Schokozwerg: Auch wenn du beschreibst, dass euer Wohngebiet sich von der Wohnqualität innerhalb eures Stadtteils sich noch einmal etwas vom Rest absetzt, konntet ihr euch mit zwei Lehrergehältern wirklich nichts Anderes leisten? So wie du es anklingen lässt, müsste eure finanzielle Situation sich doch signifikant von der der meisten Anwohner unterscheiden, oder?
Beiträge von Gymshark
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Mein Gedanke dazu: Die beschriebenen Grundschulen sind ja in direkter räumlicher Nähe zu eurem Wohnort. Fühlt ihr euch dort wohl? Kommt ihr mit den Anwohnern und Nachbarn zurecht? Kommt euer Kind im Kindergarten mit den anderen Kindern und den Erziehern (m/w/d) gut zurecht und seid ihr mit dem pädagogischen Konzept dort zufrieden? Wenn ja, warum sollte es dann beim Übergang in die Grundschule plötzlich zu Problemen kommen? Wenn nein, gibt es Gründe, die überwiegen, warum ihr trotzdem dort wohnen bleibt?
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Ich danke dir hier für die Darstellung deiner Unterrichtsgestaltung, weil sie sich maßgeblich von der in der Sekundarstufe unterscheidet. Ich verstehe dich so, dass ihr so viel Zeit den Schülern einräumt, wie sie brauchen, um sich ein Thema gänzlich zu erarbeiten, und erst danach mit dem nächsten Thema weitermacht. Zumindest ich rechne auch immer einen kleinen Puffer mit ein, setze aber pro Unterrichtseinheit einen zeitlichen Rahmen, in dem gewisse Inhalte schlichtweg erarbeitet werden müssen. Ich bin da bei dir, dass eine weitere Stunde nicht schaden würde, aber zumindest bei uns geht es auch ohne, weil, und das ist wohl der größte Unterschied zu euch, wir eher die Möglichkeit haben, Schüler mit zusätzlichem Übungsbedarf mit Material zu versorgen, sodass sie dieses eigenverantwortlich zuhause bearbeiten.
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Palim: Um das von dir Geschriebene mal in konkreten Zahlen zu übertragen: Was würdest du schätzen, wird in deiner Klasse im Fach Mathematik pro Woche im Schnitt zeitlich für Üben/Wiederholen/Trainieren aufgewandt und wie viel für die Erarbeitung von neuem oder Transferwissen?
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Palim: Beispiel:
Ein Kind wird in Mathe nicht automatisch besser dadurch, dass es 10 statt 5 Unterrichtsstunden die Woche hat. Es ist sogar eher so, dass ab einem gewissen Punkt zu viel Input den Lernerfolg hindert.
Entscheidend ist:
Lernt das Kind gerne Mathe? Das muss übrigens nicht synonym mit "Ist das Kind gut in Mathe?" sein.
Ist das Kind gerade überhaupt in der Lage, Mathe zu lernen?
Versteht das Kind, warum es jetzt Mathe lernen soll?
Ist die Unterrichtsatmosphäre (bzw. der Unterricht selbst) lernfördernd?
Ist all das gegeben, kann ein Kind in 5 Stunden pro Woche sehr viel lernen.
Sind viele Punkte nicht gegeben, kann man noch so viele Unterrichtsstunden dranhängen und der Lernzuwachs wird nicht automatisch mehr.
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Den Fremdsprachenunterricht in der Primarstufe kann man natürlich hinsichtlich seiner Sinnigkeit kritisieren. Man sollte aber nicht davon ausgehen, dass der Entfall aus dem Stundenplan der große Game Changer wäre. Entscheidend ist eher die Lern- und Leistungsfähigkeit und -willigkeit der Kinder.
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Sehr gut, O. Meier, mal wieder einen Religionsunterrichtsthread gesprengt!
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Warum sollte die AfD das machen? Die SVP demonstriert ja auch nicht in Deutschland.
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Mit dem Einwand hast du natürlich Recht. Nachhaltiges Handeln ist nur möglich, wenn die schulischen Rahmenbedingungen hierfür vorhanden sind.
