Beiträge von Quittengelee

    Wobei Quittengelee bei der Addition schon nicht mehr von Prozent gesprochen hat, sondern nur noch von Punkten.

    20 Punkte + 30 Punkte = 50 Punkte.

    Ich gehe davon aus, dass sie (bzw. Die Schule) dabei dann auch (ohne es erwähnt zu haben) im Hinterkopf hatte:

    20 von 100 Punkte und 30 von 100 Punkten sind 50 von 200 Punkten.

    Ja, das war missverständlich, genau so. Die Kinder sehen unter einer Arbeit ihre Verrechnungspunkte und die Prozentangabe aber keine Note.

    Am Ende eines Schuljahres werden Klassenarbeiten zusammengefasst und die Verrechnungspunkte miteinander addiert, zur Gesamtpunktzahl die Prozent ermittelt und entsprechend in eine Ziffernnote 'umgewandelt'. Kleinere Kurzkontrollen gehen irgendwie extra, das müsste ich noch mal nachschauen.

    Danke Seph für deine Antwort, das ist gut zu wissen. Die Schule, um die es geht, ist riesig und bislang hat sich noch niemand der Elternschaft über die Notenfindung gewundert, deswegen interessierte mich das.

    Ich fürchte aber, im Zweifelsfalle ist immer die pädagogische Erläuterung ausschlaggebend, das heißt, auf welchem Wege auch immer eine Note ermittelt wird, die SuS müssen mit der Rückmeldung leben, die sie erhalten. Ob die 3 ausgerechnet wurde wie in Bayern oder Verrechnungspunkte zusammengefasst werden wie an besagter Schule in Sachsen oder ob die Lehrkraft sagt, die Leistung ist insgesamt als befriedigende einzuschätzen wie im Saarland oder wo auch immer.

    Weil du es weiter oben erwähntest, "Stundennoten" habe ich in Sachsen-Anhalt kennengelernt, da gab es auch 6en für unentschuldigtes Fehlen in einzelnen Stunden.

    Interessante Frage, soll es als bewertetes Fach zählen? Vom Gefühl her würde ich sagen, dass das das Ministerium entscheiden muss. Da müssten Stundenpläne, Stundentafeln, Lehraufträge, Zeugnisformulare und ich weiß nicht was noch geändert werden. Die Meinung der Schulkonferenz interessiert da wohl eher nicht:weissnicht:

    Quittengelee:

    Nee, drum schrieb ich ja „OT“. Gibt ja leider keinen „Mathesyntax-Rechtschreibthread“.

    Und: Was das nun mit Karopapier zu tun hat erschließt sich mir nicht. Tut mir leid, wenn’s dich beleidigt hat.

    Nein, das hat mich nicht beleidigt, wie kommst du denn darauf? :S

    Ich dachte, du meinst es als Witz, weil ich nicht ordentlich neben- und untereinander geschrieben habe, so dass da nun zwei Rechnungen in einer stehen. Ich hab auch nicht das Ergebnis doppelt mit Lineal unterstrichen, so wie es korrekt gewesen wäre und das Datum oben rechts vergessen, es sollte eine Replik auf einen Lehrerwitz sein... Oh man, ohne Smileys klingt inzwischen alles irgendwie hart und trocken, was man formuliert;)

    Mich interessiert von den mathematisch Versierten, ob das beschriebene Vorgehen der Schule irgendwie zu gerechterer Bewertung führt am Ende. Ich habe es noch nirgends anders gesehen und finde es nicht uninteressant.

    Das war mir durchaus nicht ersichtlich. Ich halte aber auch grundsätzlich eine arithmetische Verrechnung von ordinalskalierten Daten (denn Noten sind NICHT nominalskaliert) für bedenklich, denn das ist mathematisch eigentlich nicht zulässig. Aber ich mag ja auch den Notenschnitt nicht. :D

    Ich behaupte mal, dass das jedem hier nach spätestens einem Forenjahr bewusst ist. Aber ganz ehrlich, ob man (3+4)=7/2=3,5 rechnet und sich dann für 3 oder 4 entscheidet oder sich gleich die Noten 3 und 4 anschaut und dann überlegt, ob der Schüler auf 3 oder 4 steht, dürfte relativ egal sein?

    Mal eine Frage an der Stelle: An einer mir bekannten Schule machen sie es so: alle Noten werden nur in Prozent angegeben (die SuS wissen, ab 80% eine 2, ab 95% eine 1 etc.). Am Ende des Jahres werden alle Punkte der einzelnen Leistungskontrollen miteinander verrechnet. Also einmal 30, einmal 20 erreichbare Punkte sind zusammen 50 erreichbare.

