Beiträge von mjisw

    Vor allem bist du offensichtlich kein Biologe*. Das sind die wahren Ahnung-Haber in Sachen Immunsystem.

    Puh, und ich dachte schon die Virologen.

    Auch darüber, ob nun Immunologen oder was es noch so gibt die wahren "Ahnung-Haber" sind, kann ich mir kein Urteil erlauben.

    Und nein, ich bin auch kein Biologe bzw. Bio-Lehrer. Wobei ich mir nicht so sicher bin, dass das immunologische Fachwissen einer Bio-Lehrkraft (also die es "nur" auf Lehramt studiert hat) das eines Allgemein-Mediziners deutlich übersteigt.


    Immunsystem hat eher weniger mit Meinung zu tun.

    Davon war ich jetzt auch ausgegangen. Deshalb war ich sehr erstaunt, dass die Meinungen der Fachleute bei diesem konkreten Thema doch so auseinander gehen.

    Uiuiui. Allein der Satz ist ja schon ein echtes Qualitätsmerkmal für die zitierte Quelle.

    Zumindest für die Person, die diese Meinung vertritt, welche in vielen Artikeln (auch vornehmlich solchen der öffentlich-rechtlichen Medieneinrichtungen) als Quelle gegen die Ansicht der Schwächung des Immunsystems angeführt wird.

    In dem von mir genannten Artikel (das war aber auch nur exemplarisch einer von vielen) werden ja unterschiedliche Positionen abgebildet.

    Glaube ich dir irgendwie nicht...

    Was soll das denn bitte heißen? :staun:


    Auch wenn man sich hier mal etwas streitet bzw. ruppiger auseinandersetzt, finde ich es ehrlich gesagt schockierend, dass du denkst, ich würde mich darüber freuen, dass du krank wirst.

    In diese Gedankenwelt kann und werde ich mich nicht hineinversetzen.


    Aber egal, es ist einfach die alte Mär vom "Immunsystem trainieren" (...) Ich glaube nicht, dass man als Erwachsener das Immunsystem trainieren kann mit Infekten.

    Das ist keine Mär. Unser Immunsystem braucht eine gewisse "Grundstimulation". Wenn es nicht auf einem gewissen Niveau (natürlich nicht übermäßig) regelmäßig gefordert wird, fährt es Stück für Stück herunter. Warum glaubst du, sind manche Menschen gegen bestimmte Erreger nahezu immun, während diese für andere tödlich sein können?

    Personen, die z.B. schon häufiger von Gift-Schlangen gebissen wurden, bauen eine gewisse Grundimmunität gegen das Gift auf.

    Ratten haben sich über Hunderte von Jahren an die noch so widrigen Umstände ihrer Lebensumgebung im urbanen Raum angepasst.

    Personen mit Allergien werden als Therapie in geringer Dosis mit den Allergenen konfrontiert über einen gewissen Zeitraum.


    Ein Immunsystem, das nie gefordert wird, verlernt, sich zu verteidigen. Das ist eigentlich medizinisch schon lange bekannt.

    Starke Infekte (besonders wenn sie mehrfach in einem relativ kurzem Zeitraum auftreten) können natürlich auch das Immunsystem einer gesunden Person schädigen. Die stetige Auseinandersetzung mit bestimmten Krankheitserregern und eher milde Infektionen bewirken aber gerade das Gegenteil.

    Würde man eine Person über einige Jahre in einem komplett sterilen Umfeld einsperren, würde diese ziemlich sicher sehr stark erkranken, würde sie sich plötzlich wieder in der Zivilisation bewegen.


    PS: Ich habe gerade mal etwas recherchiert und habe mehrere Positionen von Hausarztverbänden und Virologen gefunden, die eine Schwächung des Immunsystems durch die Maskenspflicht und die Abstandsregeln als begründet ansehen. Es gibt - wie sollte es anders sein - auch gegenläufige Positionen.

    https://www.focus.de/gesundheit/new…_121755763.html

    Hier heißt es aber selbst in der Gegenstimme:

    "Das Immunsystem sei in den vergangenen zwei Jahren sicherlich ein Stück weit geschont worden, aber nicht überflüssig geworden. 'Es hatte ja dennoch zu tun: Menschen kommen nicht nur über die Atemwege, sondern auch über die Haut oder die Nahrung mit Krankheitserregern in Kontakt, so dass das Immunsystem anspringt.' "


    Womit auch hier dem generellen Zusammenhang nicht widersprochen wird.

