Meines Wissens ist man vom Rassebegriff abgerückt, weil einerseits scheinbar der wissenschaftliche Konsens ist, dass er nicht (mehr) zutreffend ist, und andererseits, da er negativ aufgeladen wurde. Inwiefern Letzteres das die Erstere Einstufung beeinflusst hat, vermag ich nicht zu beurteilen.
Aus beiden Gründen sollte man ihn also möglichst nicht mehr im Zusammenhang mit Menschen verwenden. @Lindbergh
Der Begriff wurde aber sicher einst nicht eingeführt, um irgendwen zu diskriminieren, sondern um Unterschiede bei der Vererbung zu klassifizieren. Jetzt sagt man halt Ethnie - was dann anscheinend wissenschaftlich zutreffender ist. Ob Ethnie oder Rasse ändert aber im Prinzip auch nichts daran, wenn jemand jemand anderen wegen seiner Hautfarbe als minderwertig ansieht. Somit kam mir das immer eher wie eine Scheindebatte vor - da es ja vielfach in solchen Debatten auch gar nicht primär um die wissenschaftliche Gültigkeit geht.
Etwas widersprüchlich finde ich immer, dass man zwar einerseits den Rassebegriff nicht mehr verwenden will - andererseits aber von Rassismus spricht, womit man das Konzept selbst wiederum adaptiert.