Oder ein Eltern- bzw. Pflegschaftsabend, um das Feld der Beteiligten noch um eine weitere Gruppe im schulischen Umfeld zu erweitern.
Was erleben wir da? (Achtung: Ab hier kann alles Spuren von Sarkasmus enthalten)
a) Bei der Frage, wer das Protokoll führen möchte, gehen alle Köpfe nach unten.
b) Bei der Frage, wer Pflegschaftsvorsitz machen möchte, gehen wahlweise alle Köpfe nach unten, oder es melden sich ganz eifrige.
c) Bei längeren Diskussionen oder Phasen, die von einzelnen Teilnehmenden als uninteressant empfunden werden, sind mehrere Teilnehmende mit ihrem Handy, dem Tablet, Korrekturen, oder Schwätzchen mit dem Nachbarn beschäftigt.
(Die Aufzählung ist nicht abschließend.)
All das sind Situationen, die ich aus meinen Erfahrungen als Schüler, als Lehrkraft, als Vater wie auch als stv. Schulleiter erleben durfte und wo ich dieselben genannten Gruppen entsprechend erlebt habe. Verschiedene Rollen, verschiedene Aufgaben, verschiedene Perspektiven - und doch stets dasselbe.
Das sind gruppendynamische Prozesse, die es in verschiedenen Systemen gibt, die hierarchisch strukturiert sind. Da muss ich mich weder als Schüler über meine MitschülerInnen, als Klassenlehrer über meine SchülerInnen oder die Elternschaft, noch als Lehrkraft über meine KollegInnen, noch als Schulleitungsmitglied über meine Kolleginnen wie oben dargestellt "erheben". Ich beschreibe.
Und diese Beschreibungen entspringen keinesfalls alleine meiner nun aufgrund meiner Position in höheren Sphären schwebenden Geisteshaltung sondern sind zu gleichen Anteilen auch Ergebnis von Aussagen und Gesprächen vieler in diesem System anzutreffenden Personen.