Beiträge von Gymshark

    In meiner Welt ist Hausaufgaben = Schule und Hausarbeiten = Uni.

    Vielleicht werden die Begriffe auch regional unterschiedlich verwendet. Wie würdest du es nennen, wenn die Schüler (m/w/d) zum Thema X einen mehrseitigen Aufsatz schreiben sollen? Bei deinen Fächern kann das in der Sek II ja durchaus mal vorkommen.

    Das Problem, das ich wahrnehme, ist, dass Schüler aber mit der KI nicht umgehen können.

    Wenn ich eine seitenweise Abhandlung über Thema X mithilfe von KI verfasse, aber die Inhalte gar nicht kognitiv erfassen und auch zu Folgefragen, die sich auf den Inhalt beziehen, nicht ansatzweise korrekt antworten kann, ist es aus Bildungssicht nur ein schwacher Trost, dass ich auf einen Knopf drücken kann und die Abhandlung womöglich sogar ganz lesenswert wäre.

    Daher macht KI-Einsatz immer nur dann Sinn, wenn es zu (messbarem) Lernfortschritt führt - und damit meine ich nicht nur Methoden-, sondern auch inhaltliche Kompetenz.

    Alle sitzen bleiben lassen, wird das Problem auch nicht lösen.

    Es bleiben doch "alle" sitzen, weil sie in der Prüfungssituation nicht die Kompetenzen nachweisen können, die ihnen zuvor im Unterricht vermittelt wurden. Die entscheidende Frage ist dann: Warum können sie es nicht, obwohl die Inhalte und Methoden ihnen vorher vermittelt wurden? Die Gründe hierfür können sehr unterschiedlich sein, aber die Folgefrage (und darauf zielt ja auch Quittengelee immer wieder berechtigterweise ab) ist ja: Wie gehe ich als Lehrkraft damit um? Wenn ich dann eine Verlegenheits-Vier gebe, ist keinem geholfen - weder den Schülern (m/w/d) noch den Folgelehrkräften, die dann feststellen, dass die Schüler (m/w/d) gar nicht die fachlichen Voraussetzungen mitbringen, um den nächsten Stoff erarbeiten zu können. Mag sein, dass es aus welchen Gründen auch immer an irgendeiner Stelle innerhalb der Bildungskarriere diesen Stau-Moment gibt, und das ist ärgerlich für die jeweilige Lehrkraft, aber spätestens dann muss ein entscheidender Cut gemacht werden, sodass der Stau gelöst werden kann, statt dass im nächsten Schuljahr die nächste Lehrkraft vor demselben Problem steht, mit Ausnahme, dass der Stau noch größer geworden ist.

    Einer : Dass junge Menschen mit Fluchthintergrund bisweilen über bestimmte Inhalte und Kompetenzen nicht verfügen, ist zwar korrekt, aber diese Personengruppe wird in der Regel im Rahmen von Vorbereitungsklassen beschult, um sie (auch) sprachlich überhaupt erst einmal auf den Stand zu bekommen, am Regelunterricht teilnehmen zu können. Sobald sie an meinem Unterricht teilnehmen, muss ich davon ausgehen, dass sie die fachlichen Vorkenntnisse mitbringen, meinem Unterricht folgen zu können, und dann unterrichte und bewerte ich nach offiziellen Vorgaben.

    Ich habe auch die Verantwortung, gegenüber den Kollegen (m/w/d), an die ich irgendwann die jungen Menschen übergebe, dass die Leistungen, die ich qua Noten und Zeugnis bescheinige, auch tatsächlich erbracht wurden. Da unterscheide ich nicht zwischen Menschen mit und ohne Fluchthintergrund und ich denke, dass Industrie oder Kollegen (m/w/d) weiterführender Bildungsgänge dieselbe Erwartungshaltung an dich haben. Insofern würde ich mich da auch Quittengelees Ausführungen anschließen.

    Und ich betone nochmal: ich meine keine Migranten! Da könnte ich es ja verstehen.

    Wie sind diese Satz gemeint? Die Curricula unterscheiden nicht zwischen Schülern (m/w/d) mit und ohne Migrationshintergrund. Schüler (m/w/d) eurer Bildungsgänge müssen ja bestimmte formale Zulassungsvoraussetzungen erfüllen und die sollten dieselben sein - egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

    Als Lehrkraft unterrichtet man nicht nur junge Menschen in einer bestimmten Atersgruppe, sondern immer auch Unterrichtsfächer auf einem bestimmten Anspruchsniveau. Bedeutet in deinem Fall: Möchtest du lieber die Grundlagen in den Jahrgangsstufen 1-4 legen oder darauf aufbauend bereits fortgeschrittenere Inhalte in den Jahrgangsstufen 5-10 vermitteln, damit verbunden ggf. auch Abschlussprüfungen ablegen?

