Du bist unangenehm davon überrascht, dass ich wiedergebe, was meine Mutter aus ihrer eigenen Geschichte gelernt und ihren Kindern vermittelt hat? Denn vollständig zitiert lautet der Abschnitt wie folgend:
Ich habe an keiner Stelle behauptet Frauen sollten anders für sich kämpfen müssen als Männer. Ich teile aber vollumfänglich das Credo meiner Mutter, dass wir als Frauen es uns auch schlicht wert sein müssen für uns selbst zu kämpfen und uns nicht nur abhängig machen dürfen von Partner oder Partnerin, die uns versorgen.
Wenn du das für eine unangenehme Erkenntnis erachtest tut es mir leid für dich, aber unterstell mir keine Aussagen, die ich nicht getätigt habe.
Zitate sinnentstellend zu kürzen, damit sie zur eigenen Argumentation passen ist übrigens schlicht daneben.
Dann zitiere ich dich halt ganz und sehe es immer noch genauso. Deine Mutter musste besonders kämpfen, einfach nur, weil sie eine Frau war und deswegen benachteiligt wurde, wie so viele andere ihrer Generation. Wir hoffen alle, dass das irgendwann passé sein wird, selbst in Mitteleuropa, wo es Frauen tendenziell natürlich inzwischen leichter haben als in vielen Teilen der Welt. Warum haben sie es inzwischen leichter als in vielen Teilen der Welt? Weil sie jahrzehntelang dafür gekämpft haben. Deswegen finde ich deine Aufforderung,
Meine Mutter durfte von ihren Eltern aus auch kein Gymnasium besuchen, weil sie ja „nur“ ein Mädchen war. Nach der Realschule durfte sie noch ein Jahr an die sogenannte „Frauenfachschule“, ein Vorläufer der Beruflichen Gymnasien mit Schwerpunkt Ernährung, durfte aber auch dort kein Abitur machen, sondern musste nach der Fachhochschulreife abgehen und eine Ausbildung als Technische Zeichnerin machen. Sie hat aber einfach nicht locker gelassen, sondern sich über ihren Beruf emanzipiert vom Elternhaus und dank eines Stipendiums dann später noch an einer Fachhochschule studiert.
Frau muss auch für sich selbst kämpfen und es sich selbst wert sein, eigene Ziele zu erreichen, statt sich nur von einem Partner oder einer Partnerin abhängig zu machen im Leben. Das hat meine Mutter meinen Geschwistern und mir beigebracht, weil ihr das ungemein wichtig war, genau wie ihr Bildung immer wertvoll war, weil dass nun einmal der Weg ist, Grenzen zu durchbrechen die andere einem setzen wollen.
unangenehm. Frau muss gar nichts, was andere nicht auch müssen, da gibt es nichts zu betonen. Oder anders: "Mann muss auch für sich selbst kämpfen und es sich selbst wert sein, eigene Ziele zu erreichen, statt sich nur von einem Partner oder einer Partnerin abhängig zu machen im Leben."