Ich hatte erst irgendwie "Tripper vermeiden" gelesen.
Da hätte ich was zu sagen können. Aber hierzu leider nicht, da ich nicht Germanistik studiere, sorry.
Ich hatte erst irgendwie "Tripper vermeiden" gelesen.
Da hätte ich was zu sagen können. Aber hierzu leider nicht, da ich nicht Germanistik studiere, sorry.
Die Software zur Plagiatserkennung, die es gibt, ist doch auf wissenschaftliche Arbeiten ausgelegt, und nutzt dementsprechend wissenschaftliche Bibliotheken.
Schüler arbeiten nicht wissenschaftlich im universitäreren Sinne und werden eher von irgendeiner Website bzw. Wikipedia abschreiben. Somit weiß ich nicht, ob es wirklich zielführend wäre, eine professionelle Software (die für das wissenschaftliche Umfeld bestimmt ist) für diesen Zweck zu verwenden.
Copy&Paste einer Textpassage und Suche in Google etc. tut es wahrscheinlich auch. Glaube nämlich weniger, dass die Schüler sich wissenschaftliche Publikationen besorgen und daraus abschreiben.
Ich denke, du hattest da auch eine ziemlich üble Klasse/Schule/Gegend erwischt - gehe bitte nicht davon aus, dass das die Regel ist.
Dazu, dass man als Praktikant eine gewisse Sonderrolle hat und nicht als vollwertige Lehrkraft wahrgenommen wird, wurde ja schon einiges gesagt.
Besteht für dich evtl. die Möglichkeit, als Vertretungslehrkraft stundenweise an irgendeiner (Grund-)Schule (also das ganz Jahr über) bei Bedarf stundenweise einzuspringen. Hier in Hessen gibt es extra ein Programm dafür - bei euch ja vielleicht auch. Normalerweise haben Grundschulen und nicht-gymnasiale Sek-1-Schulen eigentlich immer recht hohen Bedarf - kommt aber wahrscheinlich auch auf die jeweiligen Richtlinien des Landes bzgl. Unterrichtsausfall bzw. dem Umgang damit an.
Ich kann dir aus persönlicher Erfahrung sagen, dass mir das so enorm viel mehr gebracht hat als irgendein Praktikum. Bei einem Praktikum ist man nur eine sehr begrenzte Zeit und ist quasi immer der Anhang irgendeiner Lehrkraft. Wenn man auf sich alleine gestellt ist, ist das schon was ganz anderes - es ist am Anfang hart, aber man lernt nach und nach, seine Lehrerpersönlichkeit zu finden und bekommt Erfahrung im Umgang mit bestimmten Situationen bzw. wann man wie einschreiten sollte und was man auch mal laufen lassen kann. Ich war früher auch viel zu nett (wenn es keinen Grund gab, nett zu sein) und habe oft zu zögerlich reagiert. Aber das kann man zu einem großen Teil wirklich lernen.
Das Beispiel finde ich aber eher unpassend. Das ist ein Interview mit US-General. Da sollten jemand klar sein, dass er keine neutrale Berichterstattung macht. Ein russischer General hätte wohl das Gegenteil erzählt.
Frage dich mal, warum man gerade dieses Interview auswählt, und besonders, warum man diese Schlagzeile wählt und wie diese auf den Leser oder Personen, die nur die Schlagzeile lesen, wirkt.
Auch die Selektion von Informationen ist schon eine Form der Normativität.
Ich habe auch einige kritische Interviews gesehen, dass die Ukraine so oder so nicht gewinnen kann.
Ja, ich auch. Ich hatte nur den Eindruck, dass der Großteil der "Mainstream-Medien" eher die andere Richtung verfolgt - besonders zu Kriegsbeginn.
Sorry, aber dieses Bild wurde von fast allen großen Medienmachern erzeugt. Kleines Beispiel dazu: https://www.stern.de/politik/auslan…--31943970.html
Aber klar, holen wir halt mal die Schwurbler-Keule raus, statt sich argumentativ auseinanderzusetzen. Dass das Narrativ der zurückschlagenden und Russland bald besiegenden Ukraine, und dies der Deindustrialisierung Deutschlands eher weniger aus denselben Medienhäusern bzw. derselben politischen Ecke kommen dürften - was alleine deine Aussage schon ad absurdum führt - ignorierst du dabei einfach mal mehr oder weniger gekommt.
