Beiträge von Quittengelee

    Ach naja, ich kenne so eine Schulleitung, die es allen Recht machen will, jedem ständig seine Wünsche erfüllt, dann Versprechen wieder vergisst und andere plötzlich vor vollendete Tatsachen stellt. Das kann auch chaotisch werden. Außerdem geht es immer auch um Beziehungen, Goodwill und was man der Schulleitung zu erzählen bereit ist, wie es einem gerade geht. Egal dann ganz schnell: wer wirklich krank ist und Ansprüche geltend machen darf, von ärztlicher Seite. Wenn die Person keine Kraft hat, zu bitten und zu betteln ist irgendeiner schneller, ohne Kinder, Vollzeit, der findet, die sollen sich mal alle nicht so anstellen und er hat auch mal Anspruch auf einen kurzen Freitag und Montag die ersten drei Stunden frei. Nö, hat derjenige nicht, nur weil er keine Kinder hat.

    Ich erwarte keine Sonderbehandlung, weil ich Kinder habe und ich finde es selbstverständlich, dass es für TZ-Kräfte Sonderregeln geben muss, damit sich die TZ überhaupt lohnt- warum die Leute TZ arbeiten ist mir egal.

    In der Zeit ist heute ein Artikel darüber, dass in Ostdeutschland die großen Parteien wahrscheinlich ausgedient haben und zunehmend Vereine und regionale Kleinstparteien gewählt werden, Minderheitenregierungen an die Tagesordnung kommen. Bürgermeister werden wohl am häufigsten gewählt, wenn sie parteilos sind. Es gibt auch nur ganz wenige Parteimitglieder.

    Es ging auch um Änderungen am Wahlsystem und andere Formen der Mitbestimmung, über die wir nachdenken müssen. Stellt sich nur die Frage, wer damit anfängt, die bereits existierenden Parteien wahrscheinlich eher nicht?

    Ich habe in den drei ersten Schuljahren auch ähnliche Erfahrungen gemacht.

    In der 4. Klasse hatte ich dann einen Lehrer, der 1905 geboren war. Ich habe ihn und seinen Unterricht geliebt.

    Im Studium habe ich mich dann sehr intensiv mit der Reformpädagogik beschäftigt. Mein Lehrer dürfte in den 20er-Jahren an einer PH ausgebildet worden sein und sein Unterricht hatte viele reformpädagogische Elemente und sein Verhalten war sehr zugewandt und kindzentriert.

    Da waren die Leute wahrscheinlich noch cool und nicht kriegsgeschädigt von der "Deutschen Mutter und ihrem ersten Kind".

    ...

    Was lernen heutige Schüler denn deiner Meinung nach, was damals nicht vermittelt wurde?

    Du hattest mich nicht angesprochen, aber aus Muttersicht würde ich sagen, dass mehr "gemacht" wird. Zum Beispiel ein Unterrichtsfilm zum Thema Kartoffel- Texte lesen, Informationen zusammensuchen, Skript schreiben, Bilder zeichnen, Legefilm mit iPads erstellen. Das kostet Zeit, geschrieben wird dann eher in Arbeitshefte oder auf Arbeitsblätter. Außerdem wird mehr gesprochen, Klassenrat zum Beispiel, wo jeder erzählt wie es ihm geht, gab es 1966 sicher noch nicht.

    Ich hab's schon ein paar Mal erwähnt, meine Kinder haben beide an verschiedenen Schulen keine nennenswerten Aufsätze geschrieben. Sie hatten beide Probleme mit Recht- und Leserlichschreiben, obwohl zumindest eines viel liest. Corona tat sein übriges, schätze ich, aber Aufsatzunterricht wie von Zauberwald beschrieben habe ich lange nicht gesehen.

    Auch beim Erlernen der Buchstaben hat einfach niemand korrigiert, ob der Ablauf richtig war, es ging denke ich erst mal darum, Spaß am Schreiben zu bekommen.

    Man muss ja auch als Lehrkraft konsequent sein und den Unterricht entsprechend gestalten, alles korrigieren, Abschriften machen lassen usw. Ich kann mir vorstellen, dass junge Kolleginnen viel zu tun haben, handlungsorientierten Unterricht vorzubereiten, Entwicklungsberichte und weiß der Himmel was zu erledigen und bereits in der Ausbildung nicht mehr der große Wert auf den klassischen Hefteintrag gelegt wird.

