anekdotische Evidenz.

    Naja, jeder - wie auch ich - ist wohl in seiner "Bubble". Ich spreche natürlich auch aufgrund von Erfahrungen, die ich in den unteren Jahrgangsstufen der Sek1 gemacht habe. Den Planungsaufwand finde ich dort recht hoch, wenn die SuS das zu bearbeitende Fach wählen (dürfen), dies notiert wird, am Ende aufschreiben, was sie wie verstanden haben und ggf. alles noch zu Hause unterschreiben lassen müssen.

    In den Fremdsprachen ist das Ganze noch problematischer, da dort die SuS auch sprechen und die Sprache hören müssen und dafür weniger Zeit bleibt.

    Nein, die Vereinfachungen kommen von dir, lies deinen Ausgangspost. Und Studien einfach nicht zu glauben und dafür was anderes glauben, kann man natürlich machen, bringt aber halt nichts.

    Der Ausgangspost dient ja dazu, eine Diskussion anzuregen. ;)

    Zu glauben, dass der Ausgangspost darauf hindeutet, dass ich rein frontalen Unterricht befürworte oder vom "Gleichschritt" zu sprechen, zeugt nun nicht gerade von einer objektiven Auseinandersetzung. Ich spekuliere schließlich auch nicht über dich.

    Bezogen auf Hattie: Wenn man nur auf die "Zahlen" aus seiner Studie schaut, würde die Klassengröße keine große Auswirkung auf den Lernerfolg der Kinder haben.

    Hier findet sich z. B. eine kritische Auseinandersetzung zur Studie: https://eductechalogy.org/2018/07/07/hat…-being-critics/

    Dass z. B. der Personalmangel ein Problem darstellt, das erheblich zu den Defiziten im Schulsystem beiträgt, ist mir bewusst. Jedoch sollte das ja nicht heißen, dass man nicht auch andere mögliche Ursachen diskutiert. Die Schwierigkeiten, die sich zeigen, haben ja nicht nur eine Ursache.

    Ich finde, dass wir uns gerade auch mit der "Boulevardpresse" beschäftigen müssen. Die gängigen Meinungen im öffentlichen Diskurs sollte man nicht ignorieren, nur weil sie einem nicht wissenschaftlich genug erscheinen.

    edit:

    Die Einwanderung hat zu vielen, neuen Herausforderungen geführt und die Lehr- und Lernmethoden halte ich bei mangelnden Sprachkenntnissen auch nicht für ausschlaggebend: Da sollte der Schwerpunkt bei der Sprache und dem Verständnis liegen.

    Ich wundere mich sowieso, wieso SuS mit unzureichenden Deutschkenntnissen nicht viel länger intensiv deutsch lernen. Bei "uns" werden die SuS m.E. viel zu schnell in die Regelklassen gesteckt, obwohl ihre Kenntnisse einfach noch nicht ausreichen. Da spart man definitiv an der falschen Stelle.

    Dass das ein Totalschaden ist, hätte eigtl. klar sein müssen. Kein Wunder, dass die Kollegin so reagiert hat.

    Dass die Kollegin aber überhaupt auf die Idee kommt, dir das Auto zu leihen. Find ich schon der Knaller :D

    Naja, du hast dazu gelernt. Für die Zukunft: Es handelt sich "schnell" um einen Totalschaden, auch wenn es manchmal gar nicht so aussieht. In diesem Fall ist es dann doch recht offensichtlich gewesen.

    Wie hier schon gesagt wurde... entschuldigen, versprechen, sich um alles zu kümmern...

    Wie kommt sie bitte auch dazu, jdn. im Referendariat den privaten PKW auszuleihen? Ich komm nicht drüber weg. Würde mir nie einfallen.

    Nimms mir nicht übel, aber gerade deine Rechtschreibung ist sehr individuell. Außerdem will ich nicht nur den ideologischen DDR-Ballast aus den damaligen Schulbüchern nicht mehr, sondern auch die ganze Mentalität von Gewalt und Drill. Da können die Leistungen noch so super gewesen sein.

    Definiere 'Selbstlernkonzept' und ob dein 'Gefühl' auf lediglich einem Focusartikel beruht? Du bist ja frei, mit deinen Schülern frontal zu arbeiten und mehr zu üben, wenn das eher deiner Vorstellung von gutem Unterricht entspricht.

    Formative Assessment zum Beispiel ist ganz hervorragend wirksam und beruht auf konkreter, individueller Rückmeldung und nicht auf stark gelenktem Gleichschritt.

    Dann wäre sie ja kein Aufhänger für die Boulevardpresse :prost:

    Um konkreter zu werden: Lernbüro/Wochenpläne etc. Die SuS dürfen sich das Fach frei aussuchen und bearbeiten Aufgaben. Vielleicht sind es lose Arbeitsblätter oder einlaminierte Kärtchen, meist aus irgendwelchen Schulbüchern kopiert. Oder man drückt ihnen 5 Stunden die Woche ein iPad in die Hand, mit dem sie eigenständig arbeiten sollen. Unterricht mit verschiedenen Sozialformen etc. sehe ich da nicht als Problem. Ich finde, dass man junge Kinder mit großen Schwächen nicht zu viel Freiraum gewähren sollte.

    Hier wird viel über Wissenschaft und empirische Forschung geschrieben; jedoch sind auch Hattie und co. höchst fragwürdig in vielen Bereichen. Da wird viel zu viel hineininterpretiert und eine Metastudie, die verschiedenste Studien aus verschiedenen Ländern und Kulturkreisen einfach "zusammenfasst" und am Ende Effektgrößen "rausspuckt", ist für mich nicht das Maß der Dinge. Wenn wir einen Blick nach Deutschland werfen, dann sieht es da zum Teil ganz mau aus. Wie hier schon erwähnt wurde, haben so einige Schulpädagogen die Schule nur kurz oder auch gar nicht aus der Lehrerperspektive wahrnahmen dürfen. (edit: So gesehen frage ich mich, wieso man an dieser Stelle nicht auf verschiedene Thesen eingehen kann/diese diskutieren sollte, weil sie vermeintlich "nicht wissenschaftlich genug" seien. Wenn es danach ginge, würden die Kultusministerien in ihrer jetzigen Form gar nicht mehr existieren.)

    "Stark, gelenkter Gleichschritt": Du vereinfachst das Ganze viel zu sehr, anstatt genauer auf die Problematik einzugehen. Nur weil der Artikel aus dem Focus stammt, heißt das doch nicht, dass die dort präsentierten Argumente per se keine Geltung haben?

Werbung