Ich verstehe vollkommen, was Kris meint. Ich habe dieses Jahr relativ Glück mit meinem Stundenplan, aber Französisch ist bei uns gerne mal ein Fach, bei dem die Slots eher Richtung Nachmittag gelegt werden, um im Vormittagsbereich Kapazitäten für die Fächer freizuräumen, die von allen Schülerinnen und Schülern belegt werden.
Beiträge von Gymshark
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Wenn jemand wegen einer Note streitet, soll er die bessere Note bekommen. ....
Wenn jemand die bessere Note bekommen möchte, soll er dies auf Basis von Fakten begründen. Man bekommt nicht automatisch Recht, weil man das lautere Organ hat. Es ist super schwierig, zu erkennen, wann eine Situation auszuufern droht, aber ich würde dir insofern Recht geben, dass wir in solchen Situationen nicht den Helden spielen sollten, sondern, wenn wir merken, dass gerade etwas schief läuft, entweder versuchen, die Situation zu entschärfen (z.B. Ablenkung oder Besänftigung), oder, sollte auch das nicht mehr möglich sein, uns selbst zwecks Selbstschutz möglichst weit aus der Situation herausnehmen und räumlich distanzieren.
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Besteht nur bei mir der Eindruck oder entwickelt sich das Messer in Deutschland langsam zum Gegenstück zur Schusswaffe in den USA in Bezug auf gesellschaftliche Akzeptanz und Verwendung im Rahmen von strafrechtlich relevanten Übergriffen?
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Ich hoffe, die Kollegin wird diesen schlimmen Angriff möglichst ohne bleibende Schäden überstehen.
Die Schlüsse vom Oberbürgermeister finde ich fragwürdig. Das Messer selbst hat keinen Menschen verletzt, es war der Jugendliche. Wer die Absicht hat, einen anderen Menschen zu verletzten, wird Wege hierfür finden, weswegen Waffenverbotszonen o.ä. auf mich immer etwas lebensfremd wirken. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst machen, dass es keine absolute Sicherheit gibt. Wir sind tagtäglich von Menschen umgeben, die zumindest theoretisch in der Lage wären, unsere gesundheitliche Unversehrtheit erheblich zu beeinträchtigen. Die Herausforderung im Leben ist, sich diesem Axiom bewusst zu sein, aber dennoch möglichst resilient durch das Leben zu gehen, statt in einen dauerpanischen Zustand zu verfallen, an dem man am Ende psychisch zerbricht.
Ich hoffe, der Jugendliche wird zeitnah die gerechte Strafe für sein Verhalten erhalten. Wir hatten uns letztens im Forum noch über Schulausschlüsse unterhalten. Das ist ein Fall, bei dem ich mir im Sinne der Schulgemeinschaft wünschen würde, dass dieser Jugendliche in absehbarer Zeit nicht mehr diese Schule betreten wird.
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Können wir zur Abwechslung mal anfangen, eine kontroverse Wortverwendung (hier das Wort "komisch") an die Person, die den Ausdruck als erstes (!) verwendet, zu adressieren, statt die Person, die das Wort mittendrin aufgreift, womöglich sogar eine Gegenfrage hierzu stellt? In dem Fall war es s3g4.
Dieses Muster ist mir schon ein paar Mal aufgefallen (diesmal bei dir, Quittengelee, aber es kamen etwaige Rückfragen auch von anderen Usern) und ich frage mich dann immer, ob der Anfang einer Unterhaltung nicht mitbekommen wurde, oder ob sich bewusst dazu entschieden wurde, die Kritik (manchmal kann sie ja durchaus berechtigt sein) an einer Sekunär- statt der eigentlichen Primärquelle festzumachen.
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Mal pragmatisch gefragt: Wie viele Rentner gibt es denn überhaupt, die derzeit in Haft sitzen? Das dürfte doch eine vergleichsweise kleine Gruppe sein. Um in Haft zu kommen, müssen schon erhebliche Straftaten begangen worden sein, die in der Regel eher von Menschen im jungen bis mittleren Erwerbstätigenalter begangen werden. Wenn diese wiederum aus der Haft entlassen werden, haben sie es schon schwer genug, überhaupt wieder im normalen Leben Fuß zu fassen und sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu positionieren. Da würde ich diesen nicht auch noch irgendwelche Rentenansprüche von der Zeit vor dem Haftantritt streichen. Der eigentliche Sinn einer Haftstrafe ist ja die Abgleichung der verbüßten Tat, sprich nach besagter Abgleichung sollte man, so gut wie irgendwie möglich ohne Altlasten wieder beginnen können, ein normales Leben zu führen.
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Das stimmt. Würdest du denn der Aussage inhaltlich widersprechen?