    Ist das gerechter?

    ...

    3.3

    Die Bewertungen in den Fächern werden von der Fachlehrerin oder dem Fachlehrer festgesetzt. Kommt die Schulleiterin oder der Schulleiter oder die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder der Klassenkonferenz zu der Auffassung, dass eine Lehrkraft bei der Erteilung einer Zeugnisnote einen Konferenzbeschluss über Grundsätze für die Leistungsbewertung verletzt oder gegen Rechts- oder Verwaltungsvorschriften, allgemein anerkannte pädagogische Grundsätze oder Bewertungsmaßstäbe verstoßen hat oder von unrichtigen Voraussetzungen oder sachfremden Erwägungen ausgegangen ist, so ist der Lehrkraft Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Kann kein Einvernehmen erzielt werden, so berichtet die Schulleiterin oder der Schulleiter der zuständigen Schulbehörde und bittet um Überprüfung der Bewertung.

    ...

    Wow, hier passt mal der Verwirrendsmiley. Das Hintertürchen zur Kontrolle des Kollegen, den man nicht für zurechnungsfähig hält? Dabei würde es wahrlich reichen, wenn die Schulleitung kontrolliert, falls es Beschwerden geben sollte.

    Danke, aber leider kam ich mit deinen Schlagworten nicht so weiter...

    Okay, Quintessenz ist, dass man Termine außerhalb der Arbeitszeit anstreben muss, wenn aber ein Facharzttermin ansteht, der eben nur dann geht, dann darf man ihn wahrnehmen. Möglichst vom Arzt bescheinigen lassen, dass es nur dann geht und wie viel Zeit du in der Praxis warst.

    Für eine planbare OP natürlich krankschreiben lassen, kann man ja trotzdem vorher ankündigen.

    Du könntest zum Beispiel ankündigen, dass du aus medizinischen Gründen öfter fehlen wirst, du selbstverständlich immer versuchen wirst, die Termine außerhalb der Unterrichtszeit zu legen und wenn das nicht geht, dich rechtzeitig für die entsprechenden Stunden freistellen lassen musst.

    Falls es wider Erwarten Probleme geben sollte, kannst du dich immer noch an die Gewerkschaft wenden.

    Edit: in der Broschüre war noch ein Fall erwähnt, in dem der AG versucht hatte, den AN zu verpflichten, eine andere Praxis aufzusuchen, die tollere Termine anbietet. Wurde abgewiesen, da freie Arztwahl. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dein Bundesland auf einen Rechtsstreit einlässt, wie oft ein Arzttermin vormittags nötig gewesen wäre, halte ich für gegen 0 tendierend. Dass du theoretisch jedes Mal morgens anrufen und von deiner Unpässlichkeit reden könntest, um an diesem Tag gar nicht zu erscheinen, wissen die natürlich selbst.

    Wir haben ständig mit dem Thema Inklusion zu tun.

    Ich schrieb "fachliches Interesse". Und das besteht offenbar flächendeckend nicht, zumindest habe ich dich und die meisten anderen noch keinen Kommentar zum Thema schreiben lesen (sagt man so, statt sagen hören?). Es geht seitenweise darum, was Leute so finden und meinen. Ich habe mich selbst nicht ausgenommen, Empörung also unnötig.

    Wobei, die Grundschulkolleginnen sind da ausgenommen, die äußern sich inzwischen selten zum Thema, die machen einfach. Sie werden nämlich nicht gefragt, was sie gerne hätten.

    Wenn die Erfüllungsskala zwischen Klasse 10 (langweilig) und Klasse 12 (ich blühe auf) liegt, dann kann es mit dem fachlichen Anspruch doch nicht so weit her sein. Oooder du erkennst einfach an, dass es in keiner Schulform um fachliche Höchstleistungen geht, sondern darum, Grundlagen zu vermitteln? Das hat auch nichts mit Pädagogik und Psychologie zu tun, sondern mit Didaktik. Und die hast du hoffentlich im Studium oder spätestens Ref gelernt, sonst würden die SuS in deinem Unterricht ja trotz und nicht wegen deiner Vermittlungsbemühungen lernen.

    Keine Ahnung, was die PH in Baden-Württemberg vor 30 Jahren gelehrt hat. Es ist aber auch egal, weil du eben nicht ganz wertneutral einen Einzelfall beschreibst, sondern immer wieder betonst, dass du Realschulkolleg*innen generell für bessere Erzieher*innen hältst. Das fand ich ärgerlich.

