Beiträge von Quittengelee

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    Das Latinum ist eben nach wie vor Voraussetzung für die Zulassung zu verschiedenen Studienfächern.

    Es wäre für mich ein Grund, meine Kinder nicht am BG Abitur machen zu lassen, obwohl sie sich sehr für Psychologie oder Biotechnologie interessieren und dort ihre Interessen eigentlich prima vertiefen könnten.

    Das ist eigentlich ein ziemlich sonderbarer Gedankengang. Wenn sich ein Jugendlicher für Biotechnologie interessiert, wird er aller Wahrscheinlichkeit nach gerade keinen Studiengang absolvieren, bei dem man Latein braucht, oder?

    So ganz generell muss man natürlich immer entscheiden, welche Entscheidungen man seine Kinder selbst treffen lässt. Aber selbst wenn sie 10 Jahre später finden, ein anderer Weg wäre noch etwas bequemer gewesen, würde ich auch berücksichtigen, dass sie andere Wege gehen können als man selbst es gedacht hat. Manchmal verbeißt man sich so in etwas, das man für das Beste hält, einfach nur, weil man es nicht anders kennt, oder selbst gerne so gemacht hätte. Schade, wenn man dann einen ganz anderen, interessanten Weg verbaut. Man darf auch bei allem Planen Vertrauen haben :)

    Natürlich verteidigt man die Familie, aber man hat in aller Regel keinen Bock, sich fürs Vaterland abknallen zu lassen. Also ich würde sehr wahrscheinlich fliehen. Ich habe allerdings auch kein Eigentum, mit Haus und Hof sieht es vielleicht nochmal anders aus?

    Ein in der DDR aufgewachsener Bekannter von Mitte 50 meinte neulich auf diese Frage (also kämpfen oder fliehen), er würde kämpfen. Er sei '89 auf die Straße gegangen, um die Demokratie zu verteidigen und zwar auch, als noch nicht klar war, ob die Demos brutal niedergeschlagen werden würden. Und er würde auch zur Waffe greifen und sich nicht vertreiben lassen. Konsequent ist das auf jeden Fall.

    Klar geht es um deine Meinung: Du schriebst...

    ...Mir ist es ein besonderes Anliegen, Lehrer und andere an der Schule Beschäftigte zu Wort kommen zu lassen, stoße dabei aber leider auf viele Personen, die zwar durchaus unzufrieden und "meiner" Meinung, aber eben leider nicht bereit sind, sich öffentlich dazu zu äußern.

    Deine mehrfach geäußerte Behauptung, niemand traue sich, über Probleme zu reden, ist schlicht und ergreifend Kokolores.

    Den Hinweis zu Google fand ich so verkehrt übrigens nicht, wenn du nirgends etwas zu Problemen an Schulen gefunden hast, war deine Suche nicht sonderlich tiefgründig.

    Mir ist nicht klar, worauf das hinauslaufen soll.

    ... meiner Ansicht nach vor allem die folgenden: Leistungsfähigkeit und -bereitschaft sowie Sozialverhalten der Schüler; unkooperative und sogar feindselige Eltern; Machtlosigkeit, fehlende Wertschätzung und Unterstützung der Lehrer und der gesamten Institution; weltfremde Vorgaben und ideologische Scheuklappen innerhalb der "modernen" Pädagogik; Defizite in der Erziehung und Jugendarbeit und nicht zuletzt Überforderung, Überlastung, Frust und Resignation bei Lehrern und auch Schulleitungen. ..

    Davon liegt so gut wie nichts überhaupt in der Macht der Schulen. Was soll ein Jammern über Eltern, Sozialverhalten der SuS oder gar Jugendarbeit bringen? Bist du selbst vollausgebildete Lehrkraft mit Berufserfahrung oder sprichst du doch eher als Vater?

    Und was sind überhaupt ideologische Scheuklappen und was 'Umwertung von Werten', auf welchem ideologischen Dampfer bist du selbst unterwegs? Einen informativen Austausch zwischen verschiedenen an Schule beteiligen Fachkräften Stelle ich mir jedenfalls anders vor.

    Mach doch zum Beispiel eine Folge mit einer Schulbegleiterin und eine Folge mit einem Sonderpädagogen in der Inklusion, oder besser gleich mit mehreren, weil es in jedem Bundesland anders zugeht. Dann erfährst du vielleicht konkrete Ideen zur Verbesserung bestimmter Probleme oder überhaupt erst von Problemen, die andere haben und was bei ihnen gut funktioniert.

    Also nein, ich beteilige mich auch nicht an etwas, wo das Ergebnis schon vorher feststeht, nämlich deiner Meinung zu sein.

    Falls jemand irgendwo eine aktuelle und plausibel klingende Erklärung liest, warum die Ukraine Russland angegriffen hat, wäre ich fürs Verlinken dankbar.

    ... Ich verstehe, dass ein Bedarf da ist, aber dann brauche ich auch Unterrichtsmaterial und feste Ansprechpartner.

    Ansprechpartner wäre schön, ja, aber Unterrichtsmaterial zu erstellen oder zu besorgen ist originäre Aufgabe einer Lehrkraft also deine.