    Da ich kein Mediziner bin, kann ich mir hier ein abschließendes Urteil erlauben. Meinem Verständnis nach ist die Argumentation aber schlüssig, dass Masken und Abstandsregeln das Immunsystem negativ beeinflussen können.

    Mir ist bewusst, dass ich dank meiner gesundheitlichen Vorgeschichte damit ein Risiko eingehe.

    Die Sache ist halt auch, es ist teilweise so unterschiedlich, wie die Krankheit verläuft.

    Ich kenne zwei Personen (beide zusammen in einem Haushalt), die beide parallel Corona hatten. Die eine Person hat eine Autoimmunerkrankung und vermindertes Lungenvolumen, die andere hat keine Vorerkrankungen. Die Person mit der Vorgeschichte hatte kaum Symptome und einen sehr milden Krankheitsverlauf, die andere lag flach und es ging ihr echt nicht gut. Beide zwei oder dreimal geimpft damals.

    Ich vermute schon länger, dass da auch andere biologische Komponenten eine große Rolle spielen bei Infektionsrisiko und -verlauf. Nur wissen kann man das vorher natürlich nicht, und mit der "Vorbelastung" sollte man natürlich erst mal vorsichtig sein.

    Seit März 2020 hatte ich keine Erkältung mehr, die über leichtes Halskratzen hinausging.

    Ja, weil du die ganze Zeit mit Maske rumrennst. Ich war in der Corona-Zeit auch kaum mal krank. Dafür werden die Erkältungskrankheiten, die du dir evtl. in Zukunft einfangen wirst, wahrscheinlich leider stärker ausfallen, da durch das ständige Maske-Tragen dein Immunsystem etwas heruntergefahren wurde.

    Momentan ist gerade zu beobachten, dass die RSV-Infektionen bei Kindern stark zunehmen. Ich schätze, auch da dürfte ein Zusammenhang bestehen.

    Ich denke schon, dass es Personenkreise gibt, die eine unbemerkte Infektion wirklich ausschließen können. Wir Lehrkräfte z.B. haben uns sehr lange regelmäßig getestet.

    Über die Ferien wird nicht regelmäßig getestet, und Schnelltests haben eine verhältnismäßig hohe Fehlerwahrscheinlichkeit.

    Ich würde dir zustimmen, dass es bei bestimmten Personengruppen (wie Lehrer) unwahrscheinlicher ist als bei anderen. Aber es kann trotzdem nicht kategorisch ausgeschlossen werden.

    Ich trage nur noch in der Bahn Maske, weil ich es da muss.

    Ich finde die Auswahlmöglichkeit, dass man noch nie Corona hatte, etwas schwierig. Denn viele hatten es auch, ohne es gemerkt zu haben, wie z.B. schon früh bei der Heinsberg-Studie anhand von Antikörperkonzentrationen festgestellt werden konnte.


    "Ich lebe ganz genau so wie vor drei Jahren." Vielleicht eher: "Ich lebe wieder ganz genau so wie vor drei Jahren."

    Denn die ganze Zeit einfach normal weiter leben, war nun wirklich nicht möglich.

    Oh, welch wertschätzender Kommentar...

    Ja, sorry, aber wenn man nicht mal wenige Beiträge vorher lesen kann und die anonyme Meinungsäußerung in einem Internet-Forum als repräsentativen Vergleich zur "realen Welt" ansieht, dann fällt einem Wertschätzung wirklich schwer.

    Ich konnte nicht so recht einordnen, wie du jetzt auf den Islam kamst.

    Auch du hast den Diskussionsfaden nicht ausreichend verfolgt, meinst aber deinen Senf dazu geben zu müssen.


    Welche Sanktionen kommen denn auf dich zu, nachdem du hier im Forum etwas zur Rolle der Frauen im Islam gesagt (genauer: angedeutet) hast? Hm?

    Jetzt wird's komplett albern. Ich bin hier raus.

    Du merkst scheibar gar nicht, dass dieser Vergleich vorne und hinten hinkt, und einfach völlig abstrus und am Thema vorbei ist.

    Im Ernst, was ist denn nun mit dem Islam und dem Frauenbild, du wolltest dazu doch was sagen, bevor es offtopic wurde.

    Wenn du nicht imstande bist, den Diskussionsfaden zu verfolgen, tut kann ich auch nichts dafür. Ich wollte mich da überhaupt nicht weiter zu äußern (was hier auch ziemlich sinnlos wäre), ich habe nur auf den Beitrag eines anderen Nutzers Bezug genommen und gesagt, dass das Frauen- und Menschenbild des Islam (also des konservativen, der aber mittlerweile leider Mainstream ist) noch viel schlimmer ist als das der katholischen Kirche.

