Beiträge von Quittengelee

    Glaubst du echt, das ist ein reines Frauenproblem? Nö. Auf akademische Titel darf man sich einfach nichts einbilden. Pfui. Könnten sich ja andere Personen deswegen schlecht fühlen. Das geht den Männern genau gleich wie mir als Frau.

    Ist das so? Bitte Stimmen von Doktoren hier im Forum dazu :aufgepasst:

    Huch, die gibt es hier gar nicht? Hm, ob die vielleicht nicht Lehrer werden? Man weiß es nicht.

    Ein Bekannter hat eine Professur, er hat schlicht im richtigen Jahr den richtigen Artikel veröffentlicht, weil er die richtigen Leute kannte. Und ja, sein schlechtes Gewissen über den "Erfolg" ist gering. Er kotzt lieber über die Genderdebatte ab, dass an der Uni, die seine Stelle bezahlt, darüber geforscht wird, warum Frauen es weniger leicht haben als er.

    Natürlich ist meine Ansicht auch durch meine lange Berufserfahrung in der Jugendhilfe geprägt und eingefärbt.

    Was die Jugendhilfe generell leistet oder nicht, wissen wir leider. Wie du es einschätzt, sagt mir dein Zwinkersmiley im völlig unpassenden Kontext.

    Zur Kindeswohlgefährdung: Selbstverletzendes Verhalten ist keine Kindeswohlgefährdung nach SGB VIII Paragraf 8a. Schon drei Mal nicht, wenn die Schülerin bereits in Behandlung ist.

    Kindeswohlgefährdung ist ein unbestimmter Rechtsbegriff und es geht hier auch nicht darum, was das Jugendamt entscheiden würde. Es ging um die Einschätzung eines Users bzw. Userin, das Problem sei ja keine Gefährdung des Kindeswohls und das ist doch ein bisschen lapidar daherhesagt.

    Die TE hat sich ja entschieden, die Schulleitung mit ins Boot zu holen und das ist sicher eine gute Entscheidung.

    Aber wir können jetzt gerne weiter über die Waldorfschulen diskutieren. War dann jetzt auch genug OT, finde ich.

    Cancel culture! Du willst noch was loswerden, aber dann bitte das Thema wechseln:zungeraus:

    Im Ernst, was ist denn nun mit dem Islam und dem Frauenbild, du wolltest dazu doch was sagen, bevor es offtopic wurde.

    Der Versuch, Meinungen zu diskreditieren, weil sie durch bestimmte Akteure auch vertreten werden, ist einfach ein Mittel der Meinungsmanipulation, das du hier anwendest.

    Genau, die Nazikeule.

    Wie gesagt, wenn du etwas sagen willst, tu es. Zu sagen, man dürfe x nicht sagen ist grotesk.

    Glaubenssätze in der Erziehung, hier: 'Eigenlob stinkt'.

    Wahlweise noch 'Mathe können wir (Mutter und Töchter einbeziehend) eben nicht'. 'Lass das mal Onkel Gerd machen', wenn man versucht, etwas zu reparieren. 'Das ist kein Beruf für ein Mädchen' (-> da muss man gut zupacken können/ -> da wird man von Männern nicht ernst genommen/ -> das scheitert schon an der Ausstattung des Betriebes, für Frauen müssen extra WCs installiert werden...) to be continued.

    Genau das. In meinem Bundesland sind für die Grundschule sogar die Prozente der Noten vorgegeben. Es darf auf Beschluss der Fachkonferenz abgewichen werden.

    Der Schwierigkeitsgrad wird z.B. durch Anforderungsbereiche geregelt, siehe VERA/PISA. Die 4 entspricht dem durchgehenden Mindeststandard, d.h. ein Test sollte 45 bis 50% Aufgaben des Anforderungsbereichs I enthalten. (4 gibt es hier an der GS ab 45%.) Schwere Aufgaben sind eigentlich nur aus dem Anforderungsbereich III und die sollten lt. letzter Fortbildung 5 - 10% ausmachen. Gesetzlich ist außerdem vorgegeben, dass ich bei schriftlichen Leistungen die individuelle Lernentwicklung nicht berücksichtigen darf. (Ausnahme: Teilleistungsstörungen mit individueller Bewertung)

    Finde ich gut, so viele Regularien haben wir nicht. Von mir aus kann man die Ziffernnoten ganz abschaffen. Aber wenn, dann doch so klar und transparent wie möglich.