PS: Deindustrialisierungsabsichten kannst du u.a. den Publikationen des Welt-Wirtschaftsforums entnehmen - aber dazu muss man sie halt auch mal lesen und sich nicht immer nur die bunten Bilder von Politikern auf dem jährlichen Gipfel des WWF in den Abendnachrichten angucken.
Auch in der Szene der Klimaaktivisten wird dieses Vorhaben teilweise mehr oder weniger offen propagiert. Der Zusammenhang zwischen Ausmaß der Industrie und CO2-Ausstoß sollte auf der Hand liegen - und wenn man eben von solch einem Katastrophen-Szenario ausgeht, ist das nur ein nachvollziehbarer Schluss.
Mir ist bewusst, dass es sich dabei um Extrem-Positionen handelt - trotzdem gibt es sie. Dass eine Verpflichtung, sich jetzt sein eigenes Gemüse anbauen zu müssen, mindestens genauso irre wäre, steht für mich fest. Deshalb sehe ich da schon eine Vergleichbarkeit gegeben.
Das ist durchaus richtig, ändert aber nichts an dem medial erzeugten Gesamtbild, dass der große Rückschlag der Ukraine nun eine unausweichliche Konsequenz sei.
Hältst du die Informationen in den Medien für falsch?
In Kriegszeiten wird prinzipiell auf beiden Seiten enorm viel gelogen bzw. Informationen so selektiert, dass sie einem bestimmten Narrativ entsprechen.
Gutes Beispiel dafür: Zu Beginn des Krieges wurde es vielfach noch so dargestellt, als habe die russische Armee sich hoffnungslos verrannt und die ukrainische Armee würde diese bald aus dem Land fegen ... Bis dann irgendwann die russischen Gebietsgewinne so groß wurden, dass man es nicht mehr verleugnen konnte und darüber berichten musste. Auch wurden laut Amnesty International sowohl von russischer als auch von ukrainischer Seite Kriegsverbrechen festgestellt (natürlich in weitaus höherem Ausmaß auf russischer Seite), aber dennoch werden Kriegsverbrechen in 99% der Medienberichte ausschließlich der russischen Armee zugeschrieben. Im Fall von Butcha hat man sich vor irgendeiner seriösen Untersuchung schon auf das professionell produzierte (mit rührseliger Musik unterlege) filmische Material der Ukraine verlassen.
Es gibt durchaus m.E. wirklich guten Journalismus in der Kriegsberichterstattung (ich finde z.B. die Beiträge von Christoph Wanner immer sehr interessant), aber ein ganz großer Teil stößt auch einfach nur in ein emotional aufgeladenes Horn.
Mit "Kooperation" wollte ich sagen, dass es von westlichen Medien keine kritische Überprüfung der Information gibt, die von der Ukraine geliefert werden (zumindest nicht öffentlich).
Das kannst du aber nicht so einfach rechnen/vergleichen.
Nein, das kann man wirklich nicht. Denn in Russland stirbt nicht ständig Zivilbevölkerung durch Kampfhandlungen, Städte werden nicht in Schutt und Asche gelegt und Personen verlassen nicht massenhaft ihre Heimat.
Somit wäre ich vorsichtig mir der Aussage, für wen der Krieg letzten Endes "teurer" ist. Um die Wirtschaft der Ukraine dürfte es auch nicht besonders gut bestellt sein.
Ob die starken Verluste wirklich zu einer starken Kampfesmoral der Zivilbevölkerung beitragen, ist fraglich. Man sollte sich hier nicht nur auf die Propaganda der Staatsführung in Kooperation mit westlichen Medien verlassen.
Dass die russische Wirtschaft starke Verluste zu verzeichnen hat, ist klar. Aber dies geschieht doch auch auf Kosten unserer Wirtschaft. Je schwächer wir sind, desto weniger können und werden wir bereit sein zu helfen.
Welche Gebiete mit überwiegend russischer Bevölkerung gibt es denn außerhalb der Krim?
Naja, im Donbass gibt es eine starke Separatisten-Bewegung und m.W. gibt es dort auch nennenswerte Teile mit russischer Abstammung.