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Was bedeutet denn Nachhaltigkeit? Bewusster Umgang mit Ressourcen, sodass diese möglichst lange nutzbar sind. Der reine Verzicht ist erst einmal nicht nachhaltig, da eine Alternative möglicherweise wenig Nutzen bringt oder vielleicht sogar mehr Ressourcen verbraucht.
Die meisten anderen bisher genannten Optionen entsprechend da eher dem Gedanken von Nachhaltigkeit: ressourcensparende Beschaffung/Herstellung, lange oder Mehrfach-Nutzung, ressourcensparende Wiederaufbereitung oder Entsorgung.
Bei Papier könnte das z.B. sein, Papier zu verwenden, das bei der Herstellung möglichst wenig Wasser verbraucht, geringerer Bleichgrad, regionale Hölzer (= kurze Transportwege), hoher Recyclinggrad, u.ä.
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Kein oder möglichst wenig Papier verwenden.
Das könnt ihr machen, hat aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun.
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Migranten müssen erst einmal ein anderes Land finden, in dem sie ein besseres Standing hätten. Das ist ggf. in Kanada der Fall. Andernorts ist es teilweise deutlich problematischer als in Deutschland.
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Anders herum gefragt: Gehst du davon aus, dass der deutsche Staat verantwortungsvoll mit Steuereinnahmen umgeht?
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Kris24: Eine Verschwendung von 0 ist unrealistisch. Meine persönliche Verschwendung würde ich dennoch als ziemlich gering einschätzen, da ich mir gut überlege, was und wie viel ich kaufe, und die jeweiligen Produkte möglichst so lang wie irgendwie möglich nutze.
Eine Zeit lang lief eine wöchentliche Sendung von Mario Barth im Fernseher, in der es um Steuerverdchwendung ging. Es wurden regelmäßig öffentliche Projekte vorgestellt, die von vorne bis hinten vermurkst wurden und gerne mal sechsstellige Beträge kosten.
Wenn ich jetzt eine ganz kurze Googlesuche durchführe, werden direkt mehrere äußerst teure Projekte angezeigt, so z.B. zwei Gebäude in Hamburg und Baden-Württemberg, deren Anmietung über mehrere Jahre einen inzwischen siebenstelligen Gesamtbetrag verschlang, die jedoch bis jetzt ungenutzt blieben.
Auch relativ gesehen kleinere Ausgaben sind teilweise hahnebüchener Natur wie dieses Beispiel hier zeigt.
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Letztendlich fehlen dem Staat (und allen) die Steuereinnahmen, was mir in dem Augenblick erstmal egal sein kann.
Hinzu kommt natürlich, dass der hohe Grad an staatlicher Steuerverschwendung in Deutschland nicht gerade das Vertrauen der Bürger in ein staatliches Handeln orientiert an den Bedürfnissen der Bürger stärkt.
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Vorab, danke für deine Rückfrage. Ich bin ehrlich, dass mir noch keine erfolgsversprechende Maßnahme für die Erreichung dieses Zieles eingefallen ist. Zur Analyse aktueller Probleme schaue ich gerne, wie es "früher" war. Auch früher lief nicht in allen Familien alles glatt; vieles lief sogar deutlich eher "unter dem Radar" als heute. Mir fehlt der Blick weit in die Vergangenheit, aber ich würde behaupten, dass ein größerer Anteil an Kindern heutzutage über basale Alltagskompetenzen verfügt als dies früher der Fall war. Ironisch, wenn man bedenkt, dass heutzutage die Lage viel besser ist: Familien und Kinder haben vor dem Gesetz mehr Rechte, das Bildungs- und Wirtschaftsniveau ist zumindest formal höher, die Anzahl der Kinder pro Frau geringer und das Alter der Frau beim ersten Kind höher. Warum erziehen Eltern ihre Kinder überhaupt? Geht es ihnen im Leben gut, wollen sie, dass die Nachfolgegeneration es auch gut im Leben hat. Geht es ihnen im Leben schlecht, wollen sie es von Anfang an mit den Kindern "richtig" machen, sodass diese es im Leben später mal besser haben. Es geht am Ende um soziale Angepasstheit.
