Beiträge von Quittengelee

    Ich hab mal bei der Arge reingeschaut, mit dem Check U, das ist dröge, unkonkret und zu kompliziert mit doppelter Verneinung usw. "Zu wieviel Prozent stimmst du dieser Aussage zu, dass es dir nicht wichtig ist, wie genau du arbeitest" oder so ähnlich.

    In einem Arbeitsheft hab ich mal Beispiele gesehen, wie sich die SuS selbst einschätzen können. Etwa: "Ich arbeite genau und geschickt. Zum Beispiel packe ich gerne ein Geschenk ein und es ist dann ordentlich." Nach solchen Sachen würde ich mal per KI suchen. Auch gut: andere sollen mich einschätzen, ebenso konkrete Beispiele.

    Was ist eigentlich mit dem Berufswahlpass, arbeiten sie damit? Gibt es ein Konzept zur Berufsorientierung an der Schule? Welches Fach leistet in welchem Schuljahr welchen Beitrag? Sprich mit den Kolleg*innen.

    Edit: weilt der TE eigentlich noch unter uns?

    Naja, man vergisst ja auch wirklich ein bisschen, wie man sich am Anfang fühlt. Ich hab vor ca. 100 Jahren als Praktikantin in referendar.de was gefragt und genau so eine Antwort erhalten: ich solle bloooß nicht denken, dass ich irgendwas gratis geliefert bekäme und überhaupt, was denn meine Ideen seien?! Dabei wusste ich wirklich nicht weiter und hatte eben genau keine Ideen, deswegen meldet man sich ja an.

    Und da der/die TE auch sofort eine Idee für eine Unterrichtsreihe hochgeladen hat, gehe ich doch davon aus, dass die Person sich was gedacht hat, aber nicht weiter weiß.

    Die Frage ist "Was soll Schule vermitteln?". Frag 10 Leute, du wirst 10 Antworten bekommen!

    Die allgemeinbildende Schule geht zwischen 9 und 13 Jahre. Unsere Schüler (m/w/d) leben 80, 90, vielleicht 100 Jahre. So weit kann Schule gar nicht in die Zukunft schauen und zudem geht es darum, ein Fundament für jeden zu errichten, unabhängig davon, in welche Richtung sich der Einzelne später entwickelt.

    Meiner Meinung nach geht es darum, Schülern zeitlose Kulturtechniken und Inhalte zu vermitteln, sodass die Kinder und Jugendlichen im nächsten Schritt unter Unterstützung der Lehrkraft überlegen können, was diese wiederum im Hier und Jetzt für sie bedeuten.

    Wer weiß, ob wir in 5 Jahren von Chat GPT reden werden. Oder vom BSW. Oder von Billie Eilish. Trends sind schnelllebig. Wer das große Ganze verstanden hat, kann Trends entsprechend einordnen, ohne sich von diesen abhängig zu machen. Damit lässt sich auch begründen, warum unsere Schüler (m/w/d) auch mal was von Goethe oder Martin Luther gehört haben sollten und nicht nur von Squid Games und Greta Thunberg.

    Also weder ist Luther wichtiger als Greta Thunberg, noch sitzen alle SuS vor TikTok und schon gar nicht kann man ausblenden, dass sich die Welt weiterdreht.

    Unsere Kinder sind echt cool, machen sich viele Gedanken, sind informiert, denken häufig schwarz-weiß, haben 100 Bücher im Regal UND haben Liebeskummer und Fragen ans Leben, die wir doch auch bloß nicht beantworten können, nur weil wir 25 Jahre länger auf der Welt sind.