Dass die russischen Minderheiten dort z.B. daran gehindert wurden, ihre Sprache zu Sprechen (u.a. in Schulen) - obwohl dies per Abkommen so vereinbart worden war - ist doch mit ein Grund für das Erstarken der Separatisten-Bewegung dort. Da kann man schon Parallelen zu den deutschen Völkern in den heute polnischen und tschechischen Gebieten vor dem zweiten Weltkrieg ziehen.
Wieso nicht? Was wäre, wenn Frankreich als EU-Mitglied nicht nur schwere Waffen an die Ukraine liefern würde sondern auch die Atombombe?
Ohne die Zustimmung der USA wird da gar nichts geliefert.
Indem Russland wirklich isoliert wird, es in der Folge der Bevölkerung so schlecht geht wie beim Zusammenbruch der Sowjetunion und sie dann in Folge ihre eigene Regierung beseitigt.
Ich habe nur die Vermutung, dass wir uns damit auch massiv in's eigene Fleisch schneiden würden. Alleine schon die Vorstellung, Russland nachhaltig isolieren zu können, trifft höchstens auf die westlichen Staaten zu. Zu Indien, Iran, Südafrika, bedingt auch China und anderen pflegt man immer noch gute Beziehungen. Die Einnahmen aus Öl und Gas für Russland sind durch die hohen Preise sogar gestiegen - ein großer Teil wird nach Indien verfrachtet und dann an uns geliefert (natürlich zu höheren Preisen).
Die Ukraine muß nur lange genug durchhalten, um den Krieg zu gewinnen. Wie sagten die Afghanen schon so passend: "Der Westen hat Uhren und wir haben Zeit."
Alleine schon, wenn man sich das zahlenmäßige Verhältnis der Streitkräfte anschaut und wie viele Soldaten auf beiden Seiten jeden Monat sterben, ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis der Ukraine die Soldaten ausgehen werden (ob tot oder verletzt). Russland ist hier zahlenmäßig einfach extrem überlegen. Klar kann man in der modernen Kriegführung viel durch technologischen Fortschritt kompensieren - trotzdem wird es irgendwann stark demoralisierend sein und zu personellen Engpässen kommen - und sei es nur bei der Anpassung und Bedienung der militärischen Infrastruktur. Du hast dann z.B. eine ultra moderne Waffe, aber nicht genug Personal, um diese taktisch zu bewegen und zu sichern.
Auch sehe ich bisher keine Art der Guerilla-Kriegsführung aus der Bevölkerung (es gibt auch keine innerstaatlichen Terrororganisationen); wohl aber ist es doch scheinbar so, dass es auch innerhalb des Militärs bzw. des Mach-Apparats Überläufer-Tendenzen oder zumindest starke Zweifel am Vorgehen der politischen Führung gibt - anders kann man sich die unzähligen personellen Entlassungen in den letzten Wochen durch die Staatsführung nicht erklären. Geschlossenheit sieht auf jeden Fall anders aus.
Ich würde deshalb nicht der These zustimmen, dass die Ukraine Zeit hat. Auch sehe ich die Chancen, dass sich die ukrainische Bevölkerung mit einer russischen Besatzung arrangiert als deutlich höher an als im Fall Afghanistans mit den US-Amerikanern. Dort bestanden einfach fundamentale kulturelle Unterschiede - das ist im vorliegenden Fall nicht so. Auch war die Ukraine vor Kriegsbeginn kein Aushängeschild für eine westliche Demokratie - sie hatte starke Korruptionsprobleme und wird immer noch von einem ehemaligen Komiker regiert, der jüngst erst mit seiner Frau in der Vogue posiert hat. Ich denke, man muss dem ukrainischen Volk nicht zwangsweise den Kriegswillen unterstellen, der einem vom politischen Regime und den westlichen Medien glaubhaft gemacht werden soll. Die Realität mag davon abweichen.
Jede weitere Woche sterben Menschen, auch vielfach in der Zivilbevölkerung. Da finde ich das arabische Sprichwort etwas zynisch. Welche Organisationen in solchen Ländern entstanden sind und wie viel denen ein Menschenleben wert ist, sollte bekannt sein.
