Ich bin ja sonst sehr für Strategievermittlung, aber bei deinen Überlegungen fehlt mir das Kindliche, der Bezug zur Klasse. Wenn ich 8-Jährige zum Zuhören bewegen will, überlege ich erst mal, was sie gerne hören würden und wie ich das als Lehrperson darbiete. Z.B. in die Stadtbücherei gehen und in Kinderbüchern blättern oder eines auswählen, das ich selbst als Kind geliebt habe.
Es sind Kinder, die man mit Budenzauber begeistern kann, sie spielen gerne Theaterszenen, wollen basteln, malen, unterhalten sich mit Handpuppen oder schreiben Briefe ans Klassentier...
Außerdem hilft es und ist auch üblich, in einer Unterrichtseinheit zu denken und nicht als erstes den Fokus auf eine einzelne Stunde zu legen. Im Praktikum muss man das so machen, da hat man nur dieses Zeitfenster, im Ref ist man Lehrerin oder Lehrer und muss anfangen, das Schuljahr zu überblicken. Das hat den Vorteil, dass man von gröberen Zielen zu immer feineren kommt.
Der nächste Aspekt sind die Lernvoraussetzungen deiner Klasse in Bezug zum Lernziel. Ich unterrichte Förderschüler, daher neige ich dazu, Kinder mit durchschnittlichem Leistungsvermögen zu unterschätzen. Menschen die von der Uni kommen neigen dazu, Kinder zu überschätzen.
Wenn du Ziele festgelegt und Lernvoraussetzungen bestimmt hast, kannst du Mittel und Wege (aka Methoden und Material) finden, erste zu erreichen. Das kann man in Mathe sehr fein aufdröseln, in Deutsch ist das schwieriger, finde ich, daher unbedingt Didaktikbücher besorgen und Aspekte, die du diagnostizieren/beobachten/ermitteln willst, herausarbeiten.
Was sagt dein Seminar? Deine Mentorin (mwd)?