Beiträge von Quittengelee

    Ja, ganz genau. Und wenn man in einer Klausur nahezu nur die Anforderungsbereiche I und II drin hat, kann man natürlich auch die Note "sehr gut" bei 95% der erreichten Rohpunkte festlegen. Wenn man hingegen knapp 20% der Rohpunkte bereits im Anforderungsbereich III findet, dann ist auch ein "sehr gut" ab 85% der erreichten Rohpunkte gerechtfertigt.

    Kann man, aber warum sollte man? Ich schrieb, dass der Notenschlüssel je Schule festgelegt wird. Dass es einzelne Lehrpersonen geben mag, die zu leichte Klausuren erstellen kann sein, aber das kann überall sein und hat nichts mit der Leistungsmessung generell zu tun. Sonst könnte man natürlich immer so argumentieren und Noten wären völlig aussagenfrei.

    Achso, fürs Abi vielleicht, da erhält man ja Punkte. Aber von Klasse 1-10 erhält man in Sachsen je nach Schule ab 95% bis 100% die 1. Plus und minus sind zwar möglich aber nicht üblich. Die Notenschlüssel legen die GLK fest und ich kenne es nur so streng. (Also wenn z.B. eine Schule ab 98% die 1 gibt, hat man mit 97% entsprechend die 2).

    Also, ich verstehe, dass es bei euch eine Abteilungskeitung gibt und die offenbar zuständig wäre, an den meisten Schularten ist es die Schulleitung.

    Zum Thema 6 geben: seit wann entscheidet die "Sorge vor einem Anwaltsbrief" was immer das ist, welche Note man erteilt? Das wäre ja noch schöner.

    Zum dritten Abschnitt: schön, wenn ein Rückhalt der Schulleitung generell zu erwarten ist, das ist nicht immer der Fall. Aber auch das ist nicht der Punkt. Angenommen, eine Entscheidung wäre rechtswidrig, würdest du dann auch blind hinter jedem Kollegen stehen?

    Jede*r Kollege*in muss doch Rücksprache halten können, ohne dass er oder sie als Kleinkind bezeichnet wird.

    Ok, aber in der Schule haben wir dafür die entsprechenden Möglichkeiten.

    Ich vergaß noch den Streitschlichter und die Sozialpädagogen. Wenn Kevin die Chantal schlägt oder Dirks Eltern wegen einer ungerechten 5 in Religion auf der Matte stehen, bekommt der Schulleiter das (außer durch Klatsch und Tratsch) gar nicht mit.

    Sonst wird er zum Klassenlehrer, zum Verbindungslehrer, zum Sozialpädagogen.

    Und hat keine Zeit mehr für die Schulleitertätigkeit. Zumindest bei der Masse der Fälle, die wir hier bei 2000 Schülern haben.

    Du machst es dir ein bisschen einfach. Der Klassenlehrer hat mit der Leistungsbewertung des Fachlehrers nichts zu tun. Du als Chef schon, es geht um einen Passus aus dem SchulG.

    Mit Fachkollegen stimme ich zu, der Schulleiter hat aber ja meist nicht das Fach, um dessen Bewertung es geht.

    Noch mal, der SL soll keine inhaltliche Meinung zum Fach abgeben, sondern gucken, dass das Schulgesetz eingehalten wird. Da betrügt eine Schülerin mutmaßlich und eine Lehrkraft will sich absichern. Das tut sie selbstredend mit dem Vorgesetzten, der auch Vorsitzender der Notenkonferenz ist und die Zeugnisse mit unterschreibt.

    Was machst du denn selbst, so ganz konkret? Bist du irgendwie politisch engagiert? Machst du irgendwas Spezielles in die Richtung an deiner Schule?

    Nein, oder nicht direkt, ich habe einen anderen Schwerpunkt, der bei uns vorrangig ist und nur am Rande Extremismus berührt. Trotz alledem finde ich es enorm wichtig, deswegen bringe ich das Thema ein. Dass du dich engagierst mag sein, hat m.E. auch niemand bezweifelt. Aber wie bringt uns das in der Frage der Salonfähigkeit des Rechtsextremismus in Deutschland weiter? Darum ging es in dem Beitrag, auf den du dich beziehst. Dass du im Umgang mit einzelnen 'klare Kante' zeigst, habe ich auch gelesen. So kann man damit umgehen. In Brandenburg oder Meck-Pomm funktioniert das aber offenbar nicht so, weil das Verhältnis nicht mehr passt. Da sitzt nicht nur ein schwieriger Kandidat in der Gruppe, sondern eine latent-aggressive Mehrheit. Hast du auch die Berichte zu der Schule gelesen, die beispielhaft benannt wurde?

    "Udemokratisch ist es z. B., dass man bei ZON (u. a.) die Legitimität des gewählten AfD-Landrats in Sonneberg anzweifelt. Really? Der ist gewählt."

    Sehe ich auch so und hatte ich bislang nicht gelesen. Wer bezweifelt das denn?

    Die deutschen Medien haben sich selbst mehrfach eingestanden, dass die andauernde Berichterstattung die AfD überhaupt erst zu dem gemacht hat, was sie jetzt ist.

    Das kann natürlich sein, das wäre tragisch. Vielleicht brodelt es aber auch ohne das Zutun der Medien vor sich hin? Die AfD ist ja nur eine Sichtbarmachung des Problems, nicht die Ursache.

    Wie viele der Leute, die A14 am Gym bekommen, wären dafür bereit, eine Konrektorenstellen oder Rektorenstelle zu übernehmen?

    Unsere Schulleitungen (Sachsen) sind teilweise nicht mal verbeamtet und machen den Job für E14. Da tut es bestimmt gut, sowas zu lesen:

    Niemand, der/die bei klarem Verstand ist. Ich würde es auch nicht für A15Z oder A16 tun.

    :uebel:

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