Beiträge von Quittengelee

    Ich habe mal "spaßeshalber" gerechnet. Mit Kommanoten, die gerade noch so eine 2+, 3+, 1 ergeben würden. Im Durchschnitt kommt man dann auf eine fast glatte 2 (keine "gute" 2).

    Ist die Mitarbeit im Unterricht mit glatt 5 bewertet und zählt beides 50%, kommt man rechnerisch zu vielleicht 3,475. Das ist ein Bereich, in dem man sich für die schlechtere Note entscheiden dürfte. Auf dem Zeugnis stehen nur ganze Noten. Das ist vielleicht eine 4+ – aber es steht nur die 4 dort.

    Für gemachte Hausaufgaben gibt es keine "Pluspunkte". In die Mitarbeit können Tests mit einfließen. Waren die allesamt mit 5 oder 6 bewertet, entscheidet man sich vielleicht eher für die 4.

    Themen in Mathematik können leichter oder schwieriger sein (oder auch wichtiger als Grundlage für späteres Weiterarbeiten). Entsprechend wird in einer Abwägung zwischen 3 und 4 vielleicht auch eher die schlechtere Note gegeben.

    Naja, eine 4 ist eine ausreichende Leistung und jemand, der schriftliche Leistungskontrollen mit sehr gut, gut und befriedigend bewältigt hat eine lediglich ausreichende Leistung zu bescheinigen finde ich dürftig. Es wäre m.E. auch eine unfaire Rückmeldung ans Kind zu sagen "da, wo du gute Noten hast, war es leicht, das Schwere habe ich nur mündlich bewertet, aber leider hast du dich nicht gemeldet."

    Zudem man auch das Kind befragt haben und keine Antwort erhalten haben müsste, sonst ist es einfach nur die Bewertung der Mitarbeit.

    ...ich sehe nicht so recht, wieso man Periodenschmerzen anders als jede andere Krankheit behandeln sollte. Nämlich als "normalen" Krankentag.

    Weil man eben doch zur Arbeit geht, egal wie es einem geht? Ist ja keine Krankheit.

    Was würdet ihr denn konkret an realistischen Maßnahmen erwarten/euch wünschen?

    Das weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht, daher hab ich gefragt, ob es in irgend einem Kollegium mal Thema war.

    Ich denke, Offenheit und Verständnis wären schon mal hilfreich. Da die meisten nicht offen reden werden, wäre es vielleicht eine gute Idee, wenn eine Person das stellvertretend macht.

    ...

    Einen Herzinfarkt, chronische Rückenschmerzen oder Heuschnupfen und Migräne kann ich trotzdem bekommen.

    Genau das.

    Und ich rufe natürlich nicht 1x im Monat morgens an und sage "aufgrund menstrueller Beschwerden muss ich heute zu Hause bleiben". Wobei, vielleicht kann man das bei einer männlichen Schulleitung vielleicht sogar eher, in diesem Thread zeigt sich die Tendenz, dass Frauen weniger Rücksicht nehmen. Entweder, weil sie keine Probleme haben oder finden, jede müsse sich zusammenreißen so wie sie.

    Es soll ja auch Frauen geben, die lieber zu Gynäkologen statt Gynäkologinnen gehen, weil man von denen nie "stellen Sie sich nicht so an" hört.

    Wenn wir alle in Teilzeit schicken, die "was haben", machen wir den Laden morgen zu. Ein Kollegium mit 110 Lehrpersonen bildet halt den Durchschnitt der Bevölkerung ab. Ich glaube, wir sind einigermassen gut darin, aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es gibt immer mal den ein oder anderen Idioten, der meint "aber der xy, der geht ja NIE mit ins Klassenlager ...". Ja halt einfach 's Maul, der xy hat einen guten Grund dafür, der dich überhaupt nichts angeht, du bist ja nicht Schulleitung, ne. Das muss man untereinander ausmachen. Ich wüsste nicht, was irgendwelche offiziellen Regelungen bringen sollen, wenn man sich im Kollegium da nicht einig ist.

    Du sollst überhaupt niemanden in Teilzeit schicken. Es gibt aber offenbar viele Frauen, die das tun, sich aufgrund der Beschwerden krankschreiben lassen oder früher in Rente gehen. Ich sehe gerade keinen Grund, warum das in Lehrerkollegien so viel anders sein sollte, darum frage ich nach Erfahrungen.

    Nur kommen ALLE Frauen in die Wechseljahre, aber nicht ALLE Männer/Menschen/Frauen einen Herzinfarkt. Insofern ist es schon was andres. Vielleicht sollte man sich als SL einfach der Tatsache bewusst sein. Dieses Bewusstsein hat bisher ziemlich sicher gefehlt.

    Genauso halten andre Lebensalter andre Herausforderungen bereit, die nicht weniger fordernd sein können (Kinderwunsch, Kleinkinderphase, Midlife-Krise ganz ohne Kinder, Eltern werden alt/sterben...).

    Ich find's gut, wenn die SL das alles auf dem Schirm hat.

    Ansonsten ist es meine persönliche Sache, genauso wie Periode, Liebeskummer oder Plattfüße.

    Du widerspricht dir gerade. Es geht ja genau darum, dass die halbe Menschheit die Menopause durchläuft aber bislang kaum darüber gesprochen wurde (Teil 1 deiner Aussage) und die Frage besteht darin, ob das so bleiben soll (wie der Liebeskummer als Privatproblem).

    Periodenprobleme gehören wiederum zum ersten Teil, es gibt Länder, die Kranktage dafür eingeführt haben.

    Wie war das mit der Lesekompetenz?

    Wieso musst du eigentlich ständig alle anranzen, dass sie nicht lesen könnten etc.? Es sind nicht alle doof und gegen dich, nur weil sie etwas anders sehen. Du musst dich nicht gegen jeden durch Angriff schon in Verteidigungshaltung bringen.

    Das "D" in CDU steht übrigens für demokratisch und nicht für deutsch. Nur weil du dich selbst damit nochmal zitiert hattest. Es ist eine sachliche Information, ganz ohne Ironie und Angriff.

    Was soll er/sie denn zur Ärztin sagen? Sorgen Sie bitte für eine Versetzung an eine Schule mit toller Klientel? Wer definiert denn das?

    Ich verstehe eure Einwände, dass Primarstufe nicht per se einfacher ist als Sekundarstufe. Es macht aber prinzipiell schon einen Unterschied, ob man in Klasse 1-4 oder 5-10 arbeitet. Die/der TE ist auch keine Quereinsteiger*in aus Wolkenkuckucksheim, sondern erfahrene Lehrkraft und hat zudem selbst Kinder im Grundschulalter. Sie wird dementsprechend auch ein Gefühl dafür haben, ob das klappen kann.

    Supimon2307 , dass dich die Amtsärztin so unterstützt, scheint mir ein großes Glück zu sein. Nutze das und formuliere möglichst genau, wie sie dir helfen kann. Ich würde vor allem darum bitten, eine sehr lange Wiedereingliederung machen zu dürfen. Dass du fest mehrere Wochen lang nur sehr wenige Stunde machst, etwa jeden Tag eine oder 2x2 o.ä. In enger Zusammenarbeit mit der aufnehmenden Schule.

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