Ich habe mal "spaßeshalber" gerechnet. Mit Kommanoten, die gerade noch so eine 2+, 3+, 1 ergeben würden. Im Durchschnitt kommt man dann auf eine fast glatte 2 (keine "gute" 2).
Ist die Mitarbeit im Unterricht mit glatt 5 bewertet und zählt beides 50%, kommt man rechnerisch zu vielleicht 3,475. Das ist ein Bereich, in dem man sich für die schlechtere Note entscheiden dürfte. Auf dem Zeugnis stehen nur ganze Noten. Das ist vielleicht eine 4+ – aber es steht nur die 4 dort.
Für gemachte Hausaufgaben gibt es keine "Pluspunkte". In die Mitarbeit können Tests mit einfließen. Waren die allesamt mit 5 oder 6 bewertet, entscheidet man sich vielleicht eher für die 4.
Themen in Mathematik können leichter oder schwieriger sein (oder auch wichtiger als Grundlage für späteres Weiterarbeiten). Entsprechend wird in einer Abwägung zwischen 3 und 4 vielleicht auch eher die schlechtere Note gegeben.
Naja, eine 4 ist eine ausreichende Leistung und jemand, der schriftliche Leistungskontrollen mit sehr gut, gut und befriedigend bewältigt hat eine lediglich ausreichende Leistung zu bescheinigen finde ich dürftig. Es wäre m.E. auch eine unfaire Rückmeldung ans Kind zu sagen "da, wo du gute Noten hast, war es leicht, das Schwere habe ich nur mündlich bewertet, aber leider hast du dich nicht gemeldet."
Zudem man auch das Kind befragt haben und keine Antwort erhalten haben müsste, sonst ist es einfach nur die Bewertung der Mitarbeit.