Es war erwartbar, dass Fellers (vernünftige) Entscheidung, für Montag die Schulen geschlossen zu lassen, Kritiker auf den Plan ruft. Teilweise shitstormartige Wellen im Netz (vor allem die gebeutelten Eltern sind grantig) und öffentliche Äußerungen von einem Schulleiter wie „Panikhafte Schulschließung“ kursieren.
Besonders die Vorwürfe ausgerechnet der NRW-FDP Opposition ("Haben wir nicht aus der Pandemie gelernt? Was ist mit milderen Mitteln? Ausfall der ersten Stunde? Regulärer Unterricht ohne Präsenzpflicht statt Notbetreuung?") finde ich interessant. Wir erinnern uns doch alle noch gern an die FDP-Ministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer und das durch sie verbreitete unglaubliche Informationschaos in der Pandemie ab 2020...
Es ist vollkommen egal, welche Entscheidung getroffen worden wäre ...
Hätten die Bezirksregierungen entschieden, wäre nachher 2m vor Bezirksregierungsgrenze das Kind vom Rad gefallen und das Geschrei groß gewesen.
Hätten die SL die Entscheidung getroffen, wäre das Geschrei groß gewesen, weil Schule von Kind 1 zu, von Kind 2 auf, von Kind 3 vielleicht ...
Wäre die Präsenzpflicht ausgesetzt worden, wären halt ein paar Kinderlein ohne Lernzuwachs in der Schule betreut worden. Aber auch nur die, deren Eltern es sich nicht leisten können, zuhause zu bleiben. Dann hätte irgendwer gemotzt, weil der Unterricht kein Unterricht war. Außerdem war Frau Müller eh nicht da und es gab nur Vertretung, weil sie halt doch in den Graben gefahren ist, obwohl es doch genau da nicht glatt sein sollte.
Genörgelt wird immer und traditionell halt einfach über die Lehrkräfte, die SCHON WIEDER einfach so FREI hatten.
Lässt mich kalt - um mal in der Wetterlage zu bleiben.