Beiträge von Quittengelee

    Es ist aber Käse, zu sagen, dass an Förderschulen seltener Abschlüsse gemacht werden, weil es Förderschulen sind. Die meisten Förderschularten unterrichten nach Regellehrplan und dort werden auch Anschlüsse erreicht, wenn man überhaupt bis zum Schluss dort ist.

    Wer aber mit 15 noch an der Lernförderschule oder der Schule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung lernt, kann in aller Regel keinen Hauptschulabschluss schaffen, das wäre auch nicht anders, wenn man ihn oder sie in die Inklusion gesetzt hätte.

    Ich kenne ganz konkrete Beispiele mit Geschwistern an je einer Schulart, die in der Inklusion nicht besser gefördert wurden, im Gegenteil. Den Hauptschulabschluss haben auch jeweils beide nicht erlangt.

    ...

    Mir fällt immer mehr auf, dass die SuS sich immer weniger auf eine Sache konzentrieren können. ...

    Kannst du das beziffern? Also etwa wie viele Jahre du schon unterrichtest und gibt es z.B. bestimmte Aufgaben, die SuS jetzt nicht mehr zu Ende bringen, die sie vor x Jahren noch ohne Ablenkung beendet haben? Oder hast du die Minuten des konzentrierten Arbeitens früher und heute gemessen und verglichen oder ist das eher ein Gefühl? Und weißt du, wer von denen, die sich besonders schlecht konzentrieren können, besonders viel zocken bzw. vor Tiktok abhängen?

    Ich kann die Theorie weder bestätigen noch widerlegen, allerdings sind meine SuS tendenziell unkonzentrierter als der Durchschnitt, da es eine Förderschule ist.

    Edit: ich erlebe in meinem Unterricht, dass Regelmäßigkeit in den Abläufen, Wiederholungen und Achten auf Stille mehr zur Konzentration beitragen als mehr Abwechslung durch mehr Medien.

    Ja, bei uns gab's früher keine Böller, weil meine Eltern ein Kriegstrauma hatten. Freunde, mit denen wir feiern, tun das aber mit Leidenschaft und da sollen die Kids ihren Spaß haben.

    Kennst du einen wirklich leckeren, umami veganen Brotaufstrich, der mit Wurst konkurrieren kann?

    ...Ob man dann unbedingt jemanden nimmt, der nahezu alle "Teamevents" - man möge davon halten was man möchte - boykottiert, ist fraglich. Gleichzeitig ist das bei sonst guter Arbeit und Engagement aber kein KO-Kriterium.

    Es geht ja eher selten um Extreme. Trotzdem gibt's bestimmte Stellen auch nur einmal im Berufsleben und es ist dann für die eine Person durchaus entscheidend, ob sie die bekommt oder nicht. Ich verstehe da die Enttäuschung, wenn es am Ende um solche Kinkerlitzchen wie freiwillige Teilnahme an Smalltalk geht.

    Zumindest ein Bewusstsein dafür, dass man die Entscheidung aus dem Bauch heraus nach Sympathie getroffen hat, fänd ich wünschenswert.

    ...Das mag man subjektiv anders sehen und es ist auch bequemer, den Grund für die eigene Nichtbeförderung nicht bei sich selbst, sondern in einem unfairen System suchen zu müssen. Eine Haltung, die wir von unseren Schülern allzuoft kennen und kritisieren.

    Und ich kritisiere die Haltung von Vorgesetzten die meinen, ihre Kolleg*innen mit Schüler*innen vergleichen zu müssen.

    Personen, die solche Einzelfälle heranziehen, berufen sich auch oft darauf, wie alt Helmut Schmidt doch geworden ist.

    In einem Podcast über Alkoholkonsum meinte kürzlich jemand, es sei doch egal, ob sie 1-2 Jahre weniger lang leben würde statistisch gesehen, dafür hätte sie dann mehr Spaß gehabt. Dass das bedeuten kann, in der Statistik diejenige zu sein, die mit 50 an Brustkrebs stirbt, an dem Alkohol einen nicht geringen Anteil hat, schien der Frau nicht so klar zu sein. Man muss halt nur geschickt mit Einzelfall oder Statistik argumentieren, dass die Begründung zum eigenen Vergnügen passt :super:

    Die Wortwahl war vielleicht überspitzt, die Aussage ist aber genau die, zwei Kolleg*innen leisten die gleiche Arbeit, bevorzugt wird die, die sich abends mit Kollegen trifft, statt mit dem Partner gemütlich Essen zu gehen oder mit den Kindern Canasta zu spielen. Wer ist denn besser für eine Aufgabe geeignet? In anderen Branchen muss man mit dem Chef Golfen und über seine Witze lachen, im Schuldienst Glühwein trinken? Ich finde solche Treffen ab und an nett, ich will aber daraus keine beruflichen Vor- oder Nachteile erfahren. Scheint aber wieder mal hoffnungslos, Spiel das Spiel mit oder werde abgeschrieben.

    Heute habe ich von meiner Hausärztin einen Ausdruck aller von ihr gestellten Diagnosen vor dem Tattag erhalten. Oh Wunder. Es waren immer Infekte. Keine F-Diagnose. Nichts Psychosomatisches.

    Es regt mich (immer noch) extrem auf, dass mir von der Bezirksregierung unterstellt wird vorher schon "überfordert und nicht belastbar" gewesen zu sein.

    Dass ich in den Monaten vorher immer viele Überstunden gemacht habe, kann ich ja glücklicherweise auch beweisen.

    Ich frage mich, wem du das an welcher Stelle beweisen willst. Ich kann grundsätzlich den Impuls nachvollziehen, etwas richtigstellen zu wollen. Aber mir erscheint die Energie, die du da rein investierst, so'n bisschen sinnlos zu verpuffen.

    Es geht doch um Wiedereingliederung nach Traumafolgestörung während eines Dienstunfalls sowie eine Versetzung. Wer spricht da aktuell für dich? Ein Anwalt, ein PR-Mitglied oder die Schwerbehindertenvertretung? Hast du ein amtsärztliches Gutachten? Sorry, wenn ich was vergessen habe, ich wollte nicht noch mal alles nachlesen. Ich würde aber diese Trullas aus dem anderen Gespräch vergessen und gucken, welche Hebel du jetzt in Bewegung setzen musst, um deinen Willen durchzusetzen.

    Also, was will sie.

    Hat sie doch geschrieben, sie hat nur einmal Oberstufe unterrichtet und dabei schlechte Erfahrungen gemacht.

    Ich dachte auch erst an fachfremden Unterricht, aber der Vergleich hinkt. Primarstufeneltern beschweren sich wohl eher selten, dass die Lehrkraft nicht gut genug Englisch kann, um die Wochentage zu vermitteln. Ein passenderer Vergleich fällt mir gerade nicht ein, aber es geht offenbar um die Bewertungssituation und dass die benötigte Kompetenz (hier: Sprechen in der Fremdsprache) bei Stress nicht gerade besser wird.

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