Wir haben 1939/40 auch ganz Europa überfallen und haben uns daran gemacht die britische Insel zu besetzen. In 1940 standen die Briten auch ganz alleine uns gegenüber. Erst in 1941 kam es zu umfangreichen Waffenlieferungen durch die USA und im Dezember zum Kriegseintritt. Churchill hat es damals geschafft die Bevölkerung auf eine entbehrungsreiche Zeit einzustimmen und die Briten haben durchgehalten.
Nur dass die Ukraine eben keine Insel ist. Das macht einen gewaltigen Unterschied. ![]()
Ein großes Problem ist natürlich, dass die Ukraine die meisten Waffen von den USA und danach von den Briten bekommen. Die Waffenlieferungen der Deutschen sind ja eher minimal. Wenn wir also deinen Weg folgen wollen, wie überzeugen wir unsere Verbündeten die Ukraine unter Druck zu setzen um den Deutschen Wohlstand zu festigen.
Das sehe ich auch als enormes Problem. Denn die deutsche Wirtschaft müsste wahrscheinlich schon ziemlich am Boden liegen, damit es in den USA weitrechende Auswirkungen hätte. Dass wir "Exportweltmeister" sind, ist in diesem Zusammenhang nicht gerade positiv.
Dass Putin NATO-Gebiet angreifen wird, halte ich für extrem unwahrscheinlich.
Das Problem bei jedweder Verhandlungslösung sehe ich aber darin, daß wir nicht davon ausgehen dürfen, daß Rußland sich daran halten und nicht in wenigen Jahren unter einem neuen Verwand erneut losschlagen wird. Hitler hat es ja vorgemacht, indem er vor 1939 immer wieder neue Gebiete beansprucht hat und der Rest der Welt hat nachgegeben. Wie will man da eine Verhandlungslösung finden, die dann auch bestand hat?
Ich würde Putin nicht unbedingt mit Hitler vergleichen und die Ausgangssituation ist auch sehr verschieden.
In dem Sinne müßten wir der Ukraine bei einem Verhandlungsfrieden zugestehen erneut Atommacht zu werden samt Interkontinentalrakete, um im Fall der Fälle auch die Bombe in Moskau abliefern zu können.
Das ist ein interessanter Gedanke. Evtl. wird es tatsächlich so kommen. Wir als Deutsche oder EU haben das aber ohnehin nicht in der Hand.
Einen Partisanenkrieg können auch die Russen langfristig nicht gewinnen. Sie mögen zwar zuerst die ganze Ukraine überrollen, aber die dauerhaften Kosten der Besetzung/Unterdrückung dürften gewaltig werden.
Es bleibt zu hoffen, dass Russland das auch erkannt hat oder erkennen wird. Die Gebiete mit mehrheitlich russischer Bevölkerung zu halten, dürfte für Russland kein Problem sein - somit ist die Lage nicht ganz vergleichbar mit Afghanistan.
Sollte Russland jedoch tatsächlich anstreben, die gesamt Ukraine langfristig zu besetzen bzw. sich einzuverleiben, dürfte das tatsächlich aus den von dir genannten Gründen - alleine schon in Anbetracht der Größe des Landes - äußerst schwierig werden.
Aber mal ganz allgemein Tom123 plattyplus und alle anderen: Was glaubt ihr, wie der Konflikt abseits einer Verhandlungslösung gelöst werden könnte. Ein totaler Sieg einer der beiden Seiten ist m.E. eher unwahrscheinlich - wenn dann für Russland, aber mit hohen Verlusten. Die Ukraine wird den Krieg leider nicht gewinnen können, davon bin ich leider mittlerweile überzeugt.
Daher noch mal ganz konkret? Was soll man machen?
Man muss irgendwann (und ich denke, das wird auch früher oder später geschehen) die Ukraine dazu bringen, dass sie von der Position abweicht, das ganze Gebiet wieder zurückerobern zu wollen bzw. dass sie sich damit abzufindet, dass ein Teil ihres (ehemaligen) Territoriums in russischem Besitz bleiben wird. Ausgehend davon muss man wieder die Verhandlungsebene suchen und hoffen, so den Konflikt zeitnah beilegen zu können und so weitere zivile Opfer und wirtschaftliche Kollateralschäden in erheblichem Ausmaß und über viele Jahre zu verhindern.