    Edit: das Zauberstundending mit mattierten Laminierfolien aus dem Ref trägt vielleicht dazu bei?

    Ziemlich krass, was wir selbst noch für mittelalterliche Erfahrungen gemacht haben. Die alte Grundschullehrerin meiner Schwester hat den Kindern an den Ohren gezogen und sie in die Ecke gestellt, bzw. zwischen zwei Türen, in dem Gebäude gab es solche Doppeltüren irgendwie zur Isolation oder was auch immer. Wenn ich so rumrechne, könnte die Frau während des ersten Weltkriegs geboren worden sein...

    ...

    Der Schuldienst ist auch- wie gerade dieser Thread zeigt- kein besonders gut mit der Familie vereinbarer Beruf. Zumindest sicherlich nicht besser als andere Jobs im öffentlichen Dienst mit meist mehr Spielräumen bei der flexiblen Arbeitszeigestaltung.

    Wer nach dem Kriterium den Beruf wählt ist mit einem Bürojob ohne Führungsaufgaben besser bedient.

    Welcher Beruf im ÖD bietet so viel Gehalt bei gleichzeitiger Feriengestaltung mit seinen Kindern? (Und bevor es jemand erwähnt: es gibt ganz sicher keine Grundschulkollegin in Teilzeit, die die Ferien durchkorrigiert.)

    Edit: der einzige Nachteil ist, dass man nicht Gleitzeit oder sowas machen kann. Die zwingende Anwesenheit zu bestimmten Uhrzeiten ist Mist, gerade in Gegenden, wo offenbar immer noch Kinderbetreuung lediglich für die Frühstückszeit gewährt wird.

    ... Die denken, dass man Kraft einem Körper mitgeben kann, wenn man ihn schubst, und dann wird sie durch die Bewegung wieder verbraucht. Dass ein Körper nicht einfach Kraft "hat", sondern diese erst als Reaktion in Erscheinung tritt, wenn ich beim Schubsen eine Kraft auf den Körper ausübe (und meine eigene Kraft eben auch erst in genau diesem Moment in Erscheinung tritt), finden die meisten bis zum Ende der Schulzeit hochgradig mysteriös. Newton 3 is a fucking bitch :P

    Ehrlich gesagt, verstehe ich sowas bis heute nicht wirklich. Konzepte wie "Kraft" oder "Spannung" scheinen mir viel abstrakter als die Vorstellung, dass alles aus kleinen teilen besteht.

    Überzeuge mich, dann überzeugst du auch die Lehrplankommission oder wen du genau überzeugen willst :D

    Nee, wenn man etwas VEREINBART, dann gilt das.

    Genau. So wie im vorliegenden Fall, hat ja da auch toll geklappt.

    Und ich wünsche der TE wirklich viel Erfolg bei der Verfassungsklage, auch wenn es möglich wäre, die Gynäkologin am kommenden Montag ein Beschäftigungsverbot ausstellen zu lassen, das konkrete Arbeitszeiten vorschreibt.

    Ich finde es fast schon unverschämt, dass hier einige einer Schwangeren mit zwei Kindern empfehlen, für sinnvolle Stundenpläne zu kämpfen, die offenbar seit Jahren falsch laufen.

    Dass das Verhalten arschig ist, darüber sind sich sicher alle einig. Trotzdem ist es zunächst mal nichts Einklagbares. Teilzeit kann man beantragen, bei kleinen Kindern zum Beispiel steht sie einem zu. Allerdings kein Unterricht vor 13 Uhr, sowas kann man nur im Rahmen eines individuellen Beschäftigungsverbotes erzwingen oder wenn man in der Wiedereingliederung ist o.ä., also wenn man kurz gesagt nicht gesund oder als Schwangere von Krankheit bedroht ist.

    Die Kindergartenzeiten ändern sich ja auch nicht, nur weil man 14 statt 12 Stunden unterrichtet.

    ...Wie genau soll die TE denn nun verfahren?

    Wurde ja einiges genannt, was schlägst du vor?