    Insofern können wir ja gerne "Kulturtechniken" definieren und ob "KI sinnvoll anwenden" dazugehört oder ob sie mit "lesen können" und "Quellen checken" schon immer da waren und sich nie ändern werden. Es hat aber keinen Sinn, sich dem zu verschließen, wovon die SuS umgeben sind. Und wenn sie KI verwenden, müssen sie lernen, damit umzugehen. Und wir ganz offensichtlich auch, sonst können wir überhaupt nichts weitergeben.

    celikk , nimm die Rückfragen ernst. Die Methode für den UB kommt erst, wenn man weiß, was man in der ganzen Reihe schaffen will, was die SuS nach diesen 6 Stunden können und wissen sollen. "Berufe" ist kein Ziel.

    Spontan frage ich mich zum Beispiel, ob du wirklich Bewerbungen in einer Stunde zwischendrin abhandeln willst? Damit alleine kann man 6 Wochen à 5 Deutschstunden zubringen.

    Ich würde erst in die genauere Planung der einzelnen Stunden deiner Einheit gehen, bevor ich den UB plane. Berufsbilder, Stärken und Schwächen sind grundsätzlich typische Inhalte der Berufserkundung. Für siebte Klasse Hauptschule musst du das aber aufdröseln, die wissen weder, welche Stärken man in welchem Beruf braucht, noch welche sie haben. Allenfalls gibt es ein paar grobe Ideen und Interessen "KfZ-Mechaniker" "Tierärztin", "was mit Kindern".

    Als Lernziel der Stunde habe ich für den Großteil der Klasse folgendes formuliert: Die SuS können lange und kurze Vokale in gesprochenen und geschriebenen Wörtern unterscheiden. Für die 5 Förderkinder ist das Ziel nur die Unterscheidung in gesprochenen Wörtern.

    Das ist ambitioniert, an der Förderschule üben wir sowas 5 Jahre lang.

    Mal so ganz allgemein: das a in Hase und das a in Mantel klingt völlig verschieden. Die Kinder lernen gerade erst, dass Laute überhaupt als Zeichen dargestellt werden können. Sie haben keine Ahnung, dass in Hase und Mantel "as" vorkommen, sie können ja noch nicht lesen.

    Ich würde für die Schwachen also eher nur einen Vokal und möglichst lautgetreue Wörter nehmen, mich auf Anlaute beschänken und Hörübungen dazu suchen. Reimwörter wurden auch schon genannt.

    Vielleicht im Spiegel die Mundstellung anschauen? Oooohr, Oooma, Otter?

    Was starke Erstklässler können, weiß ich nicht, allerdings würde ich kein eduki für einen UB verwenden. Du musst selbst Arbeitsblätter erstellen. Nur so kannst du zeigen, was du kannst und auch nur so die Qualität der AB unbekannter Autor*innen aus dem Äther beurteilen.

    Dann ist es doch klar? Du bist mit 25 Kindern alleine und das ist nicht zulässig.

    Müsst ihr irgendein Formular ausfüllen und den Wandertag genehmigen lassen oder an welcher Stelle hat die SL festgelegt, welche Begleitperson welcher Klasse zugeordnet wird? Und warum hat sie das getan, es hätte doch gereicht, je 2 Klassen 1 Menschen mitzuschicken.

    Wie gesagt, ich würde sagen, dass ich für meine Klasse eine zweite Person will, eine zweite Person selbst organisieren oder nicht mitgehen. Was nützt dir die rechtliche Absicherung, wenn dir nicht wohl ist?

    Rein rechtlich muss sich deine Gruppe "beaufsichtigt fühlen". Rennt aber die halbe Klasse noch schnell über rot und steht auf der Verkehrsinsel, hast du das konkrete Problem.

    Hast du Kinder mit irgendwie geartetem Unterstützungsbedarf? Dann könntest du sagen, dass du mit Kind xy nicht alleine losgehen kannst, weil es austicken könnte und du dann niemanden hast, der mit ihm zur Schule zurückfährt. Einfach mal beharren. Oder ein Elternteil mitnehmen?

