Beiträge von Quittengelee

    Wenn wir eh schon OT sind:

    Das für mich persönlich verwirrendste Kleidungsstück war ein Herr mit Mankini auf einem Festival. Und dann hab ich mich kurz nach der Verwirrung gefragt, was es mich eigentlich angeht. Welchen Beruf der sich so Kleidende außerhalb des Festivaluniversums ausübt, weiß ich nicht, es stand nirgends geschrieben. Erkennt jemand von euch Lehrkräfte auf offener Straße an ihren Klamotten? :pirat:

    Wenn du eher mit Jugendlichen arbeiten möchtest und die Fächer nicht in Stein gemeißelt sind, dann wäre vielleicht auch der Quereinstieg in die beruflichen Schulen für Gesundheitsberufe denkbar?

    Abgesehen davon, dass auch das schon mehrfach erwähnt wurde, könnte man auch dazu sagen "Die Frau hat sich doch genau überlegt, dass sie Französisch und Geschichte machen will, wieso rätst du ihr zu anderen Fächern?"

    Jeder sagt eben das dazu, was er denkt und was seiner Erfahrung in seiner Berufsbiografie entspricht.

    Das Folgende ist übrigens eine Sicht, die ich nur von Quereintseigern kenne: Die Vorstellung, dass alle Lehrer sich über jeden neuen Kollegen automatisch freuen müssten, weil gerade

    ...über Lehrkräftemangel geklagt...

    wird. Warum sollte eine Lehrperson ihren Job bewerben, weil Lehrermangel ist? Die Werbung kann der Staat übernehmen.

    Und gerne dürfen vorher Eltern feststellen, dass Lehrkräfte fehlen und Unterricht in Größenordnungen ausfällt, die den Schulabschluss ihres Kindes gefährden. Erst dann fällt den Menschen nämlich (hoffentlich) auf, dass Lehrer doch son bisschen wichtig sind.

    Zum Ansehen: Lehrkräfte haben hierzulande den Stellenwert von Sozialpädagogen. Und das ist kein Standesdünkelproblem, sondern ein Zeichen dafür, dass man ihre Expertise in Fachwissen und Didaktik anzweifelt und nur den pädagogischen Aspekt sieht, oder kurz: für eine bessere Aufsichtsperson ihrer Kinder hält. So ziemlich jeder erwachsene Deutsche denkt insgeheim, dass er im Zweifel sofort losunterrichten könnte.

    Also als Violonist und Diplommusiker kann man das Lehrdiplom Musik erwerben, ebenso aber mit MA Creative Music Masters oder sowas? Oder als Umwelt- und Gefahrstoffanalytikerin für Chemie? Es gibt ja verschiedene Studiengänge in jeder Fachrichtung.

    Hatte ich gestern auch gesehen, bin gespannt, ob sie damit jemanden hinterm Ofen vorlocken. Auch bemerkenswert der Hinweis, dass 20% der GS- und SekI-Lehramtsstudierenden das Studium abbrechen, u.a. deshalb, weil sie sich mit der Organisation des Studiums überfordert fühlen. Ich dachte eigentlich, dass bei Bachelor/Master alles vorgegeben ist, bis hin zum Stundenplan. Womit kann man da jemanden überfordern?

    Das bin ich nicht, nein. Mit einem Medizinstudium wird hier niemand Lehrer. Der erwähnte "dreijährige Kurs" ist einfach das PH-Studium zur Primarlehrperson.

    Ah okay, wie heißt dein Weg, ist das der reguläre Weg ins Lehramt gewesen? Also kann man mit Diplom für eine Disziplin, die als Schulfach anerkannt wird, die Lehrbefähigung erwerben?

    Wenn's jemand hinstellt, probiere ich. Selber kaufen oder zubereiten eher nicht. Schnecken zum Beispiel halte ich für überbewertet...