    Da Du mir vorwirfst, dass ich beim Namen einen Buchstabendreher habe, würde im Gegenzug es auch gut finden, wenn Du die vorhergehenden Beiträge durchlesen würdest. Dann wären deine Frage wahrscheinlich schon beantwortet gewesen. Beispielsweise wurde schon vorher auf den Personalvertretung hingewiesen.

    Den Zusammenhang verstehe ich nicht. Davon abgesehen, hast du ja auch nicht nur einen Buchstabendreher drin, sondern viele und jedes Mal andere, das finde ich einigermaßen nervig. Einen Namen anzuklicken sollte möglich sein, auch wenn man Legasthenie hat oder was immer.

    ..., dass sie keine Rechte hat. Ihren Post würde ich so verstehen, dass sie wissen möchte, ob das so richtig ist. Augenscheinlich hat sie der Erhöhung nur zugestimmt, weil sie davon ausgegangen ist, dass die SL ihre Zusagen einhält. Sie schreibt doch recht deutlich, dass es sonst für sie nicht händelbar ist.

    Und wo siehst du nun den Rechtsbruch? M.W. gibt es keine Ansprüche auf Stundenpläne. Ich finde es schwierig, Schritte zu empfehlen, ohne dass man weiß, was daraus folgt. Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen zum Beispiel.

    ...

    Wenn die SL dieses nicht vorsätzlich macht, sondern aus Unfähigkeit oder falschen Schwerpunktsetzungen ist es das erstmal ein Fall für den Personalrat. Der zweite Schritt wäre ggf., dass man sich in einer Personalversammlung bespricht, wie das Kollegium das Problem sieht und welche Wünsche und Forderungen man hat.

    Dann sag das doch dazu, PVen finden ja nun nicht zu Jahresbeginn gleich statt, das nutzt also ggf. langfristig aber nicht im akuten Fall.

    In Deutschland wird früher Physik ein Jahr vor Chemie eingeführt. Ob das eine nennenswerte Bedeutung hat, weiß ich nicht, kenne auch keine Literatur dazu. Aber was anderes nicht Uninteressantes dazu, wie ich finde: bereits in der frühkindlichen Bildung spielt "die unbelebte Natur" in Form von Experimenten und einfachen Erklärungen eine Rolle, m.W. nicht getrennt nach Fachgebieten.

    Viele in einer Studie befragte angehende Chemiestudierende gaben als Studiengrund außerschulische Erfahrungen an, häufig vorschulische. Erfahrungen aus der Sek I/II hatten wohl kaum eine Bedeutung.

    Vielleicht ist es dir bekannt oder uninteressant, hab's trotzdem mal angehängt.

    Doch es geht um beide Aspekt. Erstens hat die Schulleitung dem Odijjj anscheinend Zusagen im Gegenzug zu der Stundenerhöhung gemacht, die die SL nun nicht einhält. Nun hat Odijj den Eindruck, dass die Schule diese Zusagen verbindlich gemacht hat. Sollte das der Fall sein, müsste die SL sich daran halten.

    Zweitens geht es um den aktuellen Stundenplan. Dass man mit Absicht einen schlechten Stundenplan erstellt hat, habe ich bisher so nicht gelesen. Das ist höchstens eine Vermutung. Aber hier ist die Frage, wie gehe ich damit um. Wenn es Absicht ist, wäre sicherlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde unter Umstände auch weitere Maßnahmen erforderlich.

    Wenn es "nur" darum geht, dass die SL aus Unfähigkeit heraus einen schlechten Stundenplan macht, würde ich zuerst um Stellungsnahme/Begründung bitten und dann wären Personalrat und/oder Personalversammlung sicherlich die ersten Ansprechpartner.

    Die Userin heißt Odji88 , das hättest du höflicherweise nochmal nachsehen können. Außerdem ist sie aller Wahrscheinlichkeit nach eine sie.

    Wie die Schulleitung verbindliche Stundenplanzusagen gemacht haben soll, müsstest du mal noch erklären. Und was soll die Dienstaufsichtsbeschwerde in diesem Fall bewirken? Und was soll die Personalversammlung deiner Ansicht nach jetzt ausrichten?

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