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    Optimal oder gut ist aber anders. Stell dir mal vor man würde das in der Medizin so wie bei uns im Lehramt machen. Von dem Arzt würde ich mich nicht operieren lassen wollen.

    Weiß Gott, ja! Deswegen wird so ein Irrsinn bei Ärzten auch nicht gemacht. Nur bei Lehrern, weil Unterricht kann ja angeblich jeder. Dass das nicht der Fall ist, sieht man in deinem Fall und den vielen anderen, die nach Woche 1-3 wieder aufgeben deutlich.

    Mich ärgert mittlerweile diese Anspruchshaltung von vielen Quereinsteigenden kolossal. Ich helfe gerne und viel. Aber ich bin nicht verantwortlich für das Glück des Quereinsteigers, vor allem, wenn er oder sie noch meint, alles besser zu können und zu wissen. Ätzend ist das.

    Landesrecht Baden-Württemberg Notenbildungsverordnung

    Und in Schulrecht wurde ausführlich darüber gesprochen, was genau schriftlich ist z. B Hausaufgaben und was evtl. doch mündlich.

    Die Zahl wurde vor vielen Jahren (ca. 20) reduziert als Entlastung wegen Deputatserhöhung. Ich habe noch mit mehr schriftliche Arbeiten meine Lehrtätigkeit begonnen.

    Ich finde diese Regelung nicht. Ich lese nur etwas von Mindestanzahlen der Klassenarbeiten. Interessiert mich wirklich, würde mich über konkretes Zitat aus der entsprechenden Verordnung freuen.

    Kräht irgendwo in Europa denn ein Hahn nach Venezuela? Ganz knapp wird mal irgendwas über die letzte Wahl in den Medien geschrieben. Hand aufs Herz: Wer ausser mir hat's gelesen?

    Ich, wurde ja überall von berichtet. Aber so ganz prinzipiell stimmt es natürlich.

    Danke für Hilfe vorab, CDL und andere haben mir neulich schon mal Tips gegeben, aber ich bin zu doof, meine eigene Anfrage zu finden...

    Frage: Womit kann ich kostenlos Bilder generieren? ChatGpt macht nach zweien Schluss. Und ist es möglich, mehrere Bilder zu erstellen, die in bestimmten Merkmalen übereinstimmen?

    Zum Beispiel so: ich möchte zu einem Kindergedicht mit Bäumchen für jede Strophe denselben Baum in je einer Jahreszeit darstellen. Ob Foto oder Zeichenstil ist egal, nur soll es derselbe Baum mal mit mal ohne Schnee sein. Geht das?

    Oh, das ist gar nicht so schwer. Echte, wertschätzende Unterstützung und klare, transparente sowie realistische Anforderungen ("Warum haben Sie keinen runden Tisch genommen?") wären ein guter Anfang.

    Kommunikation und Transparenz sind aber eine Sache der Ausbildenden und nicht des Vorbereitungsdienstes. Es gibt auch unfreundliche Fahrlehrer, trotzdem finde ich es richtig, dass man eine Fahrerlaubnis erwerben muss und nicht bei der ersten Fahrt auf die Autobahn geschickt wird.

    Informiere dich bei irgendjemanden, welche Disziplinierungsmassnahmen überhaupt möglich sind. Du kannst nicht drohen, Arbeitsblätter einzusammeln und zu benotet, wenn du das am Ende gar nicht darfst.

    Prinzipiell ja, aber warum sollte es verboten sein, Noten zu erteilen, das ist tatsächlich eins der wenigen Dinge, die definitiv an jeder Schule erlaubt sind. Allein ob es funktioniert, muss man probieren, eventuell arbeitet ja niemand überhaupt irgendwas. Die im Ausgangsbeitrag geschilderte Lerngruppe ist ja offenbar nicht existent, aber man kann sich eine solche vorstellen.

    Hast du einen Plan für deinen Unterricht? Wenn man nicht weiß, was man inhaltlich machen soll, ist man noch unsicherer und kann sich nicht genügend auf das Verhalten konzentrieren.

    Ich würde mir ein paar Sachen überlegen, die wenig Interaktion und viel Textarbeit erfordern. Möglicherweise hilft es, jeden Käse zu bewerten und das vorher anzusagen. Allerdings nicht trotzig, sondern in selbstverständlichem Ton: Letze Woche war scheiße, diese Woche wird sich folgendermaßen abspielen..., sonst brennt hier die Luft.

    Die Aufgaben am Anfang nicht zu schwer, dass jeder das Gefühl hat, er kann schaffen, was du ihm aufträgst.

    Dass dich die Kollegin hängen lässt ist schade, das demotiviert. Lass dich davon aber nicht allzu sehr beeinflussen, versuche erst mal freundlich zu bleiben und dein Ding zu machen, wer weiß, warum die auf dem Zahnfleisch geht. Viele Kollegen müssen z.B. x Quereinsteiger einarbeiten und haben irgendwann wenig Lust, Energie zu investieren, wenn die Leute nach 3 Wochen wieder weg sind. Dass da an der Schule generell was schiefläuft, kann sein, ist aber erstmal egal.

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