Man kann sich im Prinzip ja gar nicht zur Inklusion äußern, ohne immer auch mögliche Alternativen gegenüberzustellen. Und wie gesagt, die Inklusion ist ja ein Thema, das auch alle andere Schulformen betrifft, bis hin zu den beruflichen Schulen.
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Magellan : Inklusion betrifft aber nicht alleine Lehrkräfte der Förderschulen, sondern auch die anderer Schulformen. s3g4 positionierte sich ja auch im Beitrag vor mir zu dem Thema, trotz anderer Schulform.
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Ich sähe eine Schule des sechsjährigen Gemeinsamen Lernens sehr in meinem Interesse.
Gemeinsames Lernen heißt aber auch immer eine potentielle Spanne zwischen lernbeeinträchtigt bis hochbegabt mit allen Schattierungen dazwischen. Das ist zwar Alltag für viele Grundschullehrerinnen und -lehrer, ich bin aber dennoch der Meinung, dass es hierbei super schwierig ist, allen Bedürfnissen gleichermaßen gerecht werden zu können. Es bleibt außerdem auch die Frage offen, inwieweit gemeinsames Lernen in einem outputorienterten Bildungssystem, wie wir eines nun einmal haben, überhaupt sinnvoll implementierbar ist.
s3g4 : Ich würde eher sagen, dass es anders herum ist, nämlich dass in der Inklusion das beeinträchtigte Kind das "komische" Kind ist, weil ihm früher oder später bewusst wird, dass es in dem Klassensetting eine Sonderrolle einnimmt, während in der Förderschule mehr Berührungspunkte mit anderen Kindern mit Beeinträchtigung bestehen, was eher noch dafür sorgt, dass ein "Wir"-Gefühl bei den betroffenen Kinderm entsteht.
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Das war nicht der Punkt. Es ging darum, dass ein Dauerschwänzer (m/w/d) im Gegensatz zu einem gewalttätigen Schüler (m/w/d) in der Schule selbst niemanden bedrohen, verletzen oder demütigen kann. Dass ein Dauerschwänzer dennoch bürokratischem Arbeitsaufwand erzeugt, ist unbestritten.
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Klar, dann hocken die zuhause und werden von alleine lieb und brav.
In erster Linie geht es um den Opferschutz, nicht um den Täter. Das heißt jedoch nicht, dass keine Form von Therapie oder Rehabilitation stattfinden sollte.
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Dauerschwänzer tun durch ihre Abwesenheit am Ende keinem (außer indirekt sich selbst) weh - da muss man noch einmal unterscheiden im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen, die durch ihr Verhalten die körperliche Unversehrtheit von Mitschülern oder Lehrktäftem bedrohen.
Dauerschwänzer sollte man dennoch nicht einfach so laufen lassen, alleine auch weil nicht klar ist, inwieweit die Familie im Hintergrund den Schulbesuch aktiv verhindert.
In den letzten Jahre gab es immer mal wieder Fälle von schwerem familiären Missbrauch, die zwar für sich Einzelfälle waren, aber dennoch hilft jeder Kontakt nach draußen einem potentiellen Opfer, aus seiner Gefahrensitiation herauszukommen.
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Die Hürden zum Schulausschluss sind zwar berechtigterweise hoch, er sollte aber dann Anwendung finden, wenn ein Schüler oder eine Schülerin eine ernsthafte Gefahr für die gesundheitliche Unversehrtheit der Allgemeinheit darstellt.
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Der normale Bürger kann schon aufgrund der steigenden Lasten in sozialen Sicherungssystemen nicht mit einer noch höheren Steuerqoute belastet werden.
Das führt zu weit weg vom Ausgangsthema, aber der von mir fett hervorgehobene Teil ist letztendlich auch nicht in Stein gemeißelt und ließe sich mit gezielten Maßnahmen und damit verbunden politischem Willen begrenzen.
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Der Lehrermangel besteht nicht nur an Brennpunktschulen, alleine die Bezeichnung lässt viele schon erschrecken. Dabei fehlen auch in anderen Schulformen Lehrkräfte, was Vater Staat nun mit Quer-und Seiteneinstiegsprogrammen einzudämmen versucht. Das Bildungsniveau fährt auf "Titanic-kurs" bis irgendwann der Untergang kommt!
Die Gesamtschule als Schulform hängt letztendlich von gesellschaftlichen Trends ab. Die Ausweitung der Gesamtschule erfolgte vor allem in einer Zeit, in der es innerhalb der Bildungslandschaft wichtig schien, durch soziales und gemeinsames Lernen Bildungsperspektiven für benachteiligte Kinder und Jugendliche schaffen. Gesellschaftliche Trends können sich aber bekanntlich ändern und so kann es sein, dass durch andere Schwerpunktsetzung in der Bildungslandschaft in Kombination mit einer parteipolitisch personell anders strukturierten Bildungspolitik die Gesamtschule als Schulform zugunsten anderer Schulformen begrenzt oder sogar eingestellt wird.