    Ich weiß zwar, dass Sozialwissenschaften =/= Sozialpädagogik, aber da es durchaus inhaltliche Schnittstellen gibt: Könntest du dir Lehramt der beruflichen Schulen mit der Fachrichtung Sozialpädagogik vorstellen? Du würdest damit angehende Erzieher (m/w/d) und Fachkräfte anderer sozialer Berufe unterrichten. Mein letzter Stand war, dass das ein Mangelfach in vielen Bundesländern ist.

    Nun ja, mit der Oberstufenreform sind die Klausuren in der Q1 künftig gedeckelt und kürzer, dafür in der Q2 doppelt so lang. Wie man das sinnvoll trainieren soll, weiß ich noch nicht.

    Da frage ich mich, ob die Diagnostik hinsichtlich der Gütekriterien wirklich durch mehr Zeit so viel zielgerichteter ausfällt. Gibt es dazu irgendwelche Evidenz oder ist da der Gedanke "Viel hilft viel."?

    Natürlich sagt niemand, ich möchte es, selbst wenn es manche wünschen. Ich bezeichne das als rhetorische Frage.

    Es gibt auch Schüler (m/w/d), die sich ein Siezen wünschen, aber sich nicht trauen, bei einer offenen Befragung, ob jemand gesiezt werden möchte, die Hand zu heben und dabei ggf. die Einzigen zu sein. Wenn schon gefragt wird, dann wenigstens im Rahmer einer geheimen Wahl (via Zettelchen o.ä.).

    Du kannst es ja als "Umbruch" beschreiben, Oberstufe ich schon was anders als Mittelstufe, also siezen wir uns jetzt alle (die SuS untereinander machen das sicher nicht, aber das ist ja nicht schlimm).

    Beim Übergang in die Sek II kann man recht gut erklären, dass sich ein paar Modalitäten ändern, und in dem Zusammenhang kann man als Lehrkraft anführen, dass die Schüler (m/w/d) jetzt in einem Lebensabschnitt sind, indem sie nicht nur Andere siezen, sondern erstmals auch gesiezt werden können. Da kann z.B. mit den Deutschkollegen (m/w/d) abgesprochen werden, dass sie im Rahmen des Unterrichts die semantische Bedeutung der Pronomen thematisieren.

    Siezen ist zu Beginn für Jugendliche ungewöhnlich, aber so sind viele erste Male im Zusammenhang mit Erwachsenwerden.

    Ergänzung: Wenn berufsbildende Schulen eine Option darstellen, würde ich noch zusätzlich die beruflichen Fachrichtungen Pflege und Sozialpädagogik erwähnen. Beide durchaus gefragt und vermutlich (Hier bitte noch einmal die Einschätzung der Kollegen (m/w/d) der berufsbildenden Schulen.) mit deinen bislang studierten Fächern als allgemeinbildende/s Fach/Fächer kombinierbar.

    Bei allen Gesetzen gibt es immer Missbrauch - dessen sind wir uns sicher einig. Ein missrauchsresistentes Gesetzwerk wird es wohl nie geben. Ich gebe dir Recht, dass besagte Partei (bzw. einige Vertreter (m/w/d) hiervon) populistische Rhetorik einsetzen, weil sie dieses Jahr Wahlen gewinnen wollen. Hinzu kommt, dass der Kanzler dies, als Reaktion auf Klagen aus der Wirtschaft hinsichtlich der aktuellen Konjunkurlage, nutzen möchte, um sein innenpolitisches Profil zu schärfen.

    chilipaprika : Das Beispiel mit deinem Mann muss aber wirklich im Einzelfall sehr genau abgewogen werden, sodass es nicht am Ende dazu führt, dass Vorgesetzte (m/w/d) ihre Mitarbeiter (m/w/d) mehr oder weniger dazu zwingen, im Krankheitsfall wenigstens ein paar Stunden zu arbeiten, weil derzeit viel zu tun sei und der Kollege X und die Kollegin Y das ja auch in der Vergangenheit gemacht hätten - und man will ja nicht unkollegial sein (= unterbewusst Druck aufbauen). Das Missbrauchspotential ist sehr hoch, wenn der Wunsch nicht explizit vom erkrankten Mitarbeiter (m/w/d) selbst kommt.

    Gehst du immer davon aus, dass Alle lügen [?]

    Ich sowieso nicht und ich denke, dass es auch bei der Partei, die derzeit am stärksten mit Forderungen in die Richtung auffällt, nicht der Fall ist. Ich vermute, dass die besagten politischen Akteure, nicht ich, der Auffassung sind, der derzeit niedrigschwellige Zugang zu einer Krankschreibung werde zumindest von einem Teil der Bevölkerung missbräuchlich genutzt, was auf Makroebene zu einer Schwächung des Bildungsniveaus und der Wirtschaftsleistung führe (Man bemerke an der Stelle den verwendeten Konjunktiv.). Besagte politische Akteure begründen ihre Position wiederum mit Deutschlands im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hohen Krankheitstagen.

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