Beiträge von Quittengelee

    Die TE ist im Quereinstieg, mit Migrationshintergrund, an einer brandenburger Schule mit Klassen 1-6, offenbar gibt es viele, schwere Verhaltensauffälligkeiten und kein Konzept, keine Unterstützung von Schulleitung und Sozialarbeit.

    Ich finde es in diesem Fall fast schon fahrlässig, der TE zu raten, sie solle die Kinder fragen, wie sie ihnen helfen kann, wenn dort 6.-Klässler mit Stühlen schmeißen. Natürlich muss man Konflikte klären, aber wenn man keine Klassenlehrerin ist, wenige Stunden in der Klasse hat und sich völlig überfordert fühlt, braucht es zunächst mal Teamarbeit im Kollegium und Unterstützung vor Ort.

    Was genau hat das eine mit dem anderen zu tun? verstehe ich gar nicht. Es gibt so viele Richtungen von Kunst, dass für jeden was dabei ist. Oper=Musik, Theater=Geschichten erzählen, Kunstausstellung=Kunst.

    Dafür muss ich aber nicht in die Oper, ins Theater oder in eine Kunstausstellung gehen. Da gehen ich lieber auf ein Punkkonzert oder Rave, Spiele ein tiefgründiges Videospiel oder schaue mir ein cleveres Graffiti an.

    Na also, dann ist es doch sinnlos, zu schreiben, dass jegliches in der Oper aufgeführte Musikstück, jede Form von Theater und jedwede Ausstellung von Gemälden oder Skulpturen "Kram" ist, der den Rezipienten in eine Kategorie Mensch einsortiert, der man sich überlegen fühlt. Ein Graffiti kann ebenso in einer Ausstellung gezeigt werden und in der Oper gibt es Stückfreigaben ab 18:

    https://www.swr.de/swraktuell/bad…tionen-100.html

    Wieso schadet es Jugendlichen, sich ein Theaterstück anzusehen, auch wenn sich Franz oder Franziska mal langweilen? Man kann auch nicht ausschließlich Bücher lesen, die jedem einzelnen Kind gefallen. Man liest verschiedene Genre, man lernt Epochen kennen. Man schreibt selbst Gedichte, lernt die Grundlagen der Notenlehre und probiert sich am perspektivischen Zeichnen. Wer aber nur seine eigene Punkband für Musik hält, hat eine beschränkte Wahrnehmung und das ist nunmal das Gegenteil von Bildung.

    Humblebee, nicht aufregen, bitte. Wer Oper, Theater und Kunstausstellung als "Kram" bezeichnet, dem hätte meiner Meinung nach ein bisschen mehr Bildung echt nicht geschadet. Mehr habe ich nicht geschrieben.

    Und ich finde es gut, wenn einem in seinem Schulleben ein breites Bildungsangebot präsentiert wird. Deswegen bin ich nicht dafür, dass nur 20 Prozent oder weniger eines Jahrgangs ein Gymnasium besuchen.

    Vor allem: als ob "Oper, Theater und Kunstausstellungen" eine homogene Veranstaltung wären. Das ist etwa, wie zu sagen, wer Musik höre oder wer einen Text lese, sei ein cordtragender Langweiler.

    Zu Bildung gehört nunmal dazu, über unsere Kultur etwas zu lernen, zu erleben, dass Menschen sich über Kunst ausdrücken und dass man nicht in einen luftleeren Raum hineingeboren wurde. Dass man in der Schule sowieso nur einen winzigen Teil der Welt abbilden kann, ist logisch. Wer dabei aber seinen eigenen Horizont mit seinen persönlichen Interessen als einzig wahre Lebensweise begreift und alle anderen Aspekte des Lebens abwertend über einen Kamm schert, der hat m.E. wirklich Bildung verpasst.

    Warst du die einzige Aufsicht für Kinder aus 8 Klassen? Das darf nicht sein. Du kannst deine Aufsichtspflicht nicht angemessen erfüllen. Du musst dir wirklich Hilfe suchen, die über zaghafte versuche, über Problemfälle zu reden, hinausgehen. Habt ihr eine vernünftige Personalvertretung? Du müsstest m.E. rechtlich relevante Schritte unternehmen, um dich zu schützen und nicht zusätzliche Probleme zu bekommen. Was, wenn einem Schüler ernsthaft was passiert? Hast du irgendwas davon irgendwo schriftlich festgehalten?

    Sind hier Kolleg*innen aus Brandenburg?

    Ich bin der Typ "Bauchentscheidung" und würde aufs Gymnasium umsatteln. Ob es einen zu 6- oder zu 16-Jährigen zieht, fühlt man, denke ich. Aber eine Beratung ersetzt das wahrlich nicht.

    Beratung ist eigentlich mehr Fragen stellen: warum zweifelst du an deiner Entscheidung? Ist es wirklich die Sorge, dass du von deiner Person her nicht geeignet sein könntest? Was hast du darüber zu Beginn des Studiums gedacht und was hat sich seither verändert? Was macht dir eigentlich Angst, wenn du an eine Entscheidung denkst? Oder so...

    Wir haben Pressefreiheit und wie fast jedes andere Grundrecht auch, wird auch die Pressefreiheit beschränkt. Und es passiert zum Beispiel bei Wahldebatten mittlerweile auch nicht selten, dass Parteien vor ein Gericht ziehen, um bei einer Debatte dabei zu sein. Zuletzt sehr prominent hat dies Fabio De Masi gemacht, der für das BSW ins Europaparlament wollte, zur TV-Debatte aber nicht eingeladen war. Die Begründung war fadenscheinig: es sollte ein Rückblick auf die vergangene Legislaturperiode geworfen werden, der De Masi gar nicht angehört hatte. Das Gericht hat dies glücklicherweise nicht überzeugt.

    https://www.deutschlandfunk.de/de-masi-beim-t…pawahl-100.html

    War damals nicht auch das Thema der Parteigröße relevant? Die Umfragewerte waren zwar besser als z.B. von der FDP, aber das BSW hat ja bewusst ziemlich gesiebt bei der Auswahl der Parteimitglieder und ist als Partei daher klein geblieben. Ich dachte, das hätte auch eine Rolle gespielt bei der Frage, wer eingeladen wird, aber vielleicht verwechsle ich was.

    Edit: das BSW hat übrigens unfassbar viele Spenden bekommen, las ich kürzlich, bin gespannt, was aus denen noch wird.

    Verstehe das Problem auch nicht. Schule ist so langweilig oder interessant wie eh und je, geht halt nicht anders, wenn man 28 Leute in 12 Fächern unterrichten will. Wirklich anders machen das die freien Schulen, über die hier ständig gelästert wird.

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