Zu dem Bildungsniveau wissen wir durch den Bildungsmonitor, dass das Bildungsniveau seit 2015 gesunken ist, obwohl durch die Schwerpunktsetzung in der Migrationspolitik damals das Gegenteil bewirkt werden sollte. Es bleibt ab zu warten wie Frau Prien und die zuständigen Landesminister hierauf innerhalb der nächsten 2 Jahre reagieren werden.
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Einfach zu behaupten der Staat habe jedes Jahr höhere Steuereinnahmen ist genauso klug argumentiert wie zu sagen Morgen sind wir alle einen Tag älter.
Die Steuereinnahmen des Staates müssen als absoluter Wert jedes Jahr steigen. Wie sollte der Staat den bei einer Inflation von 2% die Ausgaben refinanzieren, wenn nicht seine Steuereinnahmen als absoluter Wert mit steigen?Warum sollte er das denn? Keine Frage, es gibt Posten, die der Instandhaltung bedürfen und daher in regelmäßigen zeitlichen Abständen gegenfinanziert werden müssen (z.B. Straßen, Schulen, Ausstattung für Polizei und Militär). Dennoch wurden ja in den letzten Jahren viele öffentliche Ausgaben getätigt, die bei kritischer Analyse nicht fortgesetzt, sondern zeitnah erheblich reduziert oder eingestellt werden sollten, und wenn dies genug Posten betrifft, kann es ggf. sogar sein, dass für alle notwendigen Posten sogar weniger Steuereinnahmen benötigt werden.
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Ja, das ist doch wunderbar, wenn diese Kinder den Aufstieg schaffen. Was hast du da dagegen? Du sagst ja, das lohnt nicht, den Schulen Geld zu geben. Sind es die Kinder, die den Aufstieg schaffen, nicht wert? Genau das schreibst du nämlich.
Ich bin froh für alle Kinder, die den Aufstieg schaffen, keine Frage. Ich fände es nur schade, wenn die Brennpunktviertel sich abstrampeln, dass aus ihrem Nachwuchs trotz schwieriger Startbedingungen etwas wird, und sobald ihnen das gelungen ist, profitieren sie selbst nicht vom Ertrag, sondern die Viertel, die die jungen Leute sich als Lebensmittelpunkt jetzt leisten können. Aus der Makroperspektive mag es egal sein, wer den Aufwand betreibt, für die einzelnen Standorte wäre es ein wichtiges Zeichen, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die Standorte selbst von dem Aufwand profitieren.
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Magellan : Vielleicht in einzelnen Fällen. Ich fürchte jedoch eher, dass Kinder, die in einem sozioökonomisch schwierigen Viertel aufwachsen und den gesellschaftlichen Aufstieg schaffen, tendenziell eher später in sozioökonomisch bessere Viertel ziehen, statt vor Ort zu bleiben und das Viertel zum Positiven zu verändern.
state_of_Trance : Ohne die Schulen näher zu kennen, hätte ich vermutet, dass eine eventuell ein Profil hat, das besonders attraktiv für bildungsnahe Elternhäuser ist. Gibt es da einen entsprechenden Zusammenhang?
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Ich denke, es besteht weitestgehend Verständnis darüber, dass ein nach außen hin attraktives Fächerangebot den Schulstandort sichert und daher in manchen Fällen kleine Kurse nötig sind. Es muss natürlich alles im Verhältnis stehen. Wir könnten theoretisch Russisch als dritte Fremdsprache im Wahlpflichtbereich anbieten, aber die absehbare Kursgröße wäre im niedrigen einstelligen Bereich. Wir verzichten darauf, um dann im Gegenzug eher unser restliches Fremdsprachenangebot zu stärken.
Wir gönnen uns auch den einen oder anderen kleinen Leistungskurs und haben dann im Gegenzug an anderer Stelle mal größere Kurse in der Mittelstufe.
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Natürlich wäre es nicht einfacher, sondern eher mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Investiert man "nur" in die Schule, bleibt sie in 20 Jahren immer noch eine Brennpunktschule, da dieser unrühmliche Titel nicht an der Schule selbst liegt, sondern am demographischen Einzugsgebiet. Wird das Viertel jedoch von Grund auf infrastrukturell und städtebaulich aufgewertet, steigt auch sein sozioökonomische Status und die Schule verliert automatisch ihren Status als Brennpunktschule.
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