    Und du? Schon mal Insekten als Mahlzeit gegessen oder anderes Ungewöhnliches?

    ...eine Frage über das Zusammenspiel und das Spannungsfeld zwischen Englands Monarchie und der demokratischen Regierung wäre spannend. In unteren Klassen die Möglichkeiten und Grenzen einer Königin England 2022.

    Danke, okay, aber das ist vor 2 Jahren oder in 3 Wochen gleichermaßen spannend. Das muss ja nicht zwingend am Todestag erörtert werden...

    Edit: was ist nur ein Gedankenspiel? Das mit der Queen und der ausgefallenen Klausur hab ich schon für bare Münze genommen?

    Wenn, dann würde ich so dicht wie möglich am Bereich bleiben, den ich bereits gelernt habe und auf dem ich aufbauen kann.

    Heißt in diesem Fall BBS mit Fachrichtung, bei der so viel wie möglich angerechnet werden kann.

    Dann hätte sie aber gar nichts von dem, was ihr vorschwebt (mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und vor allem Geisteswissenschaften und Sprachen studieren)

    Ich vermute, Kodi hat ins Schwarze getroffen. Das, was einen wirklich anspricht, in der Freizeit betreiben und dann auf dem Niveau, das einen ausfüllt.

    Edit: Antimon ist in der Schweiz quereingestiegen. Sie kann dir zu den Bedingungen dort Genaueres sagen.

    Wenn du mich fragst (Bundesland Sachsen) würde ich versuchen, im Quereinstieg Lehramt Chemie anerkennen zu lassen und Französisch nachstudieren. Sprachen und Naturwissenschaften sind eher gesucht als Geschichte. (Und Oberschule noch mehr als Gym, allerdings müsstest du dich da mit Hauptschule anfreunden.)

    Ich würde aber trotzdem erst Berufserfahrung im gelernten Beruf sammeln. Quereinstieg geht in 5 Jahren immer noch und als Ärztin kannst du sicher irgendwo mit Kindern arbeiten, wo es weniger hektisch zugeht als im städtischen Krankenhaus. Zum Beispiel in Rehakliniken? Oder einen Facharzt machen und in der Psychiatrie/Onkologie... Mit Kindern und Jugendlichen arbeiten?

    Nur so Gedanken, du wirst wahrscheinlich selbst schon darüber nachgedacht haben...

    quittenpastete

    wenn sie der oktober ins astwerk hängte,

    ausgebeulte lampions, war es zeit: wir

    pflückten quitten, wuchteten körbeweise

    gelb in die küche

    unters wasser. apfel und birne reiften

    ihrem namen zu, einer schlichten süße -

    anders als die quitte an ihrem baum im

    hintersten winkel

    meines alphabets, im latein des gartens,

    hart und fremd in ihrem arom. wir schnitten,

    viertelten, entkernten das fleisch (vier große

    hände, zwei kleine),

    schemenhaft im dampf des entsafters, gaben

    zucker, hitze, mühe zu etwas, das sich

    roh dem mund versagte. wer konnte, wollte

    quitten begreifen,

    ihr gelee, in bauchigen gläsern für die

    dunklen tage in den regalen aufge-

    reiht, in einem keller von tagen, wo sie

    leuchteten, leuchten.

    (Jan Wagner)

    Q war zwar schon, aber wenn wir schon bei hübschen Obstgedichten sind...

    15 Minuten Einstieg ist Standard, Extradoppelstunde nur nach besonderen Ereignissen wie Bundestagswahl, Tod der Queen, Auflösung des Lehrerforums etc.

    Sowohl in Geschichte als auch in Gemeinschaftskunde.

    Okay, dann interessiert mich jetzt ernsthaft, was du als Fachlehrkraft zum Thema Queenstod für eine Bonusfrage gestellt hast.

    (edit: Auflösung des Lehrerforums wäre in der Tat ein nicht auszudenkendes Schreckensszenario! God save the Mods!)

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