Die Handlungsfähigkeit der Ukraine hängt von den Waffenlieferungen und den Sanktionen des Westens ab - dieser kann jederzeit der Ukraine den weiteren Weg diktieren. Wer glaubt, das könne nicht passieren, sollte sich mal näher mit dem amerikanischen geopolitischen Vorgehen in der Nachkriegszeit auseinandersetzen. Wenn man es für notwendig hält, wird die Strategie geändert und falls nötig auch das unterstützte Regime fallen gelassen - ist schon etliche Male passiert. Wie gesagt, man ist moralisch flexibel.
Und ja, wir leben in einer Demokratie, nur laufen praktisch alle Parteien in eine Richtung. Eine wirkliche Alternative gibt es da nicht, wenn man die beiden extremen Flügel, also die Linke und die AfD nicht in der Regierung sehen will.
Die Ausrichtungen von Parteien ändern sich ganz schnell, wenn der Druck aus der Bevölkerung nur groß genug wird. Die Spitzen der Parteien sind nämlich vorrangig an Machterhalt bzw. Machterlangung interessiert. Es gibt ja jetzt schon abseits des Spektrums der "Mitte-Parteien" eine lebhafte Diskussion, auch abseits der berufspolitischen Sphäre (z.B. ausgehend von den Aufrufen von namhaften Personen/Intellektuellen bezüglich Waffenlieferungen und Verhandlungsbemühen in einzelnen Medien).
Und dass man in der Politik moralisch flexibel ist - das hat man schon zur Genüge unter Beweis gestellt. Afghanistan interessiert heute auch keinen mehr, die Annexion der Krim sowie die Tibets wurden auch ohne großes Aufmucken hingenommen; Deals mit Katar sind jetzt auch in Ordnung.
Aber hey! Die Ukraine ist zwar nicht in der EU, aber sie gehört ja zu Europa - Russland nur blöderweise auch zu einem großen Teil, hmmm. Ich habe langsam den Eindruck, die EU ist mittlerweile zu einem Spielball in der Neuauflage des Kalten Krieges geworden und die USA und Russland werden am Ende irgendwie unter sich regeln, was mit der Ukraine passiert. Daran, dass die Ukraine die verlorenen Gebiete noch in großem Ausmaß wird zurückerobern können, daran glaube ich mittlerweile wirklich nicht mehr. Wenn Russland auch noch Referenden in den pro-russischen Gebieten durchführen sollte und diese dann zum russischen Staatsgebiet gehören, sieht die Situation noch mal ganz anders aus.
Ich bin ja mal gespannt, wie wir uns verhalten werden, sollte China in Taiwan einmarschieren (was nicht so unwahrscheinlich ist). Naja, Hauptsache Manuel Neuer nimmt dieses Jahr seine Regenbogen-Binde mit zur Fußball-WM in Katar - warum habe ich da nur meine Zweifel?
(...) ich die Diskussionen müßig wer an was Schuld hat und das der Bürger dafür zu zahlen hat. Er hat über die Steuern eh für alles zu zahlen.
Nein, der Bürger hat eben nicht für jeden Quatsch, der von den politischen Machthabern fabriziert wurde, zu bezahlen und die Klappe zu halten - wir befinden uns zum Glück immer noch in einer Demokratie, und da muss man auch vergangene Missstände ganz klar so benennen.
Mir ist schon klar, dass bestimmte Kreise Deutschland gerne deindustrialisieren und zu einem Agar- und Bauernstaat machen möchten (quasi Morgenthau Plan 2.0), da passt dann auch dein "Plan Wahlen" gut in die Agenda.
Vorrangig haben wir aber erst mal ein Wärme- und Strom-Problem. Und da kann es dann nicht nur darum gehen, wie man bestehende Ressourcen verteilt und verwaltet, sondern es muss auch darum gehen, wie man neue generiert. Und da muss dann eben auch eine Verlängerung der Laufzeiten der AKWs in den Blick gefasst werden.
Ich frage mich ohnehin, warum es bei manchen Personen ständig darum geht, entweder Braunkohle oder Atomkraft in der jetzigen Situation einzusetzen. Die Antwort muss in meinen Augen ganz klar lauten: Beides! Alles was geht, muss an's Netz! Es kann doch nicht angehen, dass aktuell immer noch über 13% Gas verstromt werden.