    Mir ist der Fragebogen zu zäh für Montagabend. Wenn Leistungsbewertung nicht im Studienverzeichnis drinsteht, muss man's halt einfügen. Im Referendariat ist sie definitiv Thema.

    Das "wird man ja wohl noch sagen dürfen" ist sowas von 2016-AfD-Wutbürgersprech, dass ich es nicht mehr hören kann. Erfunden wurde es, um a) etwas natürlich durchaus zu sagen und nicht nur zu sagen, sondern öffentlich raufundrunterdekliniert zu haben und b) möglichst alle Kritik daran im Keime zu ersticken.

    Wenn du dich zum Frauenbild des Islam äußern willst, mach es doch einfach. Wenn du Rassismus definieren willst, mach das. Aber erzähle bitte nicht, was du nicht sagen dürftest im selben Atemzug, als du es aussprichst.

    Also Krankschreibung und BV sind zwei verschiedene Sachen. Wenn du nicht krank bist, gibt es auch keine Krankschreibung, so dass deine Gyn oder andere Fachärztin (mwd) ein BV ausstellen müssten, wenn sie deine Gesundheit gefährdet sähen. Nun kann man immer zu einem anderen Arzt gehen, wenn einem die Entscheidung des einen nicht gefällt. Allerdings braucht's halt auch eine konkrete Benennung, was und wie genau verboten wird:

    Das ärztliche Beschäftigungsverbot... Das Attest sollte möglichst genaue und allgemein verständliche Angaben enthalten, auch darüber, ob Sie leichtere Arbeiten übernehmen können oder ob Sie mit verkürzten Arbeitszeiten arbeiten können. Für Ihren Arbeitgeber sollte erkennbar sein, inwiefern Sie und Ihr Kind gefährdet sind, wenn Sie weiterhin arbeiten...

    (zitiert aus: https://familienportal.de/familienportal…gibt-es--125138)

    Vielleicht könntest du dich ins Amt versetzen oder dir andere Aufgaben ohne Kinderkontakt zuweisen lassen? (online-Unterricht erteilen oder was auch immer).

    Das Robert Koch Institut empfiehlt übrigens kein Beschäftigungsverbot für Schwangere.

    Exakt das. Ich "analysiere" auch ziemlich viel. Kolleginnen und Kollegen, die mir nahe stehe, wissen aber auch sehr genau, was ich so "analysiere", das ist gar nicht heimlich und hintenrum. Das ist eben der kleine, aber feine Unterschied. Ich bin oft diejenige, die irgendwann findet ... meine Güte, wenn etwas so offensichtlich stört an einer Person, dann geh doch hin und sag es ihr. Das ist doch nur fair. Es hat ein paar ganz wenige Personen im Kollegium, über die ich wirklich die Augen verdrehe, was dann aber auch auf Gegenseitigkeit beruht. Ich habe genügend "Informanten" im Schulhaus, dass ich jederzeit weiss, wer was über mich lästert.

    Eben, dann ist es ja kein Lästern, denn dass man Dinge verschieden macht oder sieht ist ja logisch. Aber dass sich Kollege A über Kollegin B echauffiert und eigentlich genau dieselben Probleme in seiner Klasse hat, finde ich schon irgendwie seltsam. Was soll ich denn dann sagen? "Kollegin B ist ja wirklich doof. Neulich hat sie auch das und das gemacht, meine Güte..." oder lieber "Pff, guck mal deine eigenen unerzogenen Gören an."?

    Wenn ich etwas genauso sehe, wie die sich beschwerende/lustigmachende Person, fällt es mir aber nicht leicht, mir auf die Zunge zu beißen. Naja, ich versuche weiterhin, mich an Leuten zu orientieren, die den Austausch meckerfrei hinbekommen.

