Die Mitschülerin lernt nebenbei eine ganz üble Lektion: Mein Handeln hat für mich keine negativen Konsequenzen. Ich kann andere fertigmachen, Lehrer und Eltern sind machtlos.
Die Schule musst du gar nicht ins Boot holen. Die müssten von alleine tätig werden und die Eltern der Mitschülerin kontaktieren. Was sagen die Eltern der Mitschülerin zu der Situation?
Das interessiert halt die Eltern eines gemobbten Kindes nicht. Und was die Schule müsste ist müßig, weil die Schule macht offenbar nicht.
mirau78 , das Problem, hier als Mutter zu fragen, ist immer, dass man als Lehrperson einen anderen Blick hat und andere Entscheidungen trifft, als als Mutter...
Wenn du den Klassenwechsel nicht erzwingen kannst, könntest du noch versuchen, Schulsozialarbeit, Beratungslehrkraft, Schulpsycholog*in o.ä. ins Boot zu holen. Das hat diverse Vorteile, z.B. dass die Schulleitung jeden Tag 1000 Problemfälle auf dem Tisch hat und keinesfalls jedem Elternwunsch nachgehen kann, einem Kollegen aber eher zuhört und offizielle Stellen weniger abwimmeln kann. Dein Anliegen bekommt mehr Gewicht.
Allerdings möchte ich auch sagen: sei vorsichtig mit dem, was du dir wünschst. Man hat nicht immer die Folgen im Blick, wenn man sich auf eine Sache versteift. In eine neue Klassengemeinschaft zu kommen, kann z.B. schwierig sein und neue Probleme bergen. Die anderen sind seit 3 Jahren ein Team und du weißt nicht, was die neue Dynamik macht, ob dein Kind dort mit offenen Armen empfangen wird usw. Auf eine Weise ergebnisoffen an ein Problem heranzuziehen kann manchmal hilfreich sein.
Edit: Habt ihr zwischenzeitlich über einen Schulwechsel nachgedacht?