    Mich hat mal eine Förderschülerin gefragt, warum ich nicht Realschullehrerin geworden bin, ob es nur für Lernförderschule gereicht hätte. Fand ich damals und aus ihrem Munde noch niedlich, aber ich beginne zu vermuten, sie ist nicht die einzige, die sich fragt. :P Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, für Sonderschule reicht das Hiphopabitur. Und ich bin tatsächlich zufrieden mit meinen Hanseln und meinen Kollegen, wollte nicht unbedingt tauschen. Aber ich würde jede Abordnung annehmen und mich über eine Herausforderung freuen, auch an jeder erdenklichen Schulart. Aber das muss natürlich niemand teilen.

    Naja, diejenigen, die in Werkstätten arbeiten, haben keine Lobby und sind nicht in der Lage, für ihre Arbeitnehmerrechte zu kämpfen.

    Diesen Zusammenhang kann ich daher nur bedingt nachvollziehen:

    Mich stört auch massiv, dass beim Thema Inklusion wieder ausschließlich Körperbehinderte vorkamen. Die Darstellerin, die selbst auf den Rollstuhl angewiesen ist, ist bestimmt nicht das Musterbeispiel für jemanden, der in einer Behindertenwerkstätte arbeitet und keinerlei Chancen auf einen normalen Schulabschluss hatte (sie hat nebenbei selbst ein Studium absolviert). Es wurde aber so präsentiert.

    Erwartest du Dankbarkeit von ihr oder wie genau meinst du das? Welche Hürden für die Person zu meistern waren, um dorthin zu gelangen, wo sie jetzt ist, die jeder ohne Behinderung nicht hatte, wissen wir nicht. Ich denke, es waren viele, die weit über die Stufe auf der Bühne hinausgehen.

    Sie setzt sich offenbar für Menschen mit diversen Behinderungen ein und nutzt ihren Verstand dafür. Man kann ja schlecht verlangen, dass sie sich nur über fehlende Rollstuhlrampen zu beschweren hat.

    Das Schulthema fand ich auch verkürzt. Zum Beispiel der Hinweis darauf, wie viele Förderschüler keinen Schulabschluss hätten. Gemeint war aber der Hauptschulabschluss und zwar unter allen FöS-Absolventen. Den erlangt ein Absolvent der GB-Schule natürlich nicht und ein LB-Schüler seltener als ein inklusiv beschulter LB-Schüler, auch weil diese tendenziell "fitter" sind. Wie viele ohne Abschluss von der Hauptschule gehen, wurde aber nicht genannt und das ist einigen Bundesländern eine erschreckend hohe Zahl.

    Allerdings muss man fairerweise sagen, dass nicht mal in einem Forenkollegium fachliches Interesse am Thema Inklusion besteht. Da sind die meisten einfach froh, an ihrer Schulart zu unterrichten und möglichst nichts mit der Thematik zu tun zu haben. Und zwar über alle Schularten hinweg. Mich nicht ausgenommen, ich drücke mich auch vor den lächerlichen 'Inklusionsstunden', die einmal im Monat stattfinden, während die Kolleginnen an den Grund- und Oberschulen den ganzen Tag mit ihren Klassen klarkommen sollen, in denen natürlich nicht nur das eine Inklusionskind mit besonderen Bedürfnissen sitzt.

    Der Hinweis auf die Politik, Wahlthemen der FDP und dass es am Ende doch wieder mangelndes Interesse der Mehrheit ist oder gar Angst, das eigene Kind könnte ausgebremst werden, das war jedoch ein harter und leider nicht ganz von der Hand zu weisender Schlusspunkt.

    Also insgesamt überspitzt, zu wenig detailliert. Aber so ist halt Satire und doch wichtig, immer wieder mit der Nase darauf gestoßen zu werden, finde ich. Desinteresse und Berührungsängste sind einfach immer noch in weiten Teilen der Bevölkerung enorm.

    MarieJ , ich meinte dich nicht, weiß nicht, warum du davon ausgehst. Habe den Abschnitt aber eh gelöscht, um nicht schon wieder anzuheizen, es war klar, dass jede Aussage hier als Anschuldigung aufgefasst wird.

    Positiv ausgedrückt: Kollege Plattenspieler ist der einzige, der sich Studien angesehen hat zum Thema 'Wer von den Kindern profitiert von Inklusion bzw. Sonderbeschulung.' Das ist Fakt.

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