Ganz interessant zum Thema Atomkraft und Risiko finde ich dies hier:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7262727/
Fakt ist, wir leben mit einer Vielzahl an Risiken, die wir - um mal an Ulrich Beck anzuschließen - als Folge der Entmystifizierung der Welt immer wieder selbst erzeugen. Eine risikofreie Welt wird es nicht geben. Wir müssen lernen. mit bestimmten Risiken zu leben und sie abzuwägen. Ich halte den Ausstieg aus der Atomenergie langfristig auch für das richtige Ziel, aufgrund des Problems der Endlagerung. In der aktuellen Situation muss man hier aber aus meiner Sicht die Risikolage in Anbetracht der möglichen gesellschaftlichen Verwerfungen, die u.a. durch Massenarbeitslosigkeit entstehen könnten, neu bewerten.
Wenn alles nicht reicht, dann muß es halt so gehen wie im Winter 1948/49 in Berlin:
- Strom nur noch zugeteilt für 2 Stunden täglich.
- Wärmestuben statt Wohnungsheizung.
- Lebensmittel auf Zuteilungsmarken.
Dir ist scheinbar nicht ganz klar, dass die Industrie und die Arbeitswelt sich heute fundamental von der damaligen unterscheiden und man da nicht einfach nur zwei Stunden Strom am Tag haben kann. Wäre dies der Fall, würde hier alles zusammenbrechen.
Alleine schon, dass es komplett unwirtschaftlich wäre, wenn Heizungsanlagen nur zwei Stunden am Tag funktionieren würden. Da das Hochwärmen über zwei Stunden erheblich mehr Energie fressen würde als ein Dauerbetrieb auf niedriger Stufe. (Und ohne Strom kommt außer nem Kaminofen eben keine weit verbreitete Heizungsart mehr aus.)
Wärmestuben und Lebensmittelzuteilung? Im viertstärksten Industieland der Welt, dem stärksten in Europa? Nachdem man schon zwei Jahre der Wirtschaft, der psychischen Gesundheit der Menschen und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt mit (wie sich mittlerweile immer klarer zeigt) großteils nicht-evidenzbasierten bis (nahezu) nutzlosen Corona-Maßnahmen geschadet hat.
Davon abgesehen ist die Energiekrise einfach zu einem erheblichen Teil komplett hausgemacht. Man hat sich viel zu lange darauf verlassen, dass Russland noch ausreichend Gas liefert; man hat viel zu spät damit angefangen, notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Und am Ende sollen es dann wieder die Bürger ausbaden. Dieses Versagen manifestiert sich besonders im Gaspreis, der aktuell nicht mal ansatzweise so hoch ist wie beispielsweise 2008 über einige Monate. Dieser Umstand in Anbetracht der aktuellen Lage deutet m.E. ganz klar auf planerisches und strukturelles politisches Versagen hin - und das über eine längere Zeit.
Das betrifft sowohl den verschleppten, halbherzigen Ausbau der erneuerbaren Energien als auch den panischen und völlig irrationalen parallelen Ausstieg aus der Atomkraft und fossilen Energien.
Wenn das so weiter geht, muss sich echt keiner wundern, wenn hier bald irgendwelche extremen Kräfte an die Macht kommen und der Mob nächstes mal nicht vor der Tür des Reichstags halt macht.
PS: Ich weiß, Verzicht und Selbstgeißelung sind heutzutage im Trend - aber das wird mit unserem Wirtschaftssystem und den meisten Menschen nicht funktionieren und letztendlich nach hinten losgehen mMn.
Mein Wechselgrund ist eigentlich vor allem der, dass ich bisher in meiner Unistadt immer gelebt habe (Schule, Ausbildung, Studium). Ich finde, dass es Zeit ist, auch mal außerhalb dieses lokalen Kreises Erfahrungen zu machen. Und ich denke ein solcher Umbruch ist im Studium leichter, als wenn man mitten Im Berufsleben steht, wo das Leben und dadurch auch die sozialen Kontakte schon "festgefahrener" sind...
Achso, das klingt vernünftig.
