Aber mehr als arbeiten und anbieten geht nicht.
Genau das. Vor allem an Schulen, in denen offenbar Sonderpädagog*innen mit vielen Stunden arbeiten, wer den Luxus nicht für sich zu nutzen weiß, ist selbst verantwortlich.
In Sachsen sind Förderschulkolleginnen in ihren eigenen Klassen Klassenleitung und fahren nach oder vor ihrem Unterricht an ihrer Stammschule in einzelnen Stunden an fremde Schulen. Und wenn man dort fragt, wie man sinnvoll unterstützen könnte, dies und jenes und noch was anbietet und nichts wird angenommen, dann kann man buchstäblich nicht helfen. Und so sonderbar die Bedingungen auch sind, wenn eine Schulleitung nach all den Jahren der Inklusionsdebatte immer noch überhaupt kein Konzept hat, null, nada, dann hat das schlicht und ergreifend mit mangelndem Willen zu tun.
Eine Abstellkammer als Förderraum zur Verfügung stellen, ein Schlüssel dazu wäre ganz verrückt! Festlegen, wer differenziertes Material erstellt und dass welches erstellt werden muss. Überhaupt Aufgabenverteilung vornehmen für die Abminderungsstunden, die die Kolleg*innen durchaus bekommen und ein Förderheft bestellen, von dem Geld, das durchaus da ist. Zumindest schon mal alle Fachkolleg*innen informieren, welches Kind überhaupt Förderbedarf hat und welche Schule dafür zuständig ist, wäre professionell. Aber all das geht natürlich nur, wenn jemand will.
Ich sehe an vielen Schulen unfassbares Desinteresse. Und damit meine ich nicht Herrn Müller oder Frau Schmidt, die sich persönlich für ihre SuS einsetzen, sondern Schulen, die einfach weiter ihren Stiefel fahren und klagen und jammern und an den anreisenden Förderschulleuten ihre persönliche Wut auslassen, gerade so, wie das auch hier mancher immer wieder tut. Natürlich immer schön süffisant, bloß keine echte Konfrontation mit Lösungen am Ende.
Ichbindannmalweg, versuche, zu anderen Eltern mit behindertem Kind Kontakte herzustellen und dich umzuhören, welche Schule am besten mit Kindern umgehen kann, die Förderbedarf haben. Auch würde ich mich an eine Förderschule wenden, die für den Schulbezirk zuständig ist, auch wenn sie weiter weg liegt. Dort kann man dir wahrscheinlich am besten sagen, am welcher konkreten Schule dein Kind voraussichtlich am besten versorgt ist. Dort kennt man die Schulen des Sprengel von innen und die Schulleitungen persönlich, das kann einen Unterschied machen.