    ...Neben den vier Klassenlehrern sind noch zwei Fachlehrer als Aufsichtspersonen dabei. Diese sind jedoch zwei bestimmten Klassen zugeordnet. Die Schulleitung sagt, dass trotzdem alle Lehrer für alle Schüler verantwortlich sind. ...

    Ich würde für meine Klasse entscheiden. Bin ich mit der 1a am Ende alleine, weil der zusätzliche Lehrer offiziell mit der 2b mitgeht? Dann würde ich den Ausflug wahrscheinlich nicht mitmachen. Oder sagt die Schulleitung offiziell, Kollege X geht mit 1a+1b mit?

    Ich versuche aus Gründen, inzwischen auf meinen Bauch zu hören. Sich zu was drängen lassen und am Ende die ganze Zeit gestresst sein, möchte ich nicht wieder erleben. Denn wer am Ende von einem Gericht die Verantwortung zugewiesen bekommt, sahen wir nach Klassenfahrten und Schwimmbadbesuchen: das sind nicht die Schulleiter!

    Die gesetzlichen Vorgaben sind das eine, anekdotische eigene Erfahrungen das andere. Das kann man doch einfach so stehenlassen. Ich habe sowohl die Kollegin erlebt, die bis kurz vor der Geburt in der Schule war, als auch die, die nur eigennützig eine Stelle besetzt hat, die uns in der Praxis dann monatelang nicht zur Verfügung stand. So what?

    Wieso sollte man das einfach so stehen lassen? Woher weißt du denn, welche Beschwerden die Kollegin hatte oder auch nicht oder was der Arbeitgeber in die Gefährdungsbeurteilung geschrieben hat?

    Ergänze das doch bitte eben noch, dass die mitlesende Allgemeinheit deine Anekdote auch richtig einordnen kann.

    Ja und heute ist es gesellschaftlich üblich, dass man sich ab Bekanntgabe der Schwangerschaft ins Beschäftigungs"verbot" verkriecht. Finde ich auch nicht besser.

    Es wurde doch nun mehrfach erklärt, dass das aus Infektionsschutzgründen heute so ist. Es ist offenbar anders als vor 6 Jahren, da die meisten Schwangeren aber vor 6 Jahren noch nicht schwanger waren, können sie das nicht wissen und halten sich logischerweise an das, was der AG vorgibt.

    Wenn dich das stört, starte doch eine Petition zur Änderung des MuSchG.

    Das Thema steht im Lehrplan, den können sie auch jederzeit einsehen. Hier sehe ich mal keinen Überwachungsdruck durch Eltern, obwohl ich den generell gut nachvollziehen kann.

    Ich mag den digitalen Kram, weil Einträge sauber und verbindlich sind. Ich komme auch erst seit Tippen ins Telefon mit Erinnerungsfunktion gut durchs Termin-Leben, Papierkalender waren ein Graus für mich.

    ...

    Die SuS bekommen dann ihre Klausur und eine Musterlösung blanko, also mit freiem rechten Feld, zurück und sollen ihre Klausur durchgehen und korrigieren, wie ich das getan habe, also am Erwartungshorizont orientieren und dann herausfinden, was sie geschrieben haben und was fehlt. Sie können sich auch eigene Punkte geben. Im Einzelgespräch vergleichen wir dann unsere ausgefüllten Bögen und es ist ganz häufig so, dass die Schüler sich schlechter bewerten, als ich sie bewertet habe.

    ...

    Das klingt doch nach einer richtig guten Lösung, oder? Wie viel Zeit kosten dich die Einzelgespräche oder machst du das während einer Unterrichtsstunde?

    Du benötigst ärztliche Behandlung, also solltest du sie in Anspruch nehmen. Das würde ich jedem raten. Keine Erkrankung wird besser, wenn man sie nicht behandelt, ADHS kann unbehandelt zu Einschränkungen der Lebensqualität, des Studienerfolgs und zu Komorbidität, v a. Depression führen.