    Wie sagte irgendwer Weises einst? Lasse deine Worte durch drei Tore schreiten. Sind die Worte wahr, notwendig und freundlich? :engel:

    ... Vielleicht, weil sie die die staatlichen Schulen vor Ort für zu schlecht halten und sich eine Art "Privatschul-Effekt" vond en Waldorfschulen erhoffen? Kein Plan.

    Ich finde das eine interessante Frage, wer schickt seine Kinder warum dorthin? Was vermissen Leute an staatlichen Schulen und was suchen sie dort? Das sind garantiert nicht alles lupenreine Anthroposophen.

    Bei uns haben freie Schulen einen großen Zulauf, auch Montessori und co. obwohl die ganz anders arbeiten und andere Konzepte haben.

    Mich stößt an der Waldorfschule vor allem ab, dass eine Entwicklungslogik angenommen wird, die angeblich auf alle Kinder gleichermaßen zutrifft und daraus gezogene Schlussfolgerungen, die für alle gelten. Aber der von einigen befürchtete Extremismus existiert m.E. an der durchschnittlichen Waldorfschule nicht. Aber vielleicht wäre mehr staatliche Kontrolle besser, da das einmal genehmigte Konzept nicht überall gleichermaßen umgesetzt wird?

    Warum nicht direkt eine neue künstlerisch geprägte, naturverbundene pädagogische Richtung gründen?

    Gute Frage, keine Ahnung, vielleicht weil die Strukturen schon da sind und wahrscheinlich würden einige Familien mitgehen, wenn man sowas anleiert. Allerdings kann man die Aspekte der Naturverbundenheit und künstlerischen Bildung auch nur kennenlernen, wenn man sie sich mal anschaut. Aber ich verstehe die Sicht, dass man eine Strömung ganz ablehnt und sich daher nicht traut, hineinzuschauen.

    Letztendlich ist es aus der Innenansicht immer schwieriger kritisch zu sein.

    Da ist bestimmt was dran. Es ist aber umgekehrt auch einfach, etwas abzulehnen, dass man nicht aus eigener Anschauung kennt. "Nö" ist legitim, aber halt auch engstirnig.

    Ich will dich nicht verwirren, @Quittengelee, aber ich habe mich schon im Studium ziemlich ausführlich mit Waldorfpädagogik beschäftigt. Und schon da habe ich schnell gemerkt, diesen esoterischen und politisch verqueren Quark abzulehnen. Dass da einzelne Lehrer*innen eventuell gute Arbeit leisten und aus Waldorf-Schülern auch vernünftige Erwachsene werden können, fällt nicht ins Gewicht.

    Okay, das verstehe ich. Wobei die Waldorfschulen sich heute von bestimmten Aussagen Steiners deutlich distanzieren. Dass er insgesamt ein seltsamer Typ war, will ich aber nicht leugnen.

    Schau dir bitte im Gegenzug mal einen Adventsbasar einer Waldorfschule in deiner Nähe an, es ist wirklich etwas Besonderes.

    Irgendwie amüsant, dass sich der User, der dort die Waldorfschule verteidigt, Thymian nannte, und jetzt #thymiangnom bei Böhmermann der Hashtag der Woche ist.

    Bist du verschwörungsgläubig?

    Katholische Schulen unterrichten nach den staatlichen Lehrplänen mit wissenschaftlich ausgebildeten Lehrkräften.

    Ja gut, das ist ein Argument. Ersatzschulen sind aber generell erlaubt in Deutschland und das Abitur wird meist extern abgenommen. Dass man trotz Waldorfausbildung das Abi schafft, kan dir ja mal zu denken geben.

    Und ich bleibe dabei, Engel im Unterricht sind abstrus, egal ob katholisch, evangelisch oder in der Christenlehre.

    Das ist kein Argument.

    Für oder gegen was? Du kannst von Waldorfschulen halten, was du willst, ich kenne welche von innen und hab mein eigenes Bild, das durchaus differenziert ist.

    Ich erinnere mich übrigens an die Falschbehauptung, dass alle Anthroposophen ungeimpft sind. Ich weiß, dass die Impferei dort wesentlich kritischer gesehen wird, aber ganz so einfach ist es halt dann doch nicht.

