Es war lange Zeit nicht nur OK, in Teilzeit zu arbeiten, sondern vom Staat explizit gewünscht und gefördert, als es nämlich mal wieder zu viele Lehrer_innen gab. In dieser Zeit (Anfang der Nuller-Jahre) habe ich mein erstes Sabbatjahr beantragt und natürlich sofort genehmigt bekommen.
Ich bin seit 1988 im Schuldienst und habe so ziemlich alle Phasen des Schweinezyklusses miterlebt, übrigens auch schon vorher als Schülerin. Auf Zeiten des Lehrermangels folgen unweigerlich auch Zeiten des Lehrerüberschusses.
Davon unabhängig ist es auch OK, in Teilzeit zu arbeiten, wenn man ein eher minimalistisches Lebenskonzept hat und weniger Geld braucht. Voraussetzung ist allerdings, dass man das nicht nur auf der Basis der aktuellen Situation entscheidet, sondern die Folgen für z.B. die Pension/Rente mitberücksichtigt.