    Ich wollte hier auch keine lange OT-Diskussion, aber viele haben sich halt wieder getriggert gefühlt.


    DeadPoet Nein, das war nicht, warum es mir geht. Mir ging es eher darum, dass es z.B. bestimmte Aktivistengruppen (z.B. über die sozialen Medien) gibt, die massiv Druck auf Verlage, Universitäten etc. ausüben im Sinne des ihrer Meinung nach politisch Korrekten und damit leider immer öfter Erfolg haben, siehe z.B. den Fall des zurückgezogenen Wineetou-Buches oder den zunächst aus fadenscheinigen Gründen abgesagten Vortrag über die zwei biologischen Geschlechter an der HU Berlin.

    Zu sagen, man dürfe x nicht sagen ist grotesk.

    Nein, das ist leider traurige Realität. Dass man nicht eingesperrt oder erschossen wird, heißt nicht, dass man sich zu jedem Thema frei äußern kann, ohne Sanktionen erwarten zu müssen. Schau dir doch z.B. mal die Schauspieler von #allesdichtmachen an. Wie groß da der mediale Druck und die Empörung waren (letztendlich sind viele dann zurückgerudert). Oder ganz explizit auf Herrn Schweiger, weil er sinngemäß meinte, die Krankheit sei für Kinder weitgehend harmlos (was sich sogar wissenschaftlich ziemlich gut stützen lässt - auch schon damals).

    Ganz egal, wie man zu diesen Positionen steht - wie massenmedial und in sozialen Meiden darauf reagiert wurde, ist einfach unter aller sau. Und das sind nur zwei Beispiele von etlichen, zu ganz unterschiedlichen Themenbereichen.

    Wie gesagt: Schau dir die Allensbach-Studie an. Da kannst du dich nicht einfach hinstellen und sagen, man könne alles (im Rahmen des Gesetzes natürlich) frei äußern. Oder willst du diesen Menschen allen unterstellen, sie litten an kollektiver Paranoia?


    Und wenn du sagst, eine Meinung sei unbegründet, weil sie ein bestimmter Akteur - dem du pauschal unterstellst, alles was er äußert, sei übergreifend nicht valide - instrumentalisiert bzw. auch vertritt, heißt das nicht, die Meinung an sich ist nicht valide.


    Aber wir können jetzt gerne weiter über die Waldorfschulen diskutieren. War dann jetzt auch genug OT, finde ich.

    Antisemitismus ist leider auch heute noch (wieder?) weit verbreitet.

    Sehe ich absolut nicht so. Damals haben wirklich namhafte Persönlichkeiten (aus Industrie, Wissenschaft, Kunst und Kultur) sich öffentlich antisemitisch geäußert. Das sehe ich heute bei weitem nicht. Und auch statistische Untersuchungen zu Meinungsbildern in der Bevölkerung werden dir da sicher nicht recht geben.

    Antisemitismus konzentriert sich heute vornehmlich auf bestimmte Gruppen, wird aber nicht gesamtgesellschaftlich akzeptiert oder geduldet. Es ist also fundamental anders als damals.

    Die Namen sind, mit Ausnahme derjenigen die aus den Gerichtsverfahren bekannt sind, geschwärzt.

    Man kann Leute auch ohne den expliziten Namen ziemlich sicher identifizieren, wenn man sie kennt. Da reichen sicherlich schon die Beschreibungen der örtlichen Lage und anderer Kontaktpersonen, Vereine etc. aus.

    Das "wird man ja wohl noch sagen dürfen" ist sowas von 2016-AfD-Wutbürgersprech, dass ich es nicht mehr hören kann.

    Der Versuch, Meinungen zu diskreditieren, weil sie durch bestimmte Akteure auch vertreten werden, ist einfach ein Mittel der Meinungsmanipulation, das du hier anwendest.

    Den von mir geschilderten Eindruck hat auch ein erheblicher Teil der Bevölkerung, wie z.B. die Allensbach-Studie zu Meinungsfreiheit belegt:

    https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/kurz…ngsfreiheit.pdf


    Einfach zu propagieren, man könne einfach seine Meinung (z.B. zu Themen wie Islam) sagen, ohne gecancelt zu werden oder berufliche oder private Konsequenzen zu erwarten, entspricht einfach nicht der Realität, und hat auch absolut nichts mit der tatsächlichen Ausrichtung der Leitmedien zu tun - egal, wie oft man es noch wiederholt.