    Generell gilt, dass der Amtsarzt die Lebenszeitverbeamtung infrage stellen kann, wenn eine dauerhafte Dienstunfähigkeit eintreten könnte aufgrund einer Erkrankung und die Person mit hoher Wahrscheinlichkeit das Rentenalter im Dienst nicht erreicht. Vorher kann man ein Gegengutachten einreichen, dann liegt die Beweislast beim Amtsarzt.

    Auch deswegen würde ich eine vernünftige Diagnostik und gut eingestellte medikamentöse Behandlung bevorzugen, dann kennt dich die behandelnde psychiatrische Praxis und kann deinen Gesundheitszustand überhaupt erst beurteilen.

    Edit: beachte später, dass du bei privaten Krankenversicherungen über eine*n unabhängige*n Berater*in mehrere gleichzeitig anfragst. Fragst du selbst nur eine an und die lehnt dich ab, musst du das bei allen anderen PKVen angeben, was es noch schwieriger macht, einen Vertrag zu bekommen.

    Sachsen:

    "Sobald der Schulleitung eine Schwangerschaft angezeigt wird bzw. sie Kenntnis davon erhält, ist der Schwangeren ein sofortiges befristetes Beschäftigungsverbot bis zum Vorliegen der betriebsärztlichen Bescheinigung auszusprechen (wegen einer Infektionsgefährdung aufgrund unbekannten Immunstatus).

    Für schwangere Beschäftigte veranlasst die Schulleiterin bzw. der Schulleiter unverzüglich eine Vorstellung bei der Betriebsärztin bzw. dem Betriebsarzt zur arbeitsmedizinischen Vorsorge Mutterschutz u. A. zur Feststellung der bestehenden Infektionsgefährdung.

    Schwangere Schülerinnen werden der Betriebsärztin bzw. dem Betriebsarzt ebenfalls gemeldet. Die Schwangere und die Schulleitung werden in diesem Rahmen betriebsärztlich beraten.

    Die Vorgaben der Betriebsärztin bzw. des Betriebsarztes sind von der Schulleiterin bzw. vom Schulleiter während der gesamten Schwangerschaft und Stillzeit zu beachten und umzusetzen. Die Schulleitung prüft gemeinsam mit der Schwangeren, ob und wie ggf. bestehende Gefährdungen abgestellt werden können. Sofern eine Abstellung nicht möglich ist, muss ein weiteres (evtl. auch teilweises) Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden. Dabei soll die Anpassung der Arbeitsbedingungen immer Vorrang vor einer Freistellung haben."

    https://www.bgm-schulen.sachsen.de/mutterschutz-3989.html

    So als konkretes Beispiel.



    Hurra, es geht wieder los.

    Ich mach mir mal Popcorn.

    Was geht los und wofür brauchst du Popcorn? Wenn dich eine sachliche Diskussion überfordert, geh doch ins Kino stattdessen.

    Nein, kann ich nicht. Mir reicht subjektives Erleben, um das seltsam zu finden.

    ...

    Ohne Grundlage irgendwas seltsam zu finden, sät halt immer Misstrauen. Der Mutterschutz wurde z.B. aktuell ausgeweitet auf Mütter, die Fehlgeburten nach SSW 13 oder 20 hatten. Das ist auch gut so. Ich fände es schlimm, wenn jemand schriebe "zu meine Zeit stellten sich Mütter mit totgeborenem Kind nicht so an. Die mussten sofort wieder arbeiten."

    Zu den Erzieherinnen: es war ein Beispiel, um zu erläutern, warum das (eingeschränkte) Beschäftigungsverbot wichtig sein kann.

    Nein, das musste schon immer gemacht werden, musstest du nicht zum medizinischen Dienst, Amtsarzt o.ä. und deinen Impfpass z.B. vorlegen?

    Das kommt doch aufs Bundesland an. Ich habe in zwei Bundesländern keine Gefährdungsbeurteilung durch die Schule gesehen, ich kenne das nur aus dem Forum.

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