Beiträge von Quittengelee

    Das Abfragen von Vorerkrankungen ist keine Dienstpflicht. Der korrekte Umgang mit besonderen Diagnosen schon gleich gar nicht, wir drehen uns im Kreis. Dass irgendwer deswegen keine Fahrten mehr macht, ist seine persönliche Entscheidung, ich treffe diese Schlussfolgerung daraus nicht. Allerdings bleibt ein schlechtes Gefühl zurück auch in Hinblick auf den Unterrichtsalltag. Wenn ich im Zweifel nicht auf meinen Arbeitgeber vertrauen kann, dass der juristisch regelt, was an Grundlagen zwingend notwendig ist, geht jede Sicherheit für mein Handeln verloren.

    Was das Gerichtsverfahren angeht, habe ich den Eindruck dass niemand von uns fundierte Kenntnisse über solche hat. Offenbar gelten dort Spielregeln, die sich dem Otto-Normal-Menschen entziehen.

    IsQuiUtitur , es gibt Beurteilungsbögen für das Verfahren. Guck da mal rein, vielleicht beruhigt dich das. Da sind eine Menge Kriterien und Tätigkeiten aufgelistet, du kannst also in Ruhe vorher schauen, auf was geachtet wird. Wenn -wider Erwarten- etwas nicht so läuft, wie erwartet, kannst du dich immer noch mit Personalrat, Gewerkschaft & co zusammensetzen. Bis dahin würde ich auf die Sachebene zurückkommen und keine Pferde scheu machen.

    Ich finde den Begriff des "Gastes" schon irgendwie unpassend. Es ist halt ne Dienststelle, an der man einen Einsatz hat. Bei uns sind die (mwd) Prüfer ein Schulleiter und zwei Fachleiter vom Seminar. Letztere sind abgeordnete Kolleg*innen. Es treffen einfach drei Kollegen von fremden Schulen ein und wollen ihren Job machen. Die muss ich doch nicht hofieren und ihnen einen gebutterten Teppich ausrollen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man in diesem Job viel rumgurken muss und einen Haufen Privatkilometer verfährt. Natürlich ist es dann nett, wenn einem erst mal jemand das Klo aufschließt oder fragt, ob man ein Glas Wasser möchte. Einfach weil es höflich und mitdenkend ist. Aber ich erwarte doch keine königliche Sonderbehandlung? Es erscheint mir wirklich abstrus, was scheinbar in NRW so üblich war, dass es inzwischen gesetzlich untersagt worden ist.

    ich koche gern, weil ich da "interaktiv" eingreifen und während des vorgangs weiterkreieren kann. backen hasse ich, weil man sich großteils an ein rezept halten und abwarten muss. und backsachen hervorzuholen und abzuwaschen nervt total.

    genau so geht's mir auch! Backen ist die reine Chemie und wenn man einen Minifehler macht, hat man die unkorrigierbare Quittung, wahlweise zu fest, zu weich, zu süß zu... :heul:

    duum hat auch nicht so einen spießigen "tortenkoffer" (plastikdings), mit dem eltern kuchen zu schulfeiern tragen.

    Ja, weil ich schon keine Torten mache, die damit transportiert werden könnten.

    Aber dUum kann beneidenswerte Ergebnisse der Konditorenkunst vorweisen und backt auch zu Schulanfangsfeiern Dinosaurier auf einem vierstöckigen Vulkan.

    Psychologisch gesehen interessant, dass ihr "bitte" in eine ChatGPT-Abfrage schreibt, das Programm duzt oder nach dessen "Ansichten" fragt...

    Aber man wird dazu immer wieder verleitet. Ameca wird von ihren Interviewenden für ihren Witz gelobt... creepy:zahnluecke:

    https://www.google.com/search?q=ameca…E9tIYGyRE8,st:0

    Edit: ich merke gerade, dass ich "sie" schrieb :P

    Noch verrückter, der trifft Entscheidungen aufgrund der Aussagen verschiedener Personen...

    https://www.google.com/search?client=…SWIJM52h8s,st:0

    Warum sollte das menschenverachtend sein?

    Deine Wortwahl ist es, merkst du das wirklich nicht?

    Warum ist es ok, wenn der indische Ingenieur mit einem Arbeitsvisa nach Deutschland kommt und sogar noch angeworben wird, aber wenn der afrikanische Bootsflüchtling im Pflegeheim arbeiten will, braucht er erstmal gute Asylgründe?

    Was ist ein afrikanischer Bootsflüchtling, geht's mal ohne Menschen in Kategorien zu stecken? Und ein Geflüchteter HAT gute Asylgründe, deswegen heißt es Flucht. Denkst du, Menschen fliehen, weil sie in Deutschland im Altersheim arbeiten wollen? Es gibt unterschiedliche Gründe, um sein Land zu verlassen. Und in Eritrea Morddrohungen zu erhalten sind andere Gründe als sich von Indien aus zu bewerben, weil man bei VW arbeiten will.

    Dass jemand, der geflohen ist, Arbeit sucht und der Staat ihm diese Möglichkeit geben sollte ist selbstverständlich und hier auch schon mehrfach geäußert worden, das kann man tatsächlich auch sagen, ohne rassistisch zu werden. Du schaffst das aber offenbar nicht.

    Solche Typen wie Du sorgen auch dafür das normale Menschen sich nach rechts orientieren.

    Wer sind "solche Typen" und "normale Menschen", lass versuchshalber doch mal alle Menschen-Schubladen zu.

    Wir wollen Einwanderung von Facharbeitern. Da gibt es außer ein paar AfDler keinen wirklichen Widerspruch. Daher verstehe ich nicht, wie man das plötzlich als menschenverachtend bezeichnet.