Ich hätte mir nur nicht unbedingt München ausgesucht - aber wenn das für dich finanziell machbar ist, viel Spaß und Erfolg!
Ist die Prüfung für alle Schulformen die Selbe?
Natürlich nicht.
Müsste es außerdem nicht dieselbe heißen?
Das 1. Staatsexamen zählt 60% - die Module der Uni 40%.
Hier in Hessen ist die Verteilung genau andersherum. Somit ist das Sta.Ex. in Bayern wohl tatsächlich härter, wenn das so richtig ist.
Das klingt ja nach einer Abfrage der gesamten Studieninhalte.
Keine Ahnung, wie es in Bayern ist, aber m.W. werden die Inhalte schon zuvor eingegrenzt in Absprache mit dem/den Prüfern. Bei vielen Fächern gibt es auch Wahlpflicht-Veranstaltungen (idR Seminare), womit alleine schon deshalb die Prüfung nicht die gesamten Studieninhalte umfassen kann, da nicht alle genau die gleichen Veranstaltungen besucht haben.
Lass mich raten, du willst wegen der tollen Prognosen, die komplett von allen anderen Bundesländern abweichen, nach Bayern wechseln, oder? ![]()
Der Programmieranteil ist nicht so hoch, wie man vielleicht denken mag. Vieles wird auch in Pseudocode gemacht. Schon vor Studium (weitreichende) Programmierkenntnisse zu haben, ist deshalb nicht notwendig.
Wie hoch der Mathe-Anteil ist, hängt stark von der Uni ab. Aber klar, Mathe ist ein elementarer Bestandteil und ganz sicher das Fach, das der Informatik an nähesten steht.
Hast du dich mal informiert, wie es mit Quereinstieg (oder wie auch immer das bei euch heißt) Berufsschullehramt aussieht? Du hast schließlich einen fachnahen Master + Berufserfahrung + Creditpoints für sogar mehrere allgemeinbildende Unterrichtsfächer.
Oder wäre Berufsschule gar keine Option für dich?
Kleine Anmerkung noch zum Sonderschullehramt:
Es werden auch Sonderpädagogen an Grundschulen eingestellt. Habe vor einer Weile erst eine kennengelernt, die an unterschiedlichen Schulen tätig ist und Gutachten über den Lernstand bzw. im Hinblick auf eine eventuelle Förderbedürftigkeit von SuS erstellt, also viel mit einzelnen SuS arbeitet. Sie verdient dabei mehr als die regulären GS-Kräfte. Auch gibt es generell (zumindest in Deutschland) Integrations-Klassen (sonst "normale" Klassen, in denen sich SuS mit Förderschwerpunkt befindet) - auch hier werden Sonderpädagogen eingesetzt.
Sonderpädagogen können also sehr vielfältig eingesetzt werden. Sonderpädagogik heißt nicht, dass du später auch an einer Sonderschule arbeiten musst.
Dann ist das in Österreich etwas anders. ![]()
Ich schätze, der Religionsunterricht wird eher weniger besucht, wenn man dafür nachmittags an eine andere Schule muss.
aber leider ist Deutsch ja hoffnungslos überlaufen...
Erstens das, zweitens ist auch die Kombination Ethik und ev. Religion eher suboptimal. Mich wundert es, dass du das überhaupt parallel studieren konntest vom Stundenplan her. Beide Fächer sind doch im Schulunterricht ein Pendant zueinander, d.h. der Ethik-Unterricht einer Jahrgangsstufe oder Klasse wird parallel zum ev. Religionsunterricht und umgekehrt stattfinden. Ähnlich würde es sich mit zwei dritten Fremdsprachen verhalten.
Daraus, dass du drei Fächer hast, ergeben sich deshalb für die Schule nur geringe Vorteile bei der Stundenplanerstellung. Der einzige Vorteil für dich bestünde darin, dass du etwas breiter aufgestellt bist im Hinblick auf Ausschreibungen. Ich persönlich sehe keinen großen Nutzen in Relation zum Aufwand. Du kommst dann für Deutsch/ev. Reli und Deutsch/Ethik infrage - ev.Reli/Ethik hingegen wird höchstwahrscheinlich nie ausgeschrieben werden - da hättest du dir mit einem anderen Drittfach einen größeren Gefallen getan.
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