So, warum ist das aber bei einem immer größer werdenden Teil der Familien nicht mehr der Fall? Hier kann ich nur Vermutungen anstellen. Erfahren Familien wirklich erhebliche Nachteile, wenn sie ihren Kindern nicht zeigen, wie man gescheit eine Schere hält? Wenn wir ehrlich sind: nein. Im Zweifelsfall übernimmt diese Aufgabe ein Anderer und das ist häufig die Schule. Du wirst mir zustimmen, dass die Schule viele Aufgaben in den letzten Jahren übernahm, die davor klassisch vom Elternhaus übernommen wurden - und auch vom Elternhaus übernommen werden können, da die Vermittlung von Alltagskompetenzen unabhängig von Bildungsstand und wirtschaftlicher Ausgangslage ist. Wir, als einzelne Lehrkräfte, nicht einmal einzelne Schulen, können hier wenig erreichen, aber vermutlich müssen wir uns mit der Frage auseinandersetzen:
Wenn Eltern ihren Kindern nicht zeigen, wie man eine Schere hält, übernehmen wir diese Aufgabe, auf dass Familien sich ggf. darauf ausruhen, dass im Zweifelsfall die Schule "schon macht", oder lehnen wir das ab mit der Konsequenz, dass dies zum Nachteil der Kinder ist, die noch am allerwenigsten etwas für die Erziehungsentscheidungen ihrer Eltern können?
Es ist eine schwierige Ausgangslage, aber vielleicht hast du eine Idee hierzu.
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Die Schule kann nicht alle Defizite aus Elternhaus und sozialer Umgebung des Kindes auffangen. Mit 5 Stunden Deutsch und Mathematik kann man bereits sehr viel machen. Eine Stunde weniger Nebenfach und dafür noch mehr Hauptfach wird da nicht der große Game Changer sein. Vielmehr müssen Alltagskompetenzvermittlung wieder zurück in die außerschulische Erziehung geholt werden, sodass Grundschule die eigentlich ausreichende zur Verfügung stehende Zeit sinnvoller zur Wissensvermittlung nutzen kann.
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Sehr interessanter statistischer Grenzfall, bei dem ihr womöglich am Ende beide Recht habt:
Die AfD steht aktuell bei um die 20%. Ich traue ihr ein Potential von bis zu 5% mehr zu. Bedeutet im Fall der AfD: Geschätzt lehnen bis zu 75% der Deutschen die Politik der AfD ab. Einen Graubereich wie bei den meisten Parteien gibt es bzgl. der Positionen zur AfD so gut wie nicht.
Aus Statistiken aus dem letzten Jahr ist bekannt, dass, je nach Fragestellung (!), zwischen 60 und 90% der Deutschen mit der deutschen Migrationspolitik unzufrieden sind. In anderen Worten: Jemand, der mit der deutschen Migrationspolitik unzufrieden ist, ist nicht automatisch ein AfD-Wähler. Es ist davon auszugehen, dass es sogar einige Wähler der Regierungsparteien gibt, die mit der Migrationspolitik Stand letztes Jahr unzufrieden waren.
Die TAZ schätzt, dass bis letzte Woche circa 3,5 mio. Bürger an Demonstranten gegen rechts teilnahmen. Das ist eine absolut hohe Zahl, relativ ausgehend von der Gesamtbevölkerung jedoch klein. Es lässt sich darauf schließen, dass ein Großteil derjenigen, die mit der Migrationspolitik zufrieden sind, auch an den Demonstrationen teilnahm.
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Um mal beim Zitat zu bleiben:
ZitatRespekt, Offenheit, Unabhängigkeit, Privatsphäre, finanzielle Sicherheit, Kreativität, Optimismus, Glück, Familienorientierung, Erfolg, Gesundheit, Mitgefühl, Freundlichkeit, Ausdauer, Spontaneität, Vertrauen, Perfektion, Bescheidenheit, Treue, Spaß, Professionalität und Genauigkeit.
Die fettmarkierten begriffe sehe ich als Ziele von Schule an. Vieles lässt sich aber nicht 100% zuordnen, gehört sowohl in den privaten als auch den schulischen Bereich.
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