Beiträge von sunshine_:-)

    Ich stimme dir komplett zu, Leo13, ich bin immer Klassenleitung in der Erprobungsstufe in NRW und nach meiner anekdotischen Erfahrung stimmen die Empfehlungen oft nicht.

    Dazu kommen unterschiedliche Auffassungen der Grundschulen. Da gibt es welche, an denen jedes Jahr über 50% der Kinder eine Gym-Empfehlung bekommen und dann gibt es die mit ähnlichem Einzugsgebiet, die pro Jahr 3-5 Gym-Empfehlungen vergeben.

    Das ist alles nicht objektiv und/oder objektivierbar und solange das so ist und die Entscheidung so früh getroffen wird, sollte es auf keinen Fall eine verpflichtende Empfehlung geben!

    Das genau ist der Punkt, ISD. Es geht immer noch nicht um Krankheit, Ausnahmensituationen oder Betreuungsnotstand. Sondern es geht darum, dass es Kolleginnen gibt, die das System schamlos (!) ausnutzen. Damit kann ich leben, so Leute gibt es überall, ich mache es einfach anders auf der Basis meiner moralischen Vorstellungen. Was mich allerdings total nervt, und da bin ich voll bei Dr. Caligiari, dass ich dann deren Arbeit machen muss.

    Was meinst du denn genau mit Kapazitäten? Es ist wirklich niemand dazu verpflichtet, in Teilzeit zu gehen, weil hin und wieder die Kita mal zu hat o.ä. Gleiches gilt für gesundheitliche Einschränkungen.

    Wie ich oben schrieb, geht es genau darum nicht. Es geht zB darum, dass durch zahlreiche Freizeitaktivitäten nicht korrigiert werden kann, dass wird dann "einfach mal so" unter der Woche gemacht.

    Sämtliche Dienstveranstaltungen am Nachmittag werden nicht wahrgenommen oder frühzeitig verlassen.

    Klassenfahrten gehen nicht. Projekttage gehen nicht. Wandertage ungern. Prüfungstage werden immer reklamiert.

    Ich habe ja hier schon oft geschrieben: wir haben ca 3 Monate im Jahr flexible Arbeitszeit. Ebenso am Wochenende, an Feiertagen und abends. Da kann man sich dann tatsächlich meiner Meinung nach Vollzeit nur dann "leisten", wenn man in der regulären Schulzeit auch abliefert.

    Prinzipiell steht der Kollegin ja zu, kindkrank zuhause zu bleiben und auch, sich auszukurieren.

    Anders ist es, wenn eine Familie ob ihrer selbsgewählten Lebenssituation keine Kapazitäten für 2x Vollzeit hat, dies dann auf dem Rücken des Kollegiums durchzieht. Beispiel: ich habe eine Kollegin mit 4 Kindern U10, die definitiv hinten und vorne mit ihren Kapazitäten (bzw. ihr Mann mit seinem Kapazitäten) nicht klarkommt, aber nach eigenen Angaben aus finanziellen Gründen (= Abbezahlung eines schicken Einfamilienhauses) lieber Vollzeit arbeitet.

    Da habe ich dann tatsächlich kein Verständnis, wenn die Dame regelmäßig fehlt.... Aber Dr. Caligiari, leider auch keine Idee, wie man das ansprechen könnte, das System lässt es halt zu.

    Meine Konsequenz ist, dass ich versuche, mich nicht zu ärgern. Ich tue dieser Kollegin aber auch keine Gefallen und vermeide es tunlichst, mit ihr zusammen zu arbeiten.

    Ab 2028. Lächerlich. In vier Jahren soll sie um eine weitere Stunde auf 36 h sinken.

    In zwei Stufen bis 2028 oder was meinst du genau?

    Als nicht-Lokführerin bekomme ich - die hier ja bis jetzt den Streik verteidigt hat- eben den Eindruck, dass es doch weniger um eine Tarif"verhandlung" geht als doch eher um Weselskys Ego. Dies insbesondere seit seinem wirklich albernen "Denkfehler".

    Was wäre denn die Alternative? 13 Stunden Arbeit an 6 Tagen in der Woche wie 1885? Streik ist ein ureigenens Recht der Arbeiternehmerin. Ich finde es befremdlich, dass hier versucht wird, den Streikende un der GDL in irgendeiner Form die Schuld an der Situation zu geben. Außerdem muss man Maximalforderungen haben, damit irgendetwas rumkommt. Ganz ehrlich, die GDL kann sich glücklich schätzen, einen Weselsky zu haben. Und ja: ich bin vom Streik betroffen und finde es trotzdem sehr gut! Und was der Herr Verkehrsminister zum Besten gibt, ist - wie so oft- einfach nur peinlich und unangenehm.

    Nach den letzten Entwicklungenen und insbesondere den "Versprechern" von Weselsky muss ich meine Meinung doch etwas "anpassen". Vielleicht wäre es doch sinnvoll, die Verhandlungsführer auszutauschen? Könnte das funktionieren?

    Stimme dir vollumfänglich zu Morse'.

    Besonders dieser Punkt ist wichtig:

    Ob eine Forderung "dreist" ist, beurteilt der Markt, in dem der Unternehmer Löhne entweder erhöht oder neue Mitarbeiter sucht - je nachdem womit er, nach seiner Kalkulation, mehr Profit macht.

    Der ÖPNV ist insgesamt so schlecht aufgestellt, dass er meiner täglichen Erfahrung nach in naher Zukunft einfach kollabiert. Da sollten einem die zur Verfügung stehenden Mitarbeiterinnen schon etwas wert sein und wenn die die momentane Belastung nicht tragen können und wollen, muss sich halt die Arbeitgeberin was einfallen lassen.

    Die Bahn kann doch nicht einfach jede Forderung der Lokführer erfüllen. Was die fordern ist schon dreist. Wir könne auch sagen, alle Lehrkräfte bleiben zu Hause bis wir alle eine 3/4 Stelle bei vollem Lohnausgleich bekommen...

    Können wir Beamte ja - wie du weißt- nicht, wenn ich es könnte, würde ich es sofort tun.

    Ich habe die Steuererklärung gemacht und dort mal wieder schwarz auf weiß gehabt, dass ich 2023 kaum einen Euro mehr bekommen hab als 2022. Und die lächerliche Einmalzahlung, die jetzt vielleicht ins Feld geführt wird, ist einfach nur Augenwischerei.

    Was wäre denn die Alternative? 13 Stunden Arbeit an 6 Tagen in der Woche wie 1885? Streik ist ein ureigenens Recht der Arbeiternehmerin. Ich finde es befremdlich, dass hier versucht wird, den Streikende un der GDL in irgendeiner Form die Schuld an der Situation zu geben. Außerdem muss man Maximalforderungen haben, damit irgendetwas rumkommt. Ganz ehrlich, die GDL kann sich glücklich schätzen, einen Weselsky zu haben. Und ja: ich bin vom Streik betroffen und finde es trotzdem sehr gut! Und was der Herr Verkehrsminister zum Besten gibt, ist - wie so oft- einfach nur peinlich und unangenehm.

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