    Nochmal, es ist nicht menschenverachtend zu sagen, dass man den Fachkräftemangel zu beseitigen versucht, indem man Fachkräfte anwirbt. Wobei man darüber streiten kann, warum Deutschland es nicht schafft, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sich ausreichend Jugendliche in allen Branchen bewerben. Menschenverachtend ist allein deine Sicht auf die Menschen. Du beschreibst eine anonyme Masse von fähigkeitslosen Individuen, die einen Nutzen für dich hat oder halt nicht.

    Mit Studium herzlich willkommen aber sonst erstmal ins Aslyverfahren.

    Woraus schließt du so einen Nonsens? Ich habe weder von Schulabschlüssen gesprochen, noch davon, wer willkommen wäre. Du bist derjenige, der Menschen in Klassen und Verwendungszwecke einteilt. Es ist geradezu grotesk, dass du allen anderen hier vorwerfen willst, womit du selbst ein Problem hast.

    Ich vermute, dass du den Beitrag einfach doof findest, weil er von mir ist.

    Es ist umgekehrt.

    Ich freue mich heute, dass ich wieder in die Schule kann. Vor gut einem Jahr habe ich meine Krebsdiagnose bekommen. Ein ganzes Jahr hat die Therapie mit OP, Chemo, Bestrahlung und Reha gedauert. Jetzt bin ich in der Wiedereingliederung und starte mit wenig Stunden und schau, wie es mir geht.

    Alles, alles Gute und viel Kraft für den Wiedereinstieg. Möge dein Kollegium dich unterstützen, wo immer es kann <3

    Wolfgang (der übrigens schon pensioniert ist ;) ) schrieb aber, dass die nicht betroffenen (weil nachfolgenden Referendare) das machen. Das ist nicht die Situation, wie du sie beschreibst und erlebt hast.

    Wieso sind die nicht betroffen? Erstens sind sie ein halbes Jahr später mit Prüfungen dran und daher genauso abhängig. Und zweitens geht es auch darum, dass diese sonderbare Sitte (die es übrigens NICHT in allen Bundesländern gibt), offenbar so selbstverständlich wurde, dass sie hier immer noch verteidigt wird und nicht mal verstanden wird, wo das eigentliche Problem liegt. Kannst du dir denn einen anderen Prüfungskontext vorstellen, bei dem Ähnliches erwartet würde? Ich habe keinem Führerscheinprüfer je Schnittchen geschmiert und auch keiner Prof an der Uni. Auch nicht für den vorhergehenden oder nachfolgenden Jahrgang. Das Wesen von Prüfungen ist nunmal größtmögliche Sachlichkeit, Unabhängigkeit und Abwesenheit von Erwartungen an die zu Prüfenden oder ihrer Chefs.

    Wenn ein Kollege, der den Raum für die Prüfer*innen aufschließt, fragt, ob jemand der Anwesenden einen Kaffee möchte, ist das etwas anderes, weil man das jeden fragen würde, der länger als 5 min. zu bleiben gedenkt.

    Das sind ganz normale Fragen, die man mit "trifft zu" oder "nicht zu" beantworten kann. Wer keine Unterschiede macht, weder bei der Planung, noch bei der Leistungsbewertung, noch Unterschiede feststellt, wie es den Jugendlichen jeweils im Unterricht geht, kann doch einfach ankreuzen, dass er oder sie keine Unterschiede macht oder sieht.

    Sexistisch sind m.E. nicht die Fragen, allenfalls fordern diese dazu auf, den eigenen Sexismus zu reflektieren. Wikipedia schreibt: "Grundlage von Sexismus sind sozial geteilte, implizite Geschlechtertheorien". Wenn man darüber nicht reden darf, dann kann sich das Implizite auch nicht auflösen.

    Es bedarf einer einfachen Checkliste, die man bei der Bezreg oder auch beim KuMi runterladen kann, wo all die Punkte berücksichtigt werden, die so in der Vergangenheit passiert sind.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass auf die Idee bislang niemand gekommen ist. Von der DGUV gibt es ja so eine Broschüre mit "Hinweisen".

    Das ist zumindest, was mich die ganze Zeit umtreibt, entweder, es gibt verpflichtend einzuhaltende Regularien, oder es gibt sie nicht. Wenn es eine solche, verpflichtend einzuhaltende Liste gäbe, dann müsste meines Erachtens wiederum geregelt sein, inwiefern die Betreuenden Lehrkräfte verantwortlich sind für irgendwas, das aus der jeweiligen Erkrankung erfolgt. Muss ich einen Diabetiker daran erinnern, seinen Insulinspiegel zu kontrollieren? Oder bedarf es eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von einer Ärztin, dass das Kind die Verantwortung selbst tragen kann? Dasselbe gilt für Epilepsie, Allergien usw. Wie soll sich eine Lehrkraft bis ins Letzte absichern oder belassen wir es dabei, dass sie vor Ort nach gesundem Menschenverstand handelt? Denn bei Magen-Darm-Problemen einer ganzen Gruppe besagt der gesunde Menschenverstand, dass sich alle erst mal ins Bett legen.

    Dann frage ich andersrum: Kann mir jemand erklären, inwiefern die folgenden Sätze nicht menschenverachtend sind?

    - "Vielleicht gibt es auch ein paar Asylbewerber, die Fähigkeiten mitbringen."

    - "Warum soll ein Kriegsflüchtling nicht einfach bleiben dürfen, wenn er einen Job findet? Dann können wir uns die Prüfung sparen."

    - "Wenn seine Arbeitskraft gebraucht wird, kann er bleiben."

    - "Wenn er bedürftig ist, müssen wir über seine Fluchtgründe sprechen und überlegen, ob er bleiben darf."

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