    Danke. Ich hatte mich noch nie mit diesen Schulen beschäftigt. Die sind scheinbar noch problematischer, als ich dachte.

    Nein, sind sie nicht per se. Es landen aber naturgemäß überproportional viele spezielle Menschen dort, was problematisch sein kann, wenn keine Kontrolle erfolgt. Allerdings sind auch in staatlichen Schulen gefährliche Freaks unterwegs, siehe Björn Höcke.

    Der Kunstunterricht ist wesentlich besser und es gibt viel mehr lebenspraktischen und fundierten handwerklichen Unterricht. Da wird nicht nur mal mit der Laubsäge etwas ausgesägt, sondern Möbelstücke aus Vollholz mit Fingerverzinkung, Kupfertreiben, Schmieden, Fachwerkbau... Ganze Klassen spielen Theaterstücke, haben Landwirtschaftspraktika etc.

    Ich kenne einige ehemalige Waldorfschüler*innen, die arbeiten in den unterschiedlichsten (Studien-) Berufen. Es sind, Überraschung, ganz normale Leute.

    Der ideologische Überbau ist zwar sonderbar, allerdings gibt so viele kirchliche Schulen in Deutschland, deren Überbau genauso sonderbar ist (Schulgottesdienste, Religions unterricht... Es gibt allein über 900 katholische Schulen in Deutschland), dass mich ein Erstaunen über Gnome und Lichtwesen der Antroposophen wundert.

    Ich habe mal überlegt, ein Sabbatjahr anzusparen, wenn die Kinder selbstständig sind und dann würde ich gerne über mehrere Monate reisen. (Zum Beispiel mit dem Zug quer durch Europa oder mit einem Weltreisemobil nach Indien). Aber wenn ich ehrlich bin, werde ich das wahrscheinlich nie machen, weil ich Schiss hab, irgendwo im Nirgendwo krank zu werden. Denn hätte ich keine Angst, wäre ich ehrlicherweise schon vor den Kindern alleine um die Welt getourt. Es gibt Frauen, die alleine nach Afghanistan reisen...

    Ich denke, wer wirklich etwas in seinem Leben ändern will, macht es einfach. Wer nicht genug Zeit für eine Tätigkeit wie Lesen findet, hat sich dafür entschieden, die Zeit mit etwas anderem zu verbringen, eben mit dem, was er oder sie stattdessen macht :)

    Bei deiner Anfrage fallen mir die Bücher von Torey L. Hayden ein, die in den Achtzigern in den USA unterrichtet hat und deren Klassen als "Abfallklassen" bezeichnet wurden. Sprich, so schwer gestörte Kinder, dass keine der special needs Klassen zuständig war. Sie beschreibt dieses Verhalten.

    Ich habe das Phänomen (auch in der Erziehungshilfe) noch nicht beobachtet, allerdings verschwinden manche unserer Zweitklässler zu zweit im WC für Doktorspiele, wenn man nicht aufpasst. Das nimmt dann schon auch seltsam zwanghafte Züge an. Ob da Vernachlässigung oder sexuelle Gewalt vorliegt weiß ich nicht, als Lehrkraft erfährt man ja meist die relevanten Dinge nicht.

    Also keine Ahnung, Kinderpsychologe ist auf alle Fälle schon mal gut.

    Jetzt mal blöd nachgefragt: Das klingt so, als sei das irgendwie *nicht* selbstverständlich?!...

    Nein, ist es nicht. Daher finde ich es auch zu leichtfertig, zu sagen, dass das doch sowieso passiere.

    Erinnert mich an die Aussagen von Personalratsmitgliedern, eine Rechtsfobi wäre unnötig, sie würden ja sowieso wissen, was richtig ist. Und Schulkonzepterstellen sei unnötig, "wir schreiben eh bloß auf, was wir sowieso machen." Förderpläne? Unnötig, ich schreibe bloß auf, was ich sowieso mache :sleeping: Wenn alle so toll wären, gäbe es keine Probleme mehr.

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