    Und jetzt möchtest du es diese Leuten unterstützen, indem du ihre These, Islamkritik sei rassistisch weiter verbreitest?

    Etwas kritisch zu beleuchten (auch eine These), heißt nicht, etwas zu verbreiten (im Sinne der Personen, die diese Auffassung vertreten).


    Oder ist das jetzt so ein Neusprech-Sprachpolizei-Ding deinerseits? Das ist in meinen Augen nicht vereinbar mit einem emanzipierten, aufgeklärten und reflexiven Menschenbild. Um Dinge zu kritisieren, muss man sie auch benennen dürfen - denn anders ist eine Auseinandersetzung gar nicht möglich.

    Und? Welche Relevanz haben die Äußerungen von Hohlbirnen?

    M.E. leider eine ganz gewaltige, was die öffentliche bzw. mediale Wahrnehmung betrifft; so dass bestimmte Diskussionen gar nicht mehr geführt werden können, weil Personen sofort in eine bestimmte Ecke gestellt werden bzw. gecancelt werden.

    Umso wichtiger sind Leute wie z.B. Ahmad Mansour oder Henryk Broder, die man eben nicht einfach mit dem Nazi-Argument medial canceln kann.

    Quittengelee

    Ist doch so. Ganz viele Hohlbirnen setzen Islam- bzw. Religionskritik mit Rassismus gleich.


    BTT:

    Dass Waldorfschulen bestimmte Tendenzen - die man als esotherisch bis teilweise völkisch interpretieren kann - haben, ist doch wirklich nicht Neues. Das kann und sollte man gerne weiter staatlich überwachen. Aber bisher hat es doch wohl keinen triftigen Grund gegeben, diese Schulen zu untersagen. Ob da irgendein pseudo-investigativer reißerischer Bericht jetzt groß was ändert, wage ich zu bezweifeln. Aber wie gesagt, ein Auge darauf haben, kann nicht verkehrt sein.

    Zumindest haben Waldorfschüler, soweit ich mich erinnere, im Schnitt mindestens gleichwertige Abi-Leistungen wie Schüler staatlicher Schulen, und das trotz des fundamental anderen Leistungssystems bzw. - verständnisses. So falsch kann das Lernkonzept also nicht sein.

    Ach herrlich, der Böhmermann, der Gesinnungspapst vom ÖR, der sich wünscht, dass Wissenschaftler mit vom Mainstream abweichenden Meinungen zur Corona-Pandemie einfach nicht mehr in Talksendungen eingeladen werden, und der eigenmächtig einen Verfassungsschutzbericht leakt, der Informanten in Lebensgefahr bringen könnte.


    Rassist und Antisemit. Da finde ich „seltsam“ etwas zu verharmlosend.

    Wenn wir hier ne Liste darüber machen wollten, welche berühmten Personen (Schriftsteller, Philosphen etc.) zur damaligen Zeit antisemitische Tendenzen hatten, würde das wohl ein extrem langer Abend werden. Antisemitismus war im frühen 20. Jhd. wirklich weit verbreitet, nicht nur in Deutschland - auch in z.B. England, Frankreich, Russland und den USA.

    Das solche Tendenzen auch bei Steiner vorlagen, sagt erst einmal gar nichts darüber aus, ob seine Erziehungslehre grundlegend was taugt oder nicht.

    Oder sollte man z.B. Kants oder Luthers Ideen und Erkenntnisse deshalb auch pauschal ablehnen?


    Das Menschen- und insbesondere Frauenbild der katholischen Kirche ist widerwärtig.

    Das des Islam um so mehr. Aber das darf man ja nicht sagen, weil man sonst "Rassist" ist.

    was ähnliches habe ich woanders noch nicht gehört.

    Ich glaube, das ist wirklich sehr BL-spezifisch. In Bayern z.B. gibt es auch Fachlehrer an Mittel-, Real- und Förderschulen.

    Unter Fachlehrern in Hessen verstehe ich alleinig Leute, die einen Meister (ich glaube sowas wie Techniker geht mittlerweile auch) haben, und den berufspraktischen Unterricht in der Berufsschule übernehmen. Für die ist m.W. bei A10 Schluss.

    Ob es sowas auch beim Wirtschaftszweig gibt, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht.

    Mit nur einem theoretischen berufsbezogenen Unterrichtsfach, das wird RLP wahrscheinlich wirklich exklusiv haben.

Werbung