Beiträge von mjisw

    Meines Wissens ist man vom Rassebegriff abgerückt, weil einerseits scheinbar der wissenschaftliche Konsens ist, dass er nicht (mehr) zutreffend ist, und andererseits, da er negativ aufgeladen wurde. Inwiefern Letzteres das die Erstere Einstufung beeinflusst hat, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Aus beiden Gründen sollte man ihn also möglichst nicht mehr im Zusammenhang mit Menschen verwenden. @Lindbergh

    Der Begriff wurde aber sicher einst nicht eingeführt, um irgendwen zu diskriminieren, sondern um Unterschiede bei der Vererbung zu klassifizieren. Jetzt sagt man halt Ethnie - was dann anscheinend wissenschaftlich zutreffender ist. Ob Ethnie oder Rasse ändert aber im Prinzip auch nichts daran, wenn jemand jemand anderen wegen seiner Hautfarbe als minderwertig ansieht. Somit kam mir das immer eher wie eine Scheindebatte vor - da es ja vielfach in solchen Debatten auch gar nicht primär um die wissenschaftliche Gültigkeit geht.


    Etwas widersprüchlich finde ich immer, dass man zwar einerseits den Rassebegriff nicht mehr verwenden will - andererseits aber von Rassismus spricht, womit man das Konzept selbst wiederum adaptiert.

    Die Frage mag berechtigt sein, aber ich finde es trotzdem irgendwie seltsam, warum man sich mit sowas beschäftigt bzw. es infrage stellt.

    Ich z.B. habe in meinem Bundesland durch so einen Qualifikationsvermerk die Berechtigung erhalten, die Oberstufe eines allgemeinen oder beruflichen Gymnasiums zu besuchen und die AHR zu machen. (Ich war auf einer Gesamtschule ohne Oberstufe. Ich glaube, das gibt es in NRW gar nicht, oder?)

    Hätte es diese Möglichkeit nicht gegeben, hätte ich womöglich niemals Abitur gemacht. Andere aus meinem Jahrgang haben damals "nur" eine Berechtigung zum Besuch einer Fachoberschule erhalten (einer von denen ist heute übrigens Ingenieur).

    Warum um alles in der Welt sollte es so eine Möglichkeit nicht geben? Warum sollte man erst eine Berufsausbildung machen müssen und das Abi auf dem zweiten Bildungsweg machen müssen, nur weil man damals nach der Primarstufe nicht die Empfehlung für's Gymnasium erhalten hat oder (was in der Realität wohl ohnehin fast nie passiert) während der Sek 1 an's Gymnasium gewechselt ist?

    Mal abgesehen davon, dass ich die Aufgabenstellung auch eher misslungen finde...

    Aber es ist halt eine Migrantengruppe, in der Zwangsverheiratungen (auch Nicht-Zwangsverheiratungen) im erweiterten familiären Bereich schon mal vorkommen.

    Sicher aber sind Zwangsverheiratungen in manch anderen Migrantengruppen häufiger vorzufinden, würde ich meinen.

    Und die Heirat, um an eine Staatsbürgerschaft zu kommen, da kann man quasi (sowas wie die Schweiz oder die USA etc. mal ausgenommen) jede beliebige Nationalität außerhalb der EU einsetzen.

    Man hat in diesem Fall scheinbar versucht, zwei bzw. drei Konfliktaspekte (Zwangsheirat; Rechtsbruch; Heirat innerhalb der Familie) in einer Fallbeschreibung unterzubringen.

    Rassismus, also dass jemand aufgrund seiner Ethnie benachteiligt oder negativ dargestellt wird, sehe ich hier nicht. Leider wird dieser Begriff mittlerweile inflationär benutzt. Wenn, dann könnte man von Diskriminierung aufgrund der Herkunft sprechen.

    Aber es ist nun einmal auch einfach so, dass in bestimmten Kulturkreisen eher Zwangshochzeiten und Hochzeiten innerhalb der Verwandschaft stattfinden als in anderen.


    PS: Schaut euch mal die Verwandschaftsverhältnisse in Marokko an, das ist echt übel (und wäre hier in einer Vielzahl der Fälle illegal) - und natürlich nicht mir der Türkei oder türkischstämmigen Migranten zu vergleichen.

    Du bist gut in Kunst und Mathe, und bist technisch interessiert? Warum wirst du nicht Architekt?

    Klar, da ist der Weg risikobehafteter, aber dafür kannst du, wenn du gut bist, viel Geld verdienen. Da Geld und Aufstieg deine Hauptkriterien zu sein scheinen, wärst du da vielleicht besser aufgehoben als im Lehramt.

    Denn Lehrer sollte man mMn eigentlich nicht werden, um Karriere zu machen.

    Ich gehe auf jeden Fall davon aus, dass es da einen ganz klar festgelegten Kriterienkatalog gibt - quasi zum abhaken. Eine tiefergehende Beurteilung erfolgt m.E. nicht. Denn ich habe in Filmen FSK 12 schon mMn für Kinder teils verstörende Darstellungen gesehen (man muss sich nur mal anschauen, wie viele asiatische Zeichentrickfilme FSK 12 oder sogar FSK 6 sind, und was da teilweise dem Hirm zugemutet wird) sowie psychische Gewalt und moralische Grenzübertretungen, deren Darstellung bzw. Thematisierung die ich für Kinder dieses Alters für ungeeignet halte.


    Diese Kriterien mögen je nach Land variieren. So habe ich das Gefühl, dass in den USA eher Gewalt und in der EU eher sexuelle Darstellungen etwas laxer gesehen werden.

    Die eine Einstufung kann aber durchaus die Einstufung des anderes Landes beeinflussen, denke ich.

    Bei der entsprechenden Bundesstelle bekommt man u.U. Informationen über die Kriterien.

    Telegram ist eh viel besser. :zahnluecke:


    Erstens wird es in meinen Augen eh nicht so weit kommen und zweitens ist das in einem nicht-autoritär-regierten Staat und mit VPN irgendwie recht sinnlos im Hinblick auf Facebook und Instagram. Den Tor-Browser zu installieren oder einen sonstigen VPN-Anbieter zu nutzen, ist nun auch keine Wissenschaft.

    Bei Whatsapp sähe die Sache schon anders aus.

    Ganz ehrlich, der Großteil meiner Mathelehrer waren didaktisch nicht unbedingt Überflieger, um es mal vorsichtig zu formulieren. Dabei ist das gerade in diesem Fach sehr wichtig und leider scheinen mir auch viele Personen in diesem Bereich eher ungünstig dispositioniert zu sein im Hinblick darauf, eine gute didaktische Kompetenz auszubilden.

    Spaß an Mathe habe ich erst spät in der Oberstufe und dann in der Uni erfahren.


    PS: Schlimm finde ich immer diese Leute, die damit hausieren gehen, dass sie kein Mathe könnten. Der Dümmste der Dummen ist der, der seine Dummheit zur Schau stellt, ohne sich zu schämen.

    Religion (Missio oder Vocatio erforderlich), Technik (selbst für die Raumnutzung ohne Technikunterricht durchzuführen ist bereits eine Sicherheitseinweisung erforderlich, für den Unterricht Maschinenscheine etc.) Sport dagegen habe ich eine Freundin, die das an ihrer Schule fachfremd macht.

    Da hast du recht. Das mit Reli hatte ich irgendwie verdrängt. Es ist ja sogar so krass, dass bei kath. Religion letztendlich sogar der Kirchenträger entscheidet, wer es unterrichten darf und wer nicht.

    Was Technik angeht: Das Fach gibt es z.B. in Hessen m.W. nur als Fachrichtung am BG bzw. FOS. In der Sek 1 gibt es Werken bzw. Holz und teilweise auch Metalltechnik. Für Letzteres braucht man definitiv einen Maschinenschein, Ersteres machen auch Leute ohne.

    Dann gibt es da noch Kochen (was ja prinzipiell auch gefährlich sein kann) - macht auch jeder ohne besondere Qualifikation.

    Generell geht wohl vom Schwimmen und dem Umgang mit Maschinen zur Metallbearbeitung die größte Gefahr aus, auch wenn die kath. Kirche das anders sehen mag.

    Ich glaube nicht, dass das erlaubt ist.

    Ich hoffe es nicht. Aber bei solchen Seiteneinstiegssachen würde es mich nicht wundern, wenn da nicht alles 100%ig transparent ist.


    Mikelknight

    Bei Sport hat das mit Sicherheit zu tun, deshalb darf es offiziell nicht fachfremd unterrichtet werden. Das trifft m.W. auf kein anderes Fach zu (bei manchen Fächern ist es leider sogar sehr verbreitet, dass sie fachfremd unterrichtet werden), außer höchstens noch auf Versuche im Chemie-Unterricht.

    dass wir und keine einzige meiner KollegInnen sich für eine Lehrkraft entscheiden werden, nur weil er ein Mann ist...

    Bei gleicher Qualifikation höchstens. Das ist doch auch das Konzept der Frauenquote. Und wenn man mehr Männer in dieser Schulform wünscht, wird bei gleicher Qualifikation wahrscheinlich der Mann vorgezogen.


    und auch noch einen Bachelor in sportwissenschaften und Pädagogik.

    Na, das klingt doch hervorragend.

    Frag doch einfach noch mal bei den Schulen nach. Ich komme auch aus Hessen und weiß z.B. von zwei Schulen mit angeschlossener Grundstufe, dass dort Lehrer aus der Sek 1 notgedrungen Sport in der Grundstufe unterrichten (und nein, ich lebe nicht in einer städtischen Brennpunktregion, sondern eher ländlich, wo der Mangel in GS und Sek1 noch nicht so ausgeprägt ist).

    Es besteht also m.E. durchaus gut Bedarf an Sportlehrkräften in der Grundstufe, da das Fach eben auch nicht einfach jemand fachfremd unterrichten darf, im Gegensatz zu den anderen in der Ausschreibung genannten.


    Na ja, so groß ist der Unterschied bei der Bezahlung jetzt auch nicht und das Ref dauert ja auch nicht so lange. Und wenn man danach die Möglichkeit auf A13/A14 hat, dann relativiert sich die kurze Phase des Refs ja auch wieder.

    Die Möglichkeit, ja. Aber ne Garantie gibt's eben nicht. Vor allem ist er durch das Haus regional gebunden und hat nicht unbedingt Mangelfächer.

    Ich würde aber auch eher dazu raten, das Ref zu machen, sofern möglich. Ob es sich lohnen würde, sich u.U. dafür zu verschulden, steht auf nem anderen Blatt. Aber es ist halt auch keine so lange Zeit.

    Aber wenn feststeht, dass es eh in die GS gehen soll, macht es natürlich keinen großen Sinn:

    Und ich möchte definitiv lieber in der Grundschule arbeiten

    Aktuell: A15 Stufe 10.

    Stundenlohn bei angenommenen 164 Stunden Arbeit pro Monat: 40,20€ brutto, bei SK III 32,55€ netto.

    Fiktiv: A16 Stufe 11 (also theoretisch bei mir in zwei Jahren):
    Stundenlohn bei angenommenen 164 Stunden Arbeit pro Monat: 44,98€ brutto, bei SK III 36,39€ netto.

    Ein/e Schulleiter/in bekommt also gegenüber einem Fachkoordinator sage und schreibe nicht einmal vier Euro (!) netto mehr heraus - und das auch nur, wenn er/sie die wöchentliche Arbeitszeit einhält.

    Aber verhält sich das im Hinblick auf die Höhe der Pensionsleistungen in ähnlichem Verhältnis? Denn ich habe schon ein paar Mal mitbekommen, dass Personen gegen Ende ihrer Laufbahn solche Stellen angetreten haben, und ging deshalb bisher immer davon aus, dass dies im Hinblick auf ihre Altersversorgung Sinn mache - mag mich da aber irren bzw. war nur eine Vermutung meinerseits.

    Wobei in deinem Fall natürlich schon ein ziemlich hohes Niveau erreicht ist. Mit geht es eher um Fälle wie A13 zu A14/A15.

    Ist im Hinblick auf die Pensionsbezüge sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung - ich würde mir nur so lange Zeit damit lassen wie möglich, und dann am Ende noch ein paar Jahre die Zähne zusammen beißen. :D

    Leider muss man so eine Laufbahn wohl im Normalfall frühzeitig einschlagen. Wobei...wenn's wirklich keiner machen will, wer weiß?

    Schnitt: 1,4. Damit wären die beiden heute oft nicht mehr unter den ersten Zehn.

    Und genau daran erkennt man doch, dass etwas schief läuft. Heute machen 10x so viele Personen ein 1er Abi wie noch vor 10 -15 Jahren. (Hat nicht sogar Berlin besonders gute Quoten?) Trotzdem dürfte bei den meisten Arbeitgebern ein Abi aus Bayern höher gewertet werden als das eines anderen Bundeslandes, gleiches dürfte für ältere Abschlüsse gelten, wenn man nicht total hinter dem Mond lebt.

    Und die NCs an den Unis, die passen sich einfach an. Es ändert sich also im Hinblick darauf nicht viel; außer dass wir Fachkräftemangel in vielen Bereichen haben bei gleichzeitig sehr hohen Studienquoten, als Konsequenz einer Bildungspolitik, die an Selbstaugenwischerei erinnert.

    Manchmal denke ich mir, hätten wir nur niemals an der PISA-Studie teilgenommen und die Diplom-Abschlüsse abgeschafft...

    Hier in Hessen gibt es immer A13 in der Sek1. Trotzdem gibt es einen Mangel, wenn auch regional sehr unterschiedlich. Ich habe deshalb da so meine Zweifel, dass das der große Wurf im Hinblick auf den Nachwuchsmangel wäre. Zu begrüßen wäre es sicherlich.

    Aber ob A12 oder A13, das sollte nicht das entscheidende Kriterium bei der Wahl sein.

    Die Jugendverbände eigentlich aller Parteien wimmeln von radikalem Gedankengut - da wird häufig einfach mal vorgeprescht. Ich gebe deshalb generell nicht viel darauf, was irgendein Jugendverband fordert - das hat mit der Realität (auch der politischen der Mutterpartei) idR nicht besonders viel gemein.

    Wie hier schon erwähnt wurde, sehe ich auch nicht, nach welchen Kriterien das ablaufen sollte. Aber vielleicht fällt H. Meyer ja was ein (also inklusive Messinstrument).

    Ich mache jetzt mal ein stupides Beispiel:

    Wen würden pubertierende Jugendliche eher attackieren und unnötigen Streit anfangen:

    - mit einem 1,90 m Mann oder

    - einem 1,60 m Mann ?

    Auf der Straße ist die Sache klar - in der Schule ist die Situation eine völlig andere. Die SuS wissen, dass eine Lehrkraft nicht körperlich gegen sie vorgehen wird (die Prügelstrafe ist zum Glück schon lange abgeschafft bzw. wird nicht mehr toleriert). Somit spielt es außer meiner Sicht keine große Rolle im Kontext der Schule, wie groß man ist. Klar wird es mit 1,90 m und tiefer Stimme leichter sein, aber es geht hier schließlich nicht um eine Stelle als Türsteher.


    Der härteste Knochen, der mir je untergekommen ist - vor dem wirklich alle gekuscht haben, war auch "nur" unter 1,70m.

    Wenn man sich natürlich ständig einen Kopf darüber macht, dann kann die Größe wirklich zu einem Problem werden.


    OT:

    Und das wollen die Frauen auch, wenn sie selbst nur 1,65m sind.

    Ich finde, das ist eine normale Frauengröße. Ich würde alle Frauen ab 1,70 m schon als groß bezeichnen. Ab 1,80 m dann als schon so groß, dass es mit einer Minderung der Attraktivität einhergehen kann - im Hinblick auf eine Beziehung (denn viele Männer wollen auch keine Frau, die in High Heels größer ist als sie (ohne ;) ).

    Aber im Endeffekt ist das doch alles Pedanterie - wenn es passt, dann passt es eben. Frauen, die immer nur den 1,85m Typen, der intelligent, wohlhabend, humorvoll und sportlich ist, suchen, das sind wahrscheinlich oft die - die nie so wirklich glücklich werden in dieser Beziehung (wer kennt sie nicht? Die aufgebrezelten 40+ Frauen, die immer noch glauben, gleich kommt der Traumprinz um die Ecke).

    Auch denke ich, dass letztendlich andere Faktoren deutlich wichtiger sind als Körpergröße. Das wurde ja auch psychologisch eigentlich